21.02.07

Die seltsamen Wege des Thomas Bayes

Mein Spamassassin arbeitet ja eigentlich recht zuverlässig und sortiert deutlich über 95% der eingehenden Spam-Mails brav in den entsprechenden Ordner. Ich kann allerdings beim besten Willen nicht verstehen, warum ihm heute ausgerechnet eine Mail mit folgender Betreffzeile durchgerutscht ist.

[Spam] F[][]r Georges gibt es keine besseren

Schon komisch, wie so ein Bayes-Filter arbeitet.

Posted by kreetrapper at 20:44 in Computer und Netzkultur | Comments (0)

17.02.07

Internet is the new TV

Zumindest manchmal habe ich das Gefühl als sei der Zeitpunkt nicht mehr allzu fern, an dem die gute alte Flimmerkiste (wie lange habe ich dieses schöne Wort eigentlich schon nicht mehr benutzt) restlos ersetzt werden wird. Ein Beispiel von heute. Ich schaue praktisch keine Fernsehwerbung mehr. Spätestens seit ich meinen HD-Rekorder habe, der das Überspringen der Werbung wirklich einfach macht, und so gut wie alle Sendungen, die mich interessieren, asynchron rezipiere. Heute las ich in meiner Fernsehzeitung etwas über einen bestimmten neuen Werbespot. Ich ging ins Netz und habe ihn mir da angeschaut.

Das ist viel bequemer, weniger nervig und effizienter. Und oftmals ist ein wirklich lustiger Werbespot aus einem passenden Blogeintrag heraus ja nur einen Klick weit entfernt. Wie zum Beispiel vor ein paar Wochen die berüchtigten Superbowl-Werbespots. Mir gefiel dieser hier ziemlich gut. Besonders die letzte Szene.


Posted by kreetrapper at 23:37 in Computer und Netzkultur | Comments (1)

11.02.07

Versprengte Gedanken

In der letzten Woche hat das regelmäßige Bloggen schon mal erheblich unter der Tatsache gelitten, daß ich jetzt ein nützliches Mitglied dieses unmenschlichen, widerwärtigen kapitalistischen Systems bin. Entweder hatte also Stefan (bisher) unrecht mit seinem Kommentar, daß jetzt auch beim Bloggen alles gut werde, oder... wer weiß, vielleicht ist es ja genau das, was er mit "gut" meinte, daß ich nicht mehr pausenlos irgendwelches Zeug hierher poste. Jedenfalls poste ich dafür jetzt am Wochenende nur um so mehr überflüssiges Zeug mit wenig bis gar keinem Gehalt. Denn jetzt muß ich erst mal all das nachlesen, was ich in den letzten Tagen in der Blogosphäre verpaßt habe, und da kann ich natürlich der Versuchung nicht widerstehen, exzessiv zu link-bloggen - teilweise auch mit ein paar eingestreuten Kommentaren.

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I Pity The Fool! Bill Reed von Comics Should Be Good hat sich vorgenommen, in diesem Jahr eine tägliche Kolumne zu schreiben. Der Titel: 365 Reasons to Love Comics. Die Ausgabe von Mittwoch bezeichnet er zu recht als bisher beste: I may as well quit this column now. Because this one spotlights the greatest comic book ever made. So why bother continuing? It can’t get better than this. Can it?

Der Comic um den es geht: Mr. T and the T-Force.

crack-baby.jpgGeht und schaut es Euch an, es gibt eine Reihe von wunderbaren Titelseiten und Fakten über die Serie, und sogar den Anfang einer Geschichte. Die Serie klingt wirklich verdammt cool, wie man schon dieser Zusammenfassung entnehmen kann:

Mr. T was hittin’ the streets, taking up social causes, and dealing with the topics of the times, like crack babies, dinosaurs, and ninjas.

Auch cool fand ich die Links zu Videos von Mr. T am Ende des Beitrags. Zum Beispiel bringt Mr. T uns bei, daß es wichtig ist, seine Mutter mit Respekt zu behandeln: Treat your mother right. Auch schön: Das Intro zur Mister-T-Zeichentrickserie, die sogar irgendwann mal bei uns im Fernsehen lief. Ich kann mich jedenfalls erinnern, mal eine Folge davon gesehen zu haben.

Und wie so oft bei CSBG lohnt es sich auch, die Kommentare zu lesen. Denn die führen diesmal zu einem weiteren Blogeintrag über diesen brillanten Comic.

Und da fällt mir auch noch ein, daß ich letztens in der imdb zufällig diesen Eintrag gefunden habe. Wieder ein Klasse-TV-Format, daß es nicht über den großen Teich geschafft hat.

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Following up on a couple earlier pieces, I must eat crow when it comes to my assessment of Microsoft's possible collaboration with government spooks on the new Windows Vista. The NSA has now copped to making unnamed contributions to the software. The kind version is that they were helping Microsoft plug holes to make it the most secure operating system available. The more suspicious version is that the Ghost's unleashed surveillance teams - and it's not like they haven't been plenty active - now have an easy back door into every Vista machine produced. (Before any Mac users start smirking, the NSA provided the same service for your OS, so if they're spying they're already spying on you. When was the Macintosh introduced again? 1984?)

(by Steven Grant)

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Der Comics Reporter hat einen sehr interessanten Artikel von Bart Beaty über den französischen Comic-Verlag L'Association und was der Weggang Lewis Trondheims im letzten Herbst für diesen bedeuten könnte. Ebenfalls dort gibt es einen Bericht von Beaty über das Comic-Festival in Angoulême, das vermutlich wichtigste Comic-Ereignis in Europa, das ich in diesem Jahr wieder nicht besucht habe, weil ich einfach kein Französisch kann. Vielleicht findet sich ja für das nächste Jahr jemand, der diese Sprache spricht und mich dorthin begleiten will.

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Neil Gaiman hat am Freitag den sechsten Geburtstag seines Blogs gefeiert. Als Geschenk für die Leser gibt es dort ein echtes Orakel zu bestaunen.

Außerdem verlinkt Neil diese Seite, die es einem erleichtern sollte, sein Blog in Ruhe auf der Arbeit zu lesen.

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Ein Artikel des kürzlich verstorbenen Robert Anton Wilson über die möglichen gesellschaftlichen Auswirkungen der großflächigeren Nutzung von E-Prime. Faszinierend.

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Ein Blog voller lustiger Katzenfotos, auf lange Sicht stört mich hier aber die eigenwillige Einstellung zur Orthographie. Die Definition des Duden für Weblog scheint jedenfalls mehr und mehr zur self-fulfilling prophecy zu werden.

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Ein vermutlich sehr interessanter Artikel über Plagiate und Copyright des Science-Fiction-Autoren Jonathan Lethem findet sich hier und bei der Sendung Radio Open Source hat man eine ganze Sendung dem Thema gewidmet und neben Lethem auch noch einige Musiker und einen Kulturwissenschaftler eingeladen. (Ich bin noch nicht dazu gekommen, den Artikel zu lesen oder die Sendung zu hören. Wenn ich das geschafft habe und tatsächlich interessante neue Sichtweisen auf das Thema gegeben werden, werde ich vermutlich noch mal ein paar Zeilen dazu schreiben.)

(via Boing Boing)

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Bis jetzt haben sich, abgesehen von mir, erst drei Leute für das PII VII am 18. Februar angemeldet. Es sind also noch reichlich Plätze frei. Anmeldungen bitte als Kommentare in den entsprechenden Beitrag, damit alle, die sich dafür interessieren, den Überblick behalten können.

Posted by kreetrapper at 12:56 in It's my life | Comments (9)

28.01.07

Taming the Net

Mark Evanier wird mal wieder an das fundamentale Problem des Internet erinnert:

The Internet is wonderful because it makes it so simple for us to all communicate with each other but of course, there's a downside to this. It's that it makes it too simple for us to communicate without enough thought and consideration.

Er hat auch eine gar nicht so üble Idee, wie man gegen dieses Problem vorgehen könnte. Hoffentlich entwickelt bald mal jemand so etwas:

Someone ought to invent a piece of e-mail software that would work as follows: You compose a message and hit "send" but it doesn't send it. It holds the message in a little storage area for twelve hours and then it shows it to you again and asks, "Do you really want to send this?" The software could even scan the message for certain key angry words and if you include enough of them, it would ask you two or three times, the last of which would say, "Are you sure we can't talk you out of sending this?" Or if you tend to drink at night while surfing the web, you could set the program to stop you from sending anything after 9 PM. It wouldn't actually dispatch the message until the next morning after you'd passed a little online sobriety test.

Posted by kreetrapper at 22:31 in Computer und Netzkultur | Comments (0)

23.01.07

google.de gehackt?

Eigentlich wollte ich gerade ins Bett gehen, aber da es mir eben aufgefallen ist, möchte ich es doch noch rasch posten. Google.de scheint down zu sein. Ich bekomme zumindest immer nur einen Platzhalter von Goneo angezeigt. Das sieht ungefähr so aus (draufklicken für eine größere Version):

google.jpg

Bin gespannt, ob morgen alles wieder in Ordnung ist und sich dann auch eine Erklärung dafür findet. Auf die Schnelle konnte ich jetzt jedenfalls keine auftreiben.

Gute Nacht.

[Edit: jetzt geht es schon wieder, aber immer noch keine Erklärung.]

[Update (23.01.13.30): Inzwischen gibt es einen Artikel dazu auf heise.de. Aber noch immer keine Erklärung, wie das passieren konnte.]

Posted by kreetrapper at 02:15 in Computer und Netzkultur | Comments (0)

17.01.07

Vista - Very intrusive software that's annoying

Neben dem niedlichen Comic, der das neue Office bewirbt (wir berichteten), hat Microsoft noch eine ganze Reihe kleiner Flash-Filmchen (passenderweise im linuxfeindlichen Flash-8-Format), die einem Vista schmackhaft machen sollen.

Doch dank Tegan kenne ich bereits einen verdammt guten Grund, der gegen Vista spricht: Microsoft behält sich die Möglichkeit vor, eine Vista-Installation über's Netz abzuschalten. Angeblich nur, wenn es Probleme mit der Lizenz geben sollte, aber wer weiß, ob man das nicht auch gleich nutzt, um gegen die allseits gehaßten Raubkopierer vorzugehen. Und der verlinkte Artikel stellt noch eine andere, berechtigte Frage: Wenn MS Vista aus der Ferne abschalten kann, wer weiß, was sie noch alles aus der Ferne damit machen können?

Und dann gibt es auch noch kleinere Probleme wie dieses:

The operating system has been essentially rendered useless by a set of deliberately introduced malfunctions. For example, if your computer detects erroneous data in its registers, or voltage fluctuations (both of which are typical of PCs whose parts have been manufactured by dozens of companies), it will restart major subsystems, hanging up while it flushes all your data -- just in case those errors were part of a hack-attack on the system.

Vista is a disaster. Microsoft is so desperate to get the entertainment industry locked into its platform that they'll destroy themselves to get there. This is an operating system that, when idle, will have to check itself every 30 microseconds to make sure nothing is still happening, and no hackers are attacking it. It acts like an unmedicated paranoid. If Vista catches on, hundreds of millions of computers will be burning heptillions of cycles and tons of coal just making sure that no one is putting a voltmeter on the traces on its motherboard.

