Die Gründe für die nun schon über eine Woche andauernde Blogstille sind mannigfach, auch wenn hier natürlich letztlich wieder das AHMAZ-Prinzip greift, von dem mir vor einigen Jahren eine Dozentin erzählt hat (Alles hängt mit allem zusammen).
Wie auch immer, wer in den letzten Wochen mit mir geredet hat, kennt die meisten dieser Gründe. "Zu wenig Zeit" ist dabei nur einer unter vielen. Ich habe mich jedenfalls erst mal dagegen entschieden, mich weitergehend in der potentiellen Öffentlichkeit dieses Blogs darüber auszulassen, was genau diese Gründe sind.
Ich hoffe, daß ich den normalen Blogbetrieb (was immer "normal" zur Zeit auch heißen mag) recht bald wieder aufnehmen kann. Keep watching this space! Aber tägliche Besuche lohnen sich zur Zeit wohl eher nicht.
In der letzten Woche hat das regelmäßige Bloggen schon mal erheblich unter der Tatsache gelitten, daß ich jetzt ein nützliches Mitglied dieses unmenschlichen, widerwärtigen kapitalistischen Systems bin. Entweder hatte also Stefan (bisher) unrecht mit seinem Kommentar, daß jetzt auch beim Bloggen alles gut werde, oder... wer weiß, vielleicht ist es ja genau das, was er mit "gut" meinte, daß ich nicht mehr pausenlos irgendwelches Zeug hierher poste. Jedenfalls poste ich dafür jetzt am Wochenende nur um so mehr überflüssiges Zeug mit wenig bis gar keinem Gehalt. Denn jetzt muß ich erst mal all das nachlesen, was ich in den letzten Tagen in der Blogosphäre verpaßt habe, und da kann ich natürlich der Versuchung nicht widerstehen, exzessiv zu link-bloggen - teilweise auch mit ein paar eingestreuten Kommentaren.
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I Pity The Fool! Bill Reed von Comics Should Be Good hat sich vorgenommen, in diesem Jahr eine tägliche Kolumne zu schreiben. Der Titel: 365 Reasons to Love Comics. Die Ausgabe von Mittwoch bezeichnet er zu recht als bisher beste: I may as well quit this column now. Because this one spotlights the greatest comic book ever made. So why bother continuing? It can’t get better than this. Can it?
Der Comic um den es geht: Mr. T and the T-Force.
Geht und schaut es Euch an, es gibt eine Reihe von wunderbaren Titelseiten und Fakten über die Serie, und sogar den Anfang einer Geschichte. Die Serie klingt wirklich verdammt cool, wie man schon dieser Zusammenfassung entnehmen kann:
Mr. T was hittin’ the streets, taking up social causes, and dealing with the topics of the times, like crack babies, dinosaurs, and ninjas.
Auch cool fand ich die Links zu Videos von Mr. T am Ende des Beitrags. Zum Beispiel bringt Mr. T uns bei, daß es wichtig ist, seine Mutter mit Respekt zu behandeln: Treat your mother right. Auch schön: Das Intro zur Mister-T-Zeichentrickserie, die sogar irgendwann mal bei uns im Fernsehen lief. Ich kann mich jedenfalls erinnern, mal eine Folge davon gesehen zu haben.
Und wie so oft bei CSBG lohnt es sich auch, die Kommentare zu lesen. Denn die führen diesmal zu einem weiteren Blogeintrag über diesen brillanten Comic.
Und da fällt mir auch noch ein, daß ich letztens in der imdb zufällig diesen Eintrag gefunden habe. Wieder ein Klasse-TV-Format, daß es nicht über den großen Teich geschafft hat.
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Following up on a couple earlier pieces, I must eat crow when it comes to my assessment of Microsoft's possible collaboration with government spooks on the new Windows Vista. The NSA has now copped to making unnamed contributions to the software. The kind version is that they were helping Microsoft plug holes to make it the most secure operating system available. The more suspicious version is that the Ghost's unleashed surveillance teams - and it's not like they haven't been plenty active - now have an easy back door into every Vista machine produced. (Before any Mac users start smirking, the NSA provided the same service for your OS, so if they're spying they're already spying on you. When was the Macintosh introduced again? 1984?)
(by Steven Grant)
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Der Comics Reporter hat einen sehr interessanten Artikel von Bart Beaty über den französischen Comic-Verlag L'Association und was der Weggang Lewis Trondheims im letzten Herbst für diesen bedeuten könnte. Ebenfalls dort gibt es einen Bericht von Beaty über das Comic-Festival in Angoulême, das vermutlich wichtigste Comic-Ereignis in Europa, das ich in diesem Jahr wieder nicht besucht habe, weil ich einfach kein Französisch kann. Vielleicht findet sich ja für das nächste Jahr jemand, der diese Sprache spricht und mich dorthin begleiten will.
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Neil Gaiman hat am Freitag den sechsten Geburtstag seines Blogs gefeiert. Als Geschenk für die Leser gibt es dort ein echtes Orakel zu bestaunen.
Außerdem verlinkt Neil diese Seite, die es einem erleichtern sollte, sein Blog in Ruhe auf der Arbeit zu lesen.
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Ein Artikel des kürzlich verstorbenen Robert Anton Wilson über die möglichen gesellschaftlichen Auswirkungen der großflächigeren Nutzung von E-Prime. Faszinierend.
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Ein Blog voller lustiger Katzenfotos, auf lange Sicht stört mich hier aber die eigenwillige Einstellung zur Orthographie. Die Definition des Duden für Weblog scheint jedenfalls mehr und mehr zur self-fulfilling prophecy zu werden.
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Ein vermutlich sehr interessanter Artikel über Plagiate und Copyright des Science-Fiction-Autoren Jonathan Lethem findet sich hier und bei der Sendung Radio Open Source hat man eine ganze Sendung dem Thema gewidmet und neben Lethem auch noch einige Musiker und einen Kulturwissenschaftler eingeladen. (Ich bin noch nicht dazu gekommen, den Artikel zu lesen oder die Sendung zu hören. Wenn ich das geschafft habe und tatsächlich interessante neue Sichtweisen auf das Thema gegeben werden, werde ich vermutlich noch mal ein paar Zeilen dazu schreiben.)
(via Boing Boing)
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Bis jetzt haben sich, abgesehen von mir, erst drei Leute für das PII VII am 18. Februar angemeldet. Es sind also noch reichlich Plätze frei. Anmeldungen bitte als Kommentare in den entsprechenden Beitrag, damit alle, die sich dafür interessieren, den Überblick behalten können.
Ich weiß, daß nur ein einziger Leser die Anspielung im Titel dieses Beitrags verstehen wird, aber ich kann einfach nicht anders. Dieser Satz geht mir schon den ganzen Tag im Kopf herum.
Heute habe ich gegen alle Erwartungen tatsächlich eine Erwerbsarbeit aufgenommen. Momentan kann ich inhaltlich noch nicht so viel darüber sagen, weil es sich doch eher langsam anläßt und mit einer Schulung für mich beginnt (und auch weil in meinem Vertrag ein Standard-Non-disclosure Agreement steht). Aber die Leute scheinen schon mal alle ganz nett zu sein und das ist ja mit das Wichtigste.
So wie ich es einschätze, werde ich ungefähr eine Woche brauchen, bis ich mich an den ungewohnten Schlaf- und Lebensrhythmus gewöhnt habe. Ich bin schon gespannt, wie es danach hier weitergeht. Es werden noch Wetten angenommen, wie sich das Leben als Arbeitender auf meine Nebenbeschäftigung "Blogging" auswirken wird. Es besteht die Möglichkeit, daß es wie zu Rückbildungszeiten beinahe ganz zum Erliegen kommt. Andererseits halte ich die Chance auch für ziemlich gut, daß sich das Aufgeben des Lebens als "Arbeitsloser Penner"™ positiv auf meine Kreativität und Motiviertheit auswirkt. Oder womöglich merkt man gar keinen Unterschied zu den Wochen zuvor. Wie gesagt: Es darf gewettet werden.
Am Wochenende war ich mal wieder in Bielefeld, auch wenn das einige vermutlich zu recht anzweifeln werden. Mit Captain Smollett, den ich dort besucht habe, wohnt nun schon bereits der dritte Freund meiner in dieser finsteren Ecke Ostwestfalens. Die beiden anderen sind mittlerweile wieder in sonnigere Gefilde gezogen, mal schauen, wie lange es der Captain dort aushält.
In den letzten paar Tagen hatte ich eine richtige kleine Helferperiode. Nicht nur habe ich Smollett am Wochenende mit der Migration seines PC geholfen, sondern ich habe am Samstag auch nach langer Zeit mal wieder eine wissenschaftliche Hausarbeit Korrektur gelesen. Diesmal für meinen Cousin, der sich im Gegensatz zu mir schon in das scheinbar unausweichliche Familienschicksal ergeben hat und nun doch Lehrer wird. Und heute habe ich dann mit meinem Auto dafür gesorgt, daß die aktuelle Tierbefreiung ihre Abonnenten noch rechtzeitig vor den Festtagen erreichen wird. Das muß jetzt aber erst mal wieder eine Weile reichen mit dem Helfersyndrom.
Heute Abend habe ich nach längerer Zeit mal wieder Tony Gorilla live gesehen. Sehens- und hörenswert. Die nächste Gelegenheit ergibt sich am 19.1. im Keuninghaus. Dort wird für den guten Zweck (diesmal Obdachlose) gespielt. Angeblich soll es sogar bald eine richtige CD geben, aber "don't hold your breath". Auch gut gefallen hat mir eine der Vorbands: Enojado.
Morgen bin ich mal wieder bei den Saturday Morning Physics und lerne etwas über "Magnetismus auf der Nanoskala". Mal sehen wie das wird. Das Hammerthema "Star Trek – Facts & Fiction" habe ich im vorletzten Monat leider verpaßt.
Und nun noch ein Strauß Buntes:
Auf dieser Seite kann man messen, wie schnell man im Internet unterwegs ist.
Wie man an meinem Ergebnis sehen kann, ist das aber wohl nicht so ganz ernstzunehmen. Vor allem, weil ich vorgestern, als ich das zum ersten mal ausprobiert habe nur einen Downstream-Wert von knapp 1000 gehabt habe.
(via #heimbasis)
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Ein Video von Pandas im Schnee. Ich hätte auch gern langsam mal etwas Schnee. Weihnachten mit über zehn Grad ist schon ein bißchen komisch.
(via The Beat)
Die Tagesschau war sich heute mal wieder nicht zu schade, schamlos für den nachfolgenden Film zu werben. Man hatte sogar extra den Bundesinnenminister angeheuert, damit er eine passende Pressekonferenz gab, über die man dann - sozusagen als Alibinachricht - berichten konnte. Es hat sich vermutlich herumgesprochen. Einige von Euch sitzen vielleicht sogar gerade vor dem Fernseher. In einem Wahnsinnstempo hat es die Fußball-WM von einem realen Ereignis zu einem Kinofilm gebracht. Und ebenfalls wahnsinnig schnell - und wie man hört zum Unmut einiger Kinobetreiber - hat es dieser Film ins Fernsehen geschafft. Die WM ist gerade einmal fünf Monate vorbei. Aber vermutlich denken die Verantwortlichen, daß sie den Film schnell zeigen müssen, bevor sich niemand mehr an die Euphorie erinnert, die im Sommer durch dieses Land waberte wie ein Blob.
Ich habe den Film schon vor einigen Wochen im Kino gesehen - nicht ahnend, daß ich das jetzt auch umsonst hätte haben können. Aber ich schweife ab. Ich bin mit recht schlimmen Erwartungen an den Film herangegangen, war doch die Gefahr recht groß, daß mit schleimtriefendem Patriotismus nur so um sich geschmissen werden würde. Und damit hatte ich schon im Sommer so meine Probleme. Doch der Film ist tatsächlich fast komplett schleimfrei und wenn man bedenkt, worum es geht, ist allein das schon mal eine Leistung, die es zu würdigen gilt. Ich muß sagen, daß selbst ich als nur sehr halbherziger Fußballfan (also eigentlich war ich nur während des einen WM-Monats Fan) und als jemand, der aus Prinzip immer die Gegner der Deutschen angefeuert hat, den Film trotzdem sehr gelungen und sehenswert fand. Man bekommt einen netten Blick hinter die Kulissen der Mannschaft und kann miterleben, wie all der Fan-Taumel während der WM auf die Hauptakteure gewirkt hat. Nur den extrem schmalzigen Xavier Naidoo hätte man wirklich rauslassen sollen.
Aus Anlaß des offiziellen Abschluß der WM (lies: wenn ich das jetzt nicht endlich poste, kann ich endgültig überhaupt nichts mehr mit dem bereits Geschriebenen anfangen kann) folgt hier noch eine persönliche Nachbetrachtung der WM.
localhost
Wie die meisten von Euch wissen, stand ich dem Phänomen Fußball ja immer sehr skeptisch gegenüber. Als Dortmunder hat man vermutlich auch kaum eine Wahl, außer Fußball entweder zu lieben oder zu hassen. Ich habe mich dann für letzteres entschieden, auch weil mich die schreiende (im wahrsten Sinne des Wortes) Dummheit des durchschnittlichen Fans, den man ja zwangsweise ab und zu auf den Straßen oder in der Bahn trifft, so sehr ankotzt. Und zudem fand ich, als alter Basketballfan, Fußball an sich auch immer relativ langweilig. Oftmals bestehen Spiele nur aus taktischem Geplänkel und gehen dann am Ende 0:0 aus. Und auch wenn die WM ihr Möglichstes getan hat, diesem Ruf gerecht zu werden, hat es mich dann doch irgendwie gepackt und ich habe so gut wie alle Spiele gesehen (soweit das meine Rückbildung zuließ, versteht sich).
Zu den Spielen an sich habe ich ja schon einiges gesagt. Da gibt es jedenfalls noch einiges an Optimierungsbedarf. Irgendwo im Netz haben die Leute die seltsamsten Ideen produziert, um beispielsweise ein Elfmeterschießen in entscheidenden Spielen zu vermeiden. Vielleicht wäre es eine gute Idee irgendwo eine Crazy-League aufzumachen, in der einige der vielversprechendsten Vorschläge mal unter realistischen Bedingungen ausprobiert werden können. Mir gefiel zum Beispiel die Idee, nach Ablauf der Verlängerung alle fünf Minuten einen Spieler jedes Teams vom Platz zu nehmen, solange bis ein Tor erzielt wird. Dann zahlt es sich vielleicht aus, wenn der Torwart auch mit dem Ball umgehen kann wie mein Freund Ricardo.
Aber genug davon, ich wollte eigentlich mehr den Blick von der Straße ins Auge fassen. Denn diese WM war eben nicht irgendwo, sondern sozusagen direkt vor meiner Haustür. Und auch wenn ich, aus verständlichen Gründen, kein Spiel live angesehen habe, hat man das doch die ganze Zeit über gespürt. Und nicht nur wegen der albernen Ansagen am Bahnhof, die einen in der "FIFA-WM-Stadt Dortmund" willkommen hießen.
Mir jedenfalls hat der WM-Monat sehr gut gefallen. Die ganze Stadt hat sich anders angefühlt. Mehr wie eine echte Weltstadt - ein Status, den Dortmund zwar immer anstrebt, aber im Normalfall einfach nicht so richtig erreichen will. Vermutlich weil sie eben doch noch einen Tick zu klein ist. Und das mit der Ruhrstadt scheint sich ja auch irgendwie nicht durchzusetzen. In diesen paar Wochen war das anders. Überall traf man interessante Ausländer auf den Straßen. Besonders natürlich an den Tagen, an denen Spiele hier in Dortmund stattfanden. Und an diesen Tagen war auch immer eine ausgelassene Partystimmung überall in der Stadt. Ich war auch angenehm überrascht davon, wie nett und freundlich und vor allem unnervig diese ganzen Leute waren. Ich hatte ja im Vorfeld eher ein ungutes Gefühl. Nicht weil Tausende von Menschen hierherkommen würden, sondern weil es Tausende von Fußball-Fans seien würden. Und mit denen habe ich ja, wie bereits erwähnt, bisher nicht so besonders gute Erfahrungen gemacht. Aber es hat sich gezeigt, daß diese nervigen, dummen Fans entweder auf die Bundesliga beschränkt sind oder im internationalen Maßstab zumindest eine zu vernachlässigende Minderheit bilden. Ich habe während der ganzen Zeit nur eine Handvoll dieser lauten und deppigen Fans gesehen und das ist wirklich wenig, wenn man bedenkt, daß ich doch an den meisten Tagen irgendwie in der Stadt war oder zumindest (dank Rückbildung) dort vorbeikam.
Ich war jedenfalls angenehm überrascht von der WM - hatte ich doch in den vorangehenden Monaten und Jahren schon die kühnsten Pläne geschmiedet, wo ich diese furchtbaren 30 Tage verbringen könnte, um meine Ruhe vor all dem zu haben - und vielleicht war es auch diese angenehme Atmosphäre allüberall, die mich plötzlich vorübergehend zum Fußballfan mutieren ließ, der sich alle Spiele live anschaute und zu allen strittigen Entscheidungen eine Meinung hatte. Ich habe mich kaum wiedererkannt. Da muß ich mich also ausnahmsweise mal dem Innenminister anschließen und eine uneingeschränkt positive Bilanz ziehen. Es war eine schöne Zeit.
(Momentan lade ich gerade ein paar Fotos von der WM auf flickr hoch. Wenn ich damit fertig bin, setze ich den Link hier rein.)
[EDIT: hier sind die Fotos]

Take me back to the places I’ve never been,
Take me back to another time,
Take me back to a world I have never seen,
Only in my mind, only in my mind;
(Chris de Burgh, The Storyman)
Heute ist es endlich soweit und ich gehe mir nach langer Zeit wieder einmal den kleinen Iren in der Westfallenhalle anschauen. It's gonna be fun! Hope you have some fun tonight, too.
Gestern wurde mir noch im Radio erzählt, daß wir gerade den wärmsten Oktober seit hundert Jahren erlebt haben. Aber der vielgepriesene "Goldene Oktober" ist jetzt vorbei und der November möchte, so scheint es, gleich von Anfang an klarstellen, daß mit ihm nicht zu spaßen ist. Ein Freund hatte noch vorgestern fest damit gerechnet, daß das Wetter auch weiterhin so freundlich bleibt, und hatte vor, heute mit mir Tischtennis zu spielen. Da hat er sich ganz schön geschnitten. Den Vormittag über gab es erst mal Regen und als ich so gegen eins das Haus verließ und noch dachte "Ach, da ist es ja doch noch schön sonnig geworden", wurde ich von frostiger Kälte und eisigem Wind überrascht. Der Winter zeigt also früh Präsenz, was mir als ausgewiesenem Freund dieser Jahreszeit nur recht sein kann. Herzlich willkommen, Väterchen Frost!

So. Mein Arzt hat mich gestern mehr oder minder feierlich für gesund erklärt. Ein bißchen Husten und Schnupfen sind noch übrig, aber die werden sich hoffentlich in den nächsten Tagen auch verziehen.
Leider habe ich aber, wie man am beigefügten Bild sehen kann, seit letztem Donnerstag die Pest. Tja, so kann's gehen.
Der Erreger ist ein putziger kleiner Geselle, aber angeblich verantwortlich für eine der schlimmsten Plagen, die die Menschheit je heimgesucht haben. Dabei wirkt er so harmlos. Vielleicht hatte er einfach nur eine schlechte Presse.
When I wake up early in the morning,
Lift my head, I'm still yawning
When I'm in the middle of a dream
Stay in bed, float up stream
Please don't wake me, no
don't shake me
Leave me where I am
I'm only sleeping
Everybody seems to think I'm lazy
I don't mind, I think they're crazy
Running everywhere at such a speed
Till they find, there's no need
(The Beatles, I'm only sleeping)
Ich dachte, es sei mal wieder an der Zeit zumindest ein kleines Lebenszeichen von mir zu geben. Meine Krankheit zehrt momentan ein wenig an meiner Kreativität und an der Selbstdisziplin sowieso. Daher konsumiere ich momentan fast nur und fühle auch nur selten den tiefen Drang zu schreiben. Aber ich habe das Gefühl, daß die Krankheit jetzt mal langsam klein bei geben sollte. Mein Arzt hat heute beschlossen, auch noch ein paar Antibiotika ins Feld zu führen. Das müßte den Viren doch eigentlich den Rest geben. Im Spanischkurs bin ich mit meiner Krankheit mittlerweile zum Running-Gag mutiert. Ich bekomme schon immer Sätze wie "Esta semana he tenido gripe" und ähnliches zugeschustert. Naja, morgen noch mal früh aufstehen und dann kann ich am Samstag erst mal wieder so richtig ausschlafen, um dann abends meiner Tante Geburtstag nachzufeiern (und mit ein bißchen Glück kann ich so nach dem Spanischkurs auch gleich die ganze Sippschaft anstecken). Aber dann muß ich gesund sein, denn wie soll ich sonst am Sonntag beim dritten monatlichen Persistent Illusions Invitational allen anderen Mitspielern das Geld aus der Tasche ziehen?
So. Ich bin aus dem malerischen Schwarzwald zurück (ein Reisebericht ist in Arbeit und der überfällige letzte kommt auch noch. Versprochen) und habe mir eine schöne Erkältung mitgebracht. Denn: Irgendwas mußte ich ja mitbringen. Und da der seltsame Husten auch noch nicht von allein verschwunden ist und zwischenzeitlich noch schlimmer wurde - so daß ich schon anfing, mir Sorgen um Leib und Leben zu machen - war ich dann heute doch beim Arzt und habe mir ein paar Tabletten verschreiben lassen. Ich bin mir noch nicht so sicher, ob ich den neuen Hausarzt, zu dem ich seit einigen Wochen gehe, gut oder schlecht finden soll. Er ist zwar lustig und nett, aber bis jetzt hat er noch keine medizinischen Erfolge erzielt. Mal schauen, wie es bei dem Husten klappt.
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No hablo español, aber ich arbeite daran, diesen Mißstand zu beheben. In dieser Woche gehe ich - trotz Krankheit - jeden Tag zu einem Intensivkurs an der VHS (solange die Krankheit nicht deutlich schlimmer wird, jedenfalls). Heute war es schon mal ganz lustig. Für meine Mitkursisten nicht ganz so sehr, weil sie alle befürchten, von mir angesteckt zu werden. Besonders schlimm ist dahingehend die Dozentin, die sich zum Ende hin sicher war, sich bereits angesteckt zu haben. Ich glaube zwar, sie übertreibt schamlos, aber wir werden ja sehen, ob sie morgen auftaucht oder nicht.
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Mein guter Freund Silvio (bekannt für seine Kaffeesucht und sein neuestes Hobby "Homepages sammeln") hat seit einigen Tagen endlich ein richtiges Weblog. Okay, es ist ein von 1&1 vorgefertigtes, aber es scheint auf Wordpress aufzusetzen und das klingt doch schon mal ganz ordentlich. In einem der ersten Einträge geht es zu einem Großteil um mich und da lasse ich natürlich sofort den Narzißten raushängen und verlinke das hier. Und vielleicht ergeht es dem Silvio wie mir: er beginnt ein Weblog und Schwupps... zweieinhalb Jahre später erscheint eine Horde von Freaks und müllt ihm die Kommentare mit Abstrusitäten und Obszönitäten zu. ;-)
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Ich spüre den Drang zu einem politischen Posting in mir hochsteigen, bin aber schon wieder ziemlich müde und erschöpft und muß das wohl auf morgen verschieben. Bis jetzt weiß ich noch nicht, ob der Tenor wütend oder resigniert sein wird. Vermutlich eine Mischung aus beidem.
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Da höre ich am Freitag auf der Fahrt in den Süden in der Nähe von Mannheim ganz friedlich SWR3 und was sagt der Mann im Radio da?
"nach fast 30 Jahren veröffentlicht er endlich wieder eine neue Platte. Yusuf, der Mann, der sich früher Cat Stevens nannte"
Auch wenn er, den ich als echter Fan eigentlich als Yusuf Islam kannte, offenbar inzwischen keinen Nachnamen mehr hat, scheint es die CD wirklich zu geben und sie erscheint am 14. November (In den Kommentaren des passenden Standard-Artikels stellen die Österreicher mal wieder ihre geradezu fanatische Engstirnigkeit zur Schau. "Read it and weep", sage ich da nur.)
Trotzdem: Vorfreude an.
Ich hatte ja eigentlich schon lange keinen Urlaub mehr. Das Wochenende über besuche ich daher meinen Vater bei seiner Kur mitten im Schwarzwald. Mal sehen, vielleicht ist das Klima dort so vortrefflich, daß endlich mein Husten abheilt. Sonst muß ich damit nächste Woche doch noch mal zum Arzt gehen.
Bis Sonntag,
kreetrapper
Wenn meine Pläne sich nicht total in Wohlgefallen auflösen, sollte es in Zukunft wieder etwas mehr Blogeinträge geben. Ich wundere mich allerdings, daß ausgerechnet Virgola nach neuen Einträgen schreit, obwohl sie schon offen zugegeben hat, daß sie die sowieso nicht liest. Vielleicht hat sie wenigstens Spaß an diesem Comic. Ich habe xkcd kürzlich entdeckt (und auch schon mal einen davon gepostet) und bin immer wieder sehr erfreut über die Genialität dessen.
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Da Dokom offenbar beschlossen hatte, meine Mail einfach zu ignorieren, habe ich heute da angerufen und jetzt geht das Telefon wieder. Ist schon praktischer so, obwohl ich zugeben muß, es genossen zu haben, ein paar Tage einfach nicht erreichbar zu sein.
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Mein Husten ist seit seiner Ankunft zwar schon etwas besser geworden, aber inzwischen stelle ich keinen rechten Fortschritt mehr fest. Ich habe mir jetzt in der Apotheke hustenlösende Brausetabletten gekauft. Bin gespannt, ob die helfen.
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Ich hatte das Notebook gestern mal probeweise auf dem Bett stehen und hatte sofort Probleme damit, in Ruhe fern zu sehen, ohne mich immer wieder dem Internet zuzuwenden. Auch nicht so das Wahre, fürchte ich. Jetzt sitze ich gerade am Küchentisch und hoffe, daß dabei so etwas wie Arbeitsatmosphäre aufkommt.
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Mit leichter Besorgnis stelle ich fest, daß die comments inzwischen zwar keine Freak-Show mehr sind, aber stattdessen gleitet es in Richtung Pornographie (das sollte zumindest mal ein paar neue Leser hier anschwemmen) oder Chat ab. Ich bin nicht sicher, ob mir das gefällt.
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Man hat mal wieder die Miss World gewählt. (Gibt es eigentlich tatsächlich jemanden, den das interessiert?) Aus Langweile habe ich mich auf die offizielle Webseite verirrt und gesehen, daß die deutsche Kandidatin diesmal aus Dortmund kommt.
Zitat: "Edita was born and raised in Dortmund, a beautiful, historical city in Germany."
Da wohnt man doch gleich wieder viel lieber hier.
Falls noch jemand von Euch versuchen sollte, mich anzurufen. Seit heute morgen scheint mein Telefon auf einmal keine Lust mehr zu haben, seinen Dienst zu verrichten. Ich hoffe, daß es morgen genauso überraschend einfach wieder geht. Aber im Normalfall ist ja nichts so einfach, und so werde ich mich wohl morgen doch noch auf Fehlersuche begeben müssen. Hoffentlich werde ich auch fündig. In dringenden Fällen bin ich über's Handy zu erreichen. In nicht ganz so dringenden Fällen per Mail oder ICQ oder so.
Keine Sorge (oder "zu früh gefreut"?). Ich bin immer noch nicht tot. Aber ich bin schon näher dran als letzte Woche. Ich bin nämlich krank. Okay, das klingt schlimmer als es ist. Eigentlich ist es nur eine leichte Erkältung, glaube ich. Aber ich fühle mich halt irgendwie schlapp und verschleimt. Was ebenfalls schlimmer klingt als es ist (hoffentlich), ist der dazugehörige Husten. So stelle ich mir einen ordentlichen Raucherhusten vor. Nur, daß ich nicht so oft husten muß. Seit ich den habe, muß ich immer daran denken, wie mein Arzt mir sagte, daß ich zu viele weiße Blutkörperchen (oder so ähnlich) habe, und ob ich auch wirklich und tatsächlich nicht rauche. Aber das ist bestimmt nur ein Zufall.
Ein Gutes hat die Sache allerdings. Seit ich so richtig krank bin (Freitag Abend) kann ich endlich wieder lange schlafen. In der letzten Zeit hatten all meine Probleme (oder was auch immer) mir offenbar den Schlaf geraubt und egal, wann ich ins Bett ging (eins, zwei, drei), ich bin immer so um acht Uhr aufgewacht. Heute habe ich hingegen genüßlich bis halb eins geschlafen und fühlte mich danach endlich mal wieder so richtig ausgeruht. Schlimm war es nur, als ich am Sonntag um halb acht aus dem Haus mußte, um meine Großmutter aus dem Urlaub abzuholen. Denn durch den langen Schlaf zuvor, konnte ich lange nicht einschlafen. Erst um halb fünf. Morgen muß ich leider auch schon wieder relativ früh raus. Da kann man nur hoffen, daß es diesmal besser mit dem Einschlafen klappt. Gute Nacht.
btw: Allen, die es ausgehalten haben, diesen mal wieder extrem langweiligen Eintrag bis zum bitteren Ende zu lesen, oder die, wie vermutlich Virgola, schnell mit den Augen bis zum Ende gesprungen sind, um Kommentare einzugeben, die überhaupt nichts mit dem zu tun haben, was ich schrieb, möchte ich mitteilen, daß ich seit einigen Tagen endlich wieder WLAN habe. Die Deppen vom PC-"Spezialist" haben sich natürlich nicht bei mir gemeldet, aber als ich anrief, konnte man mir endlich ein Ersatzgerät geben und das scheint nun einwandfrei zu funktionieren (*klopft drei mal auf den Tisch*). Auch ein paar kleinere Probleme mit der Konfiguration scheine ich jetzt endgültig gelöst zu haben, so daß das Notebook sich jetzt auch direkt beim Hochfahren ins Netz einwählt. Morgen probiere ich es dann mal wieder vom Bett aus. Dann kann ich endlich auch nebenbei fernsehen so wie Christian. Juchuuu!
-- current mood: sick and tired --
"The reports of my death are greatly exaggerated."
(Mark Twain)
Ich bin, entgegen anderslautender Vermutungen, nicht tot.
In der Zwischenzeit habe ich die Möglichkeit Bilder in die Comments zu stellen aktiviert (einfach per img-Tag verlinken) und wie überraschenderweise von vielen gefordert die Rubrik "Recently Commented On" in der Sidebar nach oben geschoben.
Ich hatte mit dem Gedanken gespielt, meine inneren Vorgänge der letzten Tage hier publik zu machen, lasse das aber doch besser sein.
Völlig unabhängig davon, möchte ich noch sagen, daß das Selbstmordrisiko eher steigt als fällt, wenn man hilfesuchend auf die Webseite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention geht. Die Seite ist unangenehm unaufgeräumt und scheint mit Java zu arbeiten. Wenn das keine Mordgefühle weckt, weiß ich es auch nicht.
Da bin ich wieder. Und wie ich feststellen muß, haben sich die freakigen Ausschweifungen dieserorts doch in überschaubaren Grenzen gehalten. Eigentlich schade, aber es war ja klar, daß Ihr das nicht ewig durchhalten würdet.
Jetzt war ich eine Woche lang kein Penner, sondern Tourist, eine ähnlich schlimme Abart von Mensch, aber im gesellschaftlichen Mainstream doch durchaus anerkannter. Ich muß aber zu meiner Schande gestehen, daß ich mich in den paar Stunden, die ich zurück bin, schon wieder viel zu gut in die Rolle des Arbeitslosen Penners hineingefunden habe. Es besteht also durchaus eine recht große Chance, daß ich mich schon bald wieder an den abstrusen "Diskussionen" beteiligen werde, die hier seit einiger Zeit spät nachts geführt werden.
Ein ausführlicher Reisebericht ist in Arbeit. Am besten wünscht Ihr mir eine Menge Produktivität und die Fähigkeit meine allgegenwärtigen Depressionen im Zaum zu halten, und mit ein bißchen Glück könnt Ihr ihn dann schon bald lesen.
*sings* When You Wish Upon A Star...
-- now playing: Chris de Burgh - Timing is everything --
Die Freaks (447 comments) und auch die normalen, stillen Leser dieses Blogs müssen jetzt mal eine Woche lang ohne mich auskommen. Ich fahre nämlich morgen früh* in meinen wohlverdienten(?) Urlaub. Zuerst geht es nach Brüssel, das sich auf dem Papier wie die ideale Heimstatt für mich anhört: 24% Ausländeranteil (der höchste in Europa), zweisprachig, Hauptstadt Europas und des Comics. Um zu verifizieren, inwieweit sich diese vielversprechenden Fakten in einem echten Wohlgefühl widerspiegeln, schaue ich mir das nun endlich mal an. Anschließend fahre ich noch übers Wochenende eine gute Freundin in Hamburg besuchen. Das plane ich schon seit Anfang des Jahres und zum Glück hat es nun tatsächlich noch geklappt, daß wir beide unsere Termine in Einklang bringen konnten. Der kurze Abstecher nach Brüssel davor erwuchs daher auch erst nur aus dem Gedanken "wenn Du schon wegfährst und sowieso unterwegs bist, kannst Du Dir doch auch gleich noch eine weitere Stadt angucken". Wie logistisch ungeschickt die Wahl dieser zweiten Stadt tatsächlich war, zeigt sich daran, daß ich auf dem Weg von Brüssel nach Hamburg an Duisburg vorbeikommen werde. Aber was soll's.
Ich melde mich dann hier auf dieser Seite (Deixisklarifikation extra für Virgola hinzugefügt ;-), wenn ich wieder zurück im "Herzen Westfalens" bin. Viel Spaß solange bei den irren Diskussionen in den comments.
* Als Abfahrtstermin habe ich geschickterweise "nach dem Aufstehen" gewählt. Den kann ich gar nicht verschlafen.
So. Schon wieder habe ich ein Jahr erfolgreich hinter mich gebracht (also das Hinter-mich-bringen war erfolgreich, nicht das Jahr; nicht daß es da zu Mißverständnissen kommt). Das nächste Lebensjahr sollte eigentlich weitreichende Veränderungen mit sich bringen.
Werde ich endlich Arbeit finden?
Wo werde ich sie finden?
Werde ich die neugewonnene Kommentierfreudigkeit meiner Leser mit interessante(re)n Einträgen belohnen?
Kommen gar irgendwann die lange versprochenen Prosatexte?
Wäre es schlauer gewesen, das nicht zu erwähnen, weil es bestimmt schon alle außer mir vergessen hatten?
Wird sich ein fünfter Spieler für das Persistent Illusions Invitational finden?
Werde ich nächstes Jahr im Sommer zusammen mit Christian zur WSOP fliegen?
Werde ich nächstes Jahr so tun, als hätte ich gar nicht Geburtstag, weil ich mein biblisches Alter nicht ertragen kann?
Werde ich zu meinem nächsten Geburtstag an dieser Stelle Joey zitieren?
Man darf gespannt sein.
PS: Ich hätte gern einen ähnlichen Eintrag geschrieben wie Greg von Real Life. Der beginnt mit dem Satz "I've managed to not die for another year in a row today!" Aber ich bin offenbar nicht in der Lage, das so zu formulieren, daß es nicht völlig depressiv klingt. Bitter eigentlich.
