Den Punkt, wo es lächerlich gewesen wäre, habe ich nun schon meilenweit hinter mir gelassen. Deshalb muß ich jetzt endlich mal eine Reihe der tausenden von ausstehenden Rezensionen abarbeiten. [Und ich muß außerdem zugeben, daß ich heute nicht so wahnsinnig viel Zeit habe und daher hierauf zurückgreife, wo die meisten der Rezis schon geschrieben sind] Entsprechend sind sie oft extrem kurz, aber wenigstens bleibe ich meinem Mission-Statement treu, jedes Buch, jeden Comic und jeden Film, den ich konsumiere, hier auch zu rezensieren. Da sich inzwischen so viel angesammelt hat, kann ich mir den Luxus erlauben, zu gruppieren. Heute also nur Filmrezensionen. Da meine ständigen Amazon-Links noch keinerlei Wirkung gezeitigt haben, und ich sowieso schon viel zu viel schreiben muß, spare ich mir die Arbeit damit. Also, auf geht's. So jung kommen wir nie wieder zusammen.
Diesmal dabei:
Well, that was... different.
Die Art des Filmes hat mir sehr gut gefallen. Ruhige lange Takes, die sich bewußt viel Zeit lassen. Und dafür, daß es sich thematisch um einen Thriller handelt wirkt das alles zumeist sehr unaufgeregt. Mal abgesehen von den Szenen, wo es ein Charakter nicht mehr aushält und einen Wutausbruch bekommt. Aber auch in diesen Szenen bleiben die Personen emotional glaubhaft. Die Art der Kameraführung spiegelt sich auch in der Beziehung des Films zu seinen Figuren wieder. Wir beobachten diese Menschen von außen, wissen aber eigentlich nicht, was in ihnen vorgeht. Ganz so wie im wirklichen Leben - und mitunter ähnlich frustrierend. Frustrierend ist auch das entscheidende Stichwort. Während ich den Film gesehen habe, fand ich ihn die ganze Zeit über gelungen, meist sogar sehr gelungen - besonders eine Szene, die ich aus Spoilergründen nicht näher beschreiben kann; aber wenn Ihr die seht, wißt Ihr welche ich meinte. Aber in stillen Momenten überlege ich immer noch, ob das Ende mir diesen positiven Eindruck zunichte gemacht hat. Vielleicht kann mir einer meiner treuen Leser, der diesen Film ebenfalls sah, dabei helfen, herauszufinden, ob das nun ein sehr guter Film war oder nicht. Ich bin mir immer noch etwas unschlüssig.
It's about Vampires. And Werewolves. And the two groups fighting an age-old battle against each other. It's about trust; and betrayal; and deception. And love. It's always about love. In short: I didn't really get this film. The only redeeming feature it had was Kate Beckinsale who not only is pretty cute, but also has this sweet British accent. Stil: missable.
A nice cartoon about the film can be found here.
Ich bin ja, was Woody-Allen-Filme angeht noch ziemlich unbedarft. Was mir mitunter sogar, für mich überraschend, als "Du magst doch Woody Allen nicht" ausgelegt wird. Aber so ist es nicht. Ich bin kein Fan, aber auch kein Feind, sondern habe vielmehr überhaupt keine spezifische Meinung dazu gehabt. Bis jetzt. Match Point, so wurde mir gesagt, ist kein typischer Woody-Allen-Film. Zum einen, weil er nicht selbst darin mitspielt, zum anderen, weil er nicht in New York spielt. Aber natürlich geht es wie, so wurde mir zugetragen, eigentlich immer um Beziehungen. Der Film ist meiner unmaßgeblichen Meinung nach sehr gelungen. Sogar mir als filmisch wenig versiertem Laien fällt die handwerkliche Perfektion auf, sowohl was die Kameraführung betrifft, als auch die musikalische Untermalung der Szenen. Der Film spielt in der Londoner High Society und dies findet nur folgerichtig darin Ausdruck, daß die Filmmusik fast nur aus Opernmaterial besteht. Klassisch. Die Charaktere sind alle überzeugend konzipiert und dargestellt und ihre Beziehungen, wie auch der Verlauf der Handlung, erinnerten mich stark an eine griechische Tragödie. Eingefangen wird dies besonders gut in einem Zitat von Sophokles gegen Ende des Films: "Nicht geboren zu werden ist vielleicht der größte Segen von allen."
Fazit: Ein sowohl beeindruckender als auch bedrückender Film. Sehr sehenswert.