Und das ist vermutlich erst die Spitze des Eisbergs, denn der klassische Beta-Test (von Microsoft euphemistisch "Release" genannt) steht ja noch aus und Microsoft ist nicht gerade dafür bekannt, besonders fehlerfreie Software zu produzieren oder bekanntgewordene Fehler zeitnah zu beheben (Hier kann man z.B. lesen, wie einen das Surfen mit dem Internet Explorer für lange Zeit ins Gefängnis bringen kann).

Ich kann nur hoffen, daß dies endlich der entscheidende Fehler war, um Linux auf dem PC-Markt zum endgültigen Durchbruch zu verhelfen. Daneben gibt es natürlich auch noch Apple, aber wie man bei Slashdot lesen kann, ist leider auch hier knallhartes Digital Restrictions Management das Gebot der Stunde.

Posted by kreetrapper at 17:45 in Computer und Netzkultur | Comments (0)

Versprengte Gedanken - New Edition

.....new record?.....

Als ich heute Brot einkaufte, sah ich im Einkaufskorb der Frau, die vor mir an der Kasse stand, buntgefärbte Eier.

.....new technology.....

Ich bin auch nicht mehr auf dem Laufenden, was die neuesten technischen Spielereien angeht. Immerhin habe ich relativ zeitnah erfahren, daß es jetzt das iPhone gibt. Es ist wie alles, was Apple macht, sehr durchdacht, wunderschön, aber leider auch ziemlich teuer. Brent Sienna sagt in PvP (was denkt Ihr denn, wie ich davon erfahren habe?) folgendes:

Jesus has come back and He's a phone now.

Aber wieso erfahre ich eigentlich erst durch die neueste Permanent-Damage-Kolumne von Steven Grant von SanDisks V-Mate? Einem Videorekorder für die Westentasche (aber wer trägt heutzutage eigentlich noch Westen?) "mit dem der Nutzer Videos von Quellen, wie beispielsweise Fernsehern, Kabel, Satellit, DVD-Playern, Persönlichen Videorekordern (PVRs) wie TiVo und herkömmlichen Videorekordern, direkt auf flash-Speicherkarten übertragen kann." Und das Gerät kostet nur gut 100 Euro. Klingt doch klasse.

.....New fan.....

Gestern habe ich Alle sagen I love you gesehen. Nach dem hervorragenden Match Point und dem zwar nicht außergewöhnlichen, aber immer noch sehr unterhaltsamen Scoop ist das bereits der dritte Woody-Allen-Film, der mir sehr gut gefiel und ich glaube, so langsam mutiere ich zum Fan. Falls jemand einen Woody-Allen-Film auf DVD hat, würde ich ihn mir sehr gern demnächst mal ausleihen.

.....New TV channel.....

Seit gestern (Montag) ist der unsägliche "Musik"-Sender VivaPlus endlich Geschichte. An seiner statt sendet nun eine deutsche Version von Comedy Central. So richtig überzeugend klingt das Programm allerdings auch hier nicht.

.....new weather strangeness.....


Während der Winter hierzulande nach wie vor auf sich warten läßt, gibt es dafür andernorts umso mehr davon.

In Kanada gaben die Behörden wegen der niedrigen Temperaturen Warnungen an die Bevölkerung heraus. Starker Wind verstärke noch diese Gefahr. Die extreme Kälte könne innerhalb von zehn Minuten zu Erfrierungen führen, hieß es in einer Warnung für Zentralkanada. In der Provinz Manitoba blieben wegen der Kälte zahlreiche Schulen geschlossen. Dort sowie in Saskatchewan sollte das Thermometer bis auf minus 45 Grad sinken.

Wurden im Raum Los Angeles zu Wochenbeginn noch Temperaturen von über 25 Grad Celsius gemessen, so war das Thermometer gestern in einigen Lagen unter den Gefrierpunkt gefallen. Es wurde sogar leichter Schneefall gemeldet. [...] Gouverneur Arnold Schwarzenegger ließ den Kälte-Notstand ausrufen.

.....new outrage.....

G8-Gipfel läßt 12 km langen Zaun bauen, um den Plebs draußen zu halten.

In Deutschland wächst der Sozialneid auf Menschen, die von 350 Euro im Monat leben müssen, weil diese sich offensichtlich in der "sozialen Hängematte" ausruhen, anstatt zu arbeiten. In den USA ist das anders. Hier weiß man, daß ein Mensch für ordentliche Arbeit auch ordentliches Geld bekommen muß. 250 Millionen Dollar für 5 Jahre Arbeit erscheinen da nun wirklich nicht zuviel. Die über drei Millionen Euro im Monat sind ja nicht einmal das zehntausendfache dessen, was einem hier schon ein laues Leben ermöglicht. Angesichts solcher Tatsachen würde ich mich auch hinter einer großen Mauer verschanzen.

.....new comics.....

Die Beharrlichkeit meines Comic Book Guy hat Wirkung gezeigt. Ich habe nun doch Der Tod und das Mädchen gelesen und bin begeistert. Die vorliegenden drei Bände erzählen eine in sich geschlossene Geschichte (die man in leicht kürzerer Form auch online lesen kann). Eine Fortsetzung ist im Entstehen begriffen und kann in wöchentlichen Häppchen online gelesen werden. Ich schwanke noch, ob ich auf die Druckversion warten soll oder nicht.

Hingegen ohne fremde Hilfe habe ich die Miniserie Agents of Atlas gekauft und ebenfalls heute gelesen. Es ist ein Agententhriller, dessen Hauptcharaktere sehr obskure Marvel-Charaktere aus den Fünfzigern sind. Überaus gelungen und sehr lesenswert. Es wird eine gebundene Gesamtausgabe geben, deren Kauf ich nur empfehlen kann.

Posted by kreetrapper at 02:44 in Computer und Netzkultur | Comments (1)

22.12.06

Die Wende

Es geht wieder aufwärts. Heute war der kürzeste Tag des Jahres (in Europa diesmal ausnahmsweise erst am 22.12.). Schon morgen wird es wieder etwas länger hell sein. So ein Glück.

Und wieder mal nur eine Menge von Links und Zeugs statt ordentlichem selbst-produziertem Inhalt:

Faszinierende Fotos. Auch wenn ich mir kaum vorstellen kann, daß die nicht digital bearbeitet worden sind.

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Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung zum Abschluß des Informatikjahres 2006 des BMBF im berliner congress centrum (bcc), 18.12.2006, hielt Prof. Dr. Wolfgang Wahlster, der Leiter des DFKI, den Festvortrag über die "Semantische Wende in der Informatik".

Ein sehr interessanter Vortrag, der im Zusammenspiel von Semantik und Informatik die Vision eines semantischen Web 3.0 entwickelt. Logischerweise kommt der Computerlinguistik hier eine entscheidende Rolle zu. In den Worten des Professors:

Die Computerlinguistik, also das Studium der maschinellen Verarbeitung natürlicher Sprachen, bildet einer der Brücken zwischen der Informatik und der Geisteswissenschaft. Es ist nach meinem Wissen das einzige Fach, das sich aktiv und mit gleichem Recht am Jahr der Informatik beteiligt hat und am Jahr der Geisteswissenschaft beteiligen wird.

(via idw)

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Merry Christmas from Superman's brother. Ein wirklich übler Witz.

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Hier gibt es eine Reihe klassischer Arcade-Spiele direkt zum online Zocken. Darunter ewige Klassiker wie Frogger, Donkey Kong oder Pacman.

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Here's a list of the 50 Greatest Cartoons. And the best part. There's a link to an online version for every one of them. Go! Check it out!

(via the FPI-Blog)

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Die Linguisten schlagen zurück: Gesellschaft gegen den Erhaltung der deutschen Sprache.

Die Gesellschaft gegen den Erhaltung der deutschen Sprache ist Teil einer grossen Weltverschwörung in der sich die skrupelfreiesten Kapitalisten, versprengte Teile der Roten Khmer sowie Mitglieder der FDP vereint haben. Ihr Ziel ist die systematische und endgültige Errichtung der Herrschaft des Friedens und Glückseeligkeit, welcher bislang bekanntlich nur der ungehemmte Gebrauch der sogenannten deutschen Sprache entgegensteht. Da es sich um einen Geheimbund handelt, müssen die wahren Agierenden noch im Hintergrund bleiben, doch haben wir uns aus gegebenem Anlass entschlossen, jetzt endlich mit unserem

WISSENSCHAFTLICHEN BEIRAT

an die Öffentlichkeit zu treten, wo doch der Gegner, der Verein zur Wahrung der deutschen Sprache, mit diesem schrecklichen Schritt uns zuvorgekommen war.

Wir betonen:

Die Gründung wissenschaftlicher Beiräte gehört NICHT zu den Mitteln, mit denen wir kämpfen WOLLTEN, aber der Gegner lässt uns KEINE WAHL!

Posted by kreetrapper at 23:52 in Computer und Netzkultur | Comments (0)

08.11.06

The Tubes

So. What's up on the Interweb?

Mark Evanier hat ein nicht uninteressantes Blog, das ich seit meinem Einstieg in die glorreiche Welt des RSS-Feed-Readings wieder regelmäßig lese. Dort gibt es tägliche Video-Links. Zum Beispiel ein Banana-Phone-Video, das er folgendermaßen kommentiert:

Why is everyone making videos of "Banana Phone?" Easy. Because none of them are very good so it's not hard to think, "Hey, I could do the best 'Banana Phone' video on the web." At the moment, this is probably the one you have to beat. I have every confidence that you will.

Ich bin immer noch überrascht davon, was man alles als Online-Video finden kann. Jüngste Beispiele sind dieser klassische WB-Cartoon (Dank an Mark Evanier) und sogar komplette Filme wie Night Of The Living Dead (Dank an Wil Wheaton). Wil verlinkt übrigens auch ein sehr schönes Star-Trek-Fan-Video: Fry's Trek. Ich freue mich immer wieder auf's Neue über die stetige Fortentwicklung des Netzes, wenn ich mal wieder einfach so über ein Video stolpere. Wer hätte das vor zehn Jahren gedacht?

Nicht so erfreuliche Neuigkeiten (für mich) gibt es anderswo. Silvio hat sein persönliches Weblog vorerst eingestellt und in einem Akt, der an Selbstzensur grenzt, alle alten Einträge vom Netz genommen. Stattdessen gibt es jetzt ein thematisch stark eingegrenztes Pädblog, das ich wohl nicht mehr regelmäßig lesen werde, da mich Pädagogik eigentlich kaum interessiert. Wem das anders geht, der kann sich freuen, da es neben dem Blog noch eine Vielzahl weiterer Seiten gibt oder bald geben wird. Nachdem Silvio hier bereits den Preis als freakigster Poster abgeräumt hat (der noch in diesem Monat feierlich verliehen werden wird) strebt er wohl zu neuen, noch freakigeren Ufern. Vielleicht möchte er auch den Rekord für den Mensch mit den meisten Webseiten brechen. Das weiß letztlich wohl nur er selbst.

Nun wieder zu angenehmeren (lies: für mich interessanteren) Seiten. Das wundervolle Europablog A Fistful Of Euro gibt es seit heute im feschen neuen Design und mit einer Menge interessanter neuer Features, darunter bald auch ein begleitender Podcast. Ich bin schon ganz gespannt.