Ich hatte ja heute morgen um halb elf einen Termin bei der "ARGE". Inzwischen sah ich das schon fast als etwas Positives, weil es meinem Tag Struktur geben könnte. Und das könnte ich gut gebrauchen, wo mich doch in letzter Zeit meine allgegenwärtigen psychischen Probleme und die widerliche Überhitze zu dem erbärmlichen Pennerdasein gebracht haben, mit dem ich immer so schön kokettiere.
Tja, daraus wurde leider nichts. Um neun, als ich in meinem Wach-schlafend-wach-Marathon der letzten Nacht (ein beliebtes Motiv in den letzten Tagen... äh Nächten) gerade wieder in einer Schlafend-Phase war, klingelt das Telefon.
Ich schlaftrunken "Hallo".
Stimme: "Herr König?"
ich: "ja"
"Herr Alexander König?" "ja".
"ARGE Dortmund. Sie haben ja heute einen Termin bei uns. Den muß ich absagen. Der Kollege ist krank und ich hab schon zu viel zu tun."
Ich sage: "okay"
Ich denke: "whatever, you morons!"
Und dann habe ich mich weitere zwei Stunden hin- und hergewälzt und bizarrste Träume gehabt. Yay!
-- now playing: Clueso - weit weg --
PS: Wenn Ihr wüßtet, wie schwer es mir gefallen ist, mich auch nur zu diesem kleinen Posting aufzuraffen, würdigtet Ihr es sicherlich mehr, als Ihr es vermutlich tun werdet.
Okay, so sieht es aus. Mein uralter Desktop-PC wehrt sich mit Händen und Füßen gegen die reibungslose Kooperation mit Gentoo. Ich bleibe natürlich am Ball, habe aber in der Zwischenzeit meine Aktivität auf das Laptop verlegt. Hier geht schon recht viel, wenn auch (noch?) nicht alles. Meine Daten schlummern allerdings momentan noch auf der Zweitfestplatte des PCs. Daher wäre es schön, wenn jeder, der das hier liest, mir einmal kurz eine Mail schicken könnte, damit ich seine Adresse hier habe. Gern auch mit diversen anderen Mailadressen von Bekannten meiner, die hier nicht mitlesen, als Inhalt.
Eine zweite Konsequenz ist, daß einige durchaus schon sehr lange vor mir hergeschobene nichtdestotrotz aber bereits begonnene Postings hierher jetzt außerhalb meines Zugriffs liegen, so daß sie noch weiter auf sich warten lassen und immer unaktueller werden. Die kommen aber dann noch, sobald ich wieder dort rankomme.
Es ist immer noch ziemlich heiß (was Ihr vermutlich alle wißt, da ich leider keine Leser habe, die weiter weg wohnen) und das bedeutet, daß ich nicht immerzu vor meinen diversen Rechnern sitzen kann, sondern häufiger mal eine Pause machen muß, um einfach nur platt auf dem Bett zu liegen. Daher beibt dieser Status Quo wohl doch noch länger so bestehen als uns allen lieb ist.
Ich weiß nicht ganz genau, wann ich das Emergen von KDE angestoßen habe, aber jetzt ist es definitiv mehr als 25 Stunden her, vermutlich sogar 26. Und endlich hat es ein Ende gefunden. Yeah!
Wenn Ihr Euch mal mit dem Gedanken tragt, eine Stage-1-Installation von Gentoo zu machen, kann ich nur dazu raten, entweder einen ordentlich schnellen Prozessor einzubauen oder sich damit abzufinden, daß der Rechner erst mal ein paar Tage mit dem Kompilieren des Quellcodes beschäftigt ist. Man sollte so was dann übrigens besser nicht mitten im Sommer machen. Denn da ist es auch so schon heiß genug, ohne daß pausenlos der Rechner läuft. Wie man also sieht, habe ich mal wieder ziemlich viel falsch gemacht, aber mit ein bißchen Glück werde ich für meine Mühen bald mit einem reibungslos funktionierenden System belohnt. Wünscht mir also dieses bißchen Glück.
Ich mache den Rechner jetzt erst mal aus, um ihm ein bißchen Ruhe zu gönnen. Und die Chance wieder ein wenig abzukühlen. Vor morgen wird das Hauptsystem also mit Sicherheit nicht wieder im Betrieb sein. Aber meine angeborene Neugier hat mich inzwischen dazu gebracht, immer wieder mal die Mails auf der gmx-Seite zu checken. Und das Notebook bleibt wohl erst mal an und online. Ich möchte ja eventuell wieder aufflammende Diskussionen nicht verpassen. Ich bin also immerhin ein bißchen on. Vor dem Laptop ist es auch irgendwie deutlich weniger heiß als vor dem Deskop-PC. Vielleicht schaffe ich ja noch den Komplettumstieg.
Nachdem es auf dem Notebook geklappt hat, habe ich mir nun eine neue fesche 160GB-Festplatte für meinen Desktop-PC gekauft und gestern gegen 15 Uhr damit begonnen, Gentoo auf diese zu installieren. Wie schon beim letzten Mal muß man auch diesmal einiges an Geduld mitbringen. Das Grundsystem läuft jedenfalls inzwischen schon, sogar mit Internetzugang. Vor eineinhalb Stunden habe ich dann das verhängnisvolle Kommando emerge kde eingetippt und las emerging packet 1 (of 210). Das wird also wohl auch morgen noch laufen.
Warum erzähle ich diesen langweiligen Quatsch, fragt Ihr? Nun, das hat die Konsequenz, daß ich zur Zeit meine Mails nicht abrufen kann (bzw. ich könnte schon, will das aber aus diversen Gründen nicht). Wie man an diesem Posting sehen kann, bin ich zwar online, aber nicht so komplett wie normalerweise. Und eigentlich ist es auch selbst vor dem Notebook zu warm, um lange davor zu sitzen. Wer also auf eine Mail von mir wartet, sollte sich nicht wundern, daß die erst mal nicht kommt. Sobald ich wieder zurück im E-Mail-Land bin, poste ich das hierhin, damit Ihr Bescheid wißt. Telefonisch bin ich natürlich nach wie vor zu erreichen, falls es irgendwas Dringendes gibt.
Ansonsten bleibt mir nur, mit den klassischen Worten der bösen Hexe des Westens zu schließen: Ich schmelze! Ich schmelze!
Ich sah gerade The Fast and the Furious: Tokyo Drift (ja, wegen der Autos und der Frauen ;-) und wurde wieder mal in meiner Meinung bestärkt, daß ich wirklich kein bißchen japanische Kultur in meinem Leben brauche. Man lese dazu auch meinen morgigen Wurf.
Rasende Rezi: Wer in diesen Film geht, hat ganz bestimmte Vorstellungen und Erwartungen. Und die werden alle erfüllt. Beängstigend fand ich allerdings eines. Das Kino war bis zum letzten Platz gefüllt. Und zu einem überwältigenden Anteil von Leuten, die auch gut als Komparsen in den Film gepaßt hätten. Interessant wäre vermutlich danach ein Besuch am Ostwall gewesen.
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Erschreckend (und wenn man nicht bereits völlig dem Zynismus verfallen ist auch noch enttäuschend) ist, daß das ZDF dem Rücktritt Klinsmanns tatsächlich zwei Sondersendungen widmet. Und das an einem Tag, an dem Israel die Lust auf einen Angriffskrieg nicht länger unterdrücken kann. Ich weiß, daß es so einfach nicht ist, aber die israelische Regierung hat mit dieser Strategie kein Maß bewiesen. Fast denkt man, da sei Herr Bush persönlich am Werk. Währenddessen gefällt sich die Achse des Bösen dabei ihre beste Asterix-Nummer in der Hansestadt Stralsund aufzuführen. Reagieren kann man dann ja immer noch irgendwann einmal. Naja, Hauptsache die Frage nach dem Bundestrainer ist geklärt. Bis zur EM sind es auch nur noch zwei kurze Jahre.
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Die Hitze und meine angeschlagene Psyche wirken sich negativ auf mein Schlafverhalten aus. In den letzten beiden Tagen ging es zwar einigermaßen, aber in der Regel bin ich zur Zeit insbesondere nachmittags müde und insbesondere nachts/morgens nicht so richtig müde. Das mag den nicht mehr gar so regelmäßigen Update-Rhythmus erklären, entschuldigen soll es ihn gar nicht.
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I love online video storage.
In der letzten Nacht konnte ich einfach nicht einschlafen. Weiß der Himmel warum. Ergebnis: 2 Stunden Schlaf. Und trotzdem bin ich jetzt immer noch wach. Warum eigentlich? Das frage ich mich auch. Kann nur ein Versehen sein. Aber ich wollte meine treue Leserschar (ab wieviel Leuten ist es denn eine Schar?) nicht völlig ohne Eintrag lassen. Daher nutze ich die Gelegenheit und weise auf den frisch entdeckten (und von Mr. Neil Gaiman persönlich empfohlenen) Webcomic Gunnerkrigg Court hin. Der Comic wird jeden Dienstag und Donnerstag um eine Seite erweitert und erzählt - im Gegensatz zu dem, was ich an Comics sonst so im Web lese - eine fortlaufende Geschichte. Das ganze ist in handliche Kapitel zu etwa 10 bis 20 Seiten eingeteilt und es sind immerhin schon 133 Seiten online, so daß man erst mal eine Weile zu tun hat. Mir hat die Mischung aus Fantasy und Schulalltag (es spielt nicht in Hogwarts) sehr gut gefallen. Schaut doch mal rein.
Und für den kleinen Lacher zwischendurch: Irregular Webcomic!
Als Freund des gepflegten Sprachstils (und des nicht ganz so gepflegten Kalauers) fühle ich mich dort immer wieder sehr gut aufgehoben.
Besonders diese drei Comics waren klasse:
Alsdann. Gute Nacht.
Das Ferienphänomen hat mich erfaßt. Ich habe im Prinzip jede Menge Zeit, komme aber irgendwie zu nichts. Und das nicht, weil ich meine Zeit mit sinnlosem Nichtstun vertrödele, sondern weil einfach immer irgendwas ist. Weil ich immer leichtfertig - vielleicht zu leichtfertig - Dinge sage wie "Ja klar hab ich Zeit. Bin ja arbeitslos." Heute habe ich zum Beispiel nach Äonen mal wieder Tischtennis gespielt. Und überraschender- und erfreulicherweise habe ich es nicht verlernt, ganz locker und lässig auf die Fehler meines Gegenübers zu warten. Hat Spaß gemacht. Und gestern habe ich den fußballlosen Morgen/Vormittag dazu genutzt, wieder etwas für den Bildungsbürger in mir zu tun. Ich habe mir endlich mit einem alten Freund zusammen die Ausstellung "Kleine Nationalgalerie" im Museum für Kunst und Kulturgeschichte angesehen. Recht sehenswert und daß ich so lange damit gewartet habe, hatte den Vorteil, daß es inzwischen einen Audioguide gab. Wir waren übrigens fast die gesamte Zeit völlig allein in der Ausstellung. Alle anderen Menschen waren vermutlich auf den Straßen und haben gefeiert.
Nach all den Monaten (mir kam es vor wie Jahre) der Rückbildung bräuchte ich eigentlich dringend mal Urlaub. Die Zeit, um mal ein paar Tage lang überhaupt nichts zu tun, hätte ich jetzt ja und ich habe auch vor, den morgigen Tag zum Beispiel mal nur zum Ausspannen zu nutzen. Die Schwierigkeit wird aber wohl wieder die psychologische Komponente darstellen, das heißt, es wird mit vermutlich wieder einmal nicht gelingen, den Kopf derart von meinen Problemen frei zu bekommen, daß ich das süße Nichtstun ruhigen Gewissens genießen kann. Aber nachdem ich heute mal wieder an die zehn Stunden lang Pakete für mein Notebook emergt habe, ist es auch mal an der Zeit, es mal zur Abwechslung etwas ruhiger angehen zu lassen. Ich werde also anfangen all die zahllosen Fernsehstunden aufzuholen, die sich auf der Festplatte meines HD-Rekorders angesammelt haben. Und auch anderswo gibt es einiges aufzuholen.
Wie langjährige Leser wissen, bin ich stolzer Abonnent der Unknown-Armies-Mailingliste. Während meine Rückbildung lief, hatte ich leider keine Zeit diese Mails zu lesen, so daß sich mittlerweile über 1600 Mails angesammelt haben, die ich jetzt in den nächsten Tagen genüßlich alle lesen werde. Das dürfte mir einen enormen kreativen Schub geben und einen guten Kontrapunkt zu diesen ganzen erbärmlich bis mittelmäßig spielenden Fußballmannschaften bieten, die es trotzdem alle bis ins Achtelfinale einer Weltmeisterschaft geschafft haben.
PS: Ich experimentiere gerade ein wenig mit der Konfiguration der Seite (d.h. des Servers) herum. Falls Ihr Probleme habt, z.B. keine Kommentare mehr schreiben könnt, dann mailt mir das bitte).
"Free at last! Free at last!
Thank God Almighty, we are free at last!"
(Martin Luther King, Jr.)
Heute habe ich endlich meine Rückbildung feierlich abgeschlossen. Ein Tag, von dem ich schon dachte, daß er nie kommen würde. Wie man an diesem häßlichen Pseudokonjunktiv mit "würde" sieht, war die Rückbildung ziemlich erfolgreich. Das darf natürlich nicht sein und deshalb muß ich jetzt aktiv daran arbeiten, all die gekappten neuronalen Verbindungen in meinem Gehirn wiederherzustellen. Das geht zum Beispiel, indem man komplexe Szenarien entwirft und dann in diesen auf unberechenbaren Input reagieren muß. Übersetzung: Ich habe vor, einen erneuten Anlauf zu nehmen, eine Runde des besten Rollenspiels der Welt, Unknown Armies, zu leiten. Aus Erfahrung klug geworden, denke ich an ein auf drei, vier Termine begrenztes Abenteuer. Da ich diese Idee aber gerade erst gehabt habe, steht das noch unter Vorbehalt. Interessenten mögen sich bei mir melden, sich allerdings vorher gut überlegen, ob sie sich mit einem Setting anfreunden können, in dem man genauso leicht sterben kann wie in der Realität und in dem man, ähnlich wie in der Realität, nicht immer auf alles eine Antwort bekommt. Darüber herrschte nämlich bei meinem letzten Versuch kein Einvernehmen und deswegen ist der ja auch gescheitert.
Um dem tiefen Fall in das Penner-Stadium zu entgehen, verspreche ich Euch und mir selbst außerdem, daß es ab jetzt wieder jeden Tag einen Eintrag hier geben wird. Und ich gebe mir Mühe, daß auch mal wieder ein paar mehr gehaltvolle darunter sind. Themen hätte ich zur Zeit noch genügend.
-- now playing: Tom Waits - Innocent When You Dream --
-- nie wieder Rückbildung!!! --

Und zwar seit gestern nicht nur
sondern zudem auch noch
Yay me!
Und zur Krönung tut mein Notebook inzwischen schon einen Großteil dessen, was es soll. Diesen Eintrag schreibe ich zum Beispiel gemütlich im Bett liegend, während im Fernsehen die Chancen für die armen Soca-Warriors immer mehr dahinschwinden.
Damit habe ich bald also überhaupt keinen Grund mehr, das Bett zu verlassen, und kann wieder das Image des arbeitslosen Penners, der dem armen Steuerzahler auf der Tasche liegt und zu faul ist, sich zu bewegen, kultivieren.
Auch dafür: Yay me!
-- now playing: Schweden vs. England --
-- noch 3(!) Tage Rückbildung --

Suprising Football Fact: Niemand war überraschter als ich, als vorgestern in der Spielnachberichterstattung ausgerechnet Sarah Kuttner zu sehen war. Eben jene Frau Kuttner, die in ihrer eigenen Sendung die Tage bis zum Ende der WM zählt. Wahrscheinlich streckt hier jemand schon mal die Fühler nach einem neuen Arbeitgeber aus.
Das nebenstehende Bild zeigt einen Teil meines heutigen Mittagessens. Ich kann lustig geformten Kartoffelprodukten einfach nicht widerstehen.
[Doch jetzt zum Eintrag, den ich eigentlich gestern online stellen wollte, der aber dann nicht fertig wurde]
Immer wieder muß ich mich über alle möglichen Dinge ärgern. Am Mittwoch zum Beispiel über folgendes :
1) Meine Anwältin sollte eine Untätigkeitsklage gegen die ARGE anstrengen, weil man meinen Widerspruch dort offensichtlich mal wieder vergessen hat. Die Frist, die ich den Leuten dort gesetzt hatte, um sich wenigstens mal bei ihr oder mir zu melden, ist jetzt auch schon seit zwei Wochen verstrichen. Leider habe ich inzwischen auch ein Problem meine Anwältin zu erreichen. Immer, wenn ich dort anrufe, ist sie nicht mehr im Haus und sie macht auch keine Anstalten von allein tätig zu werden, obwohl klar ist, was anstünde. Langsam beginne ich zu überlegen, einen anderen Anwalt anzuheuern, der eine Untätigkeitsklage gegen meine Anwältin anstrengt. Jetzt ist sie erst mal bis zum 26. in Urlaub und ich habe langsam aber sicher die Schnauze voll.
2) Am Bochumer Hauptbahnhof hält man es inzwischen nicht mehr für nötig, Verspätungen auch anzusagen. Wenn ich nicht zufällig zur Anzeigetafel aufgesehen hätte, hätte ich die ganzen 20 Minuten (und möglicherweise auch noch mehr; man kennt das ja) schön warten dürfen und es hätte mir überhaupt nichts gebracht, die Klausur in 10 Minuten zu beenden (fast eine ganze Minute langsamer als der erste). So konnte ich zum Glück noch rechtzeitig zur S-Bahn wechseln, die - Überraschung - pünktlich kam.
3) Am Dortmunder Hauptbahnhof traf ich dann den ersten wirklich hassenswerten Deutschlandfan, der nicht aufhören wollte, auf seiner dämlichen Pfeife zu trillern. Das Schlimmste am Fußball sind definitiv diesen ganzen rücksichtslosen, hirnamputierten Fans, die der Sport anzieht.
Zum Ausgleich habe ich auf dem Weg nach Hause dann zwei dämliche polnische Fans getroffen, die ihre Schlachtrufe in der Straßenbahn ausprobiert haben. Natürlich in voller Lautstärke. Das Schlimmste am Fußball sind definitiv diesen ganzen rücksichtslosen, hirnamputierten Fans, die der Sport anzieht.
Das kleinere Übel wählend, habe ich dann beschlossen, daß es am besten sei, wenn die deutsche Mannschaft möglichst schnell aus dem Turnier ausscheidet. Und 90 Minuten lang sah das auch gar nicht so schlecht aus. Aber da die FIFA ja Nachspielzeit vorschreibt, fiel dann doch noch ein Tor und die folgenden Stunden ließen den Unbeteiligten glauben, daß Deutschland offenbar gerade Weltmeister geworden war. Mir graut schon vor dem, was die Leute hier veranstalten, wenn die deutsche Elf das Achtelfinale übersteht oder gar - *shudder* tatsächlich Weltmeister wird. Und auch vorher ging es hier in Dortmund schon zur Sache. Einige "Fans" wollten sich prügeln und die Polizei tat, was sie am besten kann und kesselte erst mal ordentlich. Wie ich gehört habe, auch gleich in den sympathisch wirkenden und Vertrauen erweckenden Kampfanzügen, die jedem sagen: "Dies ist kein Polizeistaat."
Ich habe ja prinzipiell nichts dagegen, daß man ein Team anfeuert und sich dann freut, wenn es gewinnt (und das war diesmal, das muß ich zugeben, ja sogar verdient). Aber was mich extrem stört ist dieser immer mitschwingende Nationalismus. Erst singt das ganze Stadion lauthals das Deutschlandlied (zwar nur die dritte Strophe und nicht die erste wie noch beim ersten deutschen WM-Titel), dann werden die armen Polen gnadenlos ausgepfiffen und schließlich hört man immer wieder "Steh auf, wenn Du Deutscher bist" von den Rängen schallen. Mir läuft es bei solchen Szenen kalt den Rücken herunter und dem guten Herrn Schopenhauer wäre es vermutlich ähnlich gegangen.
"Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen."
(Arthur Schopenhauer)
Gestern war endlich der Tag, auf den Myriaden von Menschen - wenn man es genau nimmt eigentlich so gut wie jeder - monatelang gewartet haben. Und da ich weiß, was mein Publikum von mir erwartet, lasse ich es mir nicht nehmen, auch zu diesem tagesaktuellen Thema (mit der gebotenen Verspätung, die man von mir erwartet) ausschweifend auszuschweifen. Und bevor ich abschweife, beginne ich mal zu schweifen. Energie!
Ich stehe dem allgegenwärtigen Phänomen FIFA™-Fußball™-WM™ 2006™ sehr gespalten gegenüber. Ein wichtiger Contra-Punkt steht schon im letzten Satz. Man kommt einfach nicht dran vorbei. Insbesondere da Dortmund ja eine offizielle FIFA™-Fußball™-WM™-Stadt™ ist - ich nehme an, das bedeutet, daß die gesamte Stadt für die nächsten 30 Tage an die FIFA™ übereignet wird, also samt Legislative, Judikative und Exekutive. Ach ja, und natürlich das Geld. Wenn ich das richtig verstanden habe, bekommt die FIFA™ - die, wie ich gelernt habe, als gemeinnützige Organisation keine Steuern zahlt - jedesmal 10 Euro, wenn jemand WM™, oder Weltmeisterschaft™ oder so etwas ähnliches sagt. Das ist natürlich eine tolle Sache.
Und ich glaube, selbst wenn ich Fußball richtig toll fände, würde es mir inzwischen ganz schön auf den Sack gehen, daß mittlerweile wirklich jeder Depp mit auf den Zug aufspringt. Das fängt damit an, daß ich kürzlich irgendwo ein Gemeindefest unter dem Motto "Anpfiff bei Franziskus" gesehen habe, und hört bei einem Bäcker im Bochumer Hauptbahnhof, der zum Support "unserer" Elf spezielle WM-Produkte (Schiri-Schnitten usw.) an den Tagen an denen die deutsche Nationalelf spielt, mit 11% Rabatt anbietet (Slogan: "Wir lieben unsere Elf"), noch lange nicht auf. Und natürlich kann man in diesen Zeiten alle Produkte besonders gut damit verkaufen, daß ein (Ex-)Fußballer dafür wirbt - egal wie gering das TV-Talent des Betreffenden ist. So sieht man zum Beispiel ("es gibt nur ein'") Rudi Völler in einer Bierwerbung den Beweis dafür antreten, daß die Schauspieler von Soap-Operas immer noch mühelos unterboten werden können, wenn es um steife, unnatürliche Sprechweise geht.
Ein weiterer Negativpunkt, der immer offensichtlicher wurde, je näher die FIFA™-Fußball™-WM™ 2006™ rückte, ist die Tatsache, daß eine Weltmeisterschaft auch immer eine der schlimmsten Eigenschaften der Menschen herauskitzelt: Den Nationalismus. Jetzt, da der Spaß offiziell begonnen hat, sieht man jeden Tag mehr Autos, die Fahnen in ihr Fenster geklemmt haben. Da kann man nur hoffen, daß es schön heiß wird, damit diese Leute sich zwischen kühlem Fahrtwind und dummer Fahnenschwenkerei entscheiden müssen. Und auch sonst sieht man allerorten Fahnen aus den Fenstern und sonstigen Häuseröffnungen wehen. Zum Glück nicht nur deutsche. Sonst würde sich die Welt vermutlich auch nicht sehr willkommen bei ihren Freunden fühlen. Traurig finde ich ja auch, daß alle Leute, die man sich zur WM äußern hört, Sätze sagen wie "natürlich wünsche ich mir, daß Deutschland gewinnt". Was ist denn daran natürlich? Ist es nicht normaler, daß man, wenn überhaupt, für die Mannschaft mitfiebert, die den schönsten Fußball spielt? Was ist denn erstrebens- und vor allem sehenswerter? Ein zusammengestolpertes, glückliches 1:0 von Deutschland gegen Polen oder ein ästhetisch und spielerisch gekonntes Spiel von, zum Beispiel, der Elfenbeinküste? Ich kann sowieso nicht verstehen, warum man automatisch für ein bestimmtes Team sein muß, nur weil man damit zufällig den Wohnort/die Nationalität teilt. Besonders schlimm finde ich ja, was eine Freundin mir erzählt hat. Daß nämlich "die Türken von nebenan" inzwischen auch die Deutschland-Fahne herausgehängt haben. Ob erst im Zuge des doch recht souveränen Sieges der deutschen Elf im Eröffnungsspiel (es ist ja immer leichter, erfolgreiche Mannschaften toll zu finden. Man denke nur an die Bayern) oder zumindest etwas weniger opportunistisch schon im Vorfeld, weiß ich leider nicht. Ich bin jedenfalls trotzdem froh, wenn ich am 10. Juli endlich keine deutschen Flaggen mehr sehen muß.
Aber die WM hat auch ihre positiven Seiten. Das ist mir spätestens klar geworden, als ich heute Abend ein wenig durch die Innenstadt geschlendert bin. Es ist eben, wie beworben, die Welt zu Gast. Heute also vornehmlich Schweden und Trinis (wie die Bewohner von Trinidad und Tobago sich angeblich bezeichnen). Und da lacht natürlich mein weltoffenes und supranational geprägtes Herz. Und auch den Linguisten in mir, freut das Gewusel neuer und ungewohnter Sprachen auf den Straßen. Und ich muß dafür nicht mal Dortmund verlassen. Die kommen alle zu mir. Das ist natürlich sehr praktisch.
Die ganze Stadt ist praktisch im Ausnahmezustand. So wimmelten zum Beispiel heute Abend um halb neun der Hellweg und eigentlich die gesamte Innenstadt vor Menschen. Das ganze wirkte wie eine riesige Party und als Krönung sind auch die restriktiven Ladenschlußzeiten für die Dauer der WM erheblich gelockert worden. Sogar mein Rewe hier in Körne hat in diesen vier Wochen von 7 bis 22 Uhr geöffnet. An sechs Tagen in der Woche. Und in der Innenstadt haben eine Reihe von Geschäften sogar Sonntags geöffnet. Ich nehme an, daß man gegenüber den internationalen Gästen in diesem Punkt nicht völlig rückschrittlich wirken will. Und mit ein bißchen Glück nimmt man das zum Anstoß um das Ladenschlußgesetz generell mal zu überdenken. Ich würde mich freuen.
Wie gesagt, die ganze Innenstadt feiert eine einzige multikulturelle Party. Das finde ich natürlich toll. Aber leider ist das verbindende Thema Fußball und das heißt, daß es zwischen all den Menschen auch einige (ich habe zum Glück tatsächlich nur vereinzelte Exemplare getroffen) Deppen gibt, die Trillerpfeifen, Rasseln oder ähnliche Lärmwerkzeuge dabei haben und sich auch abseits des Spielfeldes nicht scheuen, diese einzusetzen. Und erfahrungsgemäß kommt es zu fortgeschrittener Stunde dann auch noch zu laut gröhlenden Gruppen von Besoffenen, die womöglich sogar noch aus voller Brust davon singen, welche Mannschaft sie am tollsten finden. Gerade dieser pöbelhafte Aspekt ist es, der mich Fußball immer sehr, sehr skeptisch gegenüber stehen ließ.
Doch, was soll ich sagen? In den letzten Tagen habe ich feststellen müssen, daß wirklich jeder meiner Freunde und Bekannten vom Fußballfieber befallen worden ist. Sogar solche, bei denen ich das nie erwartet hätte. Und da ich ja eh nichts zu tun hatte - mal abgesehen davon, mich über die Soundprobleme meines Notebooks zu ärgern - habe ich mal angefangen, mir die Spiele anzusehen. Und jetzt kann ich nicht mehr aufhören. Ich muß zugeben, daß Fußball doch nicht dermaßen uninteressant und langweilig ist, wie ich es jahrelang immer gedacht habe. Oft ist es das aber doch und es fällt mir noch schwer, mir komplette Spiele anzusehen, ohne nebenher noch was anderes zu machen (z.B. die Soundprobleme meines Notebooks zu beheben zu versuchen). Besonders dann, wenn das Spiel eher zäh und einfallslos wirkt. So wie das der Engländer heute. Aber ich denke doch, daß ich die WM komplett verfolgen werde, soweit mir das zeitlich möglich ist. Ich habe zum Glück im Reformhaus einen Spielplan geschenkt bekommen und mir schon für jedes Spiel überlegt, welcher Mannschaft ich den Sieg mehr gönnen würde.
cause I understand
you've been running from the man
That goes by the name of the sandman
He flies the sky like an eagle in the eye
Of a hurricane that's abandoned
(America, The Sandman)
Schlafbilanz der letzten zwei Nächte: brutto sieben Stunden.
Das ist zu wenig und daher hatte ich vor, nach kuttner. bereits ins Bett zu gehen. Das werde ich, wie man sieht, wohl nicht ganz schaffen, aber vor 23 Uhr ist ja auch schon mal was.
In kuttner. habe ich übrigens gerade erfahren, daß es jetzt endlich ein Computerspiel zum bekannten Columbine-Massaker gibt, damit man den Amoklauf auch mal zu Hause nachspielen kann. Damit dann im Ernstfall auch alles reibungslos klappt. Also nichts wie los und Super Columbine Massacre RPG kaufen. Dann klappt's auch mit dem eigenen Amoklauf.
Inzwischen rückt die FIFA™-Fußball™-WM™ 2006™ unaufhaltsam immer näher. Überall werden die letzten Feinheiten aufgebaut und die Gegenfraktion lockt mit billigen Flügen (wie easy-jet) oder anderen frßballfreien Urlaubsoptionen. So zum Beispiel die Steigenberger Hotels and Resorts unter der sinnfälligen Domain www.leben-ohne-fussball.de. Wenn ich es hinbekomme, gehe ich demnächst mal mit meiner Kamera durch die Stadt und poste ein paar Bilder der Aufbauten/Aufbauarbeiten hierhin. Dazu müßte aber der ständige Regen mal etwas nachlassen.
Nach der heutigen Microsoft-Prüfung bin ich mir sicher, daß man in der Tat nur 1000 Punkte erreichen kann. So viele hatte ich nämlich und ich bin mir sicher, daß ich keinen Fehler gemacht habe. Ich mußte mich während der Prüfung dazu zwingen, wenn schon nicht alle Antworten, so doch wenigstens die Fragen komplett zu lesen. Trotzdem habe ich keine halbe Stunde gebraucht und die verantwortliche Frau dort meinte schon zu mir "Wie? Schon fertig? Das geht aber nicht. Gehen Sie sofort wieder da rein."
Das dürfte mal wieder ein guter Beweis dafür sein, warum die Prüfungsmethode des Auswendiglernens von Fragen nicht besonders aussagekräftig ist. Denn dieses Ergebnis sagt ja nur aus, daß ich in der Lage bin, mir ein paar Dutzend Fragen mit den dazugehörigen Antworten für einige Wochen einzuprägen. Ob ich wirklich ASP.NET programmieren kann oder nicht, ist damit jedoch nicht gesagt. Aber mir soll es recht sein.
Gestern schrieb ich noch vom bösen ids, heute hatte ich dann die Absage in der Post. Keinerlei Erklärung, warum in aller Welt das so lange gedauert hat. Nur die üblichen tröstenden Worte, daß es nicht an mir liege, und sie leider nur eine Stelle zu vergeben hatten.
Heute wurde ich Zeuge zweier seltsamer Phänomene, die ich mir nicht erklären kann. Vielleicht hat ja einer von Euch eine Idee.
Seit ich vor einigen Monaten ein neues Betriebssytem installiert habe, funktioniert das Skript nicht mehr, mit dem ich mir immer die aktuelle Uhrzeit von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig geholt habe. Die Rechneruhr ging somit inzwischen schon beinahe 15 Minuten vor, weshalb ich sie gestern auf die aktuelle Zeit stellte. So weit, so gut. Aber als ich den Rechner heute morgen hochfuhr, ging die Uhr plötzlich 10 Minuten nach. Doch das ist noch nicht das Seltsamste. Weil bei mir ja alle Uhren eine andere Zeit anzeigen, um mich daran zu erinnern, daß die Zeit relativ ist, ging die Uhr in meinem Handy ebenfalls gute 10 Minuten vor. Bis gestern. Heute morgen ging sie auf einmal eine halbe Stunde nach.
Passend dazu ein weiteres seltsames Phänomen des heutigen Tages: Ich bekam heute Abend eine Mail von einem Blogleser, daß man nicht mehr auf die Kommentare zugreifen könne. Ich probierte das sofort aus, und fand heraus, daß die Zugriffsrechte für das cgi-bin-Verzeichnis meiner Seite plötzlich so restriktiv gesetzt waren, daß man nicht mehr auf die enthaltenen Skripte zugreifen konnte. Ich habe das dann von Hand über einen ftp-Client korrigiert (sonst könnte ich das hier jetzt auch nicht posten). Der Support meines Webspace-Providers, der in weniger als 15 Minuten auf meine Anfrage geantwortet hat - und das um 22.00 Uhr - konnte sich das auch nicht erklären und meinte, ich solle mal in die Logdatei sehen. Die ist aber leider 1,2MB groß und ein Suchen von "chmod" hat kein Ergebnis zutage gefördert. Vermutlich werde ich das nie herausfinden.
[Edit: Und gerade als ich das hier hochladen wollte, kam ich plötzlich nicht mehr auf die Seite. Irgendwas stimmt da mit den Servern nicht, würde ich sagen.]
Seltsam? Aber so ist es geschehen.
Der Verschwörungstheorienbasar ist hiermit eröffnet.
Übrigens, gerade denke ich daran. Die von mir sehr geschätzte Gyros-Bude hier in Körne macht zum Ende des Monats die Pforten dicht. Ich hoffe nur, daß der Grund dafür ist, daß die netten Leute dort endlich genug verdient haben und sich nun in Griechenland zur Ruhe setzen können. Und nicht, daß sie pleite gemacht haben, weil ich seit einigen Monaten dort nicht mehr regelmäßig Gyros einkaufe.
Heute wurde mir klar, daß die Rückbildung nur noch vier Wochen dauert. Da in diesen Zeitraum noch zwei Feiertage fallen, bedeutet das, daß ich mich wohl offensichtlich bei meinem Countdown verzählt habe. Also...
-- noch 18 Tage Rückbildung --
Der Vorhang Ranga hatte recht. Ich hatte letzte Nacht fast sieben Stunden Schlaf und war heute morgen so fit, wie schon lange nicht mehr um diese nachtschlafende Zeit. Und das, obwohl es nicht mal richtig hell war. Auch den Tag über hatte ich nicht, wie sonst in den letzten Tagen, Phasen, in denen ich beinahe eingeschlafen wäre, und jetzt bin ich zwar müde, aber nicht so sehr, daß ich sofort umfallen müßte. Es geht also aufwärts.
Wenn Ihr mir Glück wünschtet, seid bedankt, ich habe ein Auto ergattert. Das bedeutet, daß ich morgen so gegen viertel nach acht hier losfahren kann, locker pünktlich zur Klausur um neun da bin und das Auto spätestens um zehn wieder abliefern kann. Zu Hause bin ich dann um halb elf und habe praktisch den ganzen Tag noch vor mir, bevor es abends auf die WG-Jubiläums-Party geht. Man kann also sehr wahrscheinlich mit einem längeren Eintrag rechnen.