Ganz lustig, aber nichts besonderes. Viel mehr kann man da kaum zu sagen. Das Ende ist in gewisser Weise schon ziemlich zynisch. Zumindest für Menschen, denen so eine ähnliche Geschichte tatsächlich passiert ist. Und das sind dieser Tage vermutlich nicht wenige.
Im Prinzip kann man diesen Film wie folgt beschreiben: Lock, Stock & Two Smoking Barrels im Ruhrgebiet. Also ganz amüsant, bisweilen sogar abstrus und alles in allem ziemlich unterhaltsam.
Mich stört an diesem Film besonders der Anfang, da es sich um eine dieser klassischen Verwechslungen handelt, wie man sie in jeder schlechten Sitcom findet. Eine versehentliche Verwechslung findet statt und die einzige Person, die es bemerkt ist zu dämlich, es zu sagen. Ab dem Zeitpunkt, an dem die Krankenschwester den Eltern dann doch sagt, daß ihr Kind vertauscht wurde, beginnt der Film sehbar zu werden. Ab da ist er dann auch eine ganz nette Geschichte über Familie und über das Verhältnis der Österreicher zu türkischen Immigranten (kein sehr schönes). Ganz nett, eben, aber nicht viel mehr.
Ein seltsamer Film und ich weiß nicht so recht, ob ich das gut oder schlecht finde. Auf der DVD-Hülle wird er in Großbuchstaben als "KULT" angepriesen, was ja in der Regel ein schlechtes Zeichen ist. Tatsache ist, daß ich den Film beim ersten Sehen nicht völlig verstanden habe. Zum Ende hin beginnt einiges Sinn zu ergeben, aber bei weitem nicht alles. Also habe ich mir danach den Audikommentar angehört, in dem der Regisseur persönlich erklärt, wie er sich das alles gedacht hat. Und auch wenn er der Regisseur ist, bin ich mir nicht wirklich sicher, ob er recht hat. Vielleicht haben wir hier eher einen klassischen Fall vom Tod des Autors, in dem das vollendete Werk eine ganz andere Aussage hat, als ursprünglich beabsichtigt war. Ich fand den Film jedenfalls sehr verwirrend. Es geht um Schizophrenie, imaginäre Riesenhasen und eventuell auch um Zeitreisen, vielleicht aber auch nicht. Alles sehr seltsam.
Mochtet Ihr den ersten Teil? Fandet Ihr Blade ziemlich cool und habt Euch trotzdem insgeheim gefragt, ob es nicht vielleicht noch cooler geht? Dann ist dies der Film für Euch. Der zweite Transporter-Film verzichtet konsequent auf das ganze überflüssige Beiwerk, das bei fast allen übrigen Actionfilmen immer so nervt. Zum Beispiel gibt es keine Liebesgeschichte. Und der Protagonist ist ebenfalls herrlich eindimensional und ohne überflüssige Tiefe. Dieser Film legt die Meßlatte für Coolness sehr, sehr hoch.
Oh je. Ich hätte ja nicht gedacht, daß man noch so deutlich unter das Niveau von American Pie (der immerhin Willow als redeeming feature hatte) sinken kann. Okay, ich gebe zu, daß ich bei dieser Aussage die Existenz von Scary Movie (der eigentlich schon mit dem ersten Teil den Tiefpunkt erreicht hatte und dann mit jedem Teil noch weiter sank) verdränge. Jedenfalls ist dieser Film was die Witze angeht wirklich ziemlich weit unten und mit seinem langweiligen Standard-Plot lockt er auch niemanden hinter dem Ofen hervor. Spätestens nach dem dritten erfolgreichen Punisher-Film wird Thomas Jane vermutlich versuchen, alle Kopien hiervon aufzukaufen, um weniger erpressbar zu sein. Fazit: Unter allen Umständen vermeiden.
Category: They already said it better starring The Beat
It's a little remarkable that as loved by the critics as A HISTORY OF VIOLENCE is, some regular moviegoers have been outraged and found it “horrible.” On the way to the movie, we ran into a good pal whose movie going taste we usually don't share. He was complaining about how slow the first half hour of the movie was, a complaint echoed in several other message board movie reviews.
That comment has us flabbergasted. The movie begins with a very slow, quiet (and to us, intriguing) scene between two men which ends in a scene of carnage and horror that sets off the rest of the movie. And how are we supposed to understand how Tom Stall's life changes if we don't know how it was before? We guess movie audiences are addicted to “thriller” pacing in which, within 10 minutes the hero is off on a spaceship to Arcturus to fight the Rock. From where we sit, A HISTORY OF VIOLENCE is only 97 minutes long and there isn't a single wasted moment in it.