Posted by kreetrapper at 19:05 in Computer und Netzkultur | Comments (0)

Discussion Time

Ich habe einen Artikel im Web gefunden, den ich für sehr interessant halte und zu dem ich hier Stellung beziehen möchte. Denn wozu hat man sonst ein eigenes Blog? Fangen wir also an mit dieser Kritik des Kollektivs im Internet. Und so funktioniert der Spaß: Dem Link folgen (am besten in einem separaten Tab öffnen, um hinterher schnell hin- und herwechseln zu können), den Artikel dort lesen und dann wieder hierher zurück kommen. Ich warte so lange.

DIGITAL MAOISM: The Hazards of the New Online Collectivism [5.30.06] (By Jaron Lanier)

So. Willkommen zurück und ab geht's mit den Kommentaren.

Lanier mag die Wikipedia nicht besonders, so scheint es. Er findet, daß sie viel zu wichtig genommen wird und ja, diese Gefahr besteht. Aber kritische Artikel wie seiner (und er ist seit einiger Zeit in guter Gesellschaft; immer häufiger finden sich Leute, die triumphal die Anzahl faktischer Fehler in der Wikipedia aufzählen und sie am liebsten gleich komplett diskreditieren möchten) zeigen dieses Problem auf. Anyone can edit bedeutet eben, daß auch Idioten oder Propagandisten oder sonstwer an Wikipedia-Artikeln mitschreiben kann. Und solange man das immer im Hinterkopf behält, wenn man dort etwas liest, kann man sich ruhig dort informieren. Die meisten tendenziösen Absätze - und diese sind im Vergleich zu echten faktischen Fehlern das bei weitem größere Problem - erkennt man doch recht schnell als solche.

There was a well-publicized study in Nature last year comparing the accuracy of the Wikipedia to Encyclopedia Britannica. The results were a toss up, while there is a lingering debate about the validity of the study. The items selected for the comparison were just the sort that Wikipedia would do well on: Science topics that the collective at large doesn't care much about.

Hier sagt Lanier selbst, daß es eine ganze Reihe von Themen gibt, bei denen die Wikipedia durchaus eine verläßliche Quelle darstellt. Zudem habe ich in letzter Zeit bemerkt, daß die Wikipedia (zumindest die englischsprachige) auch ein enormer Fundus für Wissen über die Populärkultur ist (zum Beispiel findet man dort extensive Episodenführer für diverse Fernsehserien), etwas das herkömmliche Lexika nicht leisten können (und auch gar nicht leisten wollen), das aber manchmal durchaus nützlich ist. Klar gibt es diese Informationen auch an anderer Stelle im Netz, aber ich finde es sehr praktisch, daß sich mit der Wikipedia ein zentraler Anlaufpunkt dafür entwickelt hat.

Accuracy in a text is not enough. A desirable text is more than a collection of accurate references. It is also an expression of personality.

For instance, most of the technical or scientific information that is in the Wikipedia was already on the Web before the Wikipedia was started. You could always use Google or other search services to find information about items that are now wikified. In some cases I have noticed specific texts get cloned from original sites at universities or labs onto wiki pages. And when that happens, each text loses part of its value. Since search engines are now more likely to point you to the wikified versions, the Web has lost some of its flavor in casual use.

Diesem Gedankengang kann ich nun allerdings überhaupt nicht zustimmen. Ich finde es praktisch, wissenschaftliche Informationen zur Verfügung zu haben, ohne erst umständlich Google bemühen zu müssen. Auch das Argument, daß man ergoogelte Informationen besser einordnen kann, da man den Autor kennt, kann ich kaum gelten lassen. Meist sind mir diese Autoren entweder unbekannt oder ich muß weitersuchen, um etwas über sie zu erfahren. Und dann müßte man wiederum gegenchecken, aus welcher Quelle derartige biographische Informationen kommen. Klar, das kann man machen, aber 1) halte ich das für überflüssig, wenn man nur mal eben schnell herausfinden will, was nochmal das Benfordsche Gesetz war und 2) kann man solche persönlichen Artikel nach wie vor im Web finden, wenn man denn unbedingt möchte. Es ist ja nicht so, daß diese Quellen aus dem Netz genommen werden, weil es jetzt Wikipedia gibt. Ganz im Gegenteil sind auf den entsprechenden Wikipediaseiten oft weiterführende Netzseiten verlinkt.

Später im Text löst Lanier sich von Wikipedia und bringt andere Beispiele sogenannter Metaseiten wie z.B, Digg.

In the last year or two the trend has been to remove the scent of people, so as to come as close as possible to simulating the appearance of content emerging out of the Web as if it were speaking to us as a supernatural oracle. This is where the use of the Internet crosses the line into delusion.

Spätestens hier hat er mich endgültig abgehängt. Wikipedia wird natürlich von Menschen gemacht. Genauso wie Digg oder ähnliches ist sie ein Beispiel des deutlich menschlicheren und sozialeren Web 2.0. Sozial natürlich im Sinne von Interaktion. Metaseiten wie Digg oder Wikipedia funktionieren nur, weil Menschen gemeinsam daran arbeiten, Menschen, die sich teilweise nicht einmal kennen. Und diese Zusammenarbeit schafft einen informationellen Mehrwert. Das finde ich beeindruckend und oft auch praktisch. Lanier möchte aber lieber immer genau wissen, woher alles, was er liest, kommt. Und wenn er sich ein bißchen Mühe gibt, kann er das auch, bei Wikipedia z.B. über die Versionsgeschichte.

In the last few days an experimental approach to diabetes management has been announced that might prevent nerve damage. That's huge news for tens of millions of Americans. It is not mentioned on popurls. Popurls does clue us in to this news: "Student sets simultaneous world ice cream-eating record, worst ever ice cream headache."

Hier scheint Lanier ernsthaft überrascht zu sein, daß Popurls die wichtige Diabetismeldung nicht prominent plaziert. Offenbar hat er das Konzept der Seite nicht verstanden. Vielleicht hat er sogar das Konzept des Web nicht verstanden, wenn er auf einer Seite, die Popurls heißt, wichtige und ernstzunehmende Nachrichten erwartet. Ich kann da nur den Kopf schütteln.

Jetzt geht es auf einmal um GoogleNews und das Nachrichten-Business. Auch hier sieht Lanier bedenkliche Entwicklungen.

The question of new business models for content creators on the Internet is a profound and difficult topic in itself, but it must at least be pointed out that writing professionally and well takes time and that most authors need to be paid to take that time. In this regard, blogging is not writing. For example, it's easy to be loved as a blogger. All you have to do is play to the crowd. Or you can flame the crowd to get attention. Nothing is wrong with either of those activities. What I think of as real writing, however, writing meant to last, is something else. It involves articulating a perspective that is not just reactive to yesterday's moves in a conversation.

Das ist eine interessante Sichtweise. Ich finde auch, daß zwischen dem, was er "richtiges Schreiben" nennt, und dem Durchschnittsblogger durchaus Welten liegen können. Aber diese Art von "falschem Schreiben" haben nicht die Blogs erfunden. Boulevardzeitungen spielen genauso mit den Reaktionen der Leser. Es gibt sogar Bücher, die es genau daruf anlegen. Und genausogut gibt es auch Blogs, die ordentliche Texte publizieren. Es gibt schließlich auch respektable Journalisten oder Schriftsteller, die nebenbei bloggen. Nicht das Medium bestimmt den Wert der Botschaft, sondern der Inhalt.

it's time to speak out against the collectivity fad that is upon us.
...
Imagine the jittery shifts that would take place if a wiki were put in charge of writing laws.

Ich sehe diesen Trend nicht so stark wie Lanier. Wikipedia war und ist ein Riesenerfolg und auch soziale Netzwerke wie Flickr oder delicious boomen zur Zeit, aber ich sehe nirgendwo die Gefahr, daß man plötzlich alles nur noch kollektiv angeht. In vielen Bereichen ist der kollektive Ansatz offensichtlich besser. 1000 Menschen wissen mehr als einer, sie wissen es nicht zwangsläufig besser, aber sie wissen mehr. Und Konzepte wie die Tagwolken bei Flickr oder Youtube, die sich wie von allein um ein Bild oder ein Video zu legen scheinen und dieses dabei immer besser beschreiben, funktionieren nur im Kollektiv. Klar ist das Kollektiv nicht die Lösung aller Probleme und manche Dinge werden besser von Einzelpersonen gemacht. Aber das bestreitet ja auch niemand. Niemand will die gesamte Welt wikifizieren. Lanier scheint Angst davor zu haben, daß es dazu kommen wird, aber ich glaube er fürchtet sich vor einem Gespenst, das es gar nicht gibt und das außer ihm kaum jemand sieht.


Als Gegenprogramm: Dieser Artikel über Wikipedia ist sehr viel ausgeglichener und ich habe da dann auch überhaupt keine Einwände. Er liefert eine Geschichte des Projekts, beschreibt den Status Quo und zeigt sachlich die Felder auf, in denen das Konzept Wikipedia inzwischen an seine Grenzen stößt. Sehr lesenswert.

Posted by kreetrapper at 18:18 in Computer und Netzkultur | Comments (0)

03.10.06

Noch ein interessantes Video

Beim Surfen stolperte ich über dieses Video, das als Zukunftsvision ganz schön realistisch wirkt. Ich bin nicht ganz sicher, ob ich mich auf diese Zukunft freuen oder mich davor fürchten soll.


PS: Vielleicht liest ja doch ein Linuxnutzer hier mit (Vlado?) und kann mir raten. Ich bin auf der Suche nach einem Bildbearbeitungsprogramm, das von der Komplexität zwischen Gimp und ImageMagick liegt. Eigentlich brauche ich das nur zum Ändern der Größe und der Auflösung, zum Justieren und manchmal zum Abschneiden von Bildteilen. Bis auf letzteres geht das auch gut mit ImageMagick, aber da fehlt mir eine Vorschaufunktion.

Posted by kreetrapper at 23:29 in Computer und Netzkultur | Comments (0)

13.09.06

Caps Off

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Seit ich hauptsächlich an der Notebooktastatur sitze nervt mich die dämliche Caps-Lock-Taste (auch bekannt als Feststelltaste) noch ein ganzes Stück mehr als sie es sowieso schon immer getan hat. Ich kann mich nicht erinnern, die Taste schon jemals gebraucht zu haben, kann mich aber andererseits an unzählige Gelegenheiten erinnern, bei Denen sie mich gestört und zum Beispiel ein Paßwort an einen neben mir sitzenden Freund hinausposaunt hat. Und endlich nach all den Jahren des Leidens hat sich mal jemand hingesetzt und tut etwas dagegen. Wie heise.de berichtet hat der Belgier Pieter Hintjens [s]eine CAPSoff-Kampagne [...] gegründet, um die Welt - Taste für Taste - zu verändern, schreibt er in seinem Blog.

Ein löbliches Unterfangen bei dem er auf meine Unterstützung zählen kann. Auch auf Eure?

Posted by kreetrapper at 21:53 in Computer und Netzkultur | Comments (4)

14.08.06

...and the money ball

Kennt Ihr das nicht auch, daß Euch eine bestimmte Phrase einfach nicht aus dem Kopf geht. Bei mir ist das die aus dem Titel dieses Postings und inzwischen rufe ich das auch schon ab und zu unmotiviert aus - bis jetzt zum Glück nur in der Verschwiegenheit meiner eigenen vier Wände. Und dann ist es auch noch so etwas Obskures. Durch Googeln habe ich meinem Gedächtnis auf die Sprünge helfen können. Ich wußte zwar, daß es aus einem Computerspiel ist, konnte mich aber nicht mehr an den genauen Namen erinnern.