Heute haben wir auf der Rückbildung noch einmal - wie eigentlich jeden Tag - zwei Stunden zum Lernen (lies: Fragen auswendig lernen) verwandt. In dem Pool sind 212 Fragen, und ich habe für die ersten hundert 15 Minuten gebraucht und für die zweiten hundert 18 Minuten. Bei einer Quote von gut 90%. Die letzten 12 hatte ich dann alle richtig, und zwar in 37 Sekunden. Beim zweiten Durchlauf bin ich dann nur noch einmal die ersten hundert durchgegangen und hatte da dann keine Fehler mehr - in knapp 10 Minuten. Morgen bekommen wir 40 Fragen vorgesetzt, das dürfte dann so circa 5 Minuten dauern, wenn ich mich traue, das auch bei der Klausur im Schnellmodus zu machen. Dabei lese ich nämlich erst mal nur die Antworten, und wenn mir da schon einfällt, welche richtig war, lese ich die Frage - und meistens auch die anderen Antworten - gar nicht mehr. Das System hat sich bewährt, ist aber doch ein bißchen dreist für eine Klausur. Wir werden sehen. Zusätzlich gebremst werde ich dadurch, daß ich die Fragen nicht einfach in dem Programm beantworten kann, da das keine Speicherfunktion hat. Stattdessen muß ich die Antworten nebenher auf einem Zettel notieren, der dann die Klausur darstellt. Trotzdem müßte das in weniger als einer halben Stunde zu schaffen sein. Und wenn unser Brain Dump Test Tool fertig ist, kann man sich das mit dem Zettel auch sparen. Vielleicht schaffen wir es ja, daß wir die nächste (und letzte) Klausur schon damit machen können. Und als Entwickler sollte es uns doch nicht allzu schwer fallen, das ein oder andere Hintertürchen einzubauen, so daß auf Knopfdruck alle Fragen als richtig beantwortet markiert werden.
Doch bis das so weit ist, werden wir sicherlich noch oft über die Reihenfolge der Events und das Löschen der Variablen beim Postback fluchen. ASP.Net-Programmierer verstehen das vermutlich sogar, allen anderen reicht vielleicht die Assoziation mit Debugging, dem Teil des Programmierens, der erfahrungsgemäß etwa 80% der Zeit verbraucht. Bei uns sind es zur Zeit gefühlte 95%.
-- noch 24 Tage Rückbildung --
This is not my finest week, because, as you may have expected already, there will be no clever social commentary on this blog today. Again. Actually, I feel kind of odd, like I'm getting sick. Last week Ranga told me that sleep is a good way to help your immune system catching up with its duties (he also said, that the average human being sleeps for 7 to 9 hours every night. This may be a clue as to why I got sick in the first place). So I have decided to try going to sleep relatively early; again. Probably it's gonna be futile again, but at least I've tried. It's a good thing that when I come home tomorrow it's effectively weekend for me. Okay, there's an exam on Friday, but this is gonna cost me, like, 15 minutes. I hope that I can persuade my father to lend his car to me for driving there. Then I will probably need less than two hours, including both trips. Wish me luck!
Part of me thinks that all this being tired and feeling sick is again, at least in part, psychosomatic. So it is probably a good thing that I have lots of fun stuff planned for the weekend. On Friday I am invited to a party, and on Saturday I'm planning to watch the delightfully crappy Eurovision Song Contest with some friends. This should help me lift my spirits and recharge my batteries for the hard two day week to follow.
More, hopefully lots more, on the weekend.
-- noch 25 Tage Rückbildung --
Tja, eigentlich wollte ich ja heute wirklich endlich mal wieder etwas Provokantes schreiben und die eklatanten Mißstände der Gesellschaft gnadenlos anprangern. Aber jetzt ist es schon wieder so spät und so fürchte ich, es wird auch diesmal wieder nichts. Das ist mal wieder so ein Beispiel dafür, wie die Rückbildung erbarmungslos meine Zeit auffrißt, wie ein großes, böses, aber trotzdem irgendwie inkompetentes Monster.
Nachdem es neulich einigermaßen ging, bin ich momentan wieder in einer Phase, in der ich mit Wonne jeden einzelnen noch verbleibenden Rückbildungstag auf meinem Zettel durchstreiche. Denn trotz allem, was ich gestern so schrieb, kam ich doch nicht sonderlich früh ins Reich der Träume ("ins Bett" - was ich erst schreiben wollte - kam ich schon ziemlich früh) und heute morgen fiel mir das Aufstehen wieder ungemein schwer. Ich habe auch in der Tat so lange dazu gebraucht, daß ich bestimmt eine ganze Stunde zu spät gekommen wäre. Also habe ich die Gelegenheit genutzt und bin erst einmal zur Verwaltungsstelle Brackel gefahren, um mir für die GEZ eine Kopie meines neuen ALG-II-Bescheid beglaubigen zu lassen. Wenn man die GEZ, wie ich es gern hätte, endlich abschaffte und das öffentlich-rechtliche Programm direkt über Steuern finanzierte, wäre diese dauernde nervige Antragsstellung ja gar nicht nötig. Aber ich schweife ab.
Mit Kopf- und Magenschmerzen (drunter mache ich es ja nicht mehr) kam ich dann stattdessen zwei Stunden zu spät zur Rückbildung, hatte aber wenigstens einen guten Grund dafür vorzuweisen. Die Schmerzen haben sich zum Glück im Laufe des Tages ebenfalls zurückgebildet. Aber, mal ehrlich, wenn ich schon mal so deutlich zu spät komme, dann verpasse ich natürlich auch gleich etwas. Diesmal die Anmeldung für die nächste externe Prüfung. Das konnte ich dann aber recht problemlos in der Pause nachholen, da man mir einen Voucher (Gutscheine gibt es im neuen, verbesserten Deutsch nicht mehr) übriggelassen hatte. Dumm nur, daß am nächsten Mittwoch, wenn wir eigentlich die Prüfung machen wollten, keine Termine mehr frei waren. Ich habe jetzt also einen Termin am Freitag, dem 26. Mai. Zwar erst um 11 Uhr, aber irgendwie ist es dann doch kein richtiges langes Wochenende mehr. Dafür habe ich den freien Tag dann am Mittwoch. Und vielleicht ist es ja auch ganz gut, wenn ich am Freitag definitiv aus dem Haus muß. Dann versumpfe ich nicht wieder das komplette 5-tägige Wochenende lang in meiner Wohnung. Und nach der Prüfung kann ich dann um 11.30 ja bestimmt noch schön irgendwo in der Innenstadt frühstücken gehen. Kann mir vielleicht jemand ein nettes Cafe dafür empfehlen?
-- now playing: The Clash - The Singles --
-- noch 26 Tage Rückbildung --
PS: Den Star-Trek-Fans unter Euch (mit schneller Anbindung), gefällt dieses Video vielleicht. Ich fand es ziemlich witzig.
Ich fürchte, ich kann es nicht länger leugnen: Ich werde langsam alt. Wie sonst ist es zu erklären, daß ich schon wieder so furchtbar müde bin, daß ich am liebsten schon um sieben ins Bett gegangen wäre? Daß das aber natürlich nicht sein darf ist auch klar, und so habe ich mich vor den Rechner gehockt und mich ein wenig im Netz herumgetrieben bis ich es jetzt langsam vor mir selbst vertreten kann, mich hinzulegen. Im Moment scheint die Müdigkeit auch erst einmal abgeklungen zu sein, aber ich denke, sobald ich wieder vor dem Fernseher oder einem Buch liege, kommt die schon wieder. Da ich so müde war, hat es auch nur zu stumpfem Konsumieren im www gereicht und ich habe nicht etwa mal wieder etwas richtig Interessantes für diese Seite geschrieben. Gott bewahre! Wo kämen wir denn da hin? Zu Eurer aller Freude habe ich aber wieder einen - wie ich finde - wirklich witzigen Link (Photoshop Phriday: Thema "Classic Comic Covers") anzubieten, den Ihr ansurfen könnt. Quasi als Alternative, weil es hier nichts Spannendes zu lesen gibt. Wobei, den einen oder anderen interessiert es vielleicht, daß die Frau unseres Rückbildungskurses heute tatsächlich wieder aufgetaucht ist. Das Klima ist etwas eisig und einige Mitkursisten haben angefangen sie zu siezen. Richtig aufgeregt hat sie sich heute nicht, hat aber offenbar auch keine Lust, sich an unserem Projekt zu beteiligen. Ich weiß ja nicht, ob das jetzt die restlichen 27 Tage lang so weitergehen kann, warte aber gespannt ab, was sich da noch so entwickelt. Ich bin nämlich, wie heute wieder jemand festgestellt hat, der einzige, der noch keine unschöne Auseinandersetzung mit ihr hatte. Und zwar, weil ich so kompromißbereit, rücksichtsvoll und unauffällig bin. Und vermutlich auch, weil es mir eigentlich ziemlich egal ist, was da auf der Rückbildung so alles vor sich geht.
-- noch 27 Tage Rückbildung --
"Took a train from Paris to the ocean,
Found a small hotel by the coast."
(Chris de Burgh, Say Goodbye To It All)
"I remember the night we walked along the Seine
Riding on the Metro."
(System of a Down, Metro)
Heute kam endlich der schon lang versprochene Regen hier an. Zumindest in Ansätzen, und das reicht mir eigentlich auch schon. Natürlich ist es verständlich, daß ich mir in diesen Monaten jede Art von Niederschlag herbeisehne, weil das die widerlichen Pollen bindet, die mir besonders in den letzten Wochen mal wieder den Spaß am Frühling gründlich vermiest haben. Aber das ist nicht der einzige Grund, wie klar wird, wenn ich von meinem Tag erzähle.
Ich war war heute nicht nur, wie schon länger geplant, im Comic-Haus, sondern auch noch in der Stadt. Eigentlich wollte ich nur kurz nach einer DVD gucken - die es natürlich nicht gab - habe mich dabei aber in der Sonderangebotsabteilung von Saturn verloren und mußte notgedrungen eine Handvoll CDs kaufen, weil sie so günstig waren. Da soll noch einer behaupten, ich tue nichts für die Förderung des Wirtschaftsstandortes Deutschland. Auf dem Heimweg setzte dann so langsam der Regen ein und ich mußte wieder einmal feststellen, daß mir diese Art von Wetter extrem sympathisch ist. Auch als ich gegen Abend noch eine Pizza holen ging, habe ich mich sehr über diese leicht regenschwangere Frühlingsluft gefreut. Ich muß zugeben, das ist eindeutig mein liebstes Wetter. Ich weiß gar nicht so genau, wieso, aber das hat mich an meine beiden Kurztrips nach Paris erinnert, die jetzt - wie ich mit Entsetzen feststellte - auch schon wieder 5 Jahre her sind. Jedenfalls gefällt mir so ein Wetter, wie wir es heute hatten, schon an sich sehr gut, aber noch besser hätte ich es gefunden, wenn ich es nicht hier, sondern an einem spannenderen Ort erlebt hätte. Ich glaube, mittelfristig muß ich dringend mal wieder nach Paris fahren. Am besten im Frühling um dort genau diese Art von Wetter abzupassen, bei der es am meisten Spaß machen wird, genüßlich durch die Straßen der Stadt des Lichts zu schlendern. Leider habe ich ja aufgrund meiner derzeitigen beruflichen Situation etwas Probleme damit, mein Leben längerfristig zu planen. Aber das wird sich hoffentlich bald ändern.
Nicht ganz passend, aber erwähnenswert und zu dürftig für einen eigenen Beitrag:
Vor ziemlich genau zwei Wochen habe ich, wie berichtet, einen Antrag auf Fortzahlung von ALG II gestellt. Und das extrem Unwahrscheinliche ist eingetreten: Das ganze wurde sang- und klanglos bearbeitet und gestern bekam ich den Bescheid, daß die Zahlung für die nächsten sechs Monate bewilligt ist. Ich kann es selbst noch kaum glauben. Mein Weltbild wird aber dadurch am Zerbrechen gehindert, daß die immer noch strittigen sechs Monate vor Beginn der Zahlungen weiterhin in der Luft hängen und die Agenten mal wieder den von meiner Anwältin gesetzten Termin bis zum letzten (in diesem Fall bis kommenden Montag) ausreizen.
-- now playing: Garbage - Garbage --
-- noch immer 28 Tage Rückbildung --
Seit wir auf der Rückbildung an diesem Projekt arbeiten ist es gar keine richtige Rückbildung mehr, sondern grenzt schon fast an Arbeit. Das zusammen mit dem frühzeitigen Ausbruch des Sommers heute und den immer noch unangenehm regen Pollen hat mich in einem ziemlich geschlauchten Zustand hier ankommen lassen. Da mich momentan sowieso nichts so richtig drängt, gebloggt zu werden, bleibt es bei diesem kurzen autoreferentiellen Beitrag. Schlauerweise habe ich mir diesmal keine Längenvorgaben gemacht. Ich werde mich jetzt ins Bett legen und den Harald gucken. Und wenn ich dann noch nicht müde bin, was der Erfahrung nach ziemlich wahrscheinlich ist, habe ich zum Glück momentan noch 2 Folgen der ersten X-Files-Staffel, die meiner harren. Und dann ist es auf jeden Fall Schlafenszeit.
Gute Nacht da draußen, was immer ihr sein mögt.
-- noch 29 Tage Rückbildung --
"Truth is stranger than fiction,"
(Mark Twain)
Und heute gibt es, wie beinahe versprochen, mal wieder eine Anekdote aus der Rubrik "I can't believe people over the age of six actually act like this".
Wir haben auf der Rückbildung inzwischen ein echtes Programmierprojekt begonnen. Der erste Schritt war das Design der Anwendung und der dazugehörigen Datenbank. Dazu haben wir uns in Dreiergruppen aufgeteilt. Richtig interessant wurde es aber nur in einer Gruppe. In dieser hatten sich unsere Quotenfrau, ein Bewohner der Bizarro-Welt, den es unter myteriösen Umständen in unseren Kurs verschlug, und der Death-Metal-Grieche zusammengefunden. Zuerst wirkte alles ganz normal. Alle Gruppen werkelten mehr oder weniger fröhlich vor sich hin, bis wir am letzten Freitag dann unsere Ergebnisse vorstellen sollten. Genauer gesagt, bis eben diese Gruppe ihre Ergebnisse vorstellen sollte. Der Sprecher der Gruppe war Bizarro, was vielleicht keine so geschickte Wahl war, weil gerade er nämlich eine Prüfung vorziehen wollte und daher die meiste Zeit nicht mit der Mitarbeit am Teilprojekt seiner Gruppe, sondern mit dem Lernen für diese Prüfung beschäftigt war. Wie sich herausstellte hatten die beiden übrigen Gruppenmitglieder beschlossen, nicht zusammenzuarbeiten oder die anfallenden Aufgaben vernünftig aufzuteilen, sondern stattdessen lieber jeder ein eigenes Konzept zu entwerfen. Dank dieses geschickten Schachzuges war natürlich keiner der beiden Entwürfe auch nur annähernd fertig. Doch dann machte der Gruppenleiter den entscheidenden Fehler: Er ließ die Bemerkung fallen, daß ihm auf den ersten, flüchtigen Blick das Konzept des Griechen besser gefiel. Das konnte sich unsere Quotenfrau natürlich nicht so einfach gefallen lassen. Mit dem wiederholten, nicht gerade charmant formulierten Hinweis, daß er das ja wohl kaum beurteilen könne, er habe ja schließlich gar nicht mitgearbeitet, als einziger Waffe begann sie eine hitzige Diskussion, die vermutlich die Verteidigung ihres Entwurfs zum Ziel hatte. Einige Gruppenexterne haben noch versucht, mäßigend auf sie einzuwirken, und sie davon zu überzeugen gesucht, daß dies nur eine persönliche Präferenz gewesen sei und keine ungerechtfertigte Kritik. Und schon gar kein persönlicher Angriff. Auf mäßigende Stimmen - selbst auf die des Dozenten - springt sie aber prinzipiell nicht an und nach wenigen Minuten rauschte sie mit dem Kampfschrei "Ich laß mich doch hier nicht verarschen" auf und davon und ward nie mehr gesehen. Irgendjemand hielt es dann für eine gute Idee, dem Gruppenleiter, Bizarro, Tips zu geben, wie er diese Eskalation hätte vermeiden können, woraufhin auch er sich kurzerhand umdrehte und das Gebäude verließ.
Unser Dozent hat daraufhin wieder einmal bewiesen, was für ein lockerer Typ er ist, als er nur trocken bemerkte, daß er solche Szenen auch schon in tatsächlichen Projekten erlebt hätte. Und es wäre sehr realitätsnah, daß wir so etwas in unserem Projekt auch erlebt hätten. In der Realität wird, so berichtete er, den hinausgestürmten Leuten dann stillschweigend ein halber Urlaubstag abgezogen.
Aus Mitleid haben wir uns dann anschließend alle zusammengetan, um die Arbeit der Jetzt-nur-noch-ein-Personen-Gruppe gemeinsam zu beenden. Bizarro kam am Montag zwar etwas später, hat aber kein Wort mehr über die Ereignisse von Freitag verloren. Unsere Quotenfrau ist bis jetzt noch nicht wieder gesichtet worden.
-- now playing: Luna Luna - Wenn ich tot bin... (sollst Du tanzen) --
-- noch 30 Tage Rückbildung --
Kennt Ihr das nicht auch? Man kommt erschöpft von der Rückbildung nach Hause. In der dortigen Projektarbeit mußte man sich über die Idiotie und/oder Rücksichtslosigkeit von jemandem ärgern, der mal eben so - ohne Bescheid zu sagen - das Schlüsselfeld in der wichtigsten Tabelle der Datenbank ändert, so daß alle anderen Tabellen angepaßt werden müssen. Von diesen nervigen Erlebnissen kehrt man also ins traute Heim zurück, man legt sich mit einem guten Buch aufs Bett und beschließt nur einmal ganz kurz die Augen auszuruhen. Und wenn man die Augen wieder öffnet, ist es draußen schon dunkel und in wenigen Minuten läuft schon Monk. Und man hat noch nichts gegessen.
Ich gehöre ja zu der Sorte Mensch, die tagsüber eigentlich nicht schlafen kann. Damit meine ich, daß ich zwar schon tagsüber einschlafen kann - besonders seit ich für die Rückbildung jeden Tag mit den Hühnern aufstehen muß - aber es bekommt mir nicht. Entsprechend fühle ich mich jetzt auch ziemlich zermatscht und für einen richtig gehaltvollen Beitrag, den ich eigentlich heute posten wollte, fehlt mir die rechte Lust. Aller Voraussicht nach, habe ich morgen Abend deutlich mehr Zeit (dsa heißt, wenn ich nicht wieder einpenne) und Ihr könnt schon mal leise Hoffnungen auf eine amüsant-bizarre Anekdote von der Rückbildung hegen. Versprechen will ich aber lieber nichts.
Bis dahin: Good night, and good luck!
-- noch 31 Tage Rückbildung --
So einen richtigen Grund gab es nicht dafür, daß es in den letzten Tagen etwas dürftig an der Blogging-Front aussah. Eigentlich hatte ich sogar recht viel Zeit, denn Montag mußte ich ja nur eben rasch beweisen, daß ich alles über SQL weiß und auch der Rest der Woche war sehr wenig rückbildungslastig.
Am Donnerstag hatte ich zum Beispiel einen Zahnarzttermin, etwas, das ich schon viel zu lange vor mir hergeschoben hatte. Das Krasse (und irgendwie auch Verdächtige) an meinem Zahnarzt ist ja, daß man so wahnsinnig kurzfristig einen Termin bekommt. Am Montag rief ich dort an und am Donnerstag hatte ich schon den Termin. Und zwar um 11, so daß ich es vorher nicht mehr zur Rückbildung schaffte. Es ging allerdings verdammt schnell (Auch so etwas Verdächtiges: ich habe da noch nie mehr als zwei Patienten im Wartezimmer gesehen. Diesmal war nur einer vor mir im Behandlungszimmer), so daß ich schon um 13.00 Uhr bei der Rückbildung ankam. Und ich hatte tatsächlich schon etwas verpaßt: circa 10 Zeilen Programmcode, danach hatte wohl wieder jemand geschrien "Ich verstehe das nicht. Das geht alles viel zu schnell." Und so kam ich in einer Phase des Nachdenkens an (fast wie bei der EU), in der in Eigenarbeit Verständnisfragen formuliert wurden. Ich habe also eben den Code in mein Programm eingefügt und dann noch das zusammengebastelt, was noch fehlte (für die, die es interessiert, es war eine Handvoll gespeicherter Prozduren). Und das paßte gut, denn so hatte ich einen Vorsprung, da ich auch am Freitag zu spät kam.
Am Freitag war ich bei der ARGE (toller Name), um einen Antrag auf Fortzahlung von ALG II zu stellen. Ich bin mißtrauisch, weil das überraschend einfach ging. Auf dem Antrag muß man nur ein paar mal "keine Änderung" ankreuzen und bei der ARGE selbst, wurde ich zwar von der Rezeptionistin zum falschen Sachbearbeiter geschickt (weil ich nicht unter KON, sondern unter KOE einsortiert bin), doch der sagte nur "kein Problem. Lassen Sie's hier und ich leite das dann weiter". Wenn jetzt auch noch alles den Zuständigen erreicht und ich tatsächlich durchgehend Geld bekomme, werde ich noch viel überraschter sein.
Nachmittags habe ich übrigens mit meinem Vater in der Chinesischen Mauer gegessen. Kann man durchaus weiterempfehlen. Zumindest war mein Chop Suey ziemlich lecker und Bedienung und Ambiente waren auch nett.
Noch was zum Thema Essen. Im Rewe gibt es jetzt falsche Fleischwurst zu kaufen. Die Marke heißt Soja Fit und die Wurst sah auf den ersten Blick schon mal ziemlich echt aus. Noch habe ich mich aber nicht getraut, sie zu kaufen.
Das Coolste, was gestern geschah, war vermutlich ein Anruf eines Freundes, der gerade X-Men Legends 2 spielt und in einer Bonusrunde Quizfragen zu den X-Men beantworten mußte. Tja, da soll noch einer sagen, es zahle sich niemals aus, Myriaden von X-Men-Comics gelesen zu haben. Okay, jetzt nicht für mich, aber immerhin. Und was das für eine Leistung ist, kann man jede Woche in der X-Axis lesen, die durch ihre kompromißlosen Rezensionen zeigt, wie lange die X-Books schon kreativ völlig am Boden sind. Man findet immer wieder Kommentare wie diese:
"It's at points like this that I expect the Stupidity Police to
break down the door and seal the comic in a biohazard container."
(Paul O'Brien on Uncanny X-Men # 447)
oder
"This scene is so breathtakingly stupid that it hovers right on the verge between "incredibly bad" and "downright surreal." It then topples over into "incredibly bad", where it lands with an agonising thud and twitches briefly before ceasing to move."
(Paul O'Brien while reviewing Brotherhood # 7)
Heute bin ich übrigens schon ziemlich früh aufgestanden (irgendwann zwischen acht und neun), aber gestern trotzdem nicht früh ins Bett gegangen (kaum vor drei). Deshalb bin ich jetzt auch schon ziemlich müde. "Warum ich so früh aufstand", fragt Ihr? Nun, das muß bis morgen warten. Mal was ganz neues, ein Cliffhanger, der ein solcher nur für Leute ist, die zufällig in den paar Stunden zwischen diesem und dem nächsten Eintrag hier hereinschauen. Eine interessante Eigenschaft der Publikationsform "blog". Da sollten sich mal die Literaturwissenschaftler drum kümmern. Ich kenne leider nur eine, und die liest dies hier vermutlich nicht.
-- noch 37 Tage Rückbildung --
-- now playing: Moses Pelham - Geteiltes Leid 2 --
"Die Mitte der Statistik ist der Stammtisch der Statisten"
(Ape, Beck und Brinkmann, Statistik)
Prüfungsbeginn: 9.50
Prüfungsende: 10.25
benötigte Punkte: 700
erreichte Punkte: 933
Anzahl gelernter Fragen (falsche Datei): 132
Darauf verwendete Zeit: 10 Stunden
Anzahl gelernter Fragen (richtige Datei): 105
Darauf verwendete Zeit: 3 Stunden
-- noch 41 Tage Rückbildung --

Heute wären es nur noch 42 Tage Rückbildung gewesen. Aber das kam mir irgendwie komisch vor, weil dann ja eigentlich noch 8 volle Wochen übrig blieben und es doch noch drei Feiertage gibt. Also habe ich noch mal nachgezählt und stellte mit Schrecken fest, daß es in Wirklichkeit noch 44 Tage sind. So ein Mist!
Seit der gute Dozent wieder aus dem Urlaub zurück ist, ist es aber wieder einigermaßen erträglich geworden. Aber obschon dieser Dozent wirklich Ahnung hat, nicht nur von der Materie, sondern auch davon, wie man diese vermittelt, bin ich mir inzwischen ziemlich sicher eine ideale Marktlücke entdeckt zu haben. "English Pronunciation for IT-Guys", ich stelle mir da ein- bis zweiwöchige Intensivkurse mit Kleinstgruppen vor, in denen die richtige Aussprache zentraler IT-Begriffe gelernt wird. Dann sind die Tage gezählt, in denen Menschen [ka∫e] und nicht [kæ∫] sagen, vermutlich in der irrigen Annahme, man müsse dieses englische Wort französisch aussprechen. Für Fortgeschrittene oder besonders Anspruchsvolle kann man ja noch etwas längere Kurse anbieten, in denen die kompletten Ausspracheregeln des Englischen lernt. - Ruhe auf den billigen Plätzen! Natürlich gibt es da Regeln.
Wäre ich nicht so lehrscheu, würde ich das selbst angehen, so kann ich nur hoffen, daß ein fähiger Anglist diese Idee aufgreift und die armen Teilnehmer zukünftiger IT-Schulungen davor bewahrt, genauso zu leiden, wie ich das tat und immer noch tue. Gott sei Dank ist wenigstens der Dozent weg, der immer "take" anstatt "tag" gesagt hat. Und das in einem Kurs über XML. The horror! The horror!
Momentan ist es mir übrigens auf der Rückbildung gar nicht langweilig. Das liegt zum einen daran, daß ich am kommenden Montag endlich die Microsoft-SQL-Prüfung nachholen werde, die ich aufgrund meiner langwierigen Krankheit verpaßte, und dafür noch die passenden 132 Fragen auswendig lernen muß. Microsoft hat nämlich nicht nur Ahnung davon, wie man sichere Betriebssysteme und Internetanwendungen baut, sondern weiß auch, daß es beim Lernen darauf ankommt, möglichst viel auswendig zu können. Wie mir von denen zugetragen wurde, die diese Prüfung schon gemacht haben, ist sie, wenn man die Fragen in- und auswendig kennt, was bei denen nach vier Wochen Lernens der Fall war, extrem einfach und in kürzester Zeit zu absolvieren. Und da es natürlich nicht in Frage kommt, das alles zu Hause in meiner Freizeit zu lernen, bin ich für den Rest der Woche auf der Rückbildung gut beschäftigt.
Diese neuentdeckte Emsigkeit, die sich natürlich direkt nach der Prüfung wieder in ihre Bestandteile auflösen wird, hat es allerdings nicht ganz leicht. Dummerweise hat mich nämlich eine gute Freundin mit einem extrem suchtgefährdenden Spiel angefixt: Chuzzle (nb: "chuzzle" erzielt beängstigende 664.000 GHits). Da das eine Windowsanwendung ist und die Webversion den InternetExploder benötigt, kann ich das Spiel leider nicht zu Hause spielen. Ich überlege allerdings mittlerweile ernsthaft, ob ich mir nicht wieder ein Dual-Boot-System bauen soll, um diesen Mißstand zu beheben. Auf der Rückbildung habe ich nun leider einen Windows-PC zur Verfügung. Wie ich feststellen mußte, läßt sich Chuzzle nicht auf dem von mir dort verwendeten Windows 2003 Server ausführen, aber über den InternetExploder geht es natürlich doch. Doch je länger ich spiele, desto mehr wünsche ich mir die anderen Spielmodi, die Möglichkeit von Highscorelisten und Pokalen und all die anderen tollen Gimmicks, die es nur in der Downloadversion gibt. Und immer wenn man verloren hat, schaut einen ein trauriges Chuzzle an, erzählt einem, wie gefährlich es doch im Internet ist - wegen der ganzen Viren und so - und bittet darum, daß man es herunterlädt und mit nach Hause nimmt. Das grenzt schon fast an seelische Grausamkeit, finde ich.
-- noch 44 Tage Rückbildung --
Heute war mal wieder Klausur bei der Rückbildung (Dank an Virgola für die neue, viel treffendere Bezeichnung). Die Klausur wirkte alles in allem etwas halbgar und nicht sonderlich gut durchdacht. Vor allem als der Dozent zu Beginn sagte "Machen Sie schon mal den ersten Teil der Klausur. Ich brauche noch ein paar Minuten für den zweiten Teil und dann stelle ich Ihnen den auch ins Netz." Und so sah das dann auch aus. Schon der erste Teil wimmelte vor Fehlern, die ich mir inzwischen zu korrigieren angewöhnt habe, weil ich es einfach nicht ertragen kann. Zum Glück kommt in der nächsten Woche der kompetente Dozent zurück und ich muß mich nicht mehr über eine Aussprache englischer Fachbegriffe aufregen, die eigentlich zum Davonlaufen ist.
Weil die Klausuraufgabe so schlecht strukturiert war, war ich auch erst um 11.15, also nach über zwei Stunden, fertig. Und auch noch nur als Zweiter. Es zeugt von der Menge an Arroganz, die ich mir inzwischen angwöhnt habe, daß ich richtig sauer war, weil ich damit gerechnet hatte, schon so um 10 fertig zu sein. Bitter, irgendwie. Und morgen gibt es dann noch einmal die volle Dröhnung. Ich glaube, es soll um XLink und Namespaces gehen. Klingt weder besonders spannend, noch so als brauche man das andauernd. Ich kann nur hoffen, daß es nicht so bitter wie vorgestern wird, sonst kommt es vielleicht doch noch so weit, daß ich mir einen Stift durch's Auge bohre. Oder irgendsoetwas.
Ein Gutes hat die Sache aber doch. Gestern hatte ich nämlich einen Zettel von der dew (oder heißen die jetzt dew21?) im Briefkasten, daß sie mir morgen zwischen 8 und 14 Uhr das Wasser abdrehen wollen. Und ich muß mir da gar keine Gedanken drum machen, weil ich zu der Zeit ja gar nicht hier bin.
-- noch 45 Tage Rückbildung --
-- now playing: The Streets - the hardest way to make an easy living --
Auf meiner "Fortbildung" ist es ja meistens langweilig, oft sogar sehr langweilig. Aber heute habe ich neue Gipfel der Langeweile erklommen. Nach der letzten Pause gegen halb drei war es so enervierend, daß ich regelrecht spüren konnte, wie sich mein Gehirn langsam Schicht für Schicht auflöst. So ähnlich muß sich eine Lobotomie anfühlen.
Als eine Form der Selbstmotivation, bzw. um mich davon abzuhalten vollständig dem Wahnsinn anheim zu fallen, habe ich nun auf eine Liste zurückgegriffen, auf der die noch verbleibenden Tage Abend für Abend durchstreichen kann. Und um Euch mitleiden zu lassen oder vielleicht sogar Mitleid zu erheischen, hängt die aktuelle Zahl ab jetzt an jedem Beitrag (es sei denn ich vergesse das mal).
Das sieht dann ungefähr so aus:
-- noch 46 Tage "Fortbildung" --
Aus der Rubrik "Dinge, die ich gern hätte": Heute, ein Auto.
Heute wollte ich eine Freundin in Witten besuchen. Mit dem Auto brauche ich höchstens eine halbe Stunde bis ich bei ihr bin. Mit dem berüchtigten ÖPNV habe ich heute stattdessen beinahe die dreifache Zeit gebraucht. Als ich das heute morgen beim Fahrplancheck gemerkt habe, hatte ich schon ziemlich früh den Kaffee auf. Und daß efa mir Strecken anbietet, die über Lütgendortmund gehen, hat meine Laune auch nicht gerade gebessert. Und man kann dan natürlich auch nicht fahren, wann man will, sondern ist auf die zwei Verbindungen pro Stunde angewiesen, die es gibt. Ich erfuhr also um zwanzig nach zwölf, daß meine S-Bahn erst um 13.04 vom Hauptbahnhof abfahren würde. Aber so hatte ich wenigstens genügend Zeit noch rasch bei basic ein paar Kleinigkeiten einzukaufen. Und dort habe ich mich prompt überreden lassen, doch mal den neuen Trinkjoghurt von Andechser auszuprobieren. Hey, wenn ich einen kaufe, bekomme ich einen umsonst? Da kann man ja eigentlich nichts falsch machen.
Dann führte mich mein Weg Richtung Hauptbahnhof, wobei ich erst einmal über eine Masse von Polizisten mit Kampfmontur und passenden Helmen in der Hand stolperte. Ja, wie jetzt? Schon wieder Fußball? Nein, das war ja heute zum Glück auswärts, wie ich zufällig in der Bahn aufgeschnappt hatte. Vielleicht haben die für ihre Meinungsfreiheit demonstrierenden Chinesen, die ich vor einigen Tagen vor der Sparkasse gesehen hatte, jetzt doch noch die Massen mobilisiert? (O-Ton eines Passanten damals: "Sollen se doch zu Hause für Meinungsfreiheit demonstrieren und nich uns auffer Tasche liegen." Willkommen in Deutschland.) Oder gar ein paar aufgebrachte Muslime, die beim Versuch, den islamischen Weltstaat zu errichten, inzwischen bis nach Dortmund vorgedrungen sind? Nun, wenige Meter weiter lüftete sich das Geheimnis. Es waren natürlich ein paar dieser verlausten Anarchisten und Sozialschmarotzer; mit anderen Worten: Punks.
Und sofort fiel mir auch wieder der Grund ein: eine antifaschistische Demonstration. Damit habe ich ja bekanntermaßen ziemlich schlechte Erfahrungen gemacht und so ging ich weiter zum Bahnhof, auch wenn ich doch sehr mit der "linksexremen" Szene sympathisiere.
Krasser Themenwechsel: Am Bahnhof haben sie neue...ja was eigentlich? Ich glaube im Fachjargon heißen die Dinger Bahnstandsanzeiger, aber wenn ich das jetzt so schreibe, scheint es mir falsch. Naja, jedenfalls die Dinger, auf denen steht, wieviel Verspätung der nächste Zug hat und welcher das ist und wohin er vermutlich fährt und so was. Davon gibt es jetzt neue fesche, digitale und nicht mehr die alten mechanischen, die immer wieder mal einfach hängenblieben. Was ich dafür jetzt allerdings vermisse, sind Uhren. Aber vermutlich liegt das ganz im Interesse der Bahn, ihre Kunden nicht auch noch mit der Nase auf die aktuelle Uhrzeit zu stoßen.
In Bochum Langendreer, wo ich auf diesem Weg immer umsteige, kann man übrigens immer ganz interessante Dinge lernen, von denen man vorher gar nichts wußte. So habe ich zum Beispiel heute erfahren, daß wir uns im Informatikjahr befinden. Seid ehrlich: Habt Ihr das gewußt?
Zum Abschluß noch eine beinahe schon surreale Neuigkeit: Deutsche sollen intelligenteste Europäer sein. Zumindest hat das eine britische Studie herausgefunden. Da muß man sich doch zwangsläufig vor der Zukunft fürchten, oder?
Und mit diesem beunruhigenden Gedanken entlasse ich Euch in die samstägliche Nacht. Falls Du diesen Eintrag tatsächlich zeitnahe zur Erstellung liest, bist Du offenbar nicht wie alle anderen "auf der Piste" und damit genauso ein Versager wie ich. Herzlichen Glückwunsch!
