So verläuft mein Leben momentan. Mal geht es mir ganz gut, mal nicht so gut. Heute wachte ich zum Beispiel mit Kopfschmerzen auf, die mich den ganzen Tag nicht mehr verlassen haben, und mir irgendwie die Lust und den Elan genommen haben, überhaupt etwas Ordentliches auf die Beine zu stellen. Jetzt lassen sie langsam aber sicher nach, aber ich habe eigentlich vor, früh ins Bett zu gehen, um den morgigen Tag endlich mal etwas produktiver zu gestalten. Also habe ich da jetzt auch nicht so richtig etwas von. Und mein Magen läßt mich auch nicht wirklich in Ruhe, scheint es. Am Samstag habe ich mich nach dem Aufwachen recht lange damit geplagt, bis ich in Ruhe aufstehen und frühstücken konnte. Aber wenigstens bin ich deswegen nach wie vor krank geschrieben. Vorerst bis zum 17. Februar. Und zwischendurch werde ich wohl zum Gastrologen gehen. Mein erster Besuch dort am letzten Donnerstag kommt mir, je länger ich darüber nachdenke, immer unnützer und dubioser vor. Der Arzt hat mich ruhig erzählen lassen und dann die volle Batterie an Untersuchungen angeordnet: Ultraschall, Blutuntersuchung, Magenspiegelung. Gerade mit letzterem bin ich, nachdem ich darüber las und nachdachte, nicht wirklich einverstanden, und werde das morgen telefonisch erst mal abzubiegen versuchen. Man darf gespannt sein.
[Later that same night]
Der erste Absatz dieses Beitrages entstand kurz nach Mitternacht. Was jetzt kommt, müßte eigentlich ein neuer Beitrag werden, paßt aber wunderbar zum Thema "up and down", das sich nicht nur auf meine körperliche Gesundheit, sondern auch auf meine Psyche erstreckt. Nach Beendigung des obigen Absatzes habe ich eine Unterhaltung geführt, die derart intensiv war, daß all meine Rezeptoren und sonstigen Nervenzellen auf Hochtouren laufen. Ich müßte schon längst müde sein, aber der Rausch hält mich wach und ich scheue mich, schlafen zu gehen, weil ich genau weiß, daß dieses faszinierende Gefühl morgen früh nicht mehr da sein wird. Schon während ich das hier schreibe, merke ich, wie es langsam immer schwächer wird. Und ich fürchte, daß ich mir das Gefühl kaputt denken könnte und das vielleicht auch noch tun werde, wenn ich darüber nachdenke, woher es nun genau kommt und wie ich das wieder erreichen kann. Solche Momente kann man nicht bewußt herbeiführen. Die kommen einfach so vorbei, wenn sie es für richtig halten. Dem ewigen Analysierer in mir widerstrebt es, das zu akzeptieren, aber ich werde mir Mühe geben.
Und ebenfalls während ich dies schreibe, wird mir wieder schmerzlich bewußt, daß ich nicht in der Lage bin, dieses magische, wundervolle Gefühl in ebensolchen Worten zu beschreiben. Das ist etwas, was ich können sollte, was ich können will. Und wenn ich in diesem Jahr sonst nichts erreiche, dann werde ich doch wenigstens alles geben, um ein besserer Schreiber (Das englische Wort "writer" drückt viel besser aus, was ich erstrebe, als es Worte wie "Autor" oder "Schriftsteller" können. Schade daß es kein deutsches Äquivalent dazu gibt.) zu werden. Erwartet also deutlich mehr und deutlich vielseitigeren Krempel in diesem blog und vermutlich auch im Gemetzel selbst als bisher. Mein Vorbild dahingehend ist der gerade erst hinreichend gelobte und verlinkte artbroken. Mal sehen, ob ich diesen Level von Interessantheit erreiche. Und mal sehen ob ich für diese Art von Offenheit gegenüber der Welt wirklich bereit bin. Aber zumindest wird das blog hier dann endlich mal interessant und lesenswert und es verirrt sich vielleicht auch endlich mal jemand hierher, der mich noch nicht persönlich kennt.
Time for bed now.
Posted by kreetrapper at 07.02.06 04:48 in It's my life