3 Point Basketball from MVPSoft Sports Games
Take on "ASBA" stars such as Shackle O'Deal and Bald Barkler in a 3 point shootout. The inimitable "BSPN" basketball personality Rick Vitality calls the action as you fire up those threes. Will you be "hot with the rock," or are your shots better described as "what a brick, baby?" 3 Point Basketball sounds great on your Sound Blaster, but you get digitized speech and sound effects even if you have only a PC speaker! Vivid 256-color 3D graphics, great action, hilarious commentary. Requires VGA+, mouse; Sound Blaster is optional. NOTE: This game MUST be run from DOS Mode in Windows95. Shareware

Vielleicht habe ich meine Faszination für Computerspiele verloren als die zu komplex wurden. Dieses war jedenfalls extrem simpel, man mußte nur zweimal einen Balken mit einem Tastendruck stoppen und damit den Ball punktgenau in den Korb befördern. Neben den genialen Namen der Spieler, gegen die man antreten mußte (Jordy Michaels, Shackle O'Deal, Bald Barkler) war das beste sicherlich der Kommentator, der richtig in Ekstase geriet, wenn man mehrere Würfe in Folge traf ("He's heating up.", "He' on fire!!"). Ach, das waren noch Zeiten.

Posted by kreetrapper at 12:34 in Computer und Netzkultur | Comments (4)

09.07.06

Krasses Firefox-Feature

Gerade fällt mir auf, daß Firefox mich, wenn ich einfach einen Begriff in die Titelleiste eingebe, direkt zur passenden Wikipediaseite bringt, anstatt einen Fehler auszugeben. Obercool!

Neidisch? Dann führt der nächste Klick hierhin.

PS: Ich habe mir vorgenommen, mich auch endlich mal dazu durchzuringen, ganz kurze Einträge zu schreiben, wenn es die Umstände gebieten, ohne mich schlecht dabei zu fühlen.

Posted by kreetrapper at 02:29 in Computer und Netzkultur | Comments (0)

Spaßiger Posting-Titel

Ich lese endlich mal wieder ein bißchen in der Blog-Landschaft umher und habe mich sehr gefreut als ich den Titel dieses Postings in Wil Wheatons Blog las.

Ich bin gespannt wieviele von Euch ebensoviel Spaß daran haben wie ich. Vermutlich nur einer.

Posted by kreetrapper at 01:58 in Computer und Netzkultur | Comments (0)

12.06.06

Gedanken zur Nacht

[Ja, da ist mir einfach kein intelligenter Titel für diesen Eintrag eingefallen. Sue me!]

Heute habe ich mich mal wieder mit meinem Notebook herumgeärgert. Etwas, das mir langsam zur lieben Gewohnheit wird. Einige Fehler sind scheinbar verschwunden, dafür sind neue aufgetaucht. Und manchmal kommen auch die alten wieder zurück. Oder die neuen gehen zeitweise weg. Ich verliere langsam die Lust an Gentoo, trotz all seiner Coolness. Hoffentlich läuft das bald alles so wie es soll. KDE 3.5 gefällt mir schon mal ziemlich gut und ich freue mich schon, darunter arbeiten zu können. Wie heißt es im Gentoo-KDE-Howto so schön?

Je mehr Effekte man einstellt, desto "cooler" wird KDE

Ich habe mir schon mal eine Menge cooler Hintergrundbilder heruntergeladen. Und vor allem freut mich, daß Kopete endlich so läuft, wie es soll. Gestern, als der Netzzugang noch funktionierte, habe ich das mal ausprobiert und endlich funktionieren auch alle Protokolle - zumindest sieht es bisher so aus. Komplett testen konnte ich es nicht, weil leider niemand online war. Vermutlich schauten alle Fußball.

Spiele, wie das gerade zwischen Portugal und Angola sind übrigens der Grund dafür, daß ich Fußball im Prinzip für doch recht langweilig halte. So im Vergleich zum Beispiel mit Basketball. Aber die NBA-Finals werden ja heuer in Deutschland nicht mehr für umsonst übertragen. Und das obwohl diesmal sogar ein Deutscher beteiligt ist (das hilft den Fernsehverantwortlichen ja oft bei der Entscheidung. Bei der EM im letzten Jahr bekam man ja auch fast nur die Spiele mit deutscher Beteiligung zu sehen), und sein Team auch ziemlich gute Chancen hat, die Meisterschaft zu gewinnen. So bleibt dem Basketballfreund nur, auf die "richtige" WM im August zu warten.

Die taz wartet neben diverser Extraseiten sogar mit einem WM-Blog auf. Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob man das Konzept eines Blogs hier richtig verstanden hat. Was die hier machen, schreit meiner Meinung nach eher nach einem Forum.

Und auf der Wikipedia habe ich einen Link auf etwas noch Krasseres gefunden: das WorldcupWiki. Auf den ersten Blick keine üble Seite und schon reichlich mit Content gefüllt.

Posted by kreetrapper at 00:05 in Computer und Netzkultur | Comments (0)

10.06.06

Damn it

Ganz so einfach gestaltet sich die endgültige Konfiguration meines Notebooks unter Gentoo dann wohl doch nicht. Heute ging wieder ziemlich viel Zeit dafür drauf, den Kernel ein ums andere Mal neu zu kompilieren mit dem Ergebnis, daß der Sound gerade ganz kurz mal funktioniert hat. Aber nur bis zum nächsten Reboot. Das dürfte wohl noch deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen, als ich mir vorgestellt - und vor allem erhofft - habe.

Wenigstens bin ich seit heute MCDBA ("passendes" Google-Ergebnis ;-) und kann mir toll vorkommen. Die Prüfung war bei weitem nicht so einfach wie die letzte. Außerdem war der Rechner, an dem ich geprüft werden sollte, erst nicht funktionstüchtig und so habe ich eine geschlagene Stunde damit verbracht und mich für meine großspurig getroffene Verabredung um 11.30 (die Prüfung war für 11 angesetzt) um einige Zeit verspäten müssen.

Alsdenn. Mehr und interessanterer Inhalt morgen. Versprochen. Die ersten paar Absätze sind schon fertig geschrieben.


-- now playing: Andreas Dorau - Girls In Love --

-- noch 8 Tage Rückbildung --

Posted by kreetrapper at 02:26 in Computer und Netzkultur | Comments (0)

08.06.06

I've been linked

Diese Blog ist inzwischen schon weit über zwei Jahre alt. Und so lange mußte ich warten, bis mir endlich ein RL-Freund ins Netz gefolgt ist. Im Gegensatz zu einigen anderen Blogs, die ich lese, die, wenn sie über ihre Freunde reden, immer auch gleich die passende Webseite verlinken, war ich bisher ein einzelner Vorreiter des Web 2.0 in meinem Bekannten- und Freundeskreis. Das hat nun ein Ende und zur Feier des Tages richte ich in der Sidebar gleich mal eine Rubrik "Freunde" ein.

Begrüßen wir meinen alten Schulfreund Silvio (punycode-Alternative) also alle miteinander ganz herzlich in der großen weiten Onlinewelt. Momentan ändert sich die Seite noch sehr häufig, da Silvio noch nicht so viel Erfahrung mit dem Webdesign hat. Er freut sich daher sicher über Tips und Feedback zu seiner Seite.

Krasser Themenwechsel: Eifrige Mitzähler werden sich über den Rückbildungszähler wundern. "Das müßte doch erst bei 10 sein." Ja, eigentlich schon, aber unser Kursleiter hat heute gemerkt, daß der Freitag der nächsten Woche doch einen idealen Brückentag abgäbe und ihn spontan dazu erklärt. Nächste Woche also nur drei rückbildende Tage für mich. Yay!

-- now playing: R.E.O. Speedwagon - Keep On Loving You --

-- noch 9 Tage Rückbildung --

Posted by kreetrapper at 23:22 in Computer und Netzkultur | Comments (3)

22.05.06

YouTube: Cause Everybody's Doing It

Vor einiger Zeit hat das Web 2.0 die nächste Stufe erreicht. Zumindest kommt es mir, der ich mich immer noch recht viel in der (englischsprachigen) Blogosphäre herumtreibe, so vor. Erst waren da nur Blogs, dann gab es dank Flickr die Möglichkeit, einfach und unkompliziert Bilder ins Netz zu stellen und diese ebenso wie Blogeinträge mit Tags zu versehen - denn wie wir alle wissen, sind Tags ja das A und O, wenn es um das soziale, das semantische Web geht. (Dabei fällt mir ein, daß ein Dozent in der Computerlinguistik damals immer vom "semantic web" erzählt hat. Wenn er damit diese Art von sozialem Tagging meinte, hat er das allerdings nicht besonders gut vermittelt. Es handelt sich dabei übrigens, um den Dozenten, der mich mit ans Bloggen gebracht hat und inzwischen seine eigene traurige Entschuldigung für ein Weblog endgültig vom Netz genommen hat.)

Lordi - Hard Rock Hallelujah


Seit einiger Zeit ist Podcasting in aller Munde und mittlerweile ist es beinahe genauso einfach, einen Audiobeitrag - z.B. ein Interview oder eine kleine Radiosendung - zu erstellen und online zugängig zu machen, wie einen reinen Text zu bloggen.

Und der nächste Schritt sind jetzt die Videos. Der Knotenpunkt hierbei ist Youtube. Auf dieser Seite kann jeder, ähnlich wie bei Flickr, Videos hochladen - wie genau man die erstellt, weiß ich zwar (noch) nicht, aber wenn man bedenkt, wieviele davon es inzwischen gibt, kann es so schwer nicht sein. Das Killerfeature ist auch hier die Möglichkeit des Taggings von Videos, wobei für mich persönlich zwei andere Punkte viel wichtiger sind.

1) Man kann die Videos relativ problemlos in seine eigene Seite einbauen, wie ich es in diesem Beitrag mit den beiden besten Liedern des Eurovision Song Contest vom letzten Wochenende mache.

2) Ein Punkt, der vermutlich nur mir wichtig ist, weil die Videofähigkeiten meines Systems immer noch ziemlich krüppelig sind. Die Videos sind im Flash-Format gespeichert. Und das bedeutet, ich kann sie mir einfach so im Browser ansehen, ohne irgendwelche Plugins oder Decoder zu installieren.

LT United - We Are The Winners


Und sobald eine Technologie so eine starke Präsenz aufgebaut hat, gibt es auch Leute, die wirklich originelle Ideen damit verwirklichen. Schon recht professionell wirkt zum Beispiel dieses ziemlich lustige Musikvideo aus der World of Warcraft. Es hat sogar einen richtigen Abspann, fast wie ein ganz normaler Film.

Und Apropos Film: Vor einiger Zeit berichtete Spiegel online über einen Counterstrike-Film, den ein Spieler in mühevoller Heimarbeit ganz allein fertiggestellt hat, und den man (wie auch einige andere Filme von ihm) auf seiner Homepage herunterladen kann.

Damit ist das vielbeschworene und von mir sehr geschätzte Peer-to-Peer-Publishing so langsam auch auf der Video-Ebene angekommen. Mit der Zeit werden die Bandbreiten bei allen Internetsurfern so weit steigen, daß das Anschauen solcher Videos keinerlei Geschwindigkeitsprobleme mehr bereiten wird und über kurz oder lang wird vermutlich auch die Größe dementsprechend ansteigen, bis wir irgendwann beim Fullscreen sind. Ebenfalls zu erwarten sind Tools, mit denen man vorhandenes Videomaterial, das man zum Beispiel mit seiner Digitalkamera aufgenommen oder aus einem Spiel herauskopiert hat, relativ einfach bearbeiten und neu schneiden kann.