-- now playing: Freundeskreis - Halt Dich an Deiner Liebe fest --
"So no one told you life was gonna be this way
Your job's a joke, you're broke,your love life's DOA
It's like you're always stuck in second gear
When it hasn't been your day,
your week, your month, or even your year"
(Rembrandts, I'll be there for you)
Ich berufe mich auf meine Definition von "Tag" als das, was zwischen zwei Schlafzyklen liegt, so daß ich auch heute (d.h. Donnerstag) noch ein Posting hinbekommen habe und mich nicht auslachen lassen muß. Eine volle halbe Stunde wird es verständlicherweise nicht mehr, weil ich schon in vier Stunden wieder aufstehen muß. Als eine Art Erklärung für den späten uns kurzen Eintrag weise ich darauf hin, daß dies nicht gerade einer meiner besten Tage war. Dabei belasse ich es dann auch. Je weniger darüber gesagt wird, desto besser.
-- current mood: deprimiert und enttäuscht --
"Darkness.
Imprisoning me.
All that I see.
Absolute horror.
I can not live.
I can not die.
Trapped in myself.
Body my holding cell."
(Metallica, One)
Zeit ist relativ. Wir alle wissen, daß dies physikalisch gesehen stimmt, abhängig von der Geschwindigkeit, mit der man sich so bewegt. Und auch wenn diese Tatsache viel näher an unserem Alltag ist, als man vielleicht denken mag (GPS-Signale müssen z.B. relativistische Effekte herausrechnen), ist für die meisten von uns ein anderer Aspekt der zeitlichen Relativität vermutlich viel interessanter: der psychologische. Wie es in dem schönen Spruch heißt, den ich gestern zufällig mal wieder hörte, diesmal in der Sendung mit der Maus: "Wie lange fünf Sekunden sind, hängt entscheidend davon ab, auf welcher Seite der Klotür man sich befindet." Das sollte eindeutig zeigen, wie relativ lang bereits so eine kurze Zeitspanne wie fünf Sekunden ist. Einige von Euch erinnern sich vielleicht an das Gefühl, das man häufig hat, wenn man sich in meiner Küche aufhält. Man spürt förmlich wie die eigene Lebenszeit unaufhaltsam verstreicht (für diejenigen, die noch nie dort waren - Hallo Tibor! - sei bemerkt, daß in meiner Küche eine Wanduhr hängt, die dermaßen laut tickt, daß man es mitunter sogar bis ins Schlafzimmer hört). Keine Sorge, jetzt komme ich endlich auf den Punkt. Also, genau dieses Gefühl der unaufhaltsam verstreichenden Lebenszeit habe ich inzwischen fast an jedem verdammten Tag auf der "Fortbildung". Die ersten zwei Stunden ist es ja noch ganz unterhaltsam, munter durch's Web zu surfen und zum Beispiel die taz oder die Zeit zu lesen. Aber irgendwann wird das dann auch langweilig. Also versucht man zwischendurch immer mal wieder die komplette Aufmerksamkeit auf den Dozenten zu lenken. Aber der erklärt alles gezwungenermaßen so langsam und ausführlich, daß ich ihm einfach nicht die ganze Zeit zuhören kann, ohne wieder daran zu denken, wie die mir zur Verfügung stehende Lebenszeit Sekunde für Sekunde dahinschwindet, ohne daß ich etwas Sinnvolles oder wenigstens etwas Erfreuliches tue. Der skeptische Leser mag jetzt denken, daß ich vermutlich heillos übertreibe. So einfach kann das doch alles nicht sein. Nun, die informatisch Bewanderten möchte ich an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, daß wir uns mit Visual Basic.NET beschäftigen. Für alle anderen erzähle ich kurz von den letzten Tagen und Wochen.
Wie die meisten wissen, war ich die letzten zwei Wochen krank und demzufolge auch nicht bei der "Fortbildung". Zuvor hatten wir uns bereits etwa zwei Wochen lang mit Visual Basic beschäftigt. Ich habe also beinahe die halbe Unterrichtszeit verpaßt.
Vorgestern war ich zum ersten mal wieder dort.
Gestern war die Klausur.
Ich hatte eine glatte Eins.
Wie kam das? Nun, der Dozent hat eine sehr löbliche Einstellung zu Klausuren. Ganz im Gegensatz zu Microsoft hält er es für völlig realitätsfern, alles Mögliche auswendig zu lernen. Im echten Arbeitsleben kann man ja auch in der Hilfe und im Netz nachschauen und seine alten Codeschnipsel verwenden. Also durften wir zur Klausur, wie er es schön formulierte, "alle Hilfsmittel außer dem Nachbarn" benutzen. Versteht mich nicht falsch. Ich halte sehr viel von dieser Art der Leistungskontrolle, aber dann muß man das Aufgabenniveau auch daran ausrichten. Ich jedenfalls habe ein zweieinhalb Wochen altes Programm aus meinem Projekteordner genommen, ein paar Variablennamen und kleinere Details geändert, und fertig waren 80 Prozent der Klausur. Ergebnis: 100 % der möglichen Punkte für mich. Und bei neun Teilnehmern gab es vier Einsen und drei Zweien.
Und so ist dann auch der Unterricht. Nicht schlecht, sondern eigentlich sogar ziemlich gut. Aber für mich halt viel zu ausführlich und mit zu vielen Wiederholungen. So ähnlich müssen sich Hochbegabte in der Schule fühlen.
Morgen geht es an ein neues Thema: XML. Die meisten rätseln noch, wie man damit zweieinhalb Wochen füllen kann. Mir hingegen graut davor, daß wir einen neuen Dozenten bekommen. Bis jetzt waren 75% der Dozenten didaktisch völlig indiskutabel. 50% waren das auch fachlich. Und immerhin noch 25% hatten sogar Schwierigkeiten mit der Kommunikation auf Deutsch. Es gab, kurz gesagt, bisher erst einen Dozenten, den ich in dieser Funktion tatsächlich ernst nehmen konnte. Die Chancen, daß das morgen wieder der Fall sein wird, stehen leider nicht so gut, wenn man sich die Trefferquote des Kursleiters ansieht. Ich bin mal gespannt.
-- now playing: Deine Lakaien - Kasmodiah --
Kaum bin ich gesundet und gehe wieder zur "Fortbildung" drohe ich wieder in denselben gefährlichen Trott zu verfallen wie ehedem. Die letzte Nacht habe ich sehr wenig geschlafen und entsprechend war ich heute so müde, daß ich mich tatsächlich nachmittags ein, zwei Stündchen hinlegen mußte - etwas, das ich nur sehr ungern tue, weil es mir in der Regel nicht besonders gut bekommt. Heute tat es das aber zum Glück doch, so daß ich lediglich einen Großteil der Zeit, die ich durch den frühen Feierabend heute gewonnen hatte, nun doch nicht effektiv nutzen konnte. Trotzdem halte ich natürlich (*ähem*) Wort und schreibe heute etwas mehr, und passenderweise auch gleich einmal nach langer Zeit wieder über die Agentur. Es hat die Form eines Blutbads angenommen und kann hier zur Gänze gelesen werden. Außerdem gibt es auch mal wieder eine neue Rezension von Stefan (die ich schon eine halbe Ewigkeit habe und jetzt endlich an die Öffentlichkeit entlasse). Hier also ein kleiner Teaser für die Kolumne:
Was bisher geschah:
Als wir unseren Helden das letzte mal sahen, hatte er einen Antrag auf Arbeitslosengeld II gestellt (Wer auch immer sich diese Bezeichnung ausgedacht hat, steht auf meiner Liste ganz oben. So viel steht fest.), eine völlig ungerechtfertigte Ablehnung desselben erhalten und prompt Widerspruch dagegen eingelegt. Das letzte, was er von der Agentur für Arbeitslosigkeit in dieser Angelegenheit gehört hatte, war ein Schreiben vom 27. Juli 2005, in dem der Eingang des Widerspruchs bestätigt wurde und er gebeten wurde, von weiteren Nachfragen abzusehen.
Und so ging es weiter...
Mitte November: Ich bin zwar gebeten worden, von weiteren Nachfragen abzusehen, aber das ist nun schon beinahe 4 Monate her und ich beschließe mich doch einmal nach dem Fortgang zu erkundigen. Nachdem bei der Agentur telefonisch natürlich niemals jemand zu erreichen ist und ich auch sowieso nicht weiß, wer für die Bearbeitung meines Widerspruchs zuständig ist (entsprechende Schreiben der Agentur sind vorsichtshalber völlig unpersönlich gehalten und der Verdacht liegt nahe, daß man dort selbst nicht weiß, wer eigentlich wofür zuatändig ist, so daß die meisten Angestellten vermutlich den ganzen Tag Däumchen drehen und darauf warten, daß ihnen jemand sagt, was sie tun sollen), habe ich nun endültig die Faxen dicke und gehe persönlich dort vorbei. Im ehemaligen Arbeitsamt hinter dem Hauptbahnhof erfahre ich, daß für Geldangelegenheiten nun das ehemalige Sozialamt in der Luisenstraße zuständig ist.
...weiterlesen
Ich habe die knapp fünf Stunden, die ich schon wieder daheim bin, neben einer kleinen Koch- und Essenspause, fast ausschließlich dazu verwendet, um ein Schreiben an die berüchtigte Agentur für Arbeitslosigkeit zu recherchieren und zu verfassen. Und je länger ich daran sitze, desto mehr steigt meine Wut auf diesen Auswuchs von Inkompetenz und menschenverachtender Bürokratie - Herr K. läßt grüßen. Ich habe jetzt jedenfalls völlig den Kaffee auf und muß eigentlich auch dringend ins Bett, damit ich morgen fit für die Klausur bin. Deshalb gibt es heute nur ein sehr kurzes Posting. Dafür wird das morgige dann deutlich länger, da ich die berechtigte Hoffnung habe, daß wir morgen nach der Klausur schon heimgehen können. Nebenbei bemerkt scheine ich in meinen zwei Wochen Krankheit überhaupt nichts verpaßt zu haben. Morgen wird sich herausstellen, ob ich damit einem gefährlichen Irrtum aufgesessen bin, oder ob das Niveau des Kurses tatsächlich so niedrig ist, daß die die ganzen letzten zwei Wochen nur das Zeug wiederholt haben, das wir schon gemacht hatten. Das wäre auch ein Beweis dafür, wie lächerlich Visual Basis.NET eigentlich ist. Eine Programmiersprache, in der jeder DAU blitzschnell eigene Programme fabrizieren kann, sollte dem erfahrenen Computernutzer sowieso von vornherein suspekt sein, finde ich.
Wie auch an den letzten Tagen bin ich heute schon wieder so müde, daß ich am liebsten sofort ins Bett ginge. Aber ich habe mir ja vorgenommen, jeden Tag zu posten und da muß ich jetzt eben durch. Nicht sehr hilfreich ist die Tatsache, daß ich seit einigen Tagen Schwierigkeiten mit dem Einschlafen habe (gestern lag ich z.B. bis halb fünf wach). Dementsprechend bin ich jetzt aus gutem Grunde nicht völlig wach, oder wie es in Fight Club so schön heißt:
"Wenn man unter Schlaflosigkeit leidet, ist man immer wach! Aber nie richtig…"
Ich bin schon gespannt, welchen Eindruck ich morgen auf der Fortbildung mache, wenn es mir in dieser Nacht wieder so geht. Keinen guten, vermutlich. Und deshalb gibt es auch heute wieder ein nicht so durchdachtes Posting mit all den Dingen, die mir so durch den Kopf gehen. Denn um komplexe Zusammenhänge in Worte zu fassen, fühle ich mich nicht wach genug. Und ich will ja auch keinen Unsinn erzählen. Jedenfalls nicht mehr als ich das sowieso schon tue.
Gestern war ich übrigens in Bochum, um mir die Sonderausstellung im Deutschen Bergbaumuseum Das Schiff von Uluburun anzusehen. Ich fand es ganz interessant, zu sehen, wie es um den "Welthandel vor 3000 Jahren" bestellt war. (Die Welt war damals noch deutlich kleiner als heute ;-) Aber für meinen Geschmack war es etwas wenig; abgesehen von einem Nachbau des titelgebenden Schiffes, gab es nur einen Saal mit Exponaten. Entsprechend waren wir auch nach einer guten Stunde schon wieder draußen. Ich hatte mir mehr erhofft. Generell bestärkt mich aber diese Erfahrung, in meinen Bestrebungen, mir in nächster Zeit mal wieder häufiger ein Museum von innen anzusehen. Schließlich hat man als Bidlungsbürger- und ein solcher strebe ich an zu werden - praktisch die Pflicht, sich für derlei zu interessieren.
Was gibt es noch? Ach ja, heute waren mal wieder jede Menge Wahlen. Aber so spannend wie sonst war es irgendwie nicht. Sicherlich auch, weil es mich persönlich nicht betrifft, aber auch, weil in zwei Bundesländern die Sache ganz klar aussieht und die SPD sich in Sachsen-Anhalt mal wieder mit Händen und Füßen gegen Rot-Rot sträubt und lieber unter CDU-Führung sein möchte. Ganz wie im Bund. Interessehalber habe ich mir trotzdem die Berliner Runde auf Phoenix angesehen und mußte mich schon wieder darüber aufregen, wie dieser arrogante SPD-Generalsekretär über die Linkspartei redet und jegliche zukünftige Koalition mit ihr ausschließt. Vielleicht sollte die SPD sich mal lieber daran erinnern, daß sie eigentlich als Arbeiterpartei angefangen hat. Wohin es führt, wenn sich die beiden großen Parteien zu sehr aneinander angleichen, sieht man ja in den USA (wo die Demokraten nicht mit Inhalten angetreten sind, sondern mit "Unser Kandidat ist nicht Bush.") und in Australien (das, ich muß es zugeben, ich eigentlich nur aus den Ausführungen von artbroken kenne).
In den letzten Tagen war ich eigentlich der Ansicht, daß ich inzwischen wieder völlig gesundet bin. Aber dem scheint nicht so zu sein. Heute habe ich mal wieder sehr wenig geschafft. Ich habe hauptsächlich weiter - wie schon seit einigen Tagen - meine Comics sortiert, und zwar in zwei (theoretische) Stapel: Die, die ich behalten will, und die, die ich loswerden will. Eine zeitlang sah es sogar danach aus, als würden beide Stapel ungefähr gleich groß, aber das hat sich mittlerweile wieder relativiert. Trotzdem bleibt ein immenser Berg an Comics, die ich definitiv nicht behalten möchte. Ich bin gerade dabei, eine Masterliste dieser Comics anzufertigen, mit der ich dann herumlaufe, um zu schauen, ob mir nicht jemand noch den einen oder anderen Euro dafür geben möchte. Falls Ihr also jemanden kennt, der Interesse haben könnte, oder selbst solches habt, schickt mir am besten eine kurze Mail. Dann maile ich die Liste zu, sobald sie fertig ist, und vielleicht kommen wir ja ins Geschäft.
Außerdem habe ich heute noch eine weitere, ähnliche Liste angefertigt. Mein Vater bricht nämlich endgültig ins digitale Zeitalter auf und will seine Schallplatten loswerden. Falls jemand daran Interesse haben sollte, bitte genauso vorgehen. Mail an mich, dann kommt die Liste und wir können verhandeln.
Viel mehr habe ich heute eigentlich nicht geleistet. Ich habe auch relativ lange geschlafen und trotzdem bin ich jetzt schon wieder ganz schön erschöpft und muß mich richtig überwinden, doch noch was zu schreiben, damit ich nicht ausgelacht werde. Auch die Kopfschmerzen, mit denen ich mich letzte Woche herumplagte, sind dabei wiederzukehren, und ich fühle mich ein bißchen so, als schwängen meine Moleküle etwas schneller als gewöhnlich. Am besten gehe ich jetzt gleich ins Bett und hoffe, daß das nur ein kurzes Wiederaufflammen dieser Erkältung/Grippe/Infekt/Was-auch-immer-ich-da-hatte ist, und ich morgen wieder richtig fit bin, um frohen Mutes die Bodentreppe und -flure zu wischen. Da kam nämlich vor einigen Tagen der ansässige Blockwart des Hauses, der auch dafür sorgt, daß des Nachts immer schon die Haustür verschlossen ist, damit wir alle in der Flammenhölle sterben müssen, zu mir und fragt nach, ob ich das denn schon gemacht hätte, mit der Bodenreinigung. Ich so: "Nee, wollte ich am Wochenende machen. Wie immer, am Ende des Monats." Er nur so, naja das wäre ja eigentlich schon letzten Monat fällig gewesen, da sollte ich mich mal ranhalten. Und ich dann wieder so: "Ja wie jetzt? Letzten Monat? Auf der Liste steht aber 'März'." Und er dann so: "Ach was? März? Das glaube ich nicht. Zeigen se ma her." *listezeig* Und er dann noch so: "Oh, na dann ist's ja gut." Dann sagte ich leider nichts mehr, auch wenn mir ein bissiger Kommentar auf der Zunge lag. Zum Beispiel als Friends-Zitat: "Oh, you thought, huh? Yeah, well that didn't really work out too well for you did it you idiot!!"
Ich reagiere ja im allgemeinen sehr allergisch auf Leute, die sich als Aufpasser und Kontrolleure aufspielen. Etwas, das hierzulande immer noch sehr verbreitet ist, besonders unter älteren Bürgern. Bis jetzt wiegen die gute Lage und die günstige Miete der Wohnung diese persönliche Aversion noch auf. Aber wer weiß, wie lange noch.
So spricht mein Vater immer - und die treuen Leser seines Fortsetzungsromanes werden bald (genau genommen sogar schon heute) merken, was er damit meint. ;-)
Diesmal hat sich dieser Spruch tatsächlich mal wieder in meinem Leben bewahrheitet, auch wenn es lange Zeit nach dem Gegenteil aussah.
Doch beginnen wir - so langweilig und berechenbar es auch sein mag - am Anfang.
Wie einige von Euch vielleicht wissen, plane ich schon seit ewigen Zeiten, mir endlich einen DVD-/HDD-Recorder zu kaufen. Ungefähr seit mein Videorecorder im letzten Herbst seinen Geist ausgehaucht hat. Glücklicherweise braucht meine Mutter ihren Videorecorder so gut wie überhaupt nicht, so daß ich mir diesen leihen konnte und ihn seitdem benutze. Alle paar Wochen fragt sie mal nach, wie lange ich ihn denn noch brauche, vergißt das dann aber immer schnell wieder. Trotzdem ist das natürlich kein Zustand auf Dauer und als Geek muß man sich ja schon langsam schämen, wenn man immer noch so rückschrittliche analoge Technik verwendet.
Nach dem mir eigenen langem Trödeln und Überlegen habe ich mich vor ungefähr vier Wochen endlich für ein Modell entschieden, das mir einigermaßen zusagte (wobei ich im Nachhinein natürlich schon wieder die ein oder andere Sache doch noch etwas anders hätte, but I disgress). Ich habe mich dann aufgemacht und bin durch die lokalen Elektronikgeschäfte gelaufen, um das günstigste Angebot zu finden und habe dabei festgestellt, daß es das Gerät nur bei Karstadt überhaupt noch zu kaufen gab, weil das Nachfolgemodell bereits auf dem Markt ist. Und der Preis betrug stolze 499 Euro. Da muß eine alte Omma lange für stricken. Dann habe ich jedoch im Netz geschaut - weil man das halt so macht - und gesehen, daß dasselbe Gerät bei den freundlichen Menschen von amazon.de ganze 70 Euro weniger kostete (okay, Porto muß man da natürlich noch einrechnen). Obgleich ich ungern Dinge im Versandhandel kaufe, weil ich nämlich eifriger Leser der Rubrik "Vorsicht Kunde" in der c't bin, habe ich mich aber schließlich doch dazu durchgerungen, den Recorder bei amazon.de zu bestellen. Schließlich habe ich dort bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Wenn man mal von der dummen Angewohnheit absieht, daß man es dort nicht gern zugibt, wenn ein Artikel nicht lieferbar ist, und den Kunden lieber wochen- oder gar monatelang mit irgendwelchen Versprechungen hinhält. Aber ansonsten habe ich eigentlich noch nichts Schlimmes über den Kauf dort gehört.
Ich habe das Gerät dann aber nicht sofort bestellt. Dies war nämlich zu der Zeit, als ich an der DGfS-Tagung teilnahm [btw: keine Sorge, ich habe nicht vergessen, daß ich hierzu noch einen Bericht schreiben wollte], und da wollte ich mich nicht auch noch damit beschäftigen. Als ich dann wieder hier an- und zur Ruhe gekommen war, ging ich gutgelaunt auf die Seite von amazon.de und mußte mit Entsetzen feststellen, daß mein DVD-Recorder inzwischen ausverkauft war. Ich hatte zu lange gewartet.
Erst war ich so verzweifelt, daß ich sogar ernsthaft überlegte, ob ich das eine Angebot auf dem amazon-Marketplace nutzen sollte, das immerhin ähnlich günstig war. Dann gewann aber die mir innewohnende Versandfeigheit - oder wie ich es gern nenne: der gesunde Menschenverstand - die Oberhand und ich besann mich eines besseren.
Zerknirscht besuchte ich also wieder alle lokalen Elektronikfachmärkte und dachte, nun müsse ich wohl oder übel in den sauren Apfel beißen und den Recorder bei Karstadt kaufen. Doch, oh Wunder, inzwischen gab es ihn auch bei Berlet, einem Laden, der mir sowieso sympathisch ist, weil er weder die Idiotie seiner Manager auf den Rücken der Angestellten austrägt, wie Karstadt, noch extrem dümmliche Werbung verbreitet, wie Saturn und Media-Markt das tun. Und hier kostete er sogar nur 458 Euro. Immer noch deutlich mehr als bei amazon, aber immerhin nicht so teuer wie bei Karstadt.
Doch als ich dann wenige Tage später dort ankam und den Recorder kaufen wollte, erwies man sich dort leider als wirtschaftlich sehr rückschrittlich und wollte meine schicke Kreditkarte nicht annehmen. So dauerte es also noch eine Woche, bis ich dank langer donnerstäglicher Öffnungszeiten an mein Sparbuch gelangen und das Geld in bar abheben konnte.
In meiner oft unangenehm regen Phantasie sah ich mich in diesen Tagen schon bei Berlet ankommen und feststellen, daß bereits alle Recorder verkauft waren. Tja, wäre ich mal früher gekommen.
Als ich dann tatsächlich Zeit und Geld genug hatte, um einen neuen Kaufanlauf zu nehmen, sah es einen Moment tatsächlich so aus als bewahrheiteten sich meine Alpträume, und ich wollte schon mein grausames Schicksal verfluchen, wie ich es so gern und häufig tue. Doch dann sah ich doch noch zwei Geräte herumstehen. Und was sahen meine müden Augen? Der Preis betrug nur noch 399 Euro. Da habe ich natürlich blitzschnell zugeschlagen und bin nun glücklicher Besitzer eines state-of-the-art Fernsehsendungsaufnahmegerätes. Noch habe ich nicht alle Finessen, die in der über hundert Seiten starken Anleitung (die es selbstverständlich in vier Sprachen gibt - jede Sprachversion ist über 100 Seiten stark) detailliert sind, durchschaut, aber die Grundfunktionen tun es schon mal zu meiner Zufriedenheit. Endlich kein nerviges Spulen und Kassettenjonglieren mehr. Der nächste Schritt beinhaltet allerdings doch noch einmal ebenjenes. Denn jetzt werde ich die paar Sendungen, die mir im Laufe der Zeit wichtig genug waren, sie aufzuheben, von Videokassetten auf DVDs überspielen. Und dann kann ich meiner Mutter endlich feierlich ihren Videorecorder zurückgeben. Willkommen in der Zukunft!
Wie man an der mageren Postingdichte der letzten Tage sehen kann, geht es mir immer noch nicht so richtig gut. Heute haben mich zum Beispiel von morgens an den ganzen Tag über nervige Kopfschmerzen begleitet. Und vermutlich werde ich auch gleich wieder überraschend früh erschöpft ins Bett fallen, so wie fast immer in den letzten Tagen. Trotzdem möchte ich eigentlich keine Ausreden mehr gelten lassen und jetzt regelmäßig schreiben. Und wo kann ich das besser gewährleisten als hier vor den schonungslosen Augen der Öffentlichkeit? (Es ist doch auf jeden Fall Öffentlichkeit, oder? Auch wenn nicht einmal genügend Leute mitlesen, um eine Basketballmannschaft zusammenzustellen.)
Ich klaue also wieder einmal schamlos eine Idee. Diesmal bei einem meiner Liebliengsblogger: Wil Wheaton höchstpersönlich. Ab jetzt werde ich jeden Abend in dieses blog schreiben. Es besteht eine gute Chance, daß ich nicht jeden Tag etwas Interessantes zu erzählen haben werde. Aber davon werde ich mich nicht abhalten lassen und einfach trotzdem etwas schreiben. Und zwar jeden Abend mindestens 30 Minuten lang. Bei Wil waren es damals zwar nur 10 Minuten, aber ich schreibe oft sehr langsam und lasse mich (noch) zu leicht von der schillernden Welt des weltweiten Netzes ablenken, so daß ich sicherheitshalber gleich eine etwas längere Zeit gewählt habe.
Ihr könnt schon mal Wetten darüber abschließen, wie lange ich das tatsächlich durchhalte. Und wenn es weniger als 4 Wochen sind, gebe ich hiermit jedem Leser die Erlaubnis dazu, mich in der Öffentlichkeit auszulachen und als faulen Sack zu beschimpfen, wie es weiland mein Computerlinguistikprofessor tat - eine Anekdote, die ich mir von den Mitstudenten, zu denen ich noch Kontakt habe, bis zum heutigen Tage immer wieder anhören muß. Ebenfalls lohnenswert könnte es sein, darum zu wetten, wie lange es dauert, bis meine Kreativität durch das tägliche Schreiben so weit am Boden ist, daß ich durch meine gähnend langweiligen Beiträge auch noch die letzten Leser vergrault habe und mich selbst jedesmal in Agonie winde, bevor ich auf den "Veröffentlichen"-Button klicke. Aber vielleicht tritt ja auch genau der gegenteilige Effekt ein und die tägliche Schreibpraxis hilft auch meiner Kreativität zu neuen Höhen. Das ist es ja, muß ich zugeben, was ich mir von dieser Übung erhoffe. Man darf gespannt sein.
So fühle ich mich zur Zeit. Passenderweise habe ich mir am Sonntag tatsächlich eine nicht unbeträchtliche Menge meines kostbaren Blutes von den netten Menschen vom Roten Kreuz abzapfen lassen. Und es ist sicher nur ein Zufall, daß ich - wie es in den Iden des März so üblich ist - am Montag dann tatsächlich von einem fiesen Wintervirus niedergestreckt wurde. Um "die erfolgreiche Beendigung [meiner] Weiterbildung" nicht zu gefährden bin ich natürlich am Dienstag gleich zum Arzt gelaufen, der mir für den Rest der Woche erst einmal Ruhe verordnet hat. Und das war auch gut so, denn gestern hatte ich, wie man sieht, nicht einmal mehr die Energie etwas hierher zu schreiben. Und auch heute ist es knapp geworden. Viel länger als eine Stunde halte ich es momentan nicht vor dem Rechner aus. Dann fühle ich mich so erschöpft, daß ich erst einmal eine Pause machen muß. Wo soll das noch hinführen? Auf der "Fortbildung" acht Stunden lang vor einem Rechner zu sitzen wäre meiner angeschlagenen Gesundheit jedenfalls mit Sicherheit nicht zuträglich gewesen.
Oh oh, schon wieder vier Tage ohne Posting. Zum Glück ist das letzte wenigstens eines which I am somewhat fond of. Hier erst einmal der Versuch einer zaghaften Erklärung meiner mageren Postingausbeute der letzten Tage.
Die Zeit, die ich täglich an die "Fortbildung" verschwende, beträgt inklusive Hin- und Rückfahrt 10,5 Stunden. Das ganze ist oftmals so enervierend, daß ich mich, einmal zu Hause angekommen, erst einmal eine Weile erholen muß. Dann gilt es sich der Nahrungsaufnahme zu widmen und soziale Kontakte zu pflegen. Zu allem anderen komme ich folglich gar nicht mehr, vor allem, da ich dann auch noch die ein oder andere Besorgung machen mußte. Ich bin so zum Beispiel nicht einmal dazu gekommen, mich ausführlich mit dem Previews-Katalog zu beschäftigen, den ich am letzten Samstag vom Comic-Händler meines Vertrauens in die Hand gedrückt bekam. Und das dauert nicht so wahnsinnig lange. Und auch jetzt habe ich keine Zeit dafür, weil ich gleich schon wieder Besuch bekomme. Bedauerlicherweise ebenfalls auf der Strecke geblieben ist mein Schlaf. Die traurige Bilanz dieser Woche: 5 Nächte: insgesamt 21 Stunden Schlaf. In der letzten Nacht habe ich daher erst einmal versucht, das Defizit aufzuholen. Aber obwohl ich gut elf Stunden schlief, wäre ich heute nachmittag trotzdem fast beim Fernsehen eingeschlafen.
Ich hoffe ernsthaft, daß Persistent Illusions nicht zu einer reinen Wochenendveranstaltung verkommt. Die Pläne der nächsten Tage verheißen allerdings dahingehend nichts Gutes. Morgen werde ich zum Beispiel bei einer gepflegten Partie Axis & Allies die dreckigen Krauts in ihr schäbiges kleines Land zurücktreiben. Und das dauert erfahrungsgemäß ziemlich lange, so daß ich nicht weiß, wieviel ich danach noch auf die Reihe bekomme. Und dann ist schon wieder Montag und ich muß wieder jeden Tag Unmengen an Stunden auf der "Fortbildung" verschwenden.
Apropos "Fortbildung": Das (die? der? schon der Name zeigt, daß hier Idioten am Werke waren) JobCenterARGE entblödet sich nicht, mir einen Brief mit folgendem Inhalt zu schicken.
Fehlzeiten während Ihrer Weiterbildung
Sehr geehrter Herr König,
ich habe erfahren, dass Sie bereits mehrfach Fehlzeiten in grösserem Masse [sic! Dieser Brief kommt also entweder aus der Schweiz oder von jemandem, der von den Regeln der (neuen) Rechtschreibung völlig überfordert ist. Intelligenz scheint ja sowieso für eine Karriere bei der Agentur eher hinderlich zu sein.] aufweisen. Zeiten, die als arbeitsunfähig bescheinigt werden, sind natürlich entschuldigt.
Bei den weiteren Fehltagen weise ich jedoch darauf hin, dass Sie dadurch auch die erfolgreiche Beendigung Ihrer Weiterbildung gefährden könnten.
Dieser Brief kommt, nebenbei bemerkt, mitnichten von meinem "Arbeitsberater" (der sich ja sowieso nur rührt, wenn man ihm die Pistole auf die Brust setzt), sondern von einer mir völlig unbekannten "Frau Peter", die sich nicht die Mühe macht, sich in irgendeiner Art und Weise vorzustellen, und die beim Punkt "Durchwahl" im Briefkopf eine dubiose 0180-er Nummer stehen hat. Wäre ich nicht schon mit der... hmmm, nennen wir es einmal großzügig "Arbeitsweise"... also, wäre ich nicht schon zur Genüge mit der Arbeitsweise der Agentur vertraut, würde ich hinter diesem Schreiben noch ganz andere Dinge vermuten. Hätte ich es in elektronischer Form bekommen, wäre es sicherlich zu Recht im Spam-Ordner gelandet. Ich überlege noch, ob ich es direkt der Altpapierverwertung zuführen soll oder es aufhebe, um später lückenlos beweisen zu können, warum mein Amoklauf in den Gebäuden der Agentur gerechtfertigt war.
Interessant ist übrigens auch, daß die himmelschreiende Inkompetenz der ersten drei Dozenten in dieser "Fortbildung" deren "erfolgreiche Beendigung" meinerseits nicht gefährdet haben, aber wenn ich ohne einen Arzt zu konsultieren entscheide, daß ich mir lieber zu Hause die Seele aus dem Leib kotze als dies auf der "Fortbildung" zu tun, wächst diese Gefahr plötzlich beträchtlich. Ich bin schon wieder kurz davor, unkontrollierbare Haßgefühle zu entwickeln.
-- now playing: The Dresden Dolls - Coin Operated Boy --
Nur so als Erklärung, warum es heute immer noch keine gehaltvollen Beiträge von mir zu lesen gibt. Das wird hoffentlich morgen anders.
Karneval. [...] Entlehnt aus it. carnevale[...]. Möglicherwise eine Lehnbildung mit it. carne f 'Fleisch' und it. levare 'wegnehmen' (de carne levare ieiunium, gekürzt zu carnelevare, carnelevarium, dann carnevale). Ursprünglich Bezeichnung des Tages vor der vorösterlichen Fastenzeit; dann Erweiterung des bezeichneten Zeitraumes.
Das sagt der kluge Herr Kluge (den es inzwischen sogar schon digital gibt - leider im proprietären Ein-Betriebssystem-Format) zu dem, was wir in diesen Tagen erlebten und was morgen glücklicherweise schon wieder vorbei ist.
Wenn das nicht die perfekte Gelegenheit für alle Christen ist, endlich - zumindest für einige Wochen - das glorreiche Leben eines Vegetariers zu führen. Als Anreiz (im Sinne einer negativen Verstärkung) kann dieses Video dienen, das ich mir aufgrund meines furchtbar schlecht konfigurierten Systems bisher nicht selbst ansehen konnte, das aber doch sehr deutliche Bilder enthalten soll (nichts für schwache Nerven).
Noch mal zurück zum Karneval. Man sollte ja meinen, daß dieser närrische Frohsinn nach Terminplan hier im "Herz Westfalens" nicht so ausgiebig zelebriert wird, aber leider ist dem nicht so. So mußte ich gestern auf dem Heimweg von meiner "Fortbildung" entsetzt feststellen, daß es wohl tatsächlich immer noch einen Rosenmontagszug in Dortmund gibt und - für mich in diesem Moment viel schlimmer - daß man die Straßenbahn einfach nicht mehr fahren läßt, weil sie dem Zug in die Quere käme. So bin ich ziemlich verärgert per pedes von der Innenstadt aus nach Hause gewandert und konnte so nicht nur nicht das hervorragende Buch, welches ich zur Zeit lese, endlich beenden, sondern es sieht momentan gar ein bißchen so aus, als habe ich mir unterwegs auch noch eine leichte Erkältung eingefangen. Wenigstens ist dann die Nase rot. Helau!
Drei Tage voller linguistischer Freuden liegen hinter mir und ich bin jetzt wieder on. Zur Erklärung für diejenigen, die es nicht wußten, sei gesagt, daß ich während der letzten Tage eine befreundete Linguistin zu Besuch hatte, mit der ich gemeinsam jeden Tag nach Bielefeld fuhr. Und da sie heute wieder in Richtung Norden abgereist ist, kann ich nun wieder meine komplette Zeit vor dem PC verbringen und endlich mal wieder einen Blogeintrag produzieren.
Ich habe ganz fest vor, einen ausführlichen Reise-/Tagungsbericht für's Gemetzel zu schreiben, das scheinbar doch mehr Leute lesen als ich gedacht hätte (siehe das nächste Posting). Und aufgrund meines fast schon sprichwörtlich schlechten Gedächtnisses muß ich das bald tun, bevor ich die Hälfte vergessen habe. Ich hoffe, ich komme morgen dazu, habe da aber auch noch andere Sachen zu tun. Der Bericht wird außerdem vermutlich ziemlich lang werden - zumindest scheint mir das grobe Konzept in meinem Kopf das anzudeuten - so daß ich womöglich morgen zwar damit anfange, aber nicht fertig werde. Ihr werdet es schon erleben.
