Zum Warmwerden:
Creative Photos of ordinary things. Sehr interessant und faszinierend. Hier mal ein Beispiel.
(via Aaron Williams)
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Neil Gaiman hat seinen Webelf eine Tagwolke erstellen lassen, die alle Wörter, die jemals in Neils Blog geschrieben wurden, gewichtet. Sie findet sich hier und als Linguist finde ich das ziemlich interessant. Zwar sind, wie zu erwarten ist, die Funktionswörter besonders häufig, aber man kann der Tagwolke auch ansehen, daß es in Neils Blog oft um Bücher und lesen und ähnliche Dinge geht. Hier findet sich eine etwas andere Version, die, so scheint es, nur noch Inhaltswörter enthält. Hier erfährt man zum Beispiel, daß Neil seinen Freund Dave McKean ungefähr genauso oft erwähnt wie sich selbst (abzüglich der Personalpronomen, natürlich). Und weil Neil all seine Leser in diesem Posting so nett darum bittet, verlinke ich auch noch einen weiteren Beitrag von ihm, in dem es unter anderem um Penn Jillette geht. Der Grund ist folgendes:
I'd like to ask a small favour of those of you who have read down this far. Would anyone reading this, anyone with a blog or a website that is, mind linking to the last post -- http://www.neilgaiman.com/journal/2007/02/and-in-time-it-took-to-say-that-neil.html -- with the link text Penn Jillette? Given Penn's recent rant about the power and ubiquity of this blog on his radio show, I'd like to mess with his head just a little and see if we can actually google-bomb it so that that entry shows in the top few entries if you google Penn's name.
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The Fat Cat Comes Back - Hoffentlich auch irgendwie in unser Fernsehprogramm.
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Bully seems to have had "the best National Gorilla Suit Day of them all." It really sounds (reads) like he had tons of fun on Wednesday.
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There will not be a Wonder Woman movie by Joss Whedon. Here's how it came to that.
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Der siebte Harry-Potter-Band ist für den 21.7. dieses Jahres angekündigt. btw: Weiß jemand, warum dieses Datum gewählt wurde und nicht das offensichtlich viel coolere zwei Wochen früher, also 07/07/07? Wie auch immer, diesmal möchte ich kein Spoiler-Risiko eingehen, indem ich wieder auf die deutsche Ausgabe warte. Stattdessen werde ich Freitag Nacht in der Mayerschen stehen, um mir gleich die englische Version zu kaufen. Um mich darauf vorzubereiten habe ich ein paar meiner noch nicht ganz verdienten Euros in ein Boxset der ersten sechs Bände investiert, um mich noch mal auf den neuesten Stand zu bringen und mich an die englische Terminologie zu gewöhnen.
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Ein USB-Hub in Form der Tardis. Wenn ich so etwas sehe, muß ich immer daran denken, daß ich vermutlich einen sehr guten Doctor-Who-Fan abgeben würde. Aber irgendwie bin ich dazu wohl auf der falschen Seite des Kanals geboren.
(via pjorge.com)
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Okay, jetzt gehe ich mir den Super Bowl anschauen. Mal sehen, wie lange ich durchhalte, bevor mir die Augen zufallen oder die Stimme der Vernunft mit ihren Anmerkungen, daß ich morgen arbeiten muß, durchkommt. Irgendwann werde ich jedenfalls das Sehen wohl an meinen HD-Recorder delegieren müssen und mir den Rest morgen anschauen.
Da bin ich mal wieder. Ich will Euch gar nicht mit den Einzelheiten langweilen, warum ich in letzter Zeit schon wieder so spärlich poste, sondern fange stattdessen gleich mit der ersten Sprengung an:
Bei Wil Wheaton liest man, daß man in den USA immer weiter voranschreitet:
I read at Netscape earlier today that the Pentagon has new rules for detainee trials:
"The Pentagon has drafted a manual for upcoming detainee trials that would allow convicted terrorists to be imprisoned or put to death using hearsay evidence and coerced testimony"
Und in den Kommentaren erfährt man sogar noch Erschreckenderes: Bloggers Who Criticize Government May Face Prison
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Krasser Themenwechsel. Endlich gibt es Fernseher auch in angemessener Größe.
Der 108-Zoll-LCD-TV ist etwa 2,4 Meter breit und ca. 1,3 m hoch.
(via Steven Grant)
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Aus Anlaß des Lizenzwechsels zu Panini pimpt inzwischen sogar der Spiegel Vertigo-Comics. Und er hat natürlich recht. Serien wie Y - The Last Man oder Fables sind alles Lob wert, das man über sie verbreitet. Ebenfalls hervorragend, aber mit nicht ganz so starker Lobby ist die Serie Mit Mantel und Degen. Ich war schon lange nicht mehr dermaßen begeistert von einem neu-entdeckten Comic. Es handelt sich um eine Piratengeschichte, die mit jeder Menge Coolness und Witz daherkommt und erinnert daher natürlich sofort an Fluch der Karibik. Obendrauf haben die Autoren noch gepackt, daß einige der Protagonisten anthropomorphe Tiere sind. Die Welt wirkt ähnlich wie unsere zur großen Zeit des Piratentums, nur eben, daß sprechende, auf zwei Beinen gehende Tiere nichts Besonderes sind. Da neben einem Fuchs und einem Wolf (den beiden Helden) auch ein Hase eine wichtige Rolle spielt, gibt es so einige interessante Szenen, die sich aus den ungewöhnlichen Größenverhältnissen ergeben. Und als Bonus für mich ist der Wolf auch noch Spanier und streut immer wieder mal ein paar Brocken Spanisch ein. Sehr, sehr empfehlenswert. Mit das beste, was zur Zeit auf dem Markt ist. Bis jetzt gibt es sieben Bände, die alle auf Deutsch bei Carlsen erschienen sind. Ich habe bisher drei Bände gelesen und freue mich schon auf die nächsten vier, die alle bereits fein säuberlich auf meinem Noch-zu-lesen-Stapel liegen. Man muß sich das ja einteilen, weil es, wenn man sich den bisherigen Erscheinungsrhythmus ansieht, noch einige Jahre bis zum Erscheinen von Band 8 dauern kann.