Die Einstiegsgrenze in die Welt des Selbst-Produzenten ist bei Textbeiträgen schon jetzt so niedrig, daß jeder mit geringstem Aufwand an Zeit und, wenn er will, völlig ohne Aufwand an Geld seine Texte (oder Fotos) online stellen kann. Jetzt ziehen die audio-visuellen Mediensparten nach. Die nächsten Jahre werden also in dieser Hinsicht eine spannende Zeit und es kann gut sein, wenn Peer-to-Peer-Publishing relativ schnell bei der breiten Masse ankommt, daß die etablierten 1-zu-n-Massenmedien eine böse Überraschung erleben werden.


PS: Das ist jetzt doch endlich mal ein Eintrag, den ich zurecht als Blutbad archivieren kann.

Posted by kreetrapper at 22:42 in Computer und Netzkultur | Comments (2)

15.05.06

Monkeying on the net

20050226.gif

Den heutigen Tag habe ich zu einem beängstigend hohen Teil damit verbracht, durch das Netz zu surfen. Und da es jetzt schon spät ist und ich morgen wieder in aller Hergottsfrühe bei der Rückbildung auflaufen muß, um den verflixten kleinen Fehler zu finden, der unsere ASP-Seite immer wieder in einer For-Schleife den Dienst quittieren läßt, schreibe ich heute fast gar nichts. Damit es Euch vielleicht genauso geht wie mir heute, weise ich noch auf diese Seite hin, die mich wertvolle Stunden gekostet hat, aber mich ziemlich oft zum Lachen gebracht hat (auch wenn es mir noch besser gefallen hätte, wenn man das Suchen-und-Ersetzen nicht ganz so deutlich gesehen hätte). Daß ich so was witzig finde, sagt vermutlich einiges über meinen Humor aus. Ebenso wie der frisch von mir entdeckte Comic Joe and Monkey, von dem ich ein Beispiel ebenfalls in diesen Beitrag einfügte.

-- noch immer 28 Tage Rückbildung (5 (fünf!) davon in der nächsten Woche) --

Posted by kreetrapper at 00:46 in Computer und Netzkultur | Comments (8)

22.04.06

Beautiful Link

Some of the greatest links come from Neil Gaiman's wonderful journal. On Wednesday going there paid off again in a major way, because there was a link to unphotographable.com, a site that I immediately fell in love with. Believe me, you should go there!

Posted by kreetrapper at 00:02 in Computer und Netzkultur | Comments (0)

19.04.06

It's highly addictive

chuzzle_medium.jpg
Heute wären es nur noch 42 Tage Rückbildung gewesen. Aber das kam mir irgendwie komisch vor, weil dann ja eigentlich noch 8 volle Wochen übrig blieben und es doch noch drei Feiertage gibt. Also habe ich noch mal nachgezählt und stellte mit Schrecken fest, daß es in Wirklichkeit noch 44 Tage sind. So ein Mist!

Seit der gute Dozent wieder aus dem Urlaub zurück ist, ist es aber wieder einigermaßen erträglich geworden. Aber obschon dieser Dozent wirklich Ahnung hat, nicht nur von der Materie, sondern auch davon, wie man diese vermittelt, bin ich mir inzwischen ziemlich sicher eine ideale Marktlücke entdeckt zu haben. "English Pronunciation for IT-Guys", ich stelle mir da ein- bis zweiwöchige Intensivkurse mit Kleinstgruppen vor, in denen die richtige Aussprache zentraler IT-Begriffe gelernt wird. Dann sind die Tage gezählt, in denen Menschen [ka∫e] und nicht [kæ∫] sagen, vermutlich in der irrigen Annahme, man müsse dieses englische Wort französisch aussprechen. Für Fortgeschrittene oder besonders Anspruchsvolle kann man ja noch etwas längere Kurse anbieten, in denen die kompletten Ausspracheregeln des Englischen lernt. - Ruhe auf den billigen Plätzen! Natürlich gibt es da Regeln.

Wäre ich nicht so lehrscheu, würde ich das selbst angehen, so kann ich nur hoffen, daß ein fähiger Anglist diese Idee aufgreift und die armen Teilnehmer zukünftiger IT-Schulungen davor bewahrt, genauso zu leiden, wie ich das tat und immer noch tue. Gott sei Dank ist wenigstens der Dozent weg, der immer "take" anstatt "tag" gesagt hat. Und das in einem Kurs über XML. The horror! The horror!

Momentan ist es mir übrigens auf der Rückbildung gar nicht langweilig. Das liegt zum einen daran, daß ich am kommenden Montag endlich die Microsoft-SQL-Prüfung nachholen werde, die ich aufgrund meiner langwierigen Krankheit verpaßte, und dafür noch die passenden 132 Fragen auswendig lernen muß. Microsoft hat nämlich nicht nur Ahnung davon, wie man sichere Betriebssysteme und Internetanwendungen baut, sondern weiß auch, daß es beim Lernen darauf ankommt, möglichst viel auswendig zu können. Wie mir von denen zugetragen wurde, die diese Prüfung schon gemacht haben, ist sie, wenn man die Fragen in- und auswendig kennt, was bei denen nach vier Wochen Lernens der Fall war, extrem einfach und in kürzester Zeit zu absolvieren. Und da es natürlich nicht in Frage kommt, das alles zu Hause in meiner Freizeit zu lernen, bin ich für den Rest der Woche auf der Rückbildung gut beschäftigt.

Diese neuentdeckte Emsigkeit, die sich natürlich direkt nach der Prüfung wieder in ihre Bestandteile auflösen wird, hat es allerdings nicht ganz leicht. Dummerweise hat mich nämlich eine gute Freundin mit einem extrem suchtgefährdenden Spiel angefixt: Chuzzle (nb: "chuzzle" erzielt beängstigende 664.000 GHits). Da das eine Windowsanwendung ist und die Webversion den InternetExploder benötigt, kann ich das Spiel leider nicht zu Hause spielen. Ich überlege allerdings mittlerweile ernsthaft, ob ich mir nicht wieder ein Dual-Boot-System bauen soll, um diesen Mißstand zu beheben. Auf der Rückbildung habe ich nun leider einen Windows-PC zur Verfügung. Wie ich feststellen mußte, läßt sich Chuzzle nicht auf dem von mir dort verwendeten Windows 2003 Server ausführen, aber über den InternetExploder geht es natürlich doch. Doch je länger ich spiele, desto mehr wünsche ich mir die anderen Spielmodi, die Möglichkeit von Highscorelisten und Pokalen und all die anderen tollen Gimmicks, die es nur in der Downloadversion gibt. Und immer wenn man verloren hat, schaut einen ein trauriges Chuzzle an, erzählt einem, wie gefährlich es doch im Internet ist - wegen der ganzen Viren und so - und bittet darum, daß man es herunterlädt und mit nach Hause nimmt. Das grenzt schon fast an seelische Grausamkeit, finde ich.

-- noch 44 Tage Rückbildung --

Posted by kreetrapper at 22:57 in It's my life | Comments (3)

09.02.06

What I did today

Hmmm. In den letzten Tagen habe ich immer wieder mal Momente gehabt, in denen mir plötzlich ein wenig warm wurde. Auch heute nachmittag wieder, als ich begann diesen Beitrag zu schreiben um ihn dann stundenlang liegen zu lassen. Fast so als bekäme ich Fieber, aber es wird dann nicht schlimmer, sondern verschwindet nach einer Weile wieder. Ich hoffe, das sind keine Hitzewallungen. Ich fühle mich schon alt genug, ohne plötzlich in die Wechseljahre zu kommen. Und außerdem bin ich überhaupt gar keine Frau!!!

Vielleicht ist es aber auch doch eine herannahende Erkältung, die ich durch meine schonende Lebensführung bisher auf Abstand halte. Heute habe ich mich endlich mal wieder hinausgewagt, um einige Besorgungen zu erledigen, und natürlich war das Wetter so widerlich, daß es keine Freude machte, dort hindurch zu laufen. Trotz angenehmer 6 Grad blies mir die ganze Zeit ein fieser Wind entgegen und immer, wenn ich ein Geschäft oder die Bahn verließ, setzte auch noch kurzzeitig Regen ein. Einmal hatte das, was herunterfiel, sogar einen festen Aggregatzustand inne.

Aber ich habe mich von diesen widrigen Umständen nicht unterkriegen lassen und trotzdem tapfer alles erledigt, was auf meiner Liste stand. Zuerst habe ich den freundlichen Herren beim PC-"Spezialist" einen Besuch abgestattet, weil ich nun doch endlich mal einen neuen Drucker erstehen muß. Ich habe versucht, mich beraten zu lassen, da der Laden ja mit dem mir sehr sympathischen Satz wirbt "Wer ohne Beratung kauft, ist verrückt." Und ich hatte ja schon sehr klare Vorstellungen. Bei den ersten paar davon wirkte der Verkäufer noch recht zuversichtlich: Ein Multifunktionsgerät, nicht von Epson - deren Produkte sind mir einmal zu oft auf den Sack gegangen, und es soll maximal 150 Euro kosten. Er ging noch während ich das aufzählte, zielstrebig auf einen Canon-Drucker zu, als ich die Bombe platzen ließ "...und dann muß er auch noch unter Linux arbeiten." Und in dem Moment gefror das Lächeln auf seinem Gesicht und er begann sich hilfesuchend nach jemandem umzusehen, der wußte, was dieses "Linux" eigentlich genau ist. Da gerade niemand zu sehen war, schaute er erst einmal gründlich auf der Packung des Canon-Gerätes nach. "Hmmm, Windows 2000, Windows XP, Mac OS X. Nein, kein Linux." Von mir, der ich mit nichts anderem gerechnet hatte, erntete er dafür nur ein mitleidiges Lächeln. "Ich habe gehört, daß HP-Geräte ganz gut unterstützt werden. Inzwischen war ein Kollege auf den Problemkunden aufmerksam geworden und schaltete sich helfend ein. Die geniale Idee: Einfach mal das Internet anwerfen und schauen, was auf den Homepages von Canon und HP steht. Der Kollege, sah zwar aus wie ein Computergeek, war dies aber offensichtlich nur halbherzig, da es ihn wirklich überraschte, daß keiner der beiden Hersteller Linuxtreiber für seine Drucker anbietet. Ich warf darauf ein freundliches "In der Regel bastelt die Community sich die Treiber selbst." ein, durch das er sich genötigt fühlte zu sagen, daß er dann aber keine Garantie für ein einwandfreies Funktionieren übernehmen könne. Klar, denn der Treiber kommt ja dann nicht von einem ordentlichen Unternehmen wie zum Beispiel Microsoft, sondern von einem Haufen Freaks. Innerlich schüttelte ich darüber nur den Kopf, seufzte kurz und gab ihm dann den Tip doch einfach mal in der SuSE-Hardware-Datenbank nachzusehen, wie es mit Unterstützung für die diversen in Frage kommenden Modelle aussieht. Der echte PC-"Spezialist" zeigte sich dann als er nicht einmal allein auf die Idee kam, dies bei Google einzugeben, um die korrekte Adresse herauszufinden, und dann auch noch auf der Ergebnisseite den falschen Link auswählte. Na ja, es wurde dann, wie von mir eigentlich auch erwartet, ein HP-Drucker, den sie mir bestellt haben und der "vielleicht sogar schon Freitag" geliefert wird.