Übrigens kann ich all jenen, die mir übelste Staus vorhergesagt haben, eine lange Nase drehen. Ich habe bei drei Tagen a zwei Fahrten nicht eine einzige Minute im Stau gestanden. Zwei mal begann der Stau allerdings direkt hinter dem AK Dortmund-Nordost, an dem ich glücklicherweise abfahren mußte.
Die nächste Woche ist ziemlich voll. Morgen gehe ich wieder zu meiner "Fortbildung", nachdem mein Magen sich inzwischen ohne ärztliches Eingreifen, bzw. nur durch Androhen dessen wieder einigermaßen beruhigt zu haben scheint. Ich bin schon gespannt, wieviel ich verpaßt habe und wieviel Zeit es mich kosten wird, das aufzuholen - vermutlich beängstigend wenig.
Morgen oder übermorgen werde ich ein Heidengeld ausgeben, um den Gastrologen per Handy in einer Fortbildungspause anzurufen und mir erzählen zu lassen, was die Untersuchung meines Blutes ergeben hat (vermutlich nichts). Und dann muß ich mir gemeinsam mit dem Arzt überlegen, ob eine Magenspiegelung Sinn macht, wenn sich das Problem doch jetzt einigermaßen von selbst erledigt hat.
Und damit es nicht zu stressig wird mit all der "Fortbildung", habe ich mir von Mittwoch bis Freitag Urlaub genommen. Gut daß ich zufällig erfahren habe, daß das möglich ist. Und ich habe ja auch einen guten Grund. Ich werde in dieser Zeit nämlich die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft in Bielefeld besuchen. Und da das so nah ist, habe ich mir ein Auto geliehen und werde jeden Tag früh morgens hin- und abends wieder heimfahren. Diese Idee hatten wohl auch einige andere, denn es scheint ein bißchen so, als würde das gesamte Personal des linguistischen Institutes der RUB ebenfalls dort sein. Ich freue mich aber trotzdem schon sehr darauf, mich endlich mal wieder so richtig als Linguist zu fühlen. Da dies aber sehr zeitaufwendig ist, werde ich wohl in der nächsten Woche wenig bis gar nichts hierher schreiben. Dafür gibt es aber danach vermutlich einen ReiseErlebnisbericht.
-- now playing: New Model Army - The Collection --
Ihr fragt Euch vielleicht, warum ich manchmal auf Englisch und manchmal auf Deutsch schreibe. So richtig erklären kann ich es auch nicht, fürchte ich. Es ist einfach so, daß mir bestimmte Gedanken in einer bestimmten Sprache einfallen. Und wenn der halbe Beitrag schon fertig in meinem Kopf ist, dann schreibe ich ihn eben in der Sprache, in der er sich mir anbietet. Wenn meine hehren Sprachlernpläne nicht nur solche bleiben, passiert mir das früher oder später hoffentlich auch noch in anderen Sprachen. Das wäre so cool.
Heute war ich in aller Hergottsfrühe beim Gastrologen, der mir nach einer Ultraschalluntersuchung schon mal versichern konnte, daß ich keine Gallensteine habe. Für das Blutabnehmen mußte ich mich in eine Schlange stellen, da ich nur einer von insgesamt fünf Patienten war, die das alle wollten, und nur jeweils einer in das entsprechende Zimmer paßte. Zwischenruf: "Warum gab es keine Stühle?" Das weiß wohl niemand. Das Ergebnis gibt es jedenfalls erst Anfang nächster Woche. Und dann muß ich mich wohl entscheiden, ob ich mir doch noch den Magen spiegeln lasse - wahrscheinlich schon, es sei denn die Schmerzen kommen nun doch nicht mehr wieder. Das würde mich aber schon wundern.
Nicht so sehr gewundert habe ich mich über die Geschichte mit meinem neu erworbenen Drucker. Der sollte ja angeblich spätestens am Freitag geliefert werden, ich sollte aber zur Sicherheit lieber vorher anrufen. Das tat ich natürlich nicht, sondern ging am Montag frohgemuts direkt zum PC-Spezialisten. Der Drucker war natürlich noch nicht da. Aber am Dienstag komme er ganz bestimmt, wurde mir versichert. Aber da müssen sie schon früher aufstehen, wenn sie denken, daß ich darauf hereinfalle. Stattdessen habe ich mich gestern totgestellt und erst heute Nachmittag dort angerufen. Die Geschichte, daß der Drucker tatsächlich schon gestern angekommen sei, aber erst so spät, daß man mich nicht mehr angerufen habe, damit ich mich nicht hetzen müsse, war schon ziemlich nett und ich habe so getan als glaubte ich sie. Aber der Drucker ist nun tatsächlich in meinem Besitz und jetzt muß ich nur noch den Mut aufbringen, ihn auszupacken und anzuschließen. Ein bißchen Glück ist ja immer mit dabei, wenn es darum geht, ob eine neue Hardwarekomponente reibungslos funktioniert. Den Spaß hebe ich mir für morgen auf. Nachdem ich meinen Arzttermin ja schon um sieben Uhr hatte und daher schon um halb sechs aufgestanden bin, habe ich vor, die günstige Gelegenheit zu ergreifen, früh ins Bett zu gehen und morgen wieder früh aufzustehen. Am Montag muß ich ja wieder bei meiner "Fortbildung" sein und da sollte ich meinen Tag-und-Nacht-Rhythmus langsam mal wieder daran angleichen.
Hmmm. In den letzten Tagen habe ich immer wieder mal Momente gehabt, in denen mir plötzlich ein wenig warm wurde. Auch heute nachmittag wieder, als ich begann diesen Beitrag zu schreiben um ihn dann stundenlang liegen zu lassen. Fast so als bekäme ich Fieber, aber es wird dann nicht schlimmer, sondern verschwindet nach einer Weile wieder. Ich hoffe, das sind keine Hitzewallungen. Ich fühle mich schon alt genug, ohne plötzlich in die Wechseljahre zu kommen. Und außerdem bin ich überhaupt gar keine Frau!!!
Vielleicht ist es aber auch doch eine herannahende Erkältung, die ich durch meine schonende Lebensführung bisher auf Abstand halte. Heute habe ich mich endlich mal wieder hinausgewagt, um einige Besorgungen zu erledigen, und natürlich war das Wetter so widerlich, daß es keine Freude machte, dort hindurch zu laufen. Trotz angenehmer 6 Grad blies mir die ganze Zeit ein fieser Wind entgegen und immer, wenn ich ein Geschäft oder die Bahn verließ, setzte auch noch kurzzeitig Regen ein. Einmal hatte das, was herunterfiel, sogar einen festen Aggregatzustand inne.
Aber ich habe mich von diesen widrigen Umständen nicht unterkriegen lassen und trotzdem tapfer alles erledigt, was auf meiner Liste stand. Zuerst habe ich den freundlichen Herren beim PC-"Spezialist" einen Besuch abgestattet, weil ich nun doch endlich mal einen neuen Drucker erstehen muß. Ich habe versucht, mich beraten zu lassen, da der Laden ja mit dem mir sehr sympathischen Satz wirbt "Wer ohne Beratung kauft, ist verrückt." Und ich hatte ja schon sehr klare Vorstellungen. Bei den ersten paar davon wirkte der Verkäufer noch recht zuversichtlich: Ein Multifunktionsgerät, nicht von Epson - deren Produkte sind mir einmal zu oft auf den Sack gegangen, und es soll maximal 150 Euro kosten. Er ging noch während ich das aufzählte, zielstrebig auf einen Canon-Drucker zu, als ich die Bombe platzen ließ "...und dann muß er auch noch unter Linux arbeiten." Und in dem Moment gefror das Lächeln auf seinem Gesicht und er begann sich hilfesuchend nach jemandem umzusehen, der wußte, was dieses "Linux" eigentlich genau ist. Da gerade niemand zu sehen war, schaute er erst einmal gründlich auf der Packung des Canon-Gerätes nach. "Hmmm, Windows 2000, Windows XP, Mac OS X. Nein, kein Linux." Von mir, der ich mit nichts anderem gerechnet hatte, erntete er dafür nur ein mitleidiges Lächeln. "Ich habe gehört, daß HP-Geräte ganz gut unterstützt werden. Inzwischen war ein Kollege auf den Problemkunden aufmerksam geworden und schaltete sich helfend ein. Die geniale Idee: Einfach mal das Internet anwerfen und schauen, was auf den Homepages von Canon und HP steht. Der Kollege, sah zwar aus wie ein Computergeek, war dies aber offensichtlich nur halbherzig, da es ihn wirklich überraschte, daß keiner der beiden Hersteller Linuxtreiber für seine Drucker anbietet. Ich warf darauf ein freundliches "In der Regel bastelt die Community sich die Treiber selbst." ein, durch das er sich genötigt fühlte zu sagen, daß er dann aber keine Garantie für ein einwandfreies Funktionieren übernehmen könne. Klar, denn der Treiber kommt ja dann nicht von einem ordentlichen Unternehmen wie zum Beispiel Microsoft, sondern von einem Haufen Freaks. Innerlich schüttelte ich darüber nur den Kopf, seufzte kurz und gab ihm dann den Tip doch einfach mal in der SuSE-Hardware-Datenbank nachzusehen, wie es mit Unterstützung für die diversen in Frage kommenden Modelle aussieht. Der echte PC-"Spezialist" zeigte sich dann als er nicht einmal allein auf die Idee kam, dies bei Google einzugeben, um die korrekte Adresse herauszufinden, und dann auch noch auf der Ergebnisseite den falschen Link auswählte. Na ja, es wurde dann, wie von mir eigentlich auch erwartet, ein HP-Drucker, den sie mir bestellt haben und der "vielleicht sogar schon Freitag" geliefert wird.
Aus dieser leidvollen Erfahrung, die bei weitem nicht die erste ihrer Art war, richtet sich mein Appell in die Welt (in der, vermutlich vergeblichen, Hoffnung, daß dies hier auch von Menschen gelesen wird, die ich nicht persönlich kenne): Es muß doch einen Computerladen geben, wo man auch als Linuxnutzer ordentlich beraten wird. Am besten in Dortmund, aber von mir aus sogar irgendwo in der Ruhrstadt. Wenn jemand dort draußen so ein Geschäft kennt, zögere er oder sie nicht, mir das mitzuteilen, per Mail oder noch lieber in den comments. Dann haben alle was davon.
Des weiteren habe ich mir, angeregt durch das sehr schöne Buch Oracle Night, das ich gerade lese, ein einigermaßen ordentliches Schreibbuch (ich will immer "Notebook" sagen. Ist das richtige deutsche Äquivalent "Notizbuch"?) und einen neuen Kugelschreiber gekauft. Die beiden sollen als Symbol dienen und die Kreativität kanalisieren, auf daß dies das Jahr wird, in dem ich endlich mal eine Menge der vielen in meinem Kopf umherschwirrenden Ideen zu Papier bringe, meinen schon lange überfälligen Roman beginne und vielleicht sogar beende.
Unterwegs habe ich mir noch ein Französischbuch gekauft, um optimal auf den März vorbereitet zu sein, wenn ich mich wieder regelmäßig mit einer guten Freundin zum gemeinsamen Lernen treffen werde. Die Zeit drängt, denn wie ich im Netz las, hat der großartige Lewis Trondheim den großen Preis des Festival International de la Bande Dessinée d'Angoulême gewonnen und wird daher bei der nächsten Ausgabe im Januar 2007 dort der Ehrengast sein. Da muß ich natürlich hin und bis dahin muß die Landessprache einigermaßen sitzen. Vielleicht hat ja der eine oder andere Comic-Fan, der dies liest, Lust dazu, mich zu begleiten. 11 Monate vorher müßten doch selbst für Captain Smollet rechtzeitig genug sein.
Zwei Dinge, die mir schon länger im Kopf herumschwirren. Jetzt habe ich es aufgegeben, darauf zu warten, daß mir noch mehr solcher Fetzen zufliegen, die dann zusammen einen Eintrag von akzeptabler Länge ergäben. Mehr Mut zum Kurzbeitrag!
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Bin ich eigentlich der einzige, der bei der Werbung für die neue(?) MTV-Konzert-Sendung "Get alive" immer nur "Get a life!" versteht?
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Jedesmal, wenn ich mit der Straßenbahn die Kaiserstraße entlangfahre und nicht gerade in ein Buch vertieft bin, fällt mir auf, daß ich das Möbelgeschäft dort vermisse. Hauptsächlich wegen der "erschwinglichen Massivholzmöbel", die immer im Schaufenster angepriesen wurden. "Erschwinglich" ist meiner Meinung nach eines der schönsten deutschen Wörter. Ich muß mir mal angewöhnen, das häufiger zu verwenden.
So verläuft mein Leben momentan. Mal geht es mir ganz gut, mal nicht so gut. Heute wachte ich zum Beispiel mit Kopfschmerzen auf, die mich den ganzen Tag nicht mehr verlassen haben, und mir irgendwie die Lust und den Elan genommen haben, überhaupt etwas Ordentliches auf die Beine zu stellen. Jetzt lassen sie langsam aber sicher nach, aber ich habe eigentlich vor, früh ins Bett zu gehen, um den morgigen Tag endlich mal etwas produktiver zu gestalten. Also habe ich da jetzt auch nicht so richtig etwas von. Und mein Magen läßt mich auch nicht wirklich in Ruhe, scheint es. Am Samstag habe ich mich nach dem Aufwachen recht lange damit geplagt, bis ich in Ruhe aufstehen und frühstücken konnte. Aber wenigstens bin ich deswegen nach wie vor krank geschrieben. Vorerst bis zum 17. Februar. Und zwischendurch werde ich wohl zum Gastrologen gehen. Mein erster Besuch dort am letzten Donnerstag kommt mir, je länger ich darüber nachdenke, immer unnützer und dubioser vor. Der Arzt hat mich ruhig erzählen lassen und dann die volle Batterie an Untersuchungen angeordnet: Ultraschall, Blutuntersuchung, Magenspiegelung. Gerade mit letzterem bin ich, nachdem ich darüber las und nachdachte, nicht wirklich einverstanden, und werde das morgen telefonisch erst mal abzubiegen versuchen. Man darf gespannt sein.
[Later that same night]
Der erste Absatz dieses Beitrages entstand kurz nach Mitternacht. Was jetzt kommt, müßte eigentlich ein neuer Beitrag werden, paßt aber wunderbar zum Thema "up and down", das sich nicht nur auf meine körperliche Gesundheit, sondern auch auf meine Psyche erstreckt. Nach Beendigung des obigen Absatzes habe ich eine Unterhaltung geführt, die derart intensiv war, daß all meine Rezeptoren und sonstigen Nervenzellen auf Hochtouren laufen. Ich müßte schon längst müde sein, aber der Rausch hält mich wach und ich scheue mich, schlafen zu gehen, weil ich genau weiß, daß dieses faszinierende Gefühl morgen früh nicht mehr da sein wird. Schon während ich das hier schreibe, merke ich, wie es langsam immer schwächer wird. Und ich fürchte, daß ich mir das Gefühl kaputt denken könnte und das vielleicht auch noch tun werde, wenn ich darüber nachdenke, woher es nun genau kommt und wie ich das wieder erreichen kann. Solche Momente kann man nicht bewußt herbeiführen. Die kommen einfach so vorbei, wenn sie es für richtig halten. Dem ewigen Analysierer in mir widerstrebt es, das zu akzeptieren, aber ich werde mir Mühe geben.
Und ebenfalls während ich dies schreibe, wird mir wieder schmerzlich bewußt, daß ich nicht in der Lage bin, dieses magische, wundervolle Gefühl in ebensolchen Worten zu beschreiben. Das ist etwas, was ich können sollte, was ich können will. Und wenn ich in diesem Jahr sonst nichts erreiche, dann werde ich doch wenigstens alles geben, um ein besserer Schreiber (Das englische Wort "writer" drückt viel besser aus, was ich erstrebe, als es Worte wie "Autor" oder "Schriftsteller" können. Schade daß es kein deutsches Äquivalent dazu gibt.) zu werden. Erwartet also deutlich mehr und deutlich vielseitigeren Krempel in diesem blog und vermutlich auch im Gemetzel selbst als bisher. Mein Vorbild dahingehend ist der gerade erst hinreichend gelobte und verlinkte artbroken. Mal sehen, ob ich diesen Level von Interessantheit erreiche. Und mal sehen ob ich für diese Art von Offenheit gegenüber der Welt wirklich bereit bin. Aber zumindest wird das blog hier dann endlich mal interessant und lesenswert und es verirrt sich vielleicht auch endlich mal jemand hierher, der mich noch nicht persönlich kennt.
Time for bed now.
Ich bin übrigens - für diejenigen, die es vielleicht noch nicht wissen - momentan krank geschrieben, weil mein Leben so zum Kotzen ist, daß es mir den Magen umdreht. Der Arzt hat zwar andere, viel schlauer klingende Dinge auf meine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung geschrieben, aber darauf läßt es sich wohl letzten Endes reduzieren. Am Donnerstag werde ich deswegen einen Spezialisten aufsuchen und ich kann nur hoffen, daß ich keinen Schlauch schlucken muß. Auf die Frage danach werde ich vermutlich antworten: "Nein, Danke. Mir ist schon schlecht."
Und kaum habe ich die "Fortbildung" nicht mehr im Nacken, schon laufe ich wieder Gefahr in diesen gefährlichen Trott zu verfallen, in dem ich nichts, aber auch gar nichts geregelt bekomme. Dabei habe ich mir in den letzten Wochen doch die beiden größten Zeitfresser weitgehend abgewöhnt: Fernsehen und Blogs lesen. Jeden Tag mindestens einmal etwas hierher zu posten ist daher mein verzweifelter Versuch, etwas Struktur in meinen Tag zu bekommen und das Schreiben nicht gänzlich zu vernachlässigen.
Jetzt schlage ich mich schon seit einigen Tagen mit diesen dämlichen Kopfschmerzen herum. Sie sind zwar nur sehr schwach, gehen dafür aber auch nie ganz weg. Ich frage mich, ob ich zu viel gedacht habe, und das nun eine Art Muskelkater in meinem Gehirn ist. Oder vielleicht bekomme ich eine Migräne und mutiere vollends zur Frau (immerhin mag ich schon keinen Fußball). Oder am Ende ist es sogar ein klassischer Gehirntumor. Wer weiß. Vermutlich wird sich aber auch dies schon sehr bald wieder in Wohlgefallen auflösen und so verbleibe ich mit dem unsterblichen Satz: Gut, daß wir drüber gesprochen haben.
Well, this took some time.
Ihr fragt jetzt vermutlich "was?" und ich kann nur sagen, daß ich mir schon lange nicht mehr so viele Gedanken gemacht habe, wie in den letzten paar Wochen. Worüber? Tja, eigentlich über so ziemlich alles. Ironischerweise hat mich das zwar teilweise sogar wieder ans Schreiben gebracht, aber bis jetzt ist noch nichts Vorzeigbares dabei. But I'm looking forward for this to change. Maybe even soon.
"Was ist denn nun bei all der Denkerei herausgekommen?"
Let's face it. My 2005 sucked. Hard. Ich habe niemanden neues kennengelernt und es ist nichts wirklich Interessantes und Erwähnenswertes in meinem Leben geschehen. Das war besonders störend für mich, weil ich im Jahr davor noch nach Bergen, zur Frankfurter Buchmesse und nach Edinburgh gefahren war. Und dann plötzlich nichts mehr. Das einzige Ereignis, das mein Leben im letzten Jahr wirklich geformt hat, war der Beginn dieser unsäglichen "Fortbildung", die ich von Tag zu Tag weniger ertragen kann. Ein Trauerspiel.
Das soll, muß und wird in diesem Jahr anders werden und ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich am besten dazu beitragen kann. Einige Dinge habe ich schon in Bewegung gesetzt, andere befinden sich noch im Planungsstadium. Aber ich bin mir schon jetzt sicher:
2006 is gonna kick 2005's ass!
Wir danken für Ihre Geduld und Aufmerksamkeit. Dieses Blog wird jetzt den gewohnten Betrieb wieder aufnehmen.
Soþlice!
Der erste Tag des neuen Jahres ist fast vorbei und es hat sich kein bißchen anders angefühlt als das alte. Ziehe ich in Betracht, daß ich morgen wieder zu meiner "Fortbildung" gehen muß, und der neue Dozent vermutlich wieder genauso inkompetent daherkommen wird wie seine drei Vorgänger (Die passenden Blutbäder kommen kurz- bis mittelfristig. Versprochen.), dann muß zumindest ich den Tatsachen ins Auge sehen. Der Kalender ist eben doch nur eine theoretische Einheit, und das Ende eines Jahres korrespondiert in keinster Weise mit einem tatsächlichen Einschnitt - jedenfalls nicht in meinem Leben.
Ich habe zwar den ein oder anderen Vorsatz für die Zukunft gefaßt. Das hat aber nicht wirklich etwas mit dem Jahreswechsel zu tun, sondern vielmehr damit, daß ich in den letzten paar Tagen ohne die Fortbildung im Nacken die Zeit gefunden habe, über eine Menge Dinge nachzudenken. Wollen wir hoffen, daß das wirklich etwas gebracht hat.
Das zurückliegende Jahr war für mich persönlich, wie ich in der Rückschau feststellen mußte, beängstigend ereignislos. Ein Umstand, den ich für dieses Jahr zu ändern beschlossen habe. Es gibt sogar schon die ein oder andere halbwegs konkrete Idee hierzu, aber um mich nicht unnötig unter Druck zu setzen (ein Fehler, zu dem ich neige, wie eifrige Leser sicher wissen), werde ich diese hier nicht hinausposaunen.
Eine gute Neuigkeit gibt es aber doch zu vermelden - oder wenigstens den Anschein einer solchen. Zum Jahresende hat es sich endlich bezahlt gemacht, daß ich der ARGE mit einer Anwältin auf den Pelz gerückt bin (auch das gibt es wahrscheinlich noch als längliches Blutbad). Ich bin noch ein bis zweimal dort vorstellig geworden und habe mich über die albernen Rechtfertigungen und einiges andere des zuständigen Sachbearbeiters aufregen müssen, aber dafür sieht es jetzt so aus, als bekomme ich tatsächlich in nicht allzu ferner Zukunft ALG II. Wann genau damit zu rechnen ist, dazu schweigt man sich sicherheitshalber weiterhin aus, aber da ja inzwischen nicht nur das Fahrtgeld für meine "Fortbildung", sondern sogar ein Schreiben, in dem diese offiziell genehmigt wird, hier eingetrudelt sind, bin ich einigermaßen guter Hoffnung. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten.
Weihnachten rückt unaufhaltsam näher.
Im Laufe der Zeit habe ich mich immer mehr von der Idee "Weihnachten" entfremdet. Das kann daran liegen, daß ich mit den Jahren immer zynischer geworden bin, es kann daran liegen, daß das "Fest der Liebe" immer mehr zu einer Zelebration des hemmungslosen Konsums wird, es kann aber auch einen völlig anderen Grund haben, darum geht es nicht. Wobei, in diesem Jahr hat ein Haufen Idioten diese Gelegenheit auch noch genutzt, um einen Religionskrieg vom Zaun zu brechen.
Jedenfalls hat sich mal wieder keinerlei Weihnachtsgefühl bei mir eingestellt, und ich bezweifle ernsthaft, daß sich das in den nächsten Tagen noch ändert. Es ist vermutlich nicht die schlechteste Alternative, einfach komplett darauf zu verzichten, Weihnachten zu feiern, wie es eine gute Freundin von mir bereits seit letztem Jahr tut.
Hiermit tue ich einen ersten Schritt in diese Richtung und werde gleichzeitig endlich meinem Status als Heide gerecht. Man hat ja auch einen Ruf zu waren. Ich verschicke dieses Jahr keine Weihnachtsgrüße, sondern wünsche stattdessen Euch allen eine
Frohe Wintersonnenwende!
Ab jetzt geht es wieder aufwärts (mit der Tageslänge). Wenn das kein Grund zum Feiern und für jede Art gottloser Ausschweifungen ist, zum Beispiel essen bis zum Umfallen, weiß ich es auch nicht. Feiert schön und macht Euch keine Sorgen, daß die Sonnenwende eigentlich schon heute war und Ihr noch gar nicht gefeiert habt. So ein großartiges Ereignis kann man ruhig tagelang feiern. Das kommt schließlich so bald nicht wieder.
Viel Spaß dabei!
Ich verließ ja heute ausnahmweise schon guter Stimmung den Ort meiner "Fortbildung", doch dann kamen immer noch mehr schöne Dinge. Zuerst fuhr da ein Zug, mit dem ich nicht gerechnet hatte, so daß ich weder eine halbe Stunde am Bochumer Bahnhof warten noch mit der langsamen S-Bahn fahren mußte. Dann hatte dieser Zug auch noch genau so viel Verspätung, daß ich in bequem erreichte. Und als ich zu Hause ankam steckte schon mein erstes Weihnachtsgeschenk im Briefkasten. Wie so oft kommen ja die richtig guten Geschenke von mir selbst, da ich einfach am besten weiß, worüber ich mich so richtig freue. Es handelt sich um Just A Geek - Teh Audiobook, Wil Wheatons autobiographische Ausschweifungen von ihm selbst gelesen. Und die Lieferung aus Amerika hat tatsächlich weniger als eine Woche gedauert. Das nenne ich Service.
Heute war es wieder sehr... na sagen wir einmal "interessant" auf der Fortbildung. Wir, also die Lerner, betraten den Seminarraum, setzten uns an unsere Rechner, fuhren sie hoch und warteten darauf, daß der Dozent mit dem Unterricht beginnt. Das tat er aber nicht. Tatsächlich war dieser Tag wohl als Klausurvorbereitung gedacht. Das ist zumindest unsere Vermutung gewesen, gesagt hat er davon nämlich nichts. Und wirklich vorbereitet haben sich nur die wenigsten, und selbst die haben das nur einen Bruchteil der Zeit getan. Fazit: Mal wieder ein verlorener Tag. Warum bin ich heute da überhaupt hingegangen? Zwischenzeitlich, so gegen zwölf, eins hatte ich wirklich jedes blog besucht, die komplette taz online gelesen und wurde so von Langeweile übermannt, daß ich einen Moment lang ernsthaft überlegt habe, dem Dozenten zu sagen: "Mir ist langweilig. Kann ich nach Hause gehen?"
Aber das schien mir dann doch zu doof. Glücklicherweise passierte dann etwas, was mir schon viel zu lange nicht mehr passiert ist. Die Inspiration traf mich wie ein gleißender Blitz aus heiterem Himmel und ich hatte die kreativste Phase seit sehr langer Zeit. Das Hochgefühl, das damit einherging und bis jetzt noch anhält (wenn Ihr sehen könntet, wie ich vor Freude strahle), ist ja nun doch ein eindeutiger Wink mit dem Zaunpfahl, wo mich mein beruflicher Weg hinführen sollte. Zeit, endlich mal diese lästige Bequemlichkeit in den Griff zu bekommen und die passenden Schritte einzuleiten. Wenn ich wieder eine Farbpatrone habe, werde ich mir dieses Neil-Gaiman-Zitat ausdrucken und über meinen Monitor hängen. Als Ansporn.

PS: Es gibt auch endlich wieder ein Blutbad im Kopf.
Ich habe jetzt doch endlich mal einen Instant Messenger installiert, und zwar, weil ich faul bin, das KDE-eigene Kopete. Die Version, die bei meiner Distribution (SuSE 9.1, *hüstel*) dabei war, hat zwar Probleme mit dem yahoo-Protokoll, aber inzwischen kenne ich eigentlich niemanden mehr, der das nutzt. Also, wer mich per ICQ (das einzige Protokoll, bei dem ich neben yahoo angemeldet bin) erreichen will, meine Nummer ist (in Worten, wegen meiner Angst vor IM-Spam - den gibt es bestimmt auch):
eins, vier, eins, acht, sechs, drei, sechs, eins, drei
Oder nach meinem Internetnick, kreetrapper, suchen.
See you online! (Ouch, that was pretty corny)
Gestern gab ich ein Beispiel dafür, wie diese These interpersonell untermauert werden kann. Heute bleibt die Person gleich, es ist* natürlich ich, nur die zeitliche Dimension ändert sich. Beispiel ÖPNV.
Am Montag kam ich auf dem Weg von der Fortbildung am Bochumer Bahnhof an und sowie ich das Gleis betreten hatte, hörte ich eine Durchsage, daß der Regionalexpress (RE), mit dem ich nach Hause fahren wollte, leider eine halbe Stunde Verspätung haben würde. Doch man könne deshalb zuschlagsfrei den eben eingefahrenen ICE nutzen. Eine schöne Überraschung. Und dann kam auch die Straßenbahn noch in genau dem Zeitpunkt an der Haltestelle an, als ich ebenfalls dort ankam. Das passierte mir sogar gleich zweimal, weil ich noch kurz bei meiner Großmutter vorbeifahren mußte.
Die andere Seite der Medaille konnte ich heute erleben. Auf dem Hinweg zur Fortbildung war ich zehn Minuten bevor mein RE abfahren sollte am Dortmunder Hauptbahnhof. Ich kaufte mir also gemütlich ein paar Backwaren, ging zum Gleis hinauf und sah den Zug nur noch abfahren. Ob es der war, den ich nehmen wollte, oder ein verspäteter früherer, weiß ich nicht, aber es lief darauf hinaus, daß ich die S-Bahn nehmen mußte, die fast zweieinhalb mal so lange braucht, allerdings zum Glück relativ bald kam. Die Anzeigetafel war jedoch nicht wirklich in Ordnung, so daß ich mir erst nicht sicher war, ob es die richtige S-Bahn war. Wiederum zum Glück konnte mir ein freundlicher Fahrgast das sagen. Und auf dem Heimweg verkehrten dann gleich mal gar keine Züge mehr zwischen Bochum und Dortmund, weil es irgendeinen Zwischenfall auf den Gleisen gegeben hatte. Was genau geschehen war, bekam ich leider nicht mit. Als ich in Hörweite des Lautsprechers kam, hörte ich nur noch etwas von "die Polizei verhört gerade die Täter". So mußte ich wieder mit der S-Bahn fahren, die offenbar andere Gleise benutzt. Und zum Glück war ich clever genug, gleich zum entsprechenden Gleis zu wechseln, denn die scheußliche Ansage "Die einzigste Verbindung nach Dortmund ist die S1." kam natürlich so spät, daß man schon wie ein Verrückter durch die Bahnhofshalle hätte rennen müssen. Und dann wäre bestimmt kein Sitzplatz mehr zu ergattern gewesen.
Ergo: Mann, ist mein Leben langweilig. Wir danken für Ihre Aufmerksamkeit.
* Ja, ich weiß, daß das im Deutschen nicht geht, finde das aber so schade, daß ich es auf diese Weise durchzudrücken versuche. Google ist schließlich für viele schon der neue Duden geworden.
Dies ist eine These über das Leben, die ich bisher weder veri- noch falsifizieren konnte. Mir persönlich wäre es am liebsten, wenn sie nicht stimmte. Heute hingegen habe ich wieder einen positiven Einzelfall erlebt, der diese These stützt. Mein Fortbildungsdozent hatte nachmittags plötzlich starke Kopfschmerzen und konnte uns nicht bis zum Ende der offiziellen Zeit "unterrichten". Sein Pech war in diesem Fall also unser Glück. Und wie habe ich die gewonnene Zeit genutzt (immerhin gut eineinhalb Stunden)? Ich habe ein wenig in meinem "Eigene Werke"-Ordner gestöbert und mich daran erfreut, was ich schon alles für gar nicht mal so schlechte Sachen zu Papier Nullen und Einsen gebracht habe. Ich bin dieserhalb und desterwegen sehr motiviert, endlich mal wieder was Ordentliches zu verfassen. Und höchstwahrscheinlich wird es weltexklusiv nur hier auf www.blutiges-gemetzel.de veröffentlicht werden. Wenn das mal keine guten Aussichten sind.
Heute war ich mal wieder im Kino. Und ich war - wie so oft - spät dran, da sich offenbar alle Leute, die ich kenne, immer heimlich verabreden, um mich dann alle am selben Tag anzurufen. Ehrlich, da kommen manchmal tagelang überhaupt keine Anrufe, und dann denkt sich scheinbar plötzlich jeder "Hey, es ist Sonntag, ich hab eigentlich nichts zu tun. Ruf ich doch den Alex mal wieder an." Jedenfalls war ich ob meiner Zeitnot der irrigen Annahme verfallen, daß ich Zeit sparen könnte, wenn ich mit dem Auto zum Kino führe. Dem ist leider nicht so. Denn offenbar haben sich alle Leute, die mich heute nicht angerufen haben, gedacht "Ach, es ist Sonntag, ich hab eigentlich nichts zu tun. Geh ich doch mal in die Stadt, den Weihnachtsmarkt angucken." Anders kann ich mir die Menschenmassen nicht erklären, die auf den Straßen herumwuselten, den Verkehr behinderten, alle Parkplätze in der kompletten Nordstadt belegten und den Bahnhof verstopften (da traf ich meine Begleitung).
Ich sah übrigens L'auberge Espagnole - Wiedersehen in St. Petersburg und liefere hier zu Euer aller Überraschung mal sofort die Rasende Rezi mit.
Es drängt sich natürlich der Vergleich mit dem exzellenten ersten Teil auf. Viele Dinge sind gleich geblieben. Zum Beispiel die Tatsache, daß in vielen verschiedenen Sprachen geredet wird (die in der Version, die ich sah, wieder alle mit Ausnahme des Erzähler-Voiceovers untertitelt waren). Statt Spanisch spricht man diesmal - der Titel läßt es erahnen - Russisch. Leider ist die Vielsprachigkeit diesmal kein dermaßen integraler Bestandteil der Handlung wie im ersten Teil. Auch die interessanten Schnitte, Zeitrafferaufnahmen und ähnliche Spielereien finden sich wieder. Und Xavier und sein turbulentes Liebesleben sind wieder einmal die Hauptperson. Es gibt aber auch eine Reihe von Unterschieden. Zum einen scheint mir diese Fortsetzung weniger konzentriert als der erste Teil. Wo letzterer seinen Schwerpunkt eindeutig auf der "spanischen Herberge" und den Geschehnissen dort hatte, hat dieser mehrere Schwerpunkte. Er spielt an vielen, vielleicht zu vielen Orten und etwas, das ich mal die erste Hälfte nennen möchte, dient der eigentlichen Handlung lediglich zur Verortung derselben in der psychisch-sozialen Landschaft des Protagonisten. Auch schade fand ich, daß die meisten der liebgewonnenen WG-Bewohner aus dem ersten Teil praktisch komplett aus der eigentlichen Handlung herausfallen und eigentlich nur Gastauftritte absolvieren. All dem zum Trotze ist der Film aber wieder sehr schön und sehr unterhaltsam geworden. Auch wenn ich der dort verbreiteten Philosophie in Sachen Liebe ja so gar nicht zustimmen kann.
Heute bekam ich zwei E-Mails von Bill Gates, damit ich endlich mein MCP-Zertifikat in Händen halten kann. Beide E-Mails sind natürlich erst einmal im Spam-Ordner gelandet. Das sagt Spam Assassin dazu:
* 5.4 BAYES_99 BODY: Bayesian spam probability is 99 to 100%
* 0.5 MANY_EXCLAMATIONS Subject has many exclamations
* 0.6 DONT_DELETE BODY: Don't delete me! Nooooo!!!!