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Ich werde mehr und mehr zum Fan der Münsterstraße. Als ich neulich abends dort mit ein paar Freunden etwas essen war, habe ich ein cooles neues Getränk entdeckt: Cockta. Es ist aufregend neu, schmeckt nicht übel und kommt aus Slowenien. Groovy!
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Der Trailer für den zweiten Fantastic-Four-Film, Rise of the Silver Surfer, sieht recht schick aus, trägt aber nicht dazu bei, meine Befürchtungen zu dämpfen, daß auch diese Fortsetzung ähnlich lieblos wie der erste Teil sein wird. Ich hoffe, ich werde eines Besseren belehrt.
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Gerade stolperte ich beim Surfen über diese Phrase: "nature abhors a vacuum". Und auch wenn ich die schon oft las, mußte ich diesmal doch stutzen. Physikalisch gesehen ergibt diese Phrase doch überhaupt keinen Sinn. Warum sollte die Natur das Vakuum verabscheuen, wenn sie doch zum allergrößten Teil daraus besteht? Vielleicht weiß ja einer meiner Leser, woher diese Redewendung kommt und kann den scheinbaren Widerspruch aufklären.
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Ich stolperte über die erwähnte Redewendung übrigens beim Lesen dieses Beitrags in John Scalzis Blog, eine Rezension des Buchs The God Delusion. Sicher recht interessant für all diejenigen Leser, die sich im letzten Sommer in diesem Blog so engagiert über Religiösität ausgetauscht haben. Ich fand es schön, daß ich nun über das unsichtbare rosafarbene Einhorn Bescheid weiß. Wie ein Kommentierender so schön sagt: The Whatever: Come for the Bacon on a Cat. Stay for Threads like This.
Zum Reinschnuppern in The Whatever lohnt sich das Best of 2006-Posting, durch das ich mich auch selbst gerade durchwühle.
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Außerdem: Auch wenn es mich normalerweise nicht sonderlich kümmert und ich schon bei dem Vor-Spiel-Krempel so gelangweilt war, daß ich den Fernseher ausschaltete, freue ich mich doch - und bin zudem sehr überrascht, daß der gute alte BVB heute tatsächlich die Bayern geschlagen hat. Ole, Ole, Ole, Oleee.
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Bonus Video: It was the Sixties. Everybody did drugs. Yes, everybody.
Die Tagesschau war sich heute mal wieder nicht zu schade, schamlos für den nachfolgenden Film zu werben. Man hatte sogar extra den Bundesinnenminister angeheuert, damit er eine passende Pressekonferenz gab, über die man dann - sozusagen als Alibinachricht - berichten konnte. Es hat sich vermutlich herumgesprochen. Einige von Euch sitzen vielleicht sogar gerade vor dem Fernseher. In einem Wahnsinnstempo hat es die Fußball-WM von einem realen Ereignis zu einem Kinofilm gebracht. Und ebenfalls wahnsinnig schnell - und wie man hört zum Unmut einiger Kinobetreiber - hat es dieser Film ins Fernsehen geschafft. Die WM ist gerade einmal fünf Monate vorbei. Aber vermutlich denken die Verantwortlichen, daß sie den Film schnell zeigen müssen, bevor sich niemand mehr an die Euphorie erinnert, die im Sommer durch dieses Land waberte wie ein Blob.
Ich habe den Film schon vor einigen Wochen im Kino gesehen - nicht ahnend, daß ich das jetzt auch umsonst hätte haben können. Aber ich schweife ab. Ich bin mit recht schlimmen Erwartungen an den Film herangegangen, war doch die Gefahr recht groß, daß mit schleimtriefendem Patriotismus nur so um sich geschmissen werden würde. Und damit hatte ich schon im Sommer so meine Probleme. Doch der Film ist tatsächlich fast komplett schleimfrei und wenn man bedenkt, worum es geht, ist allein das schon mal eine Leistung, die es zu würdigen gilt. Ich muß sagen, daß selbst ich als nur sehr halbherziger Fußballfan (also eigentlich war ich nur während des einen WM-Monats Fan) und als jemand, der aus Prinzip immer die Gegner der Deutschen angefeuert hat, den Film trotzdem sehr gelungen und sehenswert fand. Man bekommt einen netten Blick hinter die Kulissen der Mannschaft und kann miterleben, wie all der Fan-Taumel während der WM auf die Hauptakteure gewirkt hat. Nur den extrem schmalzigen Xavier Naidoo hätte man wirklich rauslassen sollen.
Aus Anlaß des offiziellen Abschluß der WM (lies: wenn ich das jetzt nicht endlich poste, kann ich endgültig überhaupt nichts mehr mit dem bereits Geschriebenen anfangen kann) folgt hier noch eine persönliche Nachbetrachtung