Aus dieser leidvollen Erfahrung, die bei weitem nicht die erste ihrer Art war, richtet sich mein Appell in die Welt (in der, vermutlich vergeblichen, Hoffnung, daß dies hier auch von Menschen gelesen wird, die ich nicht persönlich kenne): Es muß doch einen Computerladen geben, wo man auch als Linuxnutzer ordentlich beraten wird. Am besten in Dortmund, aber von mir aus sogar irgendwo in der Ruhrstadt. Wenn jemand dort draußen so ein Geschäft kennt, zögere er oder sie nicht, mir das mitzuteilen, per Mail oder noch lieber in den comments. Dann haben alle was davon.

Des weiteren habe ich mir, angeregt durch das sehr schöne Buch Oracle Night, das ich gerade lese, ein einigermaßen ordentliches Schreibbuch (ich will immer "Notebook" sagen. Ist das richtige deutsche Äquivalent "Notizbuch"?) und einen neuen Kugelschreiber gekauft. Die beiden sollen als Symbol dienen und die Kreativität kanalisieren, auf daß dies das Jahr wird, in dem ich endlich mal eine Menge der vielen in meinem Kopf umherschwirrenden Ideen zu Papier bringe, meinen schon lange überfälligen Roman beginne und vielleicht sogar beende.

Unterwegs habe ich mir noch ein Französischbuch gekauft, um optimal auf den März vorbereitet zu sein, wenn ich mich wieder regelmäßig mit einer guten Freundin zum gemeinsamen Lernen treffen werde. Die Zeit drängt, denn wie ich im Netz las, hat der großartige Lewis Trondheim den großen Preis des Festival International de la Bande Dessinée d'Angoulême gewonnen und wird daher bei der nächsten Ausgabe im Januar 2007 dort der Ehrengast sein. Da muß ich natürlich hin und bis dahin muß die Landessprache einigermaßen sitzen. Vielleicht hat ja der eine oder andere Comic-Fan, der dies liest, Lust dazu, mich zu begleiten. 11 Monate vorher müßten doch selbst für Captain Smollet rechtzeitig genug sein.

Posted by kreetrapper at 01:55 in It's my life | Comments (0)

03.02.06

gute Formate - böse Formate

Letztens hat mir eine Freundin ein Lied in digitaler Form mitgegeben. Sie hat das Lied in meinem Beisein mit den Bordmitteln von Windows XP von einer Audio-CD in eine Datei umgewandelt. Und heute bemerke ich, daß es sich gar nicht um ein MP3 handelt, sondern um eine wma-Datei. Wieder ein Beispiel dafür, wie leicht man seine eigenen proprietären Formate durchdrücken kann, wenn man ein Quasi-Monopol bei den Betriebssystemen hat. Ich kann dieses Lied auf meinem microsoftfreien Computer jedenfalls nicht so ohne weiteres abspielen, weil ich mich, das gebe ich zu, immer noch nicht dazu aufraffen konnte, den MPlayer zu installieren, der ja auch wma-Dateien abspielen kann. Ich kann mir gut vorstellen, daß viele Leute, die sich mit XP Musik-CDs auf die Festplatte ziehen, gar nicht wissen, daß die Dateien nicht im MP3-Format dort landen. Mit solchen Nebensächlichkeiten wie Datei-Endungen bzw. -typen wird man ja unter Windows nicht mehr belästigt.

Idealerweise würden ja alle Menschen ein freies Format wie zum Beispiel Ogg Vorbis verwenden. Aber ich muß zugeben, daß ich das selbst nicht tue, weil mein MP3-Player damit nicht klar kommt. Und die Dateien, die man mitnehmen möchte, immer erst umzukodieren ist mir dann doch zu umständlich. Aber besser wäre es schon.

Posted by kreetrapper at 23:38 in Computer und Netzkultur | Comments (0)

31.01.06

Don't be evil

Google hat sein Motto offenbar nicht einfach so aus einer Laune heraus gewählt, sondern glaubt (zumindest bis jetzt) noch daran. Das ist schön. Da die meisten meiner Leser vermutlich in der ein oder anderen Form regelmäßig die Nachrichten verfolgen, wißt Ihr das vermutlich schon längst. Aber Steven Grant hat das ganze in seiner letztwöchigen Kolumne sehr schön zusammengefaßt, so daß auch ich es noch einmal mitbekomme. Die Kurzfassung: Die US-"Regierung" hat beschlossen, jetzt auch einen Krieg gegen die Pornographie zu führen (warum kann man als Nicht-Puritaner vermutlich nicht verstehen). Und da man dazu erst einmal Fakten braucht, hat man angeordnet, daß MSN, AOL, Yahoo und Google doch bitteschön mal alle ihre Daten rüberreichen sollen. Die ersten drei haben das auch schön brav und folgsam gemacht. Schließlich hat man ja nichts zu verbergen und der Präsident macht ja auch keine Fehler und weiß es immer am besten. Nur Google hat sich standhaft geweigert und ist auch jetzt noch bereit, die Sache bis zum Ende auszufechten. Danke, Google.

Posted by kreetrapper at 23:33 in Computer und Netzkultur | Comments (0)

Webcomics are Booming

There are a lot of great comics on the web these days. The Webcomics Examiner just made a list of The Best Webcomics of 2005. I only knew a few of them already. Go there! Enjoy!

Posted by kreetrapper at 15:13 in Die neunte Kunst | Comments (0)

20.12.05

Spam, anyone?

Subject: New salaries, new vacancies available
Date: Dienstag, 20. Dezember 2005 22:53
From: Alena Ferrari <alena_ferrari@elturista.com>
To: Kreetrapper <kreetrapper@blutiges-gemetzel.de>

Suchen Sie eine neue Arbeit? Sind Sie mit Ihrem Verdienst nicht zufrieden?

[es fängt so gut an]

Sie konnen versuchen Lotterie zu spielen und an Ihres Schicksal zu glauben.

[Und dann scheitern sie schon im dritten Satz. So ähnlich wie mein momentaner Dozent immer. Wobei der auch manchmal schon im zweiten oder ersten Satz Probleme hat.]

Go Earn Inc bietet Ihnen an keine Millionen, sondern tausende Dollar pro monat zu verdienen.

[Hui, keine Millionen sondern Tausende. Na das klingt doch nicht übel.]

Wir schlagen nicht nur die neue Arbeit vor, sondern auch die Moglichkeit Ihre Zukunft zu verbessern und neue Welt zu entdecken.

[Cool. Und ich dachte immer, es gebe nur die eine Welt. Ist vermutlich ein Job in der Raumfahrt.]

Was brauchen Sie,damit Sie mit uns arbeiten konnen?

[Offenbar schon mal keine Kenntnisse deutscher Grammatik.]

-Sie sollen Bewohner der Deutschland, Australien oder Gro?britanien sein.

[Bin Bewohner der Deutschland. Das paßt schon mal.]

-Sie solen ein Konto in Ihrem Land haben.

[Wer hat das nicht?]

-Anschluss zum Internet

[Sonst hätte ich diesen Quatsch ja wohl nicht bekommen.]

-Und naturlich Ihren Wunsch

[Einen Wunsch habe ich auch. Lieber wäre es mir natürlich, wenn ich drei Wünsche frei hätte. Einer würde dann dafür drauf gehen, den Spam auf diese neue Welt hinfortzuwünschen, von der die hier reden.]

Wenn Sie Bescreibung der Arbeit lesen mochten, besuchen Sie unsere Internetseite: http://www.earn-inc.net

[So doof bin ich dann allerdings doch nicht.]

Sowie nehmen Sie Kontakt mit unserem Manager auf, damit er Ihnen helfen kann. E-mail: earn_inc@mail15.com

[Der braucht wohl selbst erst einmal Hilfe. Zum Beispiel bei der Suche nach einem weniger dubiosen Mailprovider. Wer soll denn darauf reinfallen?]

Wir glauben an Sie.

[Juchuuuu! Das wurde aber auch mal Zeit, daß jemand an mich glaubt.]

Verlieren Sie den Mut nicht, wenn Sie kein Geld fur eigenes Haus oder fur gute Ausbildung Ihrer Kinder haben.

[Wie nett.]

Go Earn Inc ist Ihre Moglichket kluger zu werden und keine Abhangigkeit vom Geld zu haben!

[Das wollte ich schon immer. Noch kluger werden. Eine einmalige Chance, oder?]

Posted by kreetrapper at 19:57 in Computer und Netzkultur | Comments (0)

18.12.05

Onliner than before

Ich habe jetzt doch endlich mal einen Instant Messenger installiert, und zwar, weil ich faul bin, das KDE-eigene Kopete. Die Version, die bei meiner Distribution (SuSE 9.1, *hüstel*) dabei war, hat zwar Probleme mit dem yahoo-Protokoll, aber inzwischen kenne ich eigentlich niemanden mehr, der das nutzt. Also, wer mich per ICQ (das einzige Protokoll, bei dem ich neben yahoo angemeldet bin) erreichen will, meine Nummer ist (in Worten, wegen meiner Angst vor IM-Spam - den gibt es bestimmt auch):

eins, vier, eins, acht, sechs, drei, sechs, eins, drei

Oder nach meinem Internetnick, kreetrapper, suchen.

See you online! (Ouch, that was pretty corny)

Posted by kreetrapper at 00:20 in It's my life | Comments (0)

11.12.05

How to Build an Evil Empire - Lesson Sixteen

Wenn Deine Produkte eine gewisse Marktdurchdringung erreicht haben, versuche alle anderen auszuschließen.

Ein Beispiel:

"To access the MCP member site you need MS Windows2000 with ServicePack2(or better) and Internet Explorer 6.0 with ServicePack 1. We are sorry that you can not gain access from your home PC - our apologies."

Übersetzung: "Es ist unsere Zertifizierung. Wir machen die Regeln. Besorg Dir gefälligst Windows, Du Arschloch!"

Posted by kreetrapper at 22:07 in Computer und Netzkultur | Comments (0)

30.11.05

Oje, Oje, MCP

Heute bekam ich zwei E-Mails von Bill Gates, damit ich endlich mein MCP-Zertifikat in Händen halten kann. Beide E-Mails sind natürlich erst einmal im Spam-Ordner gelandet. Das sagt Spam Assassin dazu:

* 5.4 BAYES_99 BODY: Bayesian spam probability is 99 to 100%
* 0.5 MANY_EXCLAMATIONS Subject has many exclamations
* 0.6 DONT_DELETE BODY: Don't delete me! Nooooo!!!!


Ich fische also die Mails aus dem Ordner und versuche mich auf der MCP-Seite anzumelden. Nachdem ich zähneknirschend die Cookies einschalte und zwei abgelaufene Zertifikate abnicke, muß ich nur eine Handvoll Daten eingeben und schon...

...kommt eine Fehlermeldung. In kreischendem Rot und mindestens mit Schriftgröße 30. Ich schreibe natürlich sofort eine Mail an den Europa-Support. Falls die sich in den nächsten Tagen nicht melden, werde ich wohl mal die Deutschland-Hotline anrufen müssen. Davor graut mir jetzt schon.

Und die ganze Zeit schaut mich mein kleiner Tux neben dem Monitor ganz anklagend an. Das ist vermutlich die Strafe dafür, daß ich zum Verräter geworden bin.


UPDATE: Der Support schreibt sofort eine Form-Mail zurück. Die Leute bessern sich, denn der Spam-Level sinkt auf deutlich unter 5:

* 2.2 DEAR_SOMETHING BODY: Contains 'Dear (something)'
* 2.5 BAYES_90 BODY: Bayesian spam probability is 90 to 99%

Posted by kreetrapper at 21:31 in Computer und Netzkultur | Comments (0)

13.11.05

Immer offliner

Man muß den Tatsachen ins Auge sehen. Seit ich diese "Fortbildung" mache, bin ich nicht mehr im Netz zu Hause. So dachte ich bis gerade eben, daß ich das Erscheinen der gedruckten Wikipedia-Bände, die unter dem Namen Wikipress firmieren. Motto: "Für alle, denen DVD nicht offline genug ist." Eigentlich sollten die ersten 10 Bände zum 1. November ausgeliefert werden, aber da hat sich die Redaktion wohl hoffnungslos überschätzt. Jetzt ist der erste Band zum Thema Wikipedia (mit aktuellem Wikipedia-Snapshot auf DVD) für den 29. November angekündigt, und die weiteren sollen so nach und nach in den nächsten Wochen und Monaten folgen. Auf dem Laufenden kann man sich auf der Seite von Wikipress halten.

PS zum Titel dieses Eintrages: wie wir wissen kann man ja jedes Adjektiv steigern, auch wenn das obige Beispiel vielleicht nicht zu den Optimalsten gehört.

Posted by kreetrapper at 13:59 in Computer und Netzkultur | Comments (0)

20.09.05

wilde Frauen in Süd-Nordamerika

Doonesbury vom 20.9.2005

Kurz bevor Rita aus dem sich gerade wieder normalisierenden New Orleans erneut ein modernes Atlantis macht, noch ein paar Fremdgedanken zu Katrina und ihren politischen Implikationen.

Paul O'Brien schaut, wie die ganze (westliche) Welt nach New Orleans und erkennt, daß die vielgescholtene Bush-Regierung nicht völlig inkompetent ist:

But in one area at least, Bush has moved swiftly. Halliburton have already been awarded a reconstruction contract.

No, I'm not kidding.

.......

artbroken ist gerade von Brisbane nach Melbourne gezogen und hat nun endlich wieder die Muße für scharfe politische Kommentare gefunden.

.......

Und der vielleicht vehementeste Kritiker der Bush-Regierung Steven Grant läßt es sich nicht nehmen, in seiner wöchentlichen Kolumne Permanent Damage eine erschütternde Bilanz zu ziehen.


This is what I saw on TV recently: a city reduced to rubble. A wave moving relentlessly and irresistibly through the city, wiping out whatever crosses its path. Survivors desperate for food, water and gasoline. Children coming home to find their entire families wiped out. Gangs of armed men roaming the streets, shooting whoever they took a dislike to. Doctors working to do what they can without proper supplies or facilities. The country's leaders sequestered away, detached from the suffering of the people, making proud but irrelevant speeches as faith in government evaporates.

That was DOWNFALL, a gripping German film about the last days of the Third Reich set mostly in Hitler's bunker, with Hitler played by the great Bruno Ganz. One of the best films I've seen in years. There were some complaints about it when it came out, because it spends much time showing the Nazi leadership - Hitler, Goebbels, Goering, Himmler, Hess, many of the German generals - behaving, under the circumstances, as more or less ordinary people, not the frothing monsters of popular legend. But it's extremely effective, and probably more realistic; when Hitler can smile avuncularly at his secretary one moment and express grave concern for her safety as the Russians shell and capture Berlin, and in virtually the next breath softly and calmly pronounce that the Nazis existed because the German people chose them and it's now the duty of the German people to suffer the consequences because they lost the will to win. It's fascinating to watch Hitler both prepare for the end and deny it, coming up with one fantastic and impossible military scheme after another demanding German army units that to all intents and purposes no longer exist. This desperate, "human" Hitler, faced with personal destruction along with the death of his sick dream, is almost comprehendible, and subtly drives home the point that the potential to be a monster isn't far from any of us. (The biggest monster in the film is actually Frau Goebbels, who lovingly throws a little party for her brood of apparently very sweet children before she dopes and poisons them because a world without National Socialism isn't a world she wants them to exist in.)

So imagine my weird sense of dislocation when barely a week goes by, and I'm looking at my TV and seeing a city reduced to rubble; a wave relentlessly and irresistibly wiping out whatever crosses its path; survivors desperate for food, water and gasoline; children coming home to find their entire families wiped out; gangs of armed men roaming the streets, shooting whoever they took a dislike to; doctors (and nurses! Big kudos to the nurses!) working to do what they could without proper supplies or facilities; and the country's leaders sequestered away, detached from the suffering of the people, making proud but irrelevant speeches as faith in government evaporated.

The jolt in gas prices, the unraveling of government, the abrupt descent into quasi-barbaric chaos in the ruined city, all these have jolted the American psyche and embarrassed the country internationally. There were foreign diplomats taking refuge in the Superdome, and certainly they won't be taking home any tales of plucky American spirit with them, and Cuba and Venezuela have taken the opportunity to rub salt in the wound by offering aid. Cuba's existence is itself an embarrassment to us in this case; having faced a Katrina-level hurricane themselves in the very recent past, they successfully evacuated all their citizens in its path and came through with no fatalities, no roving gun-toting gangs declaring their own little fiefdoms, no chaos.

.......

Immer wieder gut ist natürlich auch die Reaktion der Onion.

God Outdoes Terrorists Yet Again

...
NEW ORLEANS—Throughout the Gulf Coast, Caucasian suburbanites attempting to gather food and drink in the shattered wreckage of shopping districts have reported seeing African­Americans "looting snacks and beer from damaged businesses." "I was in the abandoned Wal-Mart gathering an air mattress so I could float out the potato chips, beef jerky, and Budweiser I'd managed to find," said white survivor Lars Wrightson, who had carefully selected foodstuffs whose salt and alcohol content provide protection against contamination. "Then I look up, and I see a whole family of [African-Americans] going straight for the booze. Hell, you could see they had already looted a fortune in diapers." Radio stations still in operation are advising store owners and white people in the affected areas to locate firearms in sporting-goods stores in order to protect themselves against marauding blacks looting gun shops.
...

Halliburton Gets Contract To Pry Gold Fillings From New Orleans Corpses' Teeth

Posted by kreetrapper at 17:19 in When Will You Rage? | Comments (0)

14.09.05

Eine Idee macht Schule

Als ich gerade etwas Exotischeres ergoogeln wollte, fiel mir auf, wieviele Seiten eigentlich inzwischen mit Wikipedia-Content um sich werfen. Aus den ersten 20 Google-Treffern ist einer die Wikipedia und 11 solche Trittbrettfahrer. Schon krass.

Außerdem schießen natürlich auch abseits der Wikimedia-Foundation allerorten Wikis aus dem Boden. Mein Liebstes davon ist übrigens das ambitionierte Comic Book Series Wiki, das den Einstieg in laufende Serien erleichtern möchte, indem es einen Überblick über die Charakter, deren Beziehungen und das allgegenwärtige "Was bisher geschah" gibt.

Posted by kreetrapper at 00:09 in Computer und Netzkultur | Comments (0)

30.08.05

If Destroyed

Paul O'Brien, der neben der sehr unterhaltsamen und meist auch informativen Kolumne Article 10 vor allem durch seine unermüdlichen Rezensionen auch der schäbigsten X-Books bekannt ist, hat seinen Horizont erweitert. Er hat seit kurzem ein Blog, in dem er anstatt Comics allen möglichen anderen Krempel in seinem unnachahmlichen Stil rezensiert. In seinen eigenen Worten geht es bei If Destroyed, Still True um dies:

Feedback from the X-Axis tells me two things. One, a lot of my readers don't even read, or care about, the actual comics being reviewed. Bluntly, they don't much care what I write about. These people should be happy, because If Destroyed... will probably also feature me writing at length about things they don't care about.

Two, a lot of my readers actively lobby for me to write about other things. If Destroyed... will feature me writing about other things. Although not necessarily the other things they had in mind.

Und schon nach weniger als zwei Wochen bzw. 9 Einträgen gibt es dort bereits solche Perlen zu bewundern:

I see things differently. To me, a documentary about Bolivian politics is a can't-lose proposition. What's the worst that can happen? Even if it's totally abysmal, you still leave the cinema with the warm inner glow of knowing that you're the sort of person who goes to see documentaries about Bolivian politics. The next time you encounter a mildly irritating shop assistant, an annoying loud person, or somebody who's beating you in an argument, you can think to yourself, "Ah, but I bet they've never been to see a documentary about Bolivian politics. In fact, I bet they've never paid money to see a documentary about any form of South American socio-economic issue."

A ludicrously obscure documentary every six months or so does wonders for topping up the reserves of inner arrogance, mark my words. Sometimes, if you're lucky, the film turns out to be interesting and good as well, which is a positive boon.

(Auszug aus der Rezension von Our Brand Is Crisis)

Posted by kreetrapper at 21:33 in Computer und Netzkultur | Comments (0)

25.08.05

Intelligent Design - A theory held by people that are definitely NOT intelligent

spaghettimonster.jpgIn Kansas scheint die extrem dümmliche Idee, Intelligent Design, eine Art Schöpfungstheorie, gleichberechtigt mit der Evolutionstheorie an Schulen zu unterrichten mal wieder an Boden zu gewinnen. Ein nicht-dummer Mensch hat daraufhin einen abstrusen offenen Brief an die Schulbehörde geschrieben, der einen absurden, aber aus den Umständen logisch folgenden, Vorschlag macht.

This open letter to the Kansas School Board takes it to task for teaching "Intelligent Design" (Biblical Creationism tarted up in scientific dress) in schools. The author points out that there are several compeeting theories that Kansas could teach its students, including the popular thesis that the universe was created by a "Flying Spaghetti Monster." There are pictures, too.

I'm sure you now realize how important it is that your students are taught this alternate theory. It is absolutely imperative that they realize that observable evidence is at the discretion of a Flying Spaghetti Monster. Furthermore, it is disrespectful to teach our beliefs without wearing His chosen outfit, which of course is full pirate regalia. I cannot stress the importance of this, and unfortunately cannot describe in detail why this must be done as I fear this letter is already becoming to long. The concise explanation is that He becomes angry if we don't.

Dieser Vorschlag schlägt inzwischen mehr und mehr Wellen. Mittlerweile gibt es sogar schon den passenden Autoaufkleber in verschiedenen Versionen. Und das scheint noch lange nicht das Ende des ganzen zu sein. Ein guter Startpunkt für Leute, die noch mehr Spaß damit haben wollen, ist sicherlich der passende Wikipedia-Eintrag oder eine Google-Suche.

Eine weitere alternative Theorie findet sich hier:
Science or Norse Mythology?

Und noch etwas ähnliches im klassischen Onion-Stil: .

Anti-falling physicists have been theorizing for decades about the 'electromagnetic force,' the 'weak nuclear force,' the 'strong nuclear force,' and so-called 'force of gravity,'" Burdett said. "And they tilt their findings toward trying to unite them into one force. But readers of the Bible have already known for millennia what this one, unified force is: His name is Jesus.