Ich fische also die Mails aus dem Ordner und versuche mich auf der MCP-Seite anzumelden. Nachdem ich zähneknirschend die Cookies einschalte und zwei abgelaufene Zertifikate abnicke, muß ich nur eine Handvoll Daten eingeben und schon...
...kommt eine Fehlermeldung. In kreischendem Rot und mindestens mit Schriftgröße 30. Ich schreibe natürlich sofort eine Mail an den Europa-Support. Falls die sich in den nächsten Tagen nicht melden, werde ich wohl mal die Deutschland-Hotline anrufen müssen. Davor graut mir jetzt schon.
Und die ganze Zeit schaut mich mein kleiner Tux neben dem Monitor ganz anklagend an. Das ist vermutlich die Strafe dafür, daß ich zum Verräter geworden bin.
UPDATE: Der Support schreibt sofort eine Form-Mail zurück. Die Leute bessern sich, denn der Spam-Level sinkt auf deutlich unter 5:
* 2.2 DEAR_SOMETHING BODY: Contains 'Dear (something)'
* 2.5 BAYES_90 BODY: Bayesian spam probability is 90 to 99%
Heute gab es die erste offene Auseinandersetzung zwischen einer Teilnehmerin und dem Dozenten. Im wesentlichen lief es auf das Argument hinaus: "Für das Geld, das das Arbeitsamt in meinem Namen hier reinbuttert, kann man ja wohl einen ordentlich qualifizierten Dozenten erwarten." Immer mehr Kursteilnehmer scheinen diesem Argument im Prinzip beizupflichten, auch wenn es bisher nur wenige offen aussprechen.
Morgen wollen wir uns mit Zeigern beschäftigen. Am vierten Tag. Und das, obwohl einige Teilnehmer vorher noch nie programmiert haben. Offene Revolution liegt vermutlich nicht mehr fern, man kann schon den Pulverdampf riechen. Als jemand, der altersweise genug ist, sich von einer offenen Auseinandersetzung keine nennenswerte Besserung der Zustände zu erhoffen, freue ich mich nichtsdestotrotz auf selbige. Das Popcorn steht bereit.
Beginn meiner Fortbildung zum Anwendungsentwickler: 26. September.
Das erste Mal, daß ich im Rahmen dieser Fortbildung programmiert habe: 24. November.
Ein Armutszeugnis für den Deppen, der den Kurs organisiert hat. Clever sind hingegen die beiden, die erst am Donnerstag neu zu unserer Gruppe hinzugekommen sind, denn sie können direkt mit dem relevanten Teil der Fortbildung beginnen.
Auch dieser dritte Dozent läßt wieder einmal nicht das kleinste bißchen (schreibt man das wohl groß?) an didaktischer Vorbildung in seinem Unterricht durchschimmern. Eine Unverschämtheit, wie ich finde, und wie es scheint, ist diese Meinung schon sehr schnell sehr konsensfähig unter meinen Mitfortzubildenden, so daß es vielleicht tatsächlich eine formelle Beschwerde beim hochgradig inkompetenten Kursleiter geben könnte. Ich bin gespannt. Längere Ausführungen kommen mit Sicherheit später, nur weiß noch keiner wieviel später. Mehr dazu steht im nächsten Beitrag.
Ein klassischer Fall von "Zu langsam": Diesen Eintrag wollte ich schon seit einigen Tagen posten:
Wir gehen in die zweite Novemberwoche.
Es sind immer noch regelmäßig locker zweistellige Gradzahlen draußen zu beobachten.
Und die Geschäfte feiern bereits Weihnachten.
Irgendwas stimmt da doch offensichtlich nicht. Oder liegt das an mir?
Und jetzt habe ich zu lange damit gewartet, denn heute scheint offensichtlich endlich der Winter angebrochen zu sein. Jedenfalls war es schon annehmbar kalt. Auf Hin- und Heimweg registrierte ich unter zehn Grad an meinem Thermometer (das an der Apotheke hängt). Zeit wurde es. Der "Größte Weihnachtsbaum wo gibt" ist schon so gut wie fertig und die ersten paar Stände lauern auch schon darauf, daß endlich offiziell Weihnachtsmarktbeginn ist.
Auf eine gelungene kalte Jahreszeit!
Früher fand ich das Glockenspielhaus ziemlich cool. Inzwischen läuft es bei mir definitiv unter Lärmbelästigung. Und da es direkt an der Straßenbahnhaltestelle ist, kann man dem Lärm auch nicht ausweichen. Blöd das.
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Was mich so richtig ankotzt ist ja auch die Werbung auf der Straßenbahn. Zumindest die, die sich über die Fenster erstreckt und einem den Spaß an einem Fensterplatz verleidet. Ich finde, daß man für derart minderwertige Plätze eigentlich einen Fahrpreisrabbat bekommen müßte.
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Was ich hingegen ziemlich gut finde - gegen den aktuellen Trend und gegen das Prinzip des von mir sehr geschätzten Linux/Unix - ist das Konzept des Handys als eierlegende Wollmilchsau, also im wesentlichen mit den Funktionen Telefon, Fotoapparat und MP3-Player. Es ist doch eigentlich sehr praktisch, nur noch ein Gerät mit sich herumtragen zu müssen, das alle diese Funktionen auf einmal erfüllt. Problematisch wird es nur, wenn es mal Probleme gibt, da man dann keine der Funktionen mehr nutzen kann. Aber mit einer ordentlichen Ausfallsicherheit ausgestattet wäre das schon eine gute Idee.
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Gerade fiel mir aus irgendeinem Grund der Text von "Help" ein und ich überlege nun hier in aller Öffentlichkeit ob und vor allem inwieweit man die Unterscheidung zwischen "somebody" und "anybody" auf die deutschen Begriffe "jemand" und "irgendjemand" abbilden kann, und ob das dann mit den anderen Indefinitpronomen ähnlich geht. Wir alle wissen ja "Bei Frage und Verneinung tritt 'any' in Erscheinung." Und eben diese beiden Bereiche wirken doch mit "irgendjemand" natürlicher als nur mit "jemand", finde ich.
"I need somebody."
"Ich brauche jemanden."
"Is there anybody out there?"
"Ist irgendjemand da draußen?"
"I don't need just anybody."
"Ich brauche nicht irgendjemanden. [sondern einen Klempner]"
Was denken denn meine Leser so dazu? Es wäre doch schön, wenn die langen Diskussionen auf dieser Seite nicht nur über Politik geführt würden, sondern auch mal über Linguistik.
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Die Fantastischen Vier veröffentlich jetzt schon das 4. Live-/Best-Of-Album. Von den letzten sechs Alben waren nur zwei normale Studioalben mit komplett neuen Titeln. Ich finde das doch irgendwie besorgniserregend, auch wenn Viel von extrem hoher Qualität war. Wenn es also nicht an fehlender künstlerischer Inspiration liegt, dann liegt der Verdacht nahe, daß hier die treue Fangemeinde mal wieder um den einen oder anderen Euro erleichtert werden soll. Wenn man dann auch noch daran denkt, daß sich die Vier seit neuestem auch an die Werbung verkauft haben, muß zumindest ich doch noch mal ernsthaft über das Ausmaß meines Fantums nachdenken.
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Wir feiern 20 Jahre Calvin & Hobbes - oder, wenn wir pessimistisch sind - den zehnten Jahrestag des Endes dieses Strips. Dieser Washington-Post-Artikel erklärt, warum das einerseits schade ist, andererseits aber wohl kaum anders möglich war. Jetzt gibt es jedenfalls endlich eine gut gemachte Gesamtausgabe, etwas, das ich schon jahrelang suche (das beste, was ich fand waren die drei fetten Bände The Essential Calvin and Hobbes
, The Authoritative Calvin and Hobbes
und The Indispensable Calvin and Hobbes
). Sie kostet 150 Dollar, ein fairer Preis für 10 Jahre voll guter bis brillianter Comic Strips. Wenn ich jetzt nur das Geld dafür hätte.
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Der Deppenapostroph scheint nicht mehr in zu sein. Stattdessen sieht man immer häufiger - fast möchte ich schon sagen, "wohin man schaut" - das Deppenleerzeichen. Jüngstes prominentes Beispiel ist der Signal Iduna Park - eine Umbenennung, die auch mir, dem Fußball am Arsch vorbeigeht, die Tränen in die Augen treibt.
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Auf Eurosport wird jetzt scheinbar regelmäßig Wrestling übertragen (ganz genau kann man das nicht sagen, weil weder Videotext noch Webseite des Senders besonders großzügig mit Informationen umgehen). Zwar handelt es sich nicht um die allseits bekannte und beliebte WWE (ehemals F), aber immerhin um das next-best-thing: TNA. Ich habe es am letzten Wochenende geschaut und war ganz angetan. Die Kämpfe sind unterhaltsam und die beiden Moderatoren, Christian und Harry, wenn ich es richtig verstanden habe, sind ziemlich witzig. Es fehlt einem zwar ein wenig Carsten "Das war die beste Großveranstaltung, die ich je gesehen habe" Schäfer, aber der hat ja mit den Jahren sowieso ein wenig nachgelassen. Mein Tip: Schaut mal rein! Die nächste Sendung ist, wenn ich mich recht erinnere, am kommenden Freitag.
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Jetzt ist es wohl endgültig so weit. Die NBA ist im deutschen Free-TV nicht mehr zu sehen. Im letzten Jahr sah es ja auch erst so aus, bevor das DSF sich nach den ersten paar Saisonwochen doch noch erbarmt hat, also gebe ich die Hoffnung noch nicht ganz auf Trotzdem finde ich es ziemlich blöd - und irgendwie leitkulturmäßig - daß im Fußball jedes auch noch so viertklassige Fünftligaspiel übertragen wird, aber man in Deutschland nicht so populäre Sportarten kaum noch geboten bekommt. Und wieder ein Kerbe mehr in dem Brett mit Gründen für's Auswandern.
Gestern habe ich endlich die ersten Weihnachtsmänner im Rewe entdeckt. Aber vermutlich ist das für die besser Informierten unter Euch längst ein alter Hut, oder?
Am Freitag bin ich auf dem Heimweg von der Fortbildung noch kurz in der Stadt gewesen und habe auf dem Hansaplatz schon die ersten Teile eines verdächtigen Stahlgerüsts gesehen. Ich fürchte, es dauert nicht mehr lange, dann haben wir wieder den Größten. Und der Bahnhof sieht immer noch aus wie in einem Schwellenland. Ob das die richtigen Prioritäten sind?
Ich wollte nur mal ein kurzes Lebenszeichen an meine treue Leserschaft schicken. Momentan ist es zeitlich alles ein wenig eng. Ich habe es, wie gesagt, noch nicht geschafft, meinen Lebensrhythmus komplett an die neue Situation anzupassen. Also, ja, ich weiß, daß ich gesten kein Blutbad hochgeladen habe. Es ist leider erst halb fertig und wird, hoffentlich, morgen nachgereicht. Auch an einem Update über meinen IT-Kurs schreibe ich. Mit ein bißchen Glück kommt auch das morgen, darauf wetten würde ich allerdings nicht.
Ich poste auch (und eigentlich hauptsächlich, seien wir doch einmal ehrlich), um die Genialität der heutigen Ausgabe von "Kuttner Punkt" zu loben. Dieser hohe Level von sophisticated nonsense oder, um eins meiner Lieblingswörter zu gebrauchen, Abstrusität, wird natürlich nicht jedesmal erreicht. Freunde des Skurrilen sollten sich daher die Wiederholung morgen um 19.00 Uhr auf MTV anschauen, um selbst mitzuerleben wie Sarah anläßlich des 18. Todestages von Uwe Barschel die komplette Sendung in der Badewanne moderiert.
In all der arbeitslosen Zeit habe ich offenbar die Fähigkeit zu vernünftigem Zeitmanagement verloren. Wie anders ist es zu erklären, daß es erst heute wieder ein Posting von mir gibt? Okay, da ist dieses Fortbildung, die mich immerhin 11 Stunden täglich (inklusive Hin- und Rückfahrt) auf Trab hält. Und gerade in dieser Woche hatte ich auch tatsächlich jeden Nachmittag/Abend irgendwie verplant: Dienstag der Geburtstag meiner Tante, Mittwoch das Vollplaybacktheater (mehr dazu in einem späteren Posting) und Donnerstag Kino (Nochnoi Dozor - bis ich dazu komme mal wieder Rasende Rezis zu schreiben schon mal die Warnung: besser nicht ansehen). Und da das die Spätvorstellung war, war ich am Freitag auch ziemlich schnell ziemlich müde. Aber den Samstag habe ich komplett vertrödelt, und Bloggen ist nur eins der vielen Dinge, die ich eigentlich erledigen wollte. Jetzt gehe ich mal wieder Axis & Allies spielen, was aber diesmal nicht für so lange geplant ist. Da ich noch so vieles machen will und beim letzten Mal sowieso ob der langen Spieldauer beinahe den Heldentod gefunden hätte, werde ich mir ein definitives Zeitlimit setzen.
Das hat jetzt ja mal wieder ganz schön lange gedauert seit meinem letzten Lebenszeichen. Acht Stunden Fortbildung jeden Tag fressen eben doch ganz schön viel Zeit und an diesem Wochenende...
Vorgestern kam der neueste Harry Potter auf Deutsch heraus. Und da ich alle bisherigen Potter-Bücher auf Deutsch gelesen habe und es ja auch schön im Regal aussehen soll, habe ich tapfer die zweieinhalb Monate seit Erscheinen des Originals durchgehalten. Um mal zu schauen, wie groß der Andrang und der Freakanteil sein würde, habe ich die Chance genutzt und mein Exemplar bei Bücher Krüger gekauft, die am Samstag bereits um 6 Uhr geöffnet hatten. Ich bin also um halb sechs aufgestanden, habe mich in die Bahn gesetzt und bin noch ein paar Meter durch den strömenden Regen gelaufen, um mich pünktlich um fünf vor sechs vor dem großen Eisentor der Krügerpassage zu postieren. Der Zulauf war aber dann doch ziemlich gering, höchstens zwanzig, dreißig Leute würde ich schätzen. Aber die Buchhändler hatten immerhin eine Nebelmaschine aufgefahren, der Filmsoundtrack lief und die Angestellten trugen lustige Zaubermäntel. Trotzdem reichlich unspektakulär, was vermutlich daran liegt, daß die Mayersche ebenfalls schon geöffnet zu haben schien (und ja auch einen Mitternachtsevent angeboten hatte. Und die ganzen faulen Leute haben sich das Buch vielleicht auch einfach von amazon oder Weltbild liefern lassen. Ich kam mir jedenfalls trotzdem ziemlich cool vor, als ich mit meiner Potter-Tüte im Rucksack noch im Dunkeln wieder zu Hause war. Weit bin ich aber mit dem Lesen nicht gekommen, sondern habe mich dann lieber doch noch mal bis 11 hingelegt. Wenn ich beim Erscheinen des letzten Buches immer noch in Deutschland leben sollte (was wir ja alle nicht hoffen wollen), gehe ich vielleicht mal zu so einem Mitternachtsevent, um die Coolness noch ein wenig zu steigern. Eine andere Möglichkeit wäre es, die ungenutzten Chancen zu ergreifen, um ein wenig Geld zu verdienen. Ich habe nämlich einen Stand in der Nähe der Buchhandlung vermißt, der den Potterfreaks Brötchen für ihr Frühstück verkauft. Damit könnte man sicherlich auch den einen oder anderen schnellen Euro machen.
Abends war ich dann übrigens wegen eines Geschenks für meine Tante noch mal bei Krüger und zwar so spät, daß ich die "Wir schließen jetzt"-Ansage mitbekam. Und die Ansage hatte noch einen kleinen Zusatz. Verstanden habe ich "Wegen des Potter-Festes haben wir auch morgen von 13 bis 18 Uhr für Sie geöffnet" In Wirklichkeit ging es natürlich um das (Pfeffer-)Potthast-Fest an diesem Wochenende, das mit einem verkaufsoffenen Sonntag gekoppelt war.
Vor einer Woche hatten wir hier noch um die 30 Grad und heute höre ich den Wettertypen im Radio von Bodenfrost reden. Gestern waren es überraschend kühle 12 Grad hier und ich scheine mir prompt eine Erkältung eingefangen zu haben. Was soll denn das? Ich gebe George Bush die Schuld.
So, die unangenehme Herbsthitze ist vorüber und ich kann es endlich wieder ertragen, längere Zeit in der Nähe des PCs mit all seiner warmen Abluft zu sitzen. Das galt natürlich auch schon gestern, aber... Ihr wißt schon.
Jedenfalls gibt es jetzt auch endlich wieder jede Menge Blogeinträge, darunter sogar mehr oder weniger gründlich durchdachte. Und natürlich endlich wieder Rezensionen der Zeitungscomics. Wie schnell das passieren wird, kann ich allerdings momentan noch nicht abschätzen. Ich hoffe, bis zum Ende der Woche das komplette angesparte Blog-Material unter die Leute (das seid Ihr) gebracht zu haben.
PS: Sehr schön (wenn auch überraschend) fand ich, daß es meinem Stammlesern ohne aktuellen Content so langweilig wurde, daß sich sogar eine echte Diskussion entwickelt hat.
Mein Fernseher ist am Freitag nach 16 Tagen doch noch zurückgekehrt. Es werden noch Wetten angenommen, wie lange er diesmal durchhält. Die lustigen Real-Handlanger haben ihr Erscheinen wieder für "vormittags" angekündigt, womit sie zur Abwechslung allerdings nicht "8 Uhr", sondern "14 Uhr" meinten.
Naja, da ich jetzt wieder einen Zeitvertreib habe, muß sofort die Regelmäßigkeit der Einträge hier darunter leiden. Dabei habe ich schon eine ganze Handvoll konzeptionell fertig. Ich muß sie nur noch schreiben. Damit Euch am Wochenende nicht zu langweilig wird, lade ich hier erstmal einen Linkdump ab, dessen Erstellung relativ wenig Zeit in Anspruch nimmt, und der den neugierigen Leser trotzdem für einige Zeit beschäftigen wird. Auf daß es Euch die Wartezeit bis zum nächsten gehaltvollen Eintrag vertreibt.
Aus der Rubrik "Was man mit Lego so alles anstellen kann": Die self adaptive hand.
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Ein Schmankerl insbesondere für Axis & Allies-Spieler: What If World War II Was an Real Time Strategy Game?
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Die Todesuhr sagt mir:
"Du wirst am 30.7.2051 sterben."
Beinahe werde ich noch 75 und verfehle so nur knapp das Rentenalter. Falls das Internet und dieses Weblog lange genug überleben, kann man in knapp 46 Jahren überprüfen, wie genau die Uhr war.
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Afraid of your neighbours who possibly are terrorists these days?
Why not buy a gun?
Here, for example.
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Real ultimate power - kewl
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Zu witzig: What WERE they thinking? ist ein blog, in dem regelmäßig extrem dämliche oder lächerliche und daher verdammt unterhaltsame Comic-Panels gepostet werden.
Von den letzten paar mußte ich über dieses zum Thema Zivilisation besonders lachen.
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Duden bietet Rechtschreib- und Grammatikprüfung für Open Office an
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Abstrusitäten zur Wahl. Und das auch noch von der ZEIT - der Seriösität in Person.
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Telltale Signs: Ein bißchen Poe + ein bißchen Photoshop = absoluter Wahnsinn.
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Yeah!
Wie Wil Wheaton (ja, genau der) zu berichten weiß hat Wizards of The Coast (das Microsoft der Rollenspielwelt) angekündigt, Rollenspielrunden in öffentlichen Büchereien zu sponsern. Möglicherweise wird dazu dieses Buch verwendet. Warum gibt es so was hierzulande nicht?
Nun, möglicherweise, weil es zu solchen Auswüchsen führen kann: Conan the Librarian! Vermutlich ist diesem an sich freundlichen Bibliothekar so etwas ähnlich passiert wie das, was Libraries for Dummies in diesem Eintrag beschreibt.
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Für PC-Nutzer gibt es zur Zeit zwei große Betriebssysteme. Welches ist besser?
Hier sind 5 Gründe KEIN Linux zu benutzen.
Und hier noch ein guter Grund gegen Windows (Vista).
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Etwas für die Hobby-Bastler: Da hat doch tatsächlich jemand einen kompletten PC aus Lego gebaut (Warnung an Nicht-DSLer: viele, viele recht große Bilder).
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Aus der Rubrik: So bizarr, daß es schon wieder wahr sein könnte: Games for Grannys
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Dork Tower hinkt mal wieder ganz schön dem Popkulturzeitgeist hinterher. Hier findet sich noch ein Gag über Star Wars: Episode III.
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Die Onion hat einen neuen Look und im Zuge des Redesigns auch gleichzeitig sein Archiv auch für nicht-zahlende Besucher geöffnet. In der aktuellen Ausgabe steht ein lustiger Artikel über Google, den ich so toll finde, daß ich der Versuchung nicht widerstehen kann, weite Teile davon zu zitieren:
Executives at Google, the rapidly growing online-search company that promises to "organize the world's information," announced Monday the latest step in their expansion effort: a far-reaching plan to destroy all the information it is unable to index.
"Our users want the world to be as simple, clean, and accessible as the Google home page itself," said Google CEO Eric Schmidt at a press conference held in their corporate offices. "Soon, it will be."
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As a part of Purge's first phase, executives will destroy all copyrighted materials that cannot be searched by Google.
"A year ago, Google offered to scan every book on the planet for its Google Print project. Now, they are promising to burn the rest," John Battelle wrote in his widely read "Searchblog."
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As a part of Phase One operations, Google executives will permanently erase the hard drive of any computer that is not already indexed by the Google Desktop Search.
"We believe that Google Desktop Search is the best way to unlock the information hidden on your hard drive," Schmidt said. "If you haven't given it a try, now's the time. In one week, the deleting begins."
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The company's new directive may explain its recent acquisition of Celera Genomics, the company that mapped the human genome, and its buildup of a vast army of laser-equipped robots.
"Google finally has what it needs to catalog the DNA of every organism on Earth," said analyst Imran Kahn of J.P. Morgan Chase. "Of course, some people might not want their DNA indexed. Hence, the robot army. It's crazy, it's brilliant—typical Google."
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Until yesterday's news conference, the company's unofficial slogan had been "Don't be evil." The slogan has now been expanded to "Don't be evil, unless it's necessary for the greater good."
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Die Essentialist Explanations bieten eine enorme Zahl von extrem einfachen Sprachdefinitionen nach dem Schema "Sprache X ist im wesentlichen Sprache Y unter der Bedingung daß Z". Wahrscheinlich kann man sich nur als Linguist daran erfreuen. Und selbst mir, sind die meisten davon zu blöd. Aber einige sind doch ganz nett. Zum Beispiel:
English is essentially a West Germanic language that's trying very hard to look like a Romance one.
According to generative linguists, all languages are essentially English.
King James English is essentially the language that many Americans think Jesus spoke. "If English was good enough for Jesus, it's good enough for me!"
Written Dutch is essentially German with misspellings one would expect from small German children.
Dutch is essentially Low German with an army and a navy.
Mexican is essentially Nahuatl with enough Spanish and English borrowings to keep from scaring off tourists (ask anyone from Spain, it certainly isn't Spanish).
All Romance languages are essentially the same. Except French.
...komme ich mir langsam vor. Wie auf einen geheimen Befehl hin versagen nach und nach sämtliche technischen Errungenschaften in meinem Besitz den Dienst. Über meinen Fernseher, der bis zur Stunde immer noch nicht zu mir zurückgekehrt ist, habe ich ja schon berichtet. Am letzten Wochenende hat dann auch noch mein Videorecorder das Zeitliche gesegnet. Glücklicherweise konnte ich diesen Verlust übergangsweise durch ein Leihgerät kompensieren. Und am letzten Freitag kam dann der bisherige Höhepunkt. Ich (und mit mir das gesamte Haus, und ich glaube auch große Teile der Straße) hatte plötzlich kein fließendes Wasser mehr; ohne Vorwarnung. Grund war ein Rohrbruch, der wohl ziemlich schlimm war, denn bis ich das Haus gegen 18 Uhr verließ hatten sie das Problem noch nicht in den Griff bekommen. Als ich dann spät abends zurückkam, hatte ich zum Glück dann doch wieder Wasser. Da die Baustelle, an der die Bauarbeiter am Rohr geflickt haben, aber noch nicht vollständig verschwunden ist, bin ich mißtrauisch. Gut möglich, daß sie morgen das Wasser wieder abstellen, um die letzten Feinabstimmungen vornehmen zu können. Ich hab mir jedenfalls schon mal einen Eimer für Notfälle abgefüllt.
Was meinen Videorecorder angeht, habe ich vor, endlich wieder an den Puls der Zeit Anschluß zu suchen und mir einen digitalen Recorder mit Festplatte (und eventuell eingebautem DVD-Brenner) zuzulegen. Hat zufällig jemand meiner Leser Ahnung davon oder kennt ein Geschäft, in dem man gut beraten wird? Ansonsten muß ich mich nächste Woche mal selbst informieren.
Ich habe gestern eine Diplomarbeit für jemanden korrekturgelesen und dabei festgestellt, daß es mir beim Korrekturlesen mitunter sehr schwer fällt, nicht bestimmte Formulierungen, die ich so niemals verwenden würde, einfach abzuändern. Und das, obwohl die betreffenden Formulierungen in der Regel, rein objektiv betrachtet, völlig in Ordnung sind. Der Drang läßt aber glücklicherweise mit zunehmender Korrekturzeit nach. Und ich habe dabei wieder einmal feststellen müssen, daß diese Arbeit mir sehr gut liegt. Wenn ich jetzt bloß noch jemanden fände, der mir das glaubt und mich deswegen einstellt.
Für alle Rollenspielfreunde im Raum Dortmund möchte ich in beinahe letzter Minute darauf hinweisen, daß am kommenden Wochenende mal wieder der Ratcon im Fritz Henßler Haus stattfinden wird. Das ganze ist zwar als allgemeiner Con angekündigt, ist aber in Wirklichkeit eine reine FanPro-Veranstaltung, also mithin das gefundene Fressen für alle DSA- und Shadowrun-Freunde. Und wenn man nur spielen möchte, findet man sicherlich auch Runden für andere Systeme. Die Zeiten des berüchtigten Vampire-LARP scheinen jedoch vorbei zu sein, wenn man dem (vorläufigen) Programm im Internet glauben darf.
Der BILD-Comic-Bibliothek werde ich mich vermutlich morgen, spätestens aber am Samstag wieder widmen. Das hängt ein wenig davon ab, wie zügig und reibungslos ich meine diversen morgigen Termine und Vorhaben auf die Reihe bekomme.

Das ewige ermüdende Rauf und Runter der Temparaturen setzt sich fort. Noch letzte Woche wollte ich feierlich den Herbst für begonnen erklären - und zwar direkt hier in diesem Blog, wo ich ja auch schon den Beginn des Winters und das Ende desselbigen zusammen mit dem Beginn des Frühlings feierlich proklamierte. Und nun hat sich der Sommer doch noch einmal mit Macht zurückgemeldet. Und nachdem ich letzte Woche schon beinahe wieder geheizt hatte, hätte man gestern schon wieder vor Hitze zerfließen können, wie ja auch das Bild, das ich einfach mal so aus Mike Wieringos Blog geklaut habe, sehr schön illustriert. Und heute heißt es schon wieder, ganz im Sinne von Thomas D: Es wird Regen geben. Auf daß es dann in den nächsten Tagen wieder rasant abkühlt. Mir wäre es ja lieber, wenn das Wetter sich nun endlich mal entscheiden würde. All dieses Auf und Ab finde ich ziemlich lästig. Man kann sich gar nicht richtig darauf einstellen.
Ich persönlich bin ja, auch aber nicht nur wegen meines schwachen Kreislaufs, der bei so drückender Hitze regelmäßig ins Stolpern gerät, kein besonders großer Fan des von scheinbar allen anderen so heiß ersehnten (pun intended) richtigen Sommers der letzten Tage. Deshalb hoffe ich ja auch immer noch ein wenig, daß meine nächste Lebensstation ein wenig weiter im Norden liegt, so daß man dort nicht so oft mit heißen Tagen konfrontiert wird. Schottland würde da schon ganz gut passen, oder?
Die Fortsetzung dessen, was eine unendliche Geschichte zu werden scheint, begann gestern. Nachdem mir mein guter alter Fernseher jahrelang treue Dienste geleistet hat - sogar so lange, daß ich mich gar nicht erinnern kann, wie lange ich ihn schon habe - zeigt sich an meinem neuen Fernseher, daß man sofort bestraft wird, wenn man das billigste Modell kauft. Ich hatte ja bewußt ein recht billiges Gerät ausgewählt mit dem Gedanken, daß der dann halt nur genauso lange hält, wie die Garantie/Gewährleistung gilt. Aber die Realität ist natürlich, wie so oft, um einiges unangenehmer. Vor etwas mehr als zwei Wochen hatte ich den Fernseher von einem Subunternehmer von Real abholen lassen, die das Gerät auch nach wenigen Tagen repariert zurück brachten. Und jetzt, nach nicht einmal zwei Wochen, ist das alte Problem erneut aufgetreten. Also rufe ich am Montag wieder beim Real-Kundenservice an und vermutlich dauert es dann wieder bis Freitag, bis das Gerät zur Reparatur abgeholt wird. Vielleicht kann ich die Leute bei Real ja davon überzeugen, daß sie mir mein Geld zurückgeben, um mir dann einen anderen, hoffentlich weniger fehleranfälligen Fernseher zu kaufen.
Ein Gutes hat die Sache aber doch. Wenigstens muß ich dann heute nicht so viel Zeit mit Fernsehen verschwenden und kann vielleicht endlich in Ruhe den Da Vinci Code zu Ende lesen. Momentan bin ich bei knapp der Hälfte angekommen und das Buch ist ein echter Page-Turner.
in 2002, graduate student Alexander König examines some of the notes Richard Tolman left behind at the California Institute of Technology on parallel universes. After reading some of the more bizarre claims, König decides to apply the principles involved, and disappears.
(entry for August 7th, 2005 on Today in Alternate History)
Das ist das wahrscheinlich coolste Geburtstagsgeschenk, das ich jemals bekam (auch wenn es technisch nicht wirklich als Geschenk zählt).
Nachdem sich ja neulich herausgestellt hat, daß ich ein Linkblogger bin, habe ich beschlossen, mal ein wenig mehr Augenmerk auf die anderen Aspekte von Blogging zu legen. Vielleicht verirren sich dann auch mehr Leser hierher (obwohl ich nicht damit rechne). Und in den letzten Tagen hat sich sogar recht viel in meinem Leben ereignet (für meine Verhältnisse, jedenfalls).
Die meisten von Euch wissen vermutlich, daß ich mir neulich einen neuen Fernseher kaufte. Ich kaufte ihn bei Real und zudem auch noch einen der preiswertesten und so kam es wie es kommen mußte: Er ist kaputt. Das Bild will seit letztem Wochenende nicht mehr auhören zu wackeln. Also rief ich am Montag bei Real an, um zu reklamieren. Es stellt sich heraus, daß man ein defektes Gerät nicht selbst dorthin tragen muß, da Real eine Firma an der Hand hat, die in solchen Fällen das Gerät beim Kunden abholt. Nicht übel. Leider hat das dann aber bis Freitag gedauert. Die Frau, die den Termin mit mir machte, sagte, sie könne nicht sagen, wann die Leute kommen, aber um 13 Uhr müßten sie spätestens da sein. Ich habe mir den Wecker sicherheitshalber auf acht gestellt und hatte damit recht, denn punkt acht standen die beiden Abholer bei mir auf der Matte. In der Regel dauert es eine Woche, hieß es. Ich habe in der Zwischenzeit meinen alten Fernseher wieder in Betrieb genommen, auch wenn mir dieser immer noch sehr oft auftretende Rotstich irgendwie Sorgen macht.
Ebenfalls die meisten von Euch wissen vermutlich, daß ich demnächst womöglich eine Fortbildung zum Anwendungsentwickler beginne. Soweit ist es allerdings noch nicht, denn am Donnerstag erreichte mich eine Mail, daß der Beginn, der eigentlich für den 1. August geplant war, wieder um vier Wochen verschoben wurde, da sich immer noch nicht genügend Teilnehmer angemeldet haben. Falls Ihr also jemanden kennt, der (arbeitslos ist und) so eine Fortbildung gern machen würde, dann verweist ihn an Dr. Heuer und er soll ihm sagen, ich hätte ihn geschickt.
Und schließlich habe ich mich am Donnerstag nach zehn Jahren Ruhe wieder gegen Tetanus impfen lassen. Und wie der Doktor versprochen hat, juckt die Einstichstelle jetzt wie ein Insektenbiß (es fiel mir sehr schwer hier ein "ß" zu schreiben, was vermutlich an der jahrelangen NRS-Indoktrination liegt). Wenigstens muß ich mir jetzt für die Polio-Impfung in zwei Wochen nicht extra freinehmen. So hat alles doch sein Gutes.
Ich habe einen weiteren biorhythmischen Tiefpunkt erreicht. Inzwischen bin ich durch das viele Nichtstun offenbar so ausgeruht, daß ich die letzte Nacht überhaupt nicht einschlafen konnte. Jedenfalls nicht rechtzeitig genug, daß es sich gelohnt hätte, da ich um acht schon wieder wach sein mußte, um den freundlichen Installateur hereinzulassen, der die Steuereinheit meiner Therme austauschen kam. Ich bin immer noch nicht müde, allerdings inzwischen ziemlich erschöpft. Es dürfen Wetten darauf abgeschlossen werden, ob ich im Verlaufe des Tages noch plötzlich umfalle und einschlafe, oder ob ich das bis zu einer akzeptablen Schlafenszeit hinauszögern kann. Also wenigstens solange bis es wieder dunkel wird. Ganz schön aufregend.
Stupid Internet Quizzes For Example:
You Are a Link Blogger! |
![]() Your blog is more about cool links than thougtful posts. Better to be entertaining and brief than longwinded and boring! |
You Are 10% Extrovert, 90% Introvert |
|
You aren't one for social interaction And you limit your interaction to a select few Thank God for self checkout! |
Your Inner European is French! |
![]()
You have the best of everything - at least, *you* think so. |
Keines dieser Ergebnisse ist sonderlich überraschend. Okay, vielleicht das letzte.
Nachdem ich durch meine wochenlange Abwesenheit hier für genügend verzweifelte Anrufe gesorgt habe ("Alex! Du schreibst gar nichts mehr in Deinem blog. Ist alles in Ordnung?") und die Seite mit diesem einen Eintrag, den der Archivierungsautomatismus noch übriggelassen hat, echt schäbig aussieht, feiere ich nun meine triumphale Rückkehr.
Ich hatte im Zuge der erbarmungslosen Hitze (die inzwischen auch schon wieder ziemlich lange her ist) und meines generellen arbeitslosen Dahinvegetierens ein wenig die Motivation verloren, überhaupt irgendetwas zu tun. Trotzdem sagt dieser Test, daß ich nicht depressiv bin. Mit 7 Punkten bin ich allerdings schon hart an der Grenze.
Dies vielleicht als Erklärung, warum hier so lange nichts passiert ist. Aber jetzt habe ich mich wieder zusammengerissen und werde in den nächsten Tagen dafür umso mehr hierher schreiben. Schließlich besitze ich seit fast einer Woche einen DSL-Zugang und gehöre damit endlich nicht mehr zur verachteten Dial-Up-Minderheit. Es können Wetten darauf abgeschlossen werden, wann ich die erste arogante 5-MB-Mail verschicke und es mir mit einem Nicht-DSL-er für immer verscherze.
Außerdem habe ich nun auch endlich das Comment-Spam-Plugin Blacklist heruntergeladen und installiert, so daß die nervigen Comment-Spammer bald keine Chance mehr haben dürften. Zuerst mußte ich aber Tausende von Spam-Pings löschen. Unglaublich! Davon beinahe die Hälfte mit dem Wort "diamond" darin. Denn wo soll man sonst Diamanten kaufen, wenn nicht im Internet?
Oder zumindest meine verfluchte Difference Engine, die immer noch nicht so will wie ich und es für eine gute Idee hält mit schöner Regelmäßigkeit abzustürzen. In der verzweifelten (und vermutlichen irrigen) Hoffnung, daß es ihr auch einfach nur zu heiß ist, habe ich jetzt mal die Verkleidung abgenommen. Mal schauen, ob's hilft.
Vier Komplettabstürze in den letzten fünf Tagen. Und zweimal die auch nicht viel angenehmer klingende Fehlermeldung, daß ein defekter Soundserver eine CPU-Überlast verursacht hat und daher abgeschossen werden mußte. Und der PC-Spezialist hat behauptet, ich hätte keine defekte Hardware. Daß ich nicht lache. Das hier klingt doch irgendwie stark als wären Arbeitsspeicher oder Festplatte kaputt. Ich hasse meinen Computer. Ich wünschte, ich wäre reich genug, mir einfach einen Mac zu kaufen. Da soll so was ja angeblich nicht vorkommen.
Endlich funktioniert mein Rechner wieder und ich kann wieder online gehen. Verspätete Walrosskapitel oder Blutbäder sind ab sofort online zu bestaunen. Daß es so lange gedauert hat, liegt am desolaten Service, der einem in Deutschland im Computereinzelhandel geboten wird.
Heute hatte ich beim Hochfahren meines PCs mehrfach unschöne Artefakte auf dem Startbildschirm, die aber bis jetzt auch immer wieder verschwunden sind. Ich vermute, daß meine Grafikkarte damit ihren bevorstehenden Todeskampf ankündigt. Sollte ich also in nächster Zeit überraschend nicht mehr online sein (keine Antwort auf Mails, kein Blutbad, keine Postings hier), liegt das vermutlich daran, daß sie endgültig das Zeitliche gesegnet hat. Nur damit Ihr Bescheid wißt.
Das Blutbad ist mal wieder etwas spät dran. Zur Erklärung möchte ich davon erzählen, daß ich nach dem letzten Posting gestern nicht etwa sofort ins Reich der Träume übergewechselt bin. Vielmehr habe ich mich erst hin- und hergewälzt und dann aus Verzweiflung noch 5 Friends-Folgen gesehen, bis ich um kurz nach 6 endlich müde genug war (um diese Zeit ist es interessanterweise inzwischen schon hell). Leider hat mein Wecker bereits um halb neun wieder geklingelt und entsprechend zermatscht bin ich durch den Tag gewabert. Daß ich trotzdem eine (in meinen Augen) recht kohärente Kolumne schreiben konnte, ist doch da gar nicht so übel. In diesem Sinne, gute Nacht.
Da war ich doch nach Jahren tatsächlich mal wieder bei Rock in den Ruinen (auf der offiziellen Homepage gibt es übrigens nur das Plakat als jpg zu bestaunen; ziemlich schäbig). Und die Zeiten haben sich gewandelt. Eintritt kostet der Spaß ja nun schon länger. Diesmal ganze 10 Euro - davon sind aber nur 6 Euro tatsächlicher Eintritt, für die übrigen 4 Euro muß man 2 Wertmarken kaufen. Und eine Wertmarke bekommt man noch als Bonus geschenkt. Leider kann man die Wertmarken nur gegen einfache Getränke eintauschen, an den anderen 75 Prozent der Stände (es gab Döner, Bratwürste und sogar Cocktails) will man harte Euros sehen. Dafür bekommt man aber für eine Wertmarke auch gleich zwei Becher Wasser - oder wahlweise einen fancy drink (Cola, Fanta, Bier). Außerdem wird man am Eingang gründlich durchsucht - ob nun nach Massenvernichtungswaffen oder nur nach mitgebrachten Getränken, die den Gewinn schmälern würden, gesucht wird, blieb mir leider unklar.
Sehr auffällig fand ich die extrem hohe Zahl von Schwarzgewandeten. Fast mußte man glauben, auf einem HIM-Konzert oder einem Rollenspielcon zu sein. Möglicherweise sollte ab dem nächsten Jahr auch hier das bewährte Prinzip "Gewandete zahlen das Doppelte" eingeführt werden.
Nun gut, im Gegensatz zu den letzten Malen waren ich und ein musikalisch und politisch motivierter Begleiter diesmal bereits zu Beginn dort; da der Casinobus nur einmal in der Stunde fuhr, sogar so früh, daß wir noch vor verschlossenen Türen standen. Der Grund für meinen Begleiter war, daß er die zahlreich anwesende Dortmunder Jugend politisch motivieren wollte - mehr dazu in meinem nächsten Posting. Mein Grund war, daß ich mir endlich mal die wilden Affen von Tony Gorilla live ansehen wollte. Die Band hatte leider bei der Slotvergabe Pech. Eigentlich sollten sie erst um 18 Uhr spielen (also als letzte der Bands, deren Auftritt kürzer als eine halbe Stunde ist), doch dann lief irgendetwas schief und sie mußten mit dem ungeliebten Job als Opener Vorlieb nehmen. Doch trotz der geringen Zahl an Zuschauern, waren diese doch deutlich begeisterter als bei den nachfolgenden Bands. Vielleicht lag das an besserer Aktivierung von Bekannten seitens Tony Gorilla. Allerdings war die Musik der Gorillas meiner Meinung nach auch deutlich besser als die von Four Versus, Helter Skelter oder der Sonicseeds. Und auch mein musikalisch deutlich versierterer Begleiter mußte mir darin zustimmen. Ganz gut klangen dann auch wieder Frontloop. Aber da hatte ich mich schon zum Gehen entschlossen. Zum einen, weil ich einfach nicht das nötige Durchhaltevermögen für längliche Konzertevents habe, zum anderen, weil mein Begleiter sogar noch früher fort mußte und zum dritten und vielleicht wichtigsten, weil ich insbesondere den Main-Act Klee demonstrativ nicht sehen wollte. Waren die lustigen Burschen um die leicht dümmliche Sängerin mir doch schon im Vorfeld des und beim Bundesvision Song Contest unangenehm aufgefallen. Glücklicherweise bietet sich mir schon bald eine weitere Gelegenheit zum Frontloop-Hören-und-Sehen. Auch dazu mehr in meinem nächsten Posting.
Wer meinem Geschmack vertraut und auch mal in das Werk von Tony Gorilla hineinhören möchte, kann auf deren Webseite, die angeblich schon sehr bald überarbeitet werden soll, zumindest momentan noch zwei MP3-Hörproben herunterladen. Außerdem scheint die Band ihre Bühnenpräsenz gerade wieder zu vergrößern. Schaut einfach mal ab und zu auf der Seite vorbei, ob ein neuer Auftritt angekündigt wird. Und wer sich nun fragt, wie ich ausgerechnet auf Tony Gorilla komme, und trotzdem bis zum Ende dieses Postings gelesen hat, dem kann ich es ja verraten: Mein Cousin ist einer der Gitarristen. Auf dem obigen Photo derjenige, von dem man nur den Kopf sehen kann.
Pünktlich zu Aprilbeginn hat mich der gemeine Heuschnupfen fest ergriffen. Jetzt zu Anfang der Saison ist es bei mir immer besonders schlimm. Heute habe ich mir deshalb erst einmal ein Mittel dagegen gekauft und bin schon gespannt, ob es Linderung bringt. Ansonsten sollte ich die nächsten Wochen wohl besser in meinen vier Wänden verbringen.
Diesen Eintrag habe ich zwar zeitnah geschrieben, aber dann aus irgendeinem Grund zu posten vergessen. Jetzt habe ich ihn durch Zufall wieder gefunden.
In der Nacht von Freitag (dem 18.3.) auf Samstag fand zum dritten Mal der WDR 5 Literaturmarathon statt. Das Konzept: Innerhalb von 24 Stunden wird das 20. Jahrhundert literarisch durchmessen und zu jedem Jahr aus einem besonders herausragenden literarischen Werk vorgelesen. Eine klasse Idee, wie ich finde. Und da ich ja die Zeit hatte, bin ich diesmal sogar persönlich nach Köln gefahren. Als wir am späten Abend am WDR-Funkhaus ankamen, war es überraschend voll. Kaum zu glauben, wieviele Menschen sich immer noch für Literatur interessieren. Allerdings waren die Räumlichkeiten auch nicht so enorm groß. Leider waren meine Mitstreiter und -fahrer eher Tag- als Nachtmenschen, so daß wir uns schon gegen 2 Uhr nachts wieder auf den Heimweg machen mußten, obwohl es laut der Radioübertragung ab 3 angenehm leer wurde. Ganz wie ich es vorausgesagt hatte. Da habe ich es doch sehr bedauert, daß meine literarischste Freundin (die überdies auch noch ebenso nachtaktiv ist wie ich) momentan im fernen Bergen weilt. Ich hoffe, daß ich bis zum nächsten Jahr jemanden finden kann, mit dem ich es schaffe einen Großteil des Ereignisses live mitzuerleben. Bewerbungen können mir ab sofort per E-Mail zugesandt werden.
So. Da war ich also nach langen Monaten am letzten Donnerstag mal wieder in der CineSneak. Schließlich hatte ich durch meinen Sneak-Club-Beitritt vor ewigen Zeiten immer noch eine entsprechende Freikarte. Und nach diesem Erlebnis bin ich davon auch erst mal wieder für eine sehr lange Zeit kuriert. Zum einen liegt das sicher daran, daß ich inzwischen ein Alter(?) oder sonstwie eine Phase in meinem Leben erreiche, wo mir durchschnittliche Hollywood-Filme bestenfalls als Zeitverschwendung erscheinen. Und die Sneak-Preview ist ja wie eine Schachtel Pralinen: Man weiß nie, was man kriegt, aber die Chance, daß man nicht mag, was man kriegt, ist unangenehm hoch. Das Tüpfelchen auf dem entsetzen Aufschrei (Iiiiiiiiiiiih, was sonst?) ist aber die heimelige Club-Atmosphäre wo es statt Eisverkauf lustige Spielchen mit albernen Gewinnen gibt. Dabei stellte sich heraus, daß man hier wohl eine große Familie ist und die Studenten Moderatoren fast jeden beim Namen kennen.
Spätestens hier hätte man mißtrauisch werden sollen, denn Menschen, die sich aufgrund gemeinsamer Interessen zusammenrotten, sind für Außenstehende so gut wie nie ein Vergnügen. So auch hier. Der letzte Warnhinweis kam kurz vor dem Hauptfilm als ich und mein Begleiter bei einem Trailer für Ice Age 2 ernsthaft Sorgen bekamen, daß die Leute hinter uns sich wortwörtlich totlachen. Zum Glück lief der belanglose Film Reine Chefsache, bei dem es nicht gar so viel zu lachen gab. Zumindest für den Normalsterblichen, denn das hielt diese Leute nicht davon ab, sich bei jedem, was auch nur ansatzweise nach Gag aussah, wegzuschmeißen vor Lachen. Extrem beängstigend und ein gutes Argument dafür beim nächsten Kinobesuch, wie von meiner Begleitung vorgeschlagen, ein Publikums-Screening abzuhalten, bevor man die Karten kauft. Typische Testfragen (soweit ich mich daran erinnern kann):
Sie sehen im Film einen Autounfall. Was machen Sie?
a) Nichts. Ist halt 'n Autounfall.
b) Ich schmeiß mich weg.
c) Was?
Sie sehen im Film einen Gag, den Sie erst vor wenigen Minuten im Trailer gesehen haben. Beim ersten Sehen haben Sie sich weggeschmissen vor Lachen. Wie finden Sie den Gag jetzt?
a) Immer noch ganz witzig, aber jetzt kenne ich ihn ja schon.
b) Ich schmeiß mich wieder weg vor Lachen. Wahrscheinlich sogar schon vor der Punchline, denn ich weiß ja, daß es gleich witzig wird.
c) Was?
Da bin ich wieder. Online bin ich schon seit ein paar Tagen, aber erst jetzt habe ich die Zeit gefunden, mich hier zurückzumelden. Die wichtigsten Ereignisse der Woche, den π-Tag und mein erstes Blogiläum habe ich ja sowieso verpaßt. Der PC-Spezialist meint, daß mein Computer überhaupt nicht kaputt sei. Zumindest die Hardware sei mit über 90%iger Sicherheit in Ordnung. Also habe ich das getan, was ich schon seit Monaten plane und endlich meine Festplatten neu arrangiert und nebenbei gleich ein schniekes neues SuSE 9.1 aufgespielt. Den Großteil habe ich schon meinen Bedürfnissen angepaßt, aber bis alles wieder so läuft, wie vorher (bzw. besser als vorher) wird wohl noch viel Zeit vergehen. Dabei fällt mir ein, daß ich auch den Timeserver-Abgleich neu konfigurieren muß. Und das Bitterste ist vielleicht die Tatsache, daß SuSE 9.1 alle Datein standardmäßig in Unicode codiert. Das ist ja prinzipiell durchaus löblich, bedeutet aber, daß momentan alle Umlaute und sonstigen Sonderzeichen aus den Namen und dem Inhalt meiner (Text-)Dateien verschwunden sind. Aber ich bin einer Lösung auf der Spur. Hoffentlich klappt das.
ADDON: Das Konvertieren der Dateinamen war sehr einfach, aber beim Inhalt der Textdateien muß ich scheinbar jede Datei einzeln umwandeln. Falls jemand von Euch da eine gute Lösung (z.B. ein Shell-Skript) hat, möge er mir diese zukommen lassen.
Mir ist gestern innerhalb von eineinhalb Stunden ganze 3 (in Worten: drei) Mal das X-System abgeschmiert. Beim dritten Mal wurde es dann auch Firefox zu bunt, weswegen ich alle Bookmarks verloren habe. Ja. ALLE Bookmarks. Zum Glück konnte ich die gängingsten über die (seltsamerweise intakt gebliebene) History und die Links auf dieser Seite wiederfinden. Aber trotzdem sind einige Links vermutlich für immer verloren. Und einen Haufen Arbeit beim Neusortieren habe ich natürlich auch. Das war für mich jedenfalls der Tropfen, der mich den Rechner zu einem Experten tragen läßt. Hoffentlich kann man beim PC Spezialist um die Ecke herausfinden, welche Hardware (ich gehe jedenfalls von einem Hardware-Fehler aus) diese ständigen Abstürze verursacht auf daß ich sie austauschen kann. Aus diesem Grund wird die Update-Frequenz dieses blogs in den nächsten Tagen nicht besonders hoch sein. Und es ist auch noch nicht ganz sicher, ob es morgen eine aktuelle Kolumne geben wird. Gestern und heute mußte ich mich zu sehr mit meinem System herumärgen, um sie zu schreiben und morgen muß ich einerseit meinem Cousin beim Möbel packen helfen und andererseits trage ich den Rechner vielleicht schon morgen in die Werkstatt, damit er bald wieder ganz gesund ist.
Und wieder war ich in der Schauburg. Wie schon vor zwei Wochen gab es auch diesmal keinen Kinofilm, sondern Kleinkunst. Genauer Nightwash auf Tour. Das fühlte sich live ganz ähnlich an wie die Fernsehsendung, nur daß es mit knapp zwei Stunden deutlich länger war. Wie bei der Sendung muß man Glück haben, daß die (größtenteils noch nahezu unbekannten) Künstler auch wirklich lustig sind. Dahingehend hatte ich in der Tat Glück. Von insgesamt vier Künstlern (mal abgesehen vom Gastgeber Knacki Deuser) kannte ich nur zwei, und nur einen davon, Matthias Seling, aus Nightwash. Das andere bekannte Gesicht, Mirja Boes, konnte ich während des Auftritts nicht zuordnen, entpuppte sich aber beim Googeln als ein Teil der dreisten Drei und war sowieso die Schwächste an diesem Abend. Viel toller waren die beiden mir bisher unbekannten hoffnungsvollen Nachwuchskomiker Keirut Wenzel und Marius Jung. Was gibt es noch zu sagen? Ich war begeistert.
Hier in Körne kann ich aus meinem Fenster gerade den vielleicht schönsten Schneetag des ganzen Winters bewundern. Leider ist es ein wenig zu warm, so daß kaum etwas wirklich liegen bleibt. Sonst würde ich ernsthaft überlegen, ob ich nicht ein wenig im Schnee herumtollen sollte. So richtig schneereich war auch dieser Winter nicht. Jedenfalls nicht, wenn man nicht gerade in Bayern oder auf Mallorca wohnt. Daran ist bestimmt auch nur wieder die globale Erwärmung schuld. Wer nicht eine so langsame Internetverbindung hat, wie ich, kann sich das Schneegestöber in der Innenstadt, genauer auf dem alten Markt, live per Webcam anschauen. Mit meinem ISDN ist es leider ein wenig zäh, vor allem, wenn nebenher noch ein bis zwei weitere Tabs offen sind. Das Bild ist übrigens aus dem Netz ergoogelt. Vielleicht sollte ich langsam mal darüber nachdenken, mir eine Digitalkamera anzuschaffen.

Zuerst zu letzterem: Vor einiger Zeit habe ich hier ja eigenmächtig den Winter eingeläutet. Aus diesem Grunde fühle ich mich mehr als berechtigt auch sein Ende zu proklamieren. Das Ende* war allerdings schon am letzten Montag - auch wenn ich es erst am Dienstag gemerkt habe - und wieder hat meine Furcht vor einem zu kurzen Eintrag mich davon abgehalten, es zeitnah zu verkünden. So! Jetzt wißt Ihr auch Bescheid.
Ach ja, der Grund, warum es dieser Zeitpunkt ist, ist ein sehr simpler und daher umso einleuchtenderer: Die Eisdiele an der Ecke hat ihre Pforten wieder für den Publikumsverkehr geöffnet.
Abgesehen von einigen Kinobesuchen, die sich eventuell später am Abend (aber vermutlich erst morgen) in einem neuen Wurf rasender Rezis niederschlagen werden habe ich gestern auch den berühmt-berüchtigten Paganini der Abschweifungen, Harry Rowohlt, live in der Schauburg bei einer seiner weithin gerühmten Lesungen bewundern können. Es war sehr unterhaltsam und die Gerüchte haben sich bestätigt: der Mann bietet einen guten Gegenwert für sein Geld, denn die Veranstaltung endete erst nach Mitternacht. Der Meister machte seinem Ruf alle Ehre und schwiff ab und ab, daß es eine wahre Freude war. Der eigentliche Charakter der Lesung trat dadurch etwas in den Hintergrund, was meiner Meinung nach aber nur gut war. Ich gehe sogar so weit zu sagen, daß es noch eine ganze Ecke unterhaltsamer wäre, wenn er das Vorlesen, das besonders in der ersten Hälfte sowieso nur als Vehikel diente, um dem Ganzen eine einigermaßen umrissene Form zu geben, völlig aus dem Programm striche und sich gleich auf die Anekdoten beschränkte. Man hatte mitunter das Gefühl, daß ihm das auch selbst lieber wäre. Er könnte es dann statt "Lesung" "Ein Abend mit Harry" nennen, und viel würde sich nicht ändern. Besonders da er auf dieser Veranstaltung aus einem von ihm selbst geschriebenen Buch vorlas, das die Abschweifungen in Form von länglichen Anmerkungen/Fußnoten bereits eingebaut hatte. Ich kann es aber trotzdem nur empfehlen, sich den Mann einmal live anzusehen. Einige Beispielanekdoten finden sich in dem Buch In Schlucken-zwei-Spechte, einer Art biographischem Interview, auch wenn diese Art des Stream-of-consciousness in gesprochener Form sehr viel weniger seltsam und verwirrend wirkt.
* Sicherheitshalber weise ich ausdrücklich darauf hin, daß mit dem Winterende keinesfalls automatisch der Frühling beginnt. Momentan befinden wir uns in der Grauzone zwischen den beiden Jahreszeiten.
Es ist Fastnacht; fast Nacht. Zeit zum Fasten. Also fasten your seat belts und ich erzähle, wie man mich heute zum Narren gehalten hat.
Ich hatte ja heute meinen Termin für ein Beratungsgespräch beim Hochschulteam der Agentur für Arbeit. Das Wichtigste, das ich erfahren habe: Es gibt jetzt Automaten an der Uni, an denen man sich Tabak zum Selberdrehen ziehen kann. Und das hat mich 3 Stunden meines Lebens gekostet. Hurra!
Ansonsten konnte ich mich auf dem Hinweg über den ÖPNV ärgern (die S-Bahn hatte eine Viertelstunde Verspätung) und auf dem Rückweg über die ganzen Karnevalsnasen (die S-Bahn fuhr gar nicht mehr, weil Karnevalisten auf oder an den Gleisen herumspazierten). Außerdem habe ich ein völlig neues Gebäude an der Dortmunder Uni entdecken dürfen. Das Hochschulteam sitzt nämlich an der Emil-Figge-Straße 61, ein Gebäude, das gegenüber dem Chemietechnikgebäude auf der anderen Straßenseite liegt. Bis heute dachte ich, daß dieses Gelände nicht mehr zur Universität gehört.
Die Arbeitsagentur hat also auch diesmal all meine Befürchtungen voll erfüllt. Herzlichen Glückwunsch und frohen Karneval.
Es gab Zeiten, da habe ich den Zwiebelfisch hier uneingeschränkt empfohlen, da er auf unterhaltsame Art den richtigen Umgang mit Sprache thematisierte. Doch in letzter Zeit werden die Kolumnen nicht nur immer unregelmäßiger veröffentlicht, sondern lassen auch in ihrer Qualität deutlich nach und beschränken sich manchmal auf simples Mit-dem-Finger-auf-die-Dummen-zeigen. Als Beispiel dafür mag die Kolumne vom 22. Dezember 2004 dienen, die sich auf bloßes Aufzählen von Fällen beschränkt, in denen die neueste anglizistische Krankheit anzutreffen ist: Der Leer Zeichen Wahn. In der aktuellen Kolumne ist nun ganz offensichtlich, daß Recherche für den Zwiebelfisch nahezu nicht-existent ist. Wie sonst ist es zu erklären, daß hier munter und schamlos aus meiner seit Monaten vorliegenden Magisterarbeit gestohlen wird? Ihr wollt Beweise, sagt Ihr. Kein Problem:
Ich (30. 9. 2004):
Entwicklungen,wie sie in Kapitel 5 ausgeführt wurden, führen mit der Zeit dazu, daß die Fehlertoleranz in diesem Bereich der Grammatik bei einer Vielzahl von Sprechern stark abnimmt. Nur so ist es zu erklären, daß derartige ungrammatisch verwendete Kasus auch in der Schriftsprache immer mehr zunehmen.
In dem aus dem Jahr 2003 stammenden US-amerikanischen Film Mona Lisas Lächeln, fand sich beispielsweise auf dem deutschen Filmplakat ein deutlich markierter Dativ, der den eigentlich zu erwartenden Akkusativ ersetzte.
(221) In einer Welt, die ihnen vorschrieb, wie man lebt, lehrte sie ihnen, wie man denkt.
Zwiebelfisch (26. 1. 2005):
aber heute wird der Dativ im Zusammenhang mit dem Wort "lehren" überwiegend als falsch empfunden. Diese schmerzliche Erkenntnis musste auch jene Werbeagentur machen, die im Januar 2004 den amerikanischen Spielfilm "Mona Lisas Lächeln" auf dem deutschen Markt anpries. "In einer Welt, die ihnen vorschrieb, wie man lebt, lehrte sie ihnen, wie man denkt." So stand es auf Tausenden von Kinoplakaten zu lesen. Und auf den Gesichtern Tausender Kinobesucher bildeten sich große Fragezeichen: Ist das richtig so?
Als der Film einige Zeit später als DVD herauskam, war auf der Hülle der Satz in leicht abgewandelter Form zu lesen: "In einer Welt, die ihnen vorschrieb, wie man lebt, lehrte sie sie, wie man denkt", hieß es nun.
Wenigstens hat man sich noch die Mühe gemacht, ein wenig neue Informationen hinzuzufügen, trotzdem sollte man überlegen, ob eine mehrjährige Gefängnisstrafe angemessen wäre.

So! Heute war ich nun endlich beim Arbeitsamt... äh der Agentur für Arbeit und all meine schlimmsten Vorahnungen sahen sich bestätigt. Meine Prognose: Da schneit es eher auf Mallorca als daß ich hierdurch eine Arbeit finde. Längere verärgerte Ausführungen finden sich am Montag in meiner ersten allwöchentlichen Kolumne auf dem generalüberholten e-Zine Blutiges Gemetzel.
Da lag ich gestern Abend mal wieder in meinem Bett und konnte nicht einschlafen - das Los des Arbeitslosen. Und keiner war überraschter als ich, als ich beim Channel Hopping bei Eurosport und den Australian Open hängen geblieben bin. Und es war sogar so interessant und spannend, daß ich mir, selbst als sich langsam die Müdigkeit einstellte, bis zum Ende anschaute, wie Alicia Molik die gute alte Venus Williams (bekannt aus den Simpsons) abgezogen hat. Danach mußte ich dann allerdings feststellen, daß die Zeitdifferenz zu Australien doch nicht so gering ist, wie ich zuerst dachte. Denn es stellte sich heraus, daß das Match nur eine Aufzeichnung war und die eigentliche Live-Übertragung des folgenden Viertelfinales erst nach 3 Uhr begann. Da war ich dann allerdings doch schon zu müde und so mußte ich nicht mit ansehen, wie die sympathische Australierin Molik von Lindsay Davenport aus dem Turnier gekickt wurde. Vielleicht sollte ich mir so etwas häufiger ansehen. Die Zeit dazu hätte ich ja.
Richard had noticed that events were cowards: they didn't occur singly,
but instead they would run in packs and leap out at him all at once.
(Neil Gaiman, Neverwhere)
Das habe auch ich mal wieder feststellen müssen. Tagelang gab es überhaupt nichts Interessantes in meinem Leben, von dem ich hier hätte berichten können. Daher auch die lange Funkstille. Außerdem gab es natürlich reichlich zu feiern. Erst Den Geburtstag von Sherlock Holmes, dann Weihnachten und natürlich das größte Fest von allen: Winter-een-mas. Und bevor nun auch noch das Opferfest über uns hinwegrollt, versuche ich meinem guten Vorsatz wenigstens einigermaßen gerecht zu werden.
Die letzten Tage (bzw. das Ende der letzten Woche) war sehr bewegt. Erst einmal hat mein zweiter Anruf bei der Hausverwaltung tatsächlich in weniger als 24 Stunden einen "Rohrreiniger" zu mir gebracht, der das Problem meines nahezu verstopften Abflusses gelöst hat. "Normalerweise brauche ich für so was 5 Minuten", sagte er zum Abschied, nachdem er ca 45 Minuten lang denjenigen verflucht hat, der das Ding ursprünglich eingebaut hatte. Aber jetzt sind Rohr und Abfluß nigelnagelneu und ein weiteres Problem ist gelöst.
Nur einen Tag später habe ich feststellen müssen, daß das Leben in der Großstadt doch gefährlicher ist, als man so gemeinhin annimmt. Vor einigen Wochen bin ich mit meiner Hand in einen dieser unsäglichen Dornenbüsche geraten, die überall in Dortmund herumstehen. Nachdem einer der Kratzer sich nun entzündet hat, beginne ich mich ernsthaft zu fragen, warum man nicht weniger schmerzhafte Pflanzen aufstellt, um den Grünflächenlevel auf 50 Prozent zu halten. Jedenfalls ging ich schließlich doch damit zu meinem Hausarzt, der mich direkt zu einem Chirurgen schickte, wo die Blase, die sich inzwischen gebildet hatte, zuerst geröntgt und dann aufgeschnitten wurde. Jetzt trage ich einen schicken Verband um die rechte Hand, der sehr nach Overkill aussieht. Fast als hätte ich mir die Hand gebrochen. Aber ich bin zuversichtlich, daß der Arzt mir selbigen Verband schon morgen wieder abnehmen wird.
Und schließlich habe ich nun auch endlich Peter Eisenberg persönlich gesehen. Er hatte einige sehr interessante Dinge über Suffixe zu sagen. Eine Aussage, die vermutlich nur sehr wenige glauben können. Aber wie auch schon in seiner großen Grammatik sind einige der Theorien, die er vertritt, doch sehr gewöhnungsbedürftig bis zweifelhaft. Trotzdem war es gut verwandte Zeit. Und nun böte sich sogar die Gelegenheit auch den guten Noam Chomsky doch noch einmal persönlich zu Gesicht zu bekommen. Der wird nämlich auf einem Symposium des Zentrums für Allgemeine Sprachwissenschaft am 24. März in Berlin zu Gast sein. Allerdings muß man sich dort kostenpflichtig registrieren. Noch bin ich unentschlossen, ob ich dorthin reisen soll. Möchte mich vielleicht jemand von Euch begleiten?
Und zu der Frage, warum ich so lange nichts gepostet habe, kann ich nur darauf verweisen, daß ich eben ein Loser bin. Jetzt habe ich auch die offizielle Bestätigung:
Ein fröhliches Hallo an alle, die auch in diesem Jahr immer noch mitlesen (ich hoffe einfach mal, daß es tatsächlich noch welche gibt). Als guten Vorsatz habe ich mir (wieder einmal) vorgenommen, häufiger zu posten. Dafür werden die einzelnen Beiträge dann vermutlich etwas kürzer ausfallen. Wir werden sehen, wie sich das entwickelt.
Eigentlich wollte ich ja einen Jahresrückblick schreiben (etwas das mir dank dieses blogs leichter denn je gefallen wäre), aber irgendwie war 2004 für mich persönlich kein besonders aufregendes Jahr. Objektiv gesehen war das natürlich anders. Oder wie es artbroken ausdrückt:
2004, eh? What a laugh. What a great, perfect, wonderful year. Assuming you were a liberal/republican voter who didn't live in the coastal regions of Asia. And that's all of us, right? Right?
Daher verschiebe ich die Rückblicksgedanken mindestens bis zum Frühjahr, wenn Persistent Illusions einjähriges Bestehen feiern wird. Solange könnt Ihr Euch ja an den (comic-orientierten) Jahresrückschauen von Heidi MacDonald oder Paul O'Brien delektieren. Und dann gibt es ja auch noch die von Bob the angry flower:
Gestern fragte mich mein Freund Alex, ob ich nicht spontan mit ihm ins Kino gehen wolle, und zwar in Sky Captain and the World of Tomorrow. Überrascht und begeistert sagte ich zu, schließlich hatte ich gedacht, daß dieser Film längst abgesetzt sei. Der Film sollte laut Internetprogramm um 22.30 Uhr beginnen. Wir trafen uns also um Viertel nach zehn am Cinestar, wo es um diese Zeit natürlich angenehm leer war. Als wir beim Anstehen die Monitore betrachteten, auf denen steht, welche Filme um welche Zeit beginnen, wurden wir jedoch etwas mißtrauisch, da Sky Captain dort nicht aufgeführt war. Die Nachfrage an der Kasse bestätigte dann unsere schlimmsten Befürchtungen: "Nee, Sky Captain läuft nicht mehr." "Aber es steht doch hier in Ihrem Programm!" "Ja, schon..." "Und vor nicht einmal einer Stunde habe ich es auch noch im Internet gesehen." "Ja, ich kann mir das auch nicht erklären." *ruft Vorgesetzte an, die drei Kassen weiter sitzt* "Du, hier wollen welche Sky Captain sehen. Der steht auch im Programm. Aber nicht hier auf meinem Bildschirm... Aha...Aha...Ach...Okay." "Und?" "Meine Kollegin versteht das auch nicht. Und der Chef ist schon nach Hause gegangen. Tut mir leid."
Was sollten wir nun tun? Einfach einen anderen Film sehen? Schlecht, wenn man die wenigen guten Filme schon gesehen hat und die anderen definitiv nicht sehen möchte. Doch dann kommt uns die Idee: Der Film läuft doch bestimmt auch noch im UCI! Ich hatte vorher kurz auf deren Programm geschaut, um zu sehen, ob man nicht vielleicht eine Originalversion sehen könnte, und meinte mich zu erinnern, daß der Film dort ebenfalls um 22.30 Uhr lief. Inzwischen war es 22.23 Uhr. Alex: "Das schaffen wir. 5 Minuten bis zur B1 und dann noch mal 10 bis zum UCI. Dann sind wir um zwanzig vor elf da und verpassen nur die Werbung." "Okay."
Unterwegs: "Warst Du eigentlich vorhin auch auf der Cinestar-Seite?" "Ja, wieso?" "Dann kann es ja sein, daß Du die Anfangszeit vom Cinestar mit der vom UCI verwechselst und der Film dort erst um Viertel vor anfängt." "Ja, das wäre möglich. Ich bin mir auch inzwischen gar nicht mehr so sicher."
Eine halsbrecherische Fahrt später, von der uns beiden besonders das beunruhigende Geräusch im Gedächtnis blieb, das der Schaltknüppel im fünften Gang verursacht: *blick auf die monitore* "Hmmm... Hier steht der Film auch nicht dran." "Vielleicht, weil er schon angefangen hat." "Ich schau mal ins Programm *grabscht Programm* Sky Captain, hier. Oh!" "Was? Was ist denn?" "Du hast die Zeit wirklich falsch im Gedächtnis gehabt. Der Film läuft hier nur um 17.15 Uhr." "So ein Dreck. Und wir haben ihn nur um 5 läppische Stunden verpaßt."
Derart geschlagen fuhren wir dann zu mir, um uns stattdessen an den Folgen der siebten Friends-Staffel zu delektieren. Selbiges kann ich übrigens nur jedem ans Herz legen. Allerdings nur in der Originalfassung. Selbst die bestmögliche Übersetzung (und wir alle wissen, daß wir niemals die bestmögliche bekommen) könnte die meisten Wortspielperlen nicht retten. Ein Beispiel aus einer Szene, in der Joey eine neue Mitbewohnerin sucht:
Joey: "OK, now, before we can be roommates, I have to make sure we can get along. So I'm gonna say a word, and you say the first thing that comes into your mind. OK?"
roommate hottie: "OK."
Joey: "Pillow..."
roommate hottie: "Fight?"
Joey:"Good! Now, G..."
roommate hottie: "String?"
Joey: "Niiiice!!! Now, doggy..."
roommate hottie: "Kitten?"
Joey: "Oh! So close. Well, sorry it didn't work out, hope you find what you're looking for..."
Momentan gibt es The One with all ten series on DVD noch für den Schnäppchenpreis von 170 britischen Pfund bei amazon.co.uk, die für eine überraschend geringe Portogebühr auch nach Deutschland versenden. Bei Amazon.de kostet der Spaß mit 379 Euro satte 100 Euro mehr, was dies nicht wirklich als Alternative erscheinen läßt.
Hallo zusammen. Ich bin wieder da. Im unangenehm kalten Deutschland sogar schon seit letztem Donnerstag, und jetzt endlich auch wieder hier bei meinem schmählich vernachlässigten Weblog.
Einen ausführlichen Bericht meiner Erlebnisse in Schottland wird es auf jeden Fall noch vor Weihnachten auf diesen Seiten geben. Solange könntet Ihr Euch beispielsweise damit die Zeit vertreiben, eins der ambitioniertesten Comic-Epen überhaupt kennenzulernen. Gestern habe ich endlich den letzten Band der deutschen Version in Händen halten dürfen. Die Rede ist von Bone.