Posted by kreetrapper at 23:55 in Weirdness & Fun | Comments (0)

20.08.05

Bloggen fördert die Intelligenz

Laut diesem Artikel im Washington Monthly zumindest. Im einzelnen heißt es dort:

INCREASE YOUR IQ BY BLOGGING!....If you're a blogger [...] this post called "Brain of the Blogger is for you. It's written by a pair of doctors who are "strong advocates for neurologically-based approaches to learning," and they've written a post crediting blogging with doing everything short of curing cancer. Blogs promote critical thinking, analytical thinking, creative thinking, intuitive thinking, associational thinking, and analogical thinking. Blogs also increase access and exposure to quality information and combine the best of solitary reflection and social interaction. Take that, video games!

Damit habe ich nun endgültig einen mehr als guten Grund dafür hiermit auf absehbare Zeit weiter zu machen.

Posted by kreetrapper at 18:49 in Computer und Netzkultur | Comments (14)

15.08.05

Pünktlich zur Wahl

...ist der Bundesdance zurückgekehrt; eine lustige Flash-Spielerei, bei der man diesmal Gerd, Angie und Edi das Tanzbein schwingen lassen kann.

Viel Vergnügen.

Posted by kreetrapper at 13:33 in When Will You Rage? | Comments (0)

09.08.05

Ist es wirklich schon so lange her?

Amazon.com celebrates its 10th year anniversary with special deliveries by UPS. I especially liked the Lemony Snicket one.

And look how far Amazon has come in its ten years. This is the latest gimmick they've come up with. Every computational linguist's dream:

Amazon.com Statistically Improbable Phrases

Amazon.com's Statistically Improbable Phrases, or "SIPs", are the most distinctive phrases in the text of books in the Search Inside!™ program. To identify SIPs, our computers scan the text of all books in the Search Inside! program. If they find a phrase that occurs a large number of times in a particular book relative to all Search Inside! books, that phrase is a SIP in that book.

SIPs are not necessarily improbable within a particular book, but they are improbable relative to all books in Search Inside!. For example, most SIPs for a book on taxes are tax related. But because we display SIPs in order of their improbability score, the first SIPs will be on tax topics that this book mentions more often than other tax books. For works of fiction, SIPs tend to be distinctive word combinations that often hint at important plot elements.

Posted by kreetrapper at 18:10 in Computer und Netzkultur | Comments (0)

08.08.05

I'm (Alternate) History

in 2002, graduate student Alexander König examines some of the notes Richard Tolman left behind at the California Institute of Technology on parallel universes. After reading some of the more bizarre claims, König decides to apply the principles involved, and disappears.

(entry for August 7th, 2005 on Today in Alternate History)

Das ist das wahrscheinlich coolste Geburtstagsgeschenk, das ich jemals bekam (auch wenn es technisch nicht wirklich als Geschenk zählt).

Posted by kreetrapper at 14:22 in It's my life | Comments (0)

05.08.05

I cured the sheep!

...und das Nilpferd und das Krokodil und (nach einem Neustart wegen eines Fehlers) auch die Schlange.
Alle wurden sie kuriert. Von mir. Ich bin ein Super-Genie!

Und falls Ihr Euch fragt, wovon ich da eigentlich rede. Es geht um Die Anstalt - eine "Psychiatrie für misshandelte Kuscheltiere". Das ist ein sehr unterhaltsames Flash-Spiel, bei dem man traumatisierte Kuscheltiere therapieren muß.

Und ich bin nur auf diese Seite gestoßen, weil mein Radiowecker auf WDR2 steht. Der alte Spruch ist also doch wahr: Fernsehen verblödet - Radio bildet.

Posted by kreetrapper at 20:43 in Computer und Netzkultur | Comments (0)

14.07.05

Happy Birthday, MP3

Am 14. Juli 2005 wird der Name "MP3" zehn Jahre alt. Wissenschaftler
am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen
entschieden sich an diesem Tag im Jahr 1995 für ".mp3" als Dateiendung
für das maßgeblich am Fraunhofer IIS entwickelte
Audiokompressionsverfahren. Schnell wurde das Kürzel zum allgemein
verwendeten Synonym für den ISO Standard IS 11172-3 "MPEG Audio Layer
3".

Etwas ausführlicher liest man das ganze beim idw.

Und langsam sollte man anfangen, Wetten darüber abzuschließen, wie lange sich das Format noch halten wird, bevor ein neues, noch besseres daherkommt.

Posted by kreetrapper at 00:53 in Computer und Netzkultur | Comments (0)

01.12.04

wiki wiki

Als ich letzte Woche einen Kalender kaufte, sah ich etwas, das mir ein wenig Freude in den tristen Alltag brachte: Bei Bücher Krüger kann man die Wikipedia auf CD-Rom erstehen. Und zwar zum Quasi-Selbstkostenpreis von 3 Euro - auch wenn das vermutlich wieder mal Schutzgebühr heißt und wir uns alle erneut fragen müssen, wer durch diese Gebühr wovor geschützt werden soll. Handelt es sich gar um eine Arme-Leute-Version von Schutzgeld?

Aus diesem Anlaß möchte ich Euch alle darauf hinweisen, daß es nicht nur eine gute Idee ist, fleißig bei der Wikipedia mitzuarbeiten, sondern, daß es auch zahlreiche Schwesterprojekte gibt, bei denen die Mitarbeit ebenso lohnend sein kann (Wikitravel ist aufgrund lizenzrechtlicher Überlegungen kein echtes Schwesterprojekt, aber darüber sehe ich großzügig hinweg. So ungefähr paßt es schon):

De-Wiktionary-Logo.png       80px-Wiki-textbook.png       80px-Wikiquote.png

80px-Sourceberg.jpg       80px-Wikispecies.png       wikitravel.jpg

Posted by kreetrapper at 00:35 in Computer und Netzkultur | Comments (0) | TrackBack

09.11.04

Take back the web

Get Firefox!

Es ist endlich soweit. Firefox 1.0 wurde veröffentlicht. Hier könnt Ihr ihn Euch herunterladen.

Und heute Abend kann man auch noch den Launch-Day feiern:

Join us in celebrating the launch of Mozilla Firefox 1.0. Tomorrow, Tuesday, November 9, from 2-7pm PST (that's 22:00-03:00 GMT), we will be hosting AIR MOZILLA live from the Mozilla Foundation HQ, a 5 hour web event, including a live webcast and text chat. The show will feature interviews and discussions with key Mozilla staff. Questions from the audience (including the media) from the chat room will be fed into the show. The event will be hosted here at www.spreadfirefox.com. You'll need QuickTime for the audio streaming. We'll also use both IRC and a web-based text chat solution.

When:
2-7pm PST, 22:00-03:00 GMT. That's 22:00-03:00 on Tuesday night in Germany.[Ich glaube, daß wir in Wirklichkeit GMT +1 sind] In Japan, that's 07:00-12:00 Wednesday morning.

Where:
Here at www.spreadfirefox.com. If Spread Firefox gets overwhelmed by the high traffic, head on over to www.mozilla.org/airmozilla.

What:
Live webcast + text chat with key Mozilla people.

Posted by kreetrapper at 20:42 in Computer und Netzkultur | Comments (0) | TrackBack

18.09.04

Spreading the love

Firefox Preview Release ist zum Download freigegeben. Eigentlich wollte ich Euch alle anhalten, ihn Euch runterzuladen, damit das Ziel von einer Million Downloads möglichst bald erfüllt ist. Aber inzwischen habe ich so lange getrödelt, daß sie das bereits geschafft haben und jetzt sogar schon die zweite Million anpeilen. Unglaublich. Hoffentlich finde ich bald die Zeit, mein System upzudaten, damit ich endlich das für neuere Firefox-Versionen notwendige GTK2 habe.

.......

Der Patriot Act treibt indes weiter interessante und beängstigende Blüten.

Posted by kreetrapper at 21:18 in Computer und Netzkultur | Comments (0) | TrackBack

31.03.04

Vernetzt

Zum ersten Mal wird meine Web-Präsenz dergestalt wahrgenommen, daß es objektiv nachvollzieh- und beweisbar ist. Der erste Artikel von Persistent Illusions wurde verlinkt. Ganz überraschend für mich geschah dies durch Transblawg, wo auf mein Altenglisch-Post referiert wird. Das freut mich und bestärkt mich darin, mit diesem blog weiterzumachen. Ich hatte ja erwartet, daß der erste Link, von jemandem kommt, den ich persönlich kenne. Zum Beispiel von André Halama, der in den letzten drei Tagen 4 (in Worten: vier!) Artikel in seinem blog gepostet hat - unglaublich, wenn man bedenkt, daß es seit Beginn des Weblogs im August letzten Jahres insgesamt nur 13 Posts gegeben hat. Einer seiner Artikel linkt auf eine sehr interessante Seite: Das speech accent archive, wo sich jemand die Mühe gemacht hat, aufzuzeichnen (und in IPA zu transkribieren), wie hunderte von Sprechern (momentan exakt 306) mit verschiedenen Muttersprachen ein und denselben englischen Absatz aussprechen.

Posted by kreetrapper at 23:37 in Computer und Netzkultur | Comments (1)

24.03.04

Tour de blog

Synchronicity all over again. Ich komme gerade von meiner Lesegruppe und wir haben uns wieder bis weit über die Schmerzgrenze hinaus an griechischen Tragödien und Epen verlustiert. Dann komme ich heim und sehe, daß der Language Hat zur Abwechslung mal einen dummen Witz erzählt. Und als ich kurz durch die Kommentare scrolle finde ich folgenden Lexikoneintrag:

Hermione[hurmI´unE] Pronunciation Key, in Greek mythology, the only daughter of Helen and Menelaus. When Helen eloped with Paris, Hermione was abandoned to the care of Clytemnestra. She later married Neoptolemus, the son of Achilles. In Euripides' Andromache, she is carried off by Orestes who marries her after he has contrived the murder of Neoptolemus at Delphi.

Weird.

Außerdem verweist das blog auf einen Präpositionstest von Transblawg. Ich habe bis jetzt noch nicht die Muße dazu gefunden, aber da jetzt auch die Lösungen gepostet wurden, sollte ich das demnächst wirklich mal ausprobieren. Bin schon gespannt, ob sich 4 Jahre Englischstudium irgendwie bezahlt machen. Dabei fällt mir noch ein, daß ich mit Opera immer Probleme mit den Links in den Einträgen von Transblawg habe. Hat da jemand von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht oder ist das mal wieder eins von meinen Spezialproblemen, auf denen mein Vater nicht müde wird herumzureiten?

Dann gibt es ein neues Weblog eines Romanisten: Romanika. Da ich mich ja gerade besonders gern mit Spanisch beschäftige, werde ich da wohl demnächst häufiger mal vorbeischauen. Auch wenn da viel mit Sprachvergleichen hantiert wird, die ich als Nicht-Romanist kaum nachvollziehen kann. Aber ab und an dürfte etwas dabei sein, was mich auch interessiert.

Seiten wie dieser Japanisch-Tutor oder Bücher wie das über "Ein regelbasiertes Verfahren zur maschinellen Graphem-nach-Phonem-Umsetzung von Eigennamen in der Sprachsynthese", das ich gerade für eine Hausarbeit über Eigennamen lese, bringen mir ein wenig der Freude an Sprache(n) zurück, wegen derer ich damals mit meinem Studium angefangen habe. Wenn das deutsche Bildungssystem besser wäre, würde ich gern noch weiter in dieser Richtung studieren. But alas...

Posted by kreetrapper at 02:05 in Computer und Netzkultur | Comments (0)