Bone erzählt die Geschichte von Fone Bone (Foto) und seinen Cousins Phoney und Smiley, die ihre Heimat Boneville verlassen müssen und in eine Welt voller Abenteuer und Gefahren hineinstolpern. Sie treffen auf ihrer Reise mißtrauische Dorfbewohner, hinterlistige Rattenmonster und sogar Drachen und eine echte Prinzessin. Die Grundidee ist durchaus Herr der Ringe-kompatibel, kleine unbedeutende Bones/Hobbits retten die Welt. Aber Smith schafft hier eine Fantasywelt, die sich dank vieler erfrischender Ideen und (zumindest am Anfang) einer erfreulichen Unbeschwertheit angenehm vom üblichen Elfen-Zwerge-Orks-Einheitsbrei abhebt. Bone ist einer der ganzen großen Würfe der letzten Jahre und wurde mit Preisen geradezu überhäuft und von den guten Menschen von Carlsen auch recht schnell auf den deutschen Markt gebracht.
Geht am besten sofort aus dem Haus (oder zu Bookzilla) und holt Euch den ersten Band. Wer das Englische nicht scheut, kann sich auch gleich die volle Keule geben und die einbändige Gesamtausgabe kaufen. Oder man gehört zu den Genießern und gönnt sich nach und nach die ab Januar erscheinende Farbversion.
Und wo ich schon dabei bin, gute Ratschläge zu erteilen: Diesen Monat ist der zweite Teil des hervorragenden Persepolis endlich auf Deutsch bei Edition Moderne erschienen. Ich bin noch nicht dazu gekommen, es zu lesen, aber wenn es nur halb so gut ist wie der erste Teil, ist es immer noch empfehlenswert. Falls Ihr also noch etwas auf Euren Wunschzettel schreiben wollt...
Etwas sehr Interessantes gibt es auch nächstes Jahr, nämlich einen Gastvortrag beim Germanistischen Institut meiner ehemaligen Alma Mater: Die Entwicklung der Komposition im Frühneuhochdeutschen. Der Vortrag ist für den 5. Januar, 14 Uhr c.t. angesetzt. Und bei der Gelegenheit mußte ich fast schockiert feststellen, daß die Eumel vom Germanistischen Institut nach zahllosen Jahren endlich ihre Webseite aufgemotzt haben. Unglaublich.
PS: Folgender Nachtrag zur Weihnachtsbaumfrage erreichte mich vor einigen Tagen:
Ich muss euch korregieren! Die Schausteller stellen das Ding zwar auf, es gibt allerdings einen beträchtlichen städtischen Zuschuss. Um wie viel es sich genau handelt werde ich auf Wunsch nachreichen, ich meine es wären 170.000 EUR. Die Stadt zahlt davon die Hälfte.
In wenigen Minuten breche ich zu einem Kurztrip nach Edinburgh auf. Dank der von mir nicht nachvollziehbaren Preispolitik der Billigflieger kostet mich der Flug nur einen einzigen Cent. Mit den unvermeidlichen Steuern und Gebühren sind es dann doch eher 17 Euro, was aber immer noch unverschämt wenig ist. Dafür fliege ich dann allerdings auch nicht in Düsseldorf (oder gar in Dortmund) ab, sondern in Weeze. Und landen werde ich auch nicht in Edinburgh, sondern in Glasgow, bzw. nur 40 Minuten Zugfahrt entfernt von Glasgow. Ich bin schon gespannt, ob ich das im voraus übers Internet gebuchte Hotel in Glasgow finden werde.
Mein nächstes Lebenszeichen gibt es hier also höchstwahrscheinlich erst nach meiner Rückkehr am Donnerstag. Und nach ein paar Tagen werde ich mit Sicherheit auch wieder einen meiner berühmten Reiseberichte für Blutiges Gemetzel schreiben. Ihr könnt Euch also schon mal darauf freuen.
Am Samstag war ich in Köln, um die Fantastischen Vier zu sehen. Ich war dort zusammen mit einem alten Freund und als Fans der ersten (oder wenigstens zweiten) Stunde ist uns dabei ziemlich schnell eins klar geworden: Man kann es nicht länger abstreiten. Die Fantas sind jetzt endgültig im Mainstream angekommen. Was ein wenig überraschend ist, da das aktuelle Album ja eigentlich recht experimentierfreudig ist und seine mangelnde Massenkompatibilität auch durch fehlende Chartspräsenz hinreichend bewiesen hat. Doch nicht durch das quer durch alle Alters- und sonstigen Klassen changierende Publikum war ein deutlicher Indikator für die zunehmende Massenkompatibilität der Altväter des deutschen Hip Hop. Besonders deutlich machten dies unserer Meinung nach die große kalte Halle, die Unmasse an Merchandisingartikeln und vor allem eines: die vielen fetten, alles andere als dezenten Playstation 2-Schilder. Nichtsdestotrotz war das Konzert aber sehr angenehm. Die Fantas haben erwartungsgemäß nahezu das ganze Viel-Material gespielt, es aber auch nicht an alten Klassikern fehlen lassen. Besonders schön waren die Jetzt geht's ab-Medleys zu Beginn und in der Zugabe. Positiv überrascht war ich auch von der Vorgruppe Clueso aus dem hauseigenen Label Four Music; recht interessant: Hip Hop mit orchestralen Instrumenten (z.B. eine Posaune) - sollte man sich mal un-live anhören. Alles in allem eine lohnenswerte Sache und gerade angemessen für meinen hundertsten blog-Eintrag (ein Hoch auf mich!)
Seit vorgestern hat in Dortmund (und vermutlich auch an beängstigend vielen anderen Orten der Welt) der Weihnachtsmarkt mal wieder seine Pforten geöffnet. Auch wenn er sich morgen schon wieder aufgrund eines religiösen Feiertages (leider nicht der von Christian Ströbele vorgeschlagene islamische) eine Auszeit gönnen wird. Und danach wird er dann auch endlich offiziell und vermutlich auch sehr feierlich von unserem geliebten Bürgermeister (der leider nicht mehr unter dem sympathischen Slogan Der Profi mit Herz firmiert) eröffnet werden.
Auch in diesem Jahr wird sich die Stadtverwaltung erneut mit sinnlosen Prestigeprojekten der Marke "Wir haben den Größten!" blamieren, aber diesmal scheinen zumindest nicht Myriaden von kleinen Kerzen den größten Weihnachtsbaum der Welt zu bevölkern, sondern man ist endlich den einzig logischen Schritt gegangen und hat sich auch noch ein paar riesige Kerzen geleistet. Dazu fällt mir auch nichts mehr ein. Fröhliche Weihnachten.
Habe nun, ach! Philosophie,
Literatur und Sprache
Und leider auch Informatik
Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.
Da steh' ich nun, ich armer Tor,
Und bin so klug als wie zuvor!
Heiße Magister, heiße Doktor gar,
Und ziehe schon an die zehen Jahr'Woch'n
Herauf, herab und quer und krumm
Und hab immer noch keinen Job - echt dumm.
Das ist der Stand der Dinge. Seit letztem Mittwoch habe ich meine "vorläufige Bescheinigung über die Magisterprüfung" (lies: ein Zettel mit der Note der Magisterarbeit und der Gesamtnote) und bin nun endgültig offiziell arbeitslos - oder wie wir optimistisch veranlagten Menschen es ausdrücken: arbeitssuchend. Falls also jemand von Euch zufällig über eine freie Stelle stolpert, für die ich geeignet wäre, möge derjenige es mir bitte mitteilen.
Wieder einmal habe ich im schonungslosen Selbstversuch ein Sprichwort getestet und auch dieses erwies sich als zutreffend. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß ich, je mehr freie Zeit ich habe, desto weniger geregelt bekomme. Das Spannendste in den letzten Tag war da sicherlich noch der Besuch der diesjährigen Spielemesse. In der letzten Woche habe ich außerdem ein weiteres Mal das wunderbare Vollplaybacktheater gesehen. Diesmal mit der großen Jubiläumshuldigungstournee: 25 Jahre "Die drei ???" - 7,5 Jahre Das Vollplaybacktheater. Wenn Ihr Euch beeilt und in Norddeutschland wohnt, könnt Ihr sie in den nächsten Tagen noch live sehen.
Während ich hauptsächlich faulenze, spielt sich an anderer Stelle im Haus das genaue Gegenteil ab. Offenbar ist mein auf mysteriöse Weise verschwundener Nachbar nicht wieder aufgetaucht, da die Wohnung inzwischen neu vermietet wurde und die neuen Nachbarn nun fleißig am Renovieren sind.
Damit das blog hier nun nicht genauso einschläft, wie all meine anderen Aktivitäten sammle ich mal wieder die interessantesten und bizarrsten Neuigkeiten aus dem Web ein:
Mit dem Winter kommt auch wieder die Grippezeit. Momentan kann man sich noch völlig kostenlos dagegen impfen lassen. Zur Abschreckung - So sieht der Bursche aus:

Ihn und seine Kollegen (z.B. HIV oder die Pest) kann man sich jetzt als Stoffpuppen bei Giantmicrobes bestellen.
.......
Die Hirnforschung macht derweil riesige Fortschritte. Zum einen versuchen US-Forscher uns mit Braingate einen Hauch von Shadowrun in die Gegenwart zu bringen:
Ein wichtiger Schritt zur Verbindung von Mensch und Maschine scheint getan: Ein querschnittgelähmter Mann kann allein mit seinen Gedanken Computer und Fernseher steuern. Mediziner hatten ihm einen Chip eingepflanzt, der Signale aus dem Gehirn an einen Computer schickt.
Zum anderen gibt es da Dr. Viktor Frankenst... äh Thomas DeMarse, der sich seine eigenen Gehirne in Petrischalen züchtet:
Dr. Thomas DeMarse hopes observing the brain-in-a-dish will enable scientists to learn more about how real brains work. "There's a lot of data out there that will tell you that the computation that's going on here isn't based on just one neuron. The computational property is actually an emergent property of hundreds or thousands of neurons cooperating to produce the amazing processing power of the brain."
DeMarse will soon be attending a summit with colleagues Dr. Frankenstein, Dr. von Doom and Mr. Spock to find develop more -- shall we say -- promising lines of research.
.......
In weniger als einer Woche finden in den USA (man beachte den Artikel) die vielbeachteten und gefürchteten Präsidentschaftswahlen statt. Das Ganze schlägt diesmal besonders hohe Wellen. So zum Beispiel Eminem schließlich doch noch das angekündigte politische Video nachgelegt. Momentan konnte ich noch keine Infos darüber finden, ob man das Video auch hierzulande im Musikfernsehen bestaunen können wird oder ob es eine passende Single-Auskopplung geben wird. Aber die Breitband-Welt kann sich das Video auf der deutschen Eminem-Seite ansehen. Die US-Seite ist, als ich das hier schreibe, nicht erreichbar. Man kann nur mutmaßen, ob das an den Millionen Fans liegt, die sich das neue Video ansehen wollen, oder ein Denial-Of-Sevice-Angriff derjenigen, die nicht wollen, daß sich alle das Video anschauen. Hier kann man sich den Text durchlesen. Die US-Wahl ist auch hierzulande mehr als sonst Thema. So zeigt z.B. ProSieben am Montag, einen Tag vor den Wahlen, Michael Moores Fahrenheit 9/11. Und bereits heute gibt es bei den Öffentlich-Rechtlichen ebenfalls Sendungen zum Thema. Abschließend dazu noch ein Bild von Alex Ross, das ich bei The Beat gefunden habe:

Heute ging ich mal wieder um 19.00 Uhr einkaufen, um die Ladenschlußzeiten gnadenlos auszunutzen. Und irgendwie war ich überrascht, daß es um diese Zeit schon komplett dunkel war. Für mich ist damit endgültig die kalte Jahreszeit angebrochen. Es ist Winter. (Die hier dargestellte Meinung ist die Meinung des Autors und gibt in keinster Weise die kalendarische oder meteorologische Wirklichkeit wieder.)
...bye, bye Studium! Echt? Ja, echt. Ich habe es tatsächlich, trotz aller widrigen Umstände und allen widrigen Umständen zum Trotze, geschafft, meine Magisterarbeit noch in diesem Semester abzugeben. Aber es blieb bis zum Schluß spannend, denn in meiner Naivität (und weil ich bis zur letzten Minute trödelte) dachte ich: "Das mit dem binden lassen - das geht ja ganz schnell." Um so größer dann der Schock als der mir sowieso schon immer unsympathische AStA-Copy-Shop sagte: "Binden? Kein Problem. Können se dann morjen früh abholn." "WAAAAAAAAAAAAAS? MOOOOOOORGEN????? Ich brauche das aber heute. Und zwar noch vor 12!!" Zur Ehrenrettung des AStA-Copy-Shops kann ich nur noch anführen, daß man mich von dort immerhin ins Uni-Center schickte; "Vielleicht sind die da schneller." Sie sind. Eine halbe Stunde später waren die Arbeiten (für jeden Korrektor muß man ein Exemplar abgeben) gebunden.
Und jetzt hatte ich mich so bemüht, mir den Namen des Ladens zu merken, um ihn hier lobend zu erwähnen. Aber er war dann doch zu generisch. Irgendwas mit Druck und Copy halt. nichtdestotrotz kann ich jedem von Euch diesen Copy-Shop nur ans Herz legen. Die Leute sind supernett, myriadenmal schneller als der AStA-Shop und außerdem noch recht günstig; hörte ich doch unlängst von jemandem, der deutlich mehr für das Binden seiner Arbeit zahlte als moderate 10 Euro.
Am Rande bemerkt: Als alter Sicherheitsfanatiker habe ich mehr Exemplare der Arbeit ausgedruckt, als ich brauchte, und habe daher noch ein bis zwei Arbeiten übrig (eine werde ich mir allerdings vermutlich selbst binden und in den Schrank stellen). Falls also Interesse besteht, wäre ich gern bereit, sie abzugeben. Wenn einer von Euch sich ebenfalls so ein Meisterwerk (*hüstel*) in den Schrank stellen möchte. Wer sie nur lesen möchte und dafür keine Papierversion braucht, möge mir mailen, dann kann ich ihm ein pdf zuschicken.
Jedenfalls ist mein Studium damit jetzt so gut wie beendet und ich kann endlich anfangen, mich full-time nach einem Job umzusehen. Aber erst spanne ich mal ein paar Tage aus. Das habe ich mir verdient. Und möglicherweise geht es nächste Woche schon nach Frankfurt zur Buchmesse, wo ich vielleicht Arbeitssuche und Vergnügen mit einem Streich erledigen kann. Aber bis dahin lasse ich den erleichterten Ausruf erschallen: FREI!!!
Man hat sich endlich Zutritt zu der Wohnung unter mir verschafft und festgestellt, daß der Typ nicht nur ausgeflogen ist, sondern auch gleich noch den Herd und die Heizung angelassen hat. Und das Wasser lief ebenfalls. Momentan sind die Leute von der Genossenschaft noch zugange und versuchen in seinem Kellerraum wertvolle Hinweise auf seinen Verbleib zu finden. Aber ich glaube nicht, daß sie da gute Chancen haben werden. Sie haben jetzt jedenfalls das Schloß an der Wohnungstür ausgetauscht und alle Geräte abgestellt, so daß ich nun endlich Ruhe habe und meine Badezimmerwand sich auch langsam mal abkühlen sollte. Gott sei Dank.
Die meisten werden sich an die hauserschütternden Geräusche erinnern, die sogar die Polizei auf den Plan gerufen haben. Noch mehr werden sich vermutlich an die heiße Wand in meinem Badezimmer erinnern. Nun, gerade klingelt ein Vertreter der Wohnungsgenossenschaft, deren stolzes Mitglied ich bin, bei mir und fragt mich nach der Wohnung unter mir, über die sich offenbar weiterhin laufend Leute beschweren. Diesmal weil dort dauernd die Dusche läuft. Aha, werden jetzt viele sagen, das könnte doch der Grund für die heiße Wand sein. Mein "Untermieter" (haha) scheint jedenfalls nicht antreffbar zu sein und der freundliche Mann von der Genossenschaft meinte, daß demächst wohl mal wieder die Polizei vorbeikäme, um zuerst alle Hausbewohner zu befragen und dann gewaltsam in die Wohnung einzudringen. Das dürfte dann auch die Frage klären, warum sie beim letzten mal allein (und unverrichteter Dinge) wieder abgezogen sind. So leicht ist es wohl doch nicht für unseren Freund und Helfer in verdächtige Wohnungen einzudringen. Eigentlich ist das ja beruhigend, aber davon wird meine Badezimmerwand auch nicht wieder kühl. Ich bin gespannt auf die weiteren Entwicklungen.
Die meisten werden sich an die hauserschütternden Geräusche erinnern, die sogar die Polizei auf den Plan gerufen haben. Noch mehr werden sich vermutlich an die heiße Wand in meinem Badezimmer erinnern. Nun, gerade klingelt ein Vertreter der Wohnungsgenossenschaft, deren stolzes Mitglied ich bin, bei mir und fragt mich nach der Wohnung unter mir, über die sich offenbar weiterhin laufend Leute beschweren. Diesmal weil dort dauernd die Dusche läuft. Aha, werden jetzt viele sagen, das könnte doch der Grund für die heiße Wand sein. Mein "Untermieter" (haha) scheint jedenfalls nicht antreffbar zu sein und der freundliche Mann von der Genossenschaft meinte, daß demächst wohl mal wieder die Polizei vorbeikäme, um zuerst alle Hausbewohner zu befragen und dann gewaltsam in die Wohnung einzudringen. Das dürfte dann auch die Frage klären, warum sie beim letzten mal allein (und unverrichteter Dinge) wieder abgezogen sind. So leicht ist es wohl doch nicht für unseren Freund und Helfer in verdächtige Wohnungen einzudringen. Eigentlich ist das ja beruhigend, aber davon wird meine Badezimmerwand auch nicht wieder kühl. Ich bin gespannt auf die weiteren Entwicklungen.
So, ein neues Lebensjahr ist für mich angebrochen und ich habe mir dieserhalb und desterwegen vorgenommen, häufiger zu schreiben - im allgemeinen, aber auch hier im speziellen. Was gibt es also Interessantes zu berichten? Ich habe ein neues Fahrrad gekauft und wie um mich zu entmutigen, ist es nun schon tagelang so heiß, daß ich mich kaum für die notwendigen Erledigungen aus dem Haus traue, geschweige denn zu anstrengenderen Tätigkeiten. "Heiß" ist auch das Stichwort, wenn es um die neuesten Auswüchse meiner Wohnung geht. Nach dem Polizeieinsatz letzte Woche, sind zwar die hauserschütternden Aktivitäten auf null zurückgegangen, aber dafür ist irgendetwas mit einer (Heizungs- ?) Leitung, die durch meine Badezimmerwand geht, nicht in Ordnung. Ich habe also meine eigene private Sauna. Aber natürlich nicht im Winter, sonder im Hochsommer. Hurra! Die freundliche Dame von der Hausverwaltung meinte heute morgen, daß sich der passende Techniker mit mir in Verbindung setzen wird. Mal abwarten, wie lange das dauert.
Im Fernsehen gibt es seit einer Woche Sarah Kuttner - Die Show und die Werbung ließ bereits Schlimmes erahnen. Doch als ich vor einigen Tagen über eine der scheinbar zahllosen Wiederholungen (laut der Website läuft die Sendung nur einmal am Tag, und zwar um 21 Uhr - das scheint aber gelogen zu sein) stolperte, in der Moses Pelham zu Gast war, war ich doch positiv überrascht. Ich mag die Sendung. Es ist kein Harald, aber immerhin um Längen besser als Anke Late Night, richtig unterhaltsam. Der Spiegel sieht das zwar anders, aber hier muß ich entschieden widersprechen. Die Sendung wirkt frisch und auf Anhieb besser als nahezu alles, was die Musiksender sonst so zu bieten haben.
Am Wochenende hat die deutsche Basketball-Nationalmannschaft die USA, die man inzwischen wirklich nicht mehr Dream Team nennen kann, an den Rand einer Niederlage gebracht. Ein buzzer beater von Allen Iverson hat ihnen aber dann doch noch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Am Mittwoch soll Dirk Nowitzki bei MTV Select zu Gast sein. Ich glaube aber, daß diese Sendung eigentlich schon für letzte Woche angekündigt war, so daß er das Spiel vermutlich nicht kommentieren wird, da es für ihn noch nicht stattgefunden hat.
Der Language Hat weist darauf hin, daß man den British National Corpus nun online abfragen kann. Außerdem gibt es ein neues Sprachen-blog mit dem vielversprechenden Namen It's Ablaut-time.
Und schließlich zeigt uns Artbroken, daß nicht alle schlechte Politik in Amerika gemacht wird. In Australien darf man Asylsuchende, die man nicht in ein anderes Land abschieben kann, jetzt für unbegrenzte Zeit einsperren. Man lese dazu diesen Artikel in The Age - das Anmelden umgeht man mithilfe des Dienstes Bug Me Not
Einigen hatte ich ja schon erzählt, daß es in letzter Zeit immer hauserschütternde Knallgeräusche bei mir gab. Doch jetzt hat das Ganze seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Denn als ich gerade nachsah, woher zum Geier dieses laute Klopfen mitten in der Nacht kommt, steht da ein Polizist und sagt Dinge wie "Wissen Sie wo der Knall herkam?" und "Das ist aber doch die Wohnung, wo es heute schon mal einen Einsatz gab, oder?".
Das Gefühl, daß ich hier dringend wegziehen muß, verstärkt sich!
Einigermaßen dazu passend: Am Donnerstag habe ich mein letztes Hochschulsemester mit einer erstaunlich gut besuchten Linguistik-Cocktailparty beendet. Leider war es dadurch eine recht normale Party und es gab keine lustigen Linguistenspiele, weil "die Leute doch auch so ihren Spaß haben".
Naja, das war es dann mit mir und der Ruhr-Uni. Ich hoffe nur, wir kriegen das mit dem Fachschafts-T-Shirt noch hin. Stoffliche Erinnerungen sind doch auch was Feines.
Morgen habe ich meine letzte Magisterprüfung. Das mag als Ausrede dienen, warum die Schreibfrequenz in den letzten Tagen mal wieder etwas abgenommen hat. Es gab allerdings auch wenig Berichtenswertes. Neben dem Lernen, werkele ich zur Zeit auch an Blutiges Gemetzel, wo ich weg von den Frames und hin zu css will, um damit vor allem die Möglichkeit von deep links zu haben. Das klappt hoffentlich in den nächsten Tagen und dann gibt es dort auch endlich den Reisebericht zu meinem Norwegen-Aufenthalt sowie den zur GGS. Wer auf letzteren nicht mehr warten kann, dem kann ich raten, sich die Ge|zeit zu kaufen, in der er bereits abgedruckt wurde. Eine gute Gelegenheit dazu bietet sich morgen zwischen halb zehn und zwölf in der GB-Cafete, da die Redaktion beschlossen hat, ihr geistiges Kind nun mal etwas offensiver in die Öffentlichkeit zu tragen. Ebenfalls auf Blutiges Gemetzel wird ein Essay zur Initiative Freiheit statt Vollbeschäftigung erscheinen, deren Mitglied Thomas Loer ich am letzten Montag auf dem Politischen Symposium der GJD erneut in einer interessanten Diskussion erleben konnte. Trotzdem habe ich die Zeit gefunden, all die interessanten und teilweise sogar exzellenten Filme dieses Monats mit Kinobesuchen zu würdigen. Bisher waren dies Shrek 2, The Punisher und Muxmäuschenstill (zu einigen davon wird es auch Rezensionen auf BG geben). Auf der Liste stehen noch Spider-Man 2, Super Size Me, Terminal und natürlich Fahrenheit 9/11.
Die letzten Tage waren recht ereignisreich. Am Freitag bekam ich einen Anruf aus dem es sich ergab, daß ich Samstag überraschend einen guten Freund in die Westfalenhalle zu Jürgen von der Lippe begleitete. Es ist schon erstaunlich, daß dieser immer noch denselben Humor pflegt wie vor knapp zwanzig Jahren, als ich das erste Mal damit in Berührung gekommen bin, und damit auch immer noch erfolgreich ist.
Am Sonntag war ich dann nicht nur Teil der das Europaparlament wählenden Minderheit, sondern gehörte als Wahlhelfer sogar einer noch viel kleineren Randgruppe an. Nun weiß ich auch, warum sich kaum jemand um dieses Ehrenamt reißt, denn das ganze ist zwar furchtbar langweilig (besonders bei einer derart erschreckend geringen Wahlbeteiligung: In meinem Wahllokal nur knapp 38%), aber um wirklich in Ruhe zu lesen oder anderen Dingen nachuzgehen, ist dann doch zu viel los. Trotzdem werde ich das Experiment vermutlich im September bei den Kommunalwahlen wiederholen. Diesmal dann hoffentlich in meiner Heimatstadt, die dieses Mal entweder keine Wahlhelfer mehr benötigte oder irgend einen anderen Grund hat, dem durchschnittlichen Internetbenutzer das Auffinden der zuständigen Stelle zu erschweren.
Schließlich habe ich am gestrigen Dienstag noch eine weitere Magisterprüfung abgelegt. Diesmal im Nebenfach Computerlinguistik bei Professor Klabunde. Die Themen waren (unterspezifizierte) Diskursrepräsentationstheorie und (Chart-)Parsing und besonders bei ersterem Thema habe ich das Gefühl, daß ich jetzt mehr darüber weiß als ich jemals wissen wollte.
Protokollant war hierbei übrigens André Halama, was mich daran erinnert, daß ich wie er in seinem Weblog noch auf diesen schönen Artikel über Unicode hinweisen wollte. Und wem das alles zu uncool ist, für den habe ich noch eine schöne Anleitung zum Thema Profilieren im Internet.
Sie wollen sich im Netz profilieren? Sie wollen endlich die Beachtung erlangen, die Ihnen zusteht? Folgende Tips helfen Ihnen weiter, um nicht weiter als der AOL-DAU abgestempelt zu werden, der Sie früher einmal waren.
Die Einträge werden rarer, was wohl bedeutet, daß ich inzwischen mehr zu tun habe als noch zu den Zeiten, zu denen ich dieses blog begann.
Das verlängerte Wochenende habe ich in Mannheim verbracht und zwar in den ehrwürdigen Mauern des Instituts für Deutsche Sprache, wo die diesjährige GGS-Tagung stattfand. Wir vom Linguistik-Fachschaftsrat sind nahezu komplett dorthin gefahren und wurden sogar von 5 (fünf!) tapferen Nicht-FSR-lern begleitet.
Mannheim ist, wenn man die Einwohnerzahl zugrunde legt, in etwa so groß wie Bochum, hat aber im Gegensatz dazu ein Kleinstadtflair, daß einem als Besucher angst und bange wird. Da wir ja Feiertags ankamen und Sonntags abfuhren konnte man quasi hautnah das Hochklappen der Bürgersteige beobachten. Gottseidank ist in Baden-Württemberg die CDU an der Macht, so daß für unsere Sicherheit dank Polizeibeamten in überreicher Anzahl gesorgt war.
Die GGS selbst ist eine heimelige kleine Veranstaltung, die sich scheinbar in ihrer Geschlossenheit gefällt. Wir waren, so scheint es, die einzigen nicht-vortragenden Teilnehmer - und möglicherweise auch die einzigen, die so gut wie kein Wort verstanden haben. Um das Feeling einzufangen einmal zwei Zitate. Zuerst Günther Grewendorf:
Movement of β to the periphery of CP/vP blocks subsequent movement of the remnant α containing the trace/copy of β, but A-movement of β to the periphery of TP does not.
Und nun Arne Ruhnau zum selben Thema:
Remnant Scrambling: Ein aus der einfachen Hausfrauenkochkunst stammender Begriff. Bezeichnet das Kreieren eines Eintopfes aus den Resten der vergangenen Mahlzeiten. In der Syntax berühmt geworden durch "Kochen mit Günther - Essen in Bewegung".
Und nun der unnachahmliche Gedankensprung: Essen ist in der Tat in Bewegung, denn die schnuckelige Stadt im Revier bewirbt sich als Kulturhauptstadt Europas 2010.
Das Ruhrgebiet rechnet sich große Chancen aus, denn die Region bietet eine der vielfältigsten Kulturlandschaften Europas und birgt als Städtestadt im Wandel enormes Potential für die Zukunft.
Unglaublich! Ich bin tatsächlich heil in Bergen angekommen. Obwohl es eine Weile so aussah, als würden wir das Schiff verpassen. Und obwohl wir auf den dänischen Landstraßen, auf denen die Dänen mindestens 120 fahren, nur 100 gefahren sind (80 sind erlaubt), haben wir das Schiff noch erreicht.
Kleines Schmankerl am Rande für alle, die sich mit dem englischen Konjunktiv beschäftigen: Der Typ am Schiff sagte in etwa: "If I was you I'd hurry up now!"
Jetzt sitze ich hier in einem Computerraum der Bergener Uni und kann es aller Welt mitteilen. Um mich selbst zu zitieren: Es lebe das globale Dorf! Das Gute daran ist, daß ich so nicht allen Leuten einzeln SMSe (oder wie ist der Plural?) schreiben muß. Was besonders gut ist, weil mein Akku nach einer Nacht des Netzsuchens (auf dem Meer gibt es halt keine Funkmasten) ziemlich am Ende ist. Wenn es soweit ist, schau ich mal, ob ich eines der anderen anwesenden Aufladegeräte verwenden kann, aber falls das nicht klappt: Wundert Euch nicht, wenn es keine Antwort gibt.
Ich glaube nicht, daß ich noch mal in diesen magnetkartengesicherten Computerraum komme, werde also wahrscheinlich nicht mehr posten bis ich am Wochenende wieder zurück in Europa (*grins*) bin. Für alle, die meine Rückkehr kaum erwarten können, heißt es also sich in Geduld zu üben. Keine Sorge, ich bin noch vor der Osterweiterung wieder da und kann diese dann gebührend feiern.
Und zwar in Norwegen, wo ich eine Freundin abhole, die ihr(e) Auslandssemester nun doch beenden muß. Gottseidank beherrsche ich den klassischen Satz, der einen zum Touristen abstempelt: Jeg snakker ikke Norsk! Die Leute freuen sich doch immer wieder, in ihrer Muttersprache mitgeteilt zu bekommen, daß man sie nicht versteht. Ich weiß noch nicht, inwieweit ich da Internetzugang haben werde, aber wenn man mich an einen Computer läßt, versuche ich mal hierher zu posten und so meine spontanen Eindrücke festzuhalten. Es lebe das globale Dorf!
Ich habe mich eigentlich auf dieses Semester gefreut, weil ich alle Scheine beisammen habe und keine Kurse mehr besuchen muß. Das hieß, ich könnte einfach mal in ein paar interessant klingende Kurse reinschnuppern und wenn es zu voll ist oder der Dozent blöd oder beides, dann könnte ich einfach aufstehen und gehen und nie mehr wiederkommen. Außerdem hieß es für mich: Nicht mehr jeden Tag diesen weiten Weg auf mich zu nehmen (und mich über die Bahn zu ärgern), um mich dann an Ort und Stelle über die Sinn- und Zwecklosigkeit der Kurse zu ärgern.
Und wie hat diese erste Woche für mich ausgesehen? Ich war (bzw. werde gewesen sein) ganze sechs Tage an der Uni! Und fast immer nur wegen irgendwelcher Nichtigkeiten. Und wie immer habe ich mich jeden Tag geärgert. Über das Prüfungsamt, das abenteuerlichste Öffnungszeiten hat (drei Stunden an drei Tagen in der Woche), über den OPAC, der zum Thema Wortbildung lächerlich wenige Treffer ausgibt, die alle mit Augenkrebs verursachender Schreibmaschinenschrift geschrieben oder beängstigend speziell (Die Nomina auf -ung) sind, oder mal wieder über die Sprachlehrforscher, die trotz sachlich formulierter Kritik meinerseits im letzten Semester nicht im Traum daran denken, ihr idiotisches Anmeldesystem zu verbessern. Daß ich nur eine knappe halbe Stunde zum Anmelden brauchte lag eher an der geringeren Interessentenzahl als an einem ausgefeilten System. Fazit: Das universitäre System in der Bundesrepublik ist zurecht in der restlichen Welt verlacht, und Bochum sticht durch besondere Ineffizienz und Inkompetenz heraus. Ich bin nur froh, wenn ich da endlich weg bin.
The good news: Ich war gestern bei der tollen Grün-Party der Linguistik-Fachschaft, bei der der Fachschaftsrat mal wieder seinen Ruf zementiert hat, nur aus Party-Experten zu bestehen. Die Organisation war wie immer hervorragend und langfristig, die Teilnehmerzahl beeindruckend und diesmal setzten wir dem ganzen noch mit einem atemberaubenden Rahmenprogramm die Krone auf. Zunächst mußten die Anwesenden die Siegergeschichten unseres linguistischen Kurzgeschichtenwettbewerbs über sich ergehen lassen (die auch bald auf der Fachschaftsseite online gestellt werden - wenn amnesty international nicht rechtzeitig einschreitet), dann gab es tolle Musik (wir hatten eine CD), grüne Köstlichkeiten und unterhaltsame Spiele: Zuerst [hæŋmæn] und dann das grandiose Morph-Satz-Wort, bei dem ich als Zweiter (Erster, wenn schummeln verboten gewesen wäre) eine Packung Buchstabennudeln gewann. Hurra!
Heute habe ich ein Weblog begonnen.
Jawohl, ich entblöde mich nicht, das blog genau so anzufangen. ;-)
Ich habe lange herumüberlegt, wo ich am besten die Gedanken aufschreiben soll, die zur Entstehung dieses blogs geführt haben, bis mir einfiel, daß das blog selbst doch eigentlich der ideale Ort dafür ist.
Bis vor etwas mehr als einem Jahr wußte ich noch gar nicht wirklich, was Weblogs sind. Ich habe zwar davon gehört, daß es Leute geben soll, die ihr Tagebuch im Netz führen, habe mich aber überhaupt nicht dafür interessiert. Wozu auch? Ich würde ja auch keine echten Tagebücher lesen wollen. Doch dann habe ich erst die Werke von Neil Gaiman kennen und schätzen gelernt (natürlich dank der Unknown Armies-Mailingliste) und dann dank der Wikipedia herausgefunden, daß eben dieser Neil Gaiman ein Online-Journal führt. Und ehe ich mich versah, habe ich jeden Tag begeistert mitgelesen.
Dann war es nur noch eine Frage der Zeit, bis ich weitere interessante blogs fand (siehe dazu die Links auf dieser Seite oder auf Blutiges Gemetzel) und als mein damaliger Chef an der Uni ein eigenes Weblog gestartet hat und mir gezeigt hat, wie einfach das ist, habe ich den Vorsatz gefaßt, meine Zeit auch auf diese Weise zu verschwenden. Es hat dann allerdings doch noch einige Monate gedauert, bis ich mich aufraffen konnte, die Zeit fand und - last but not least - einen Provider gefunden habe, der es mir erlaubt Movable Type überhaupt laufen zu lassen.
Aber all diese Hürden sind jetzt genommen und hier ist es nun.
Ein wenig hoffe ich ja auch, daß ich auf diesem Wege den Traffic für Blutiges Gemetzel selbst vergrößere, auch wenn ich dieses blog aus ästhetischen Gründen nicht in die Framestruktur des E-Zines eingebaut habe, aber im wesentlichen ist es einfach nur Spaß.
Da viele Seiten und nahezu alle Weblogs, die ich so frequentiere englischsprachig sind, werde ich nicht davor zurückscheuen, auch fremdsprachige Texte hier zu zitieren, zu verlinken und wahrscheinlich auch selbst zu schreiben.
Nun denn, that's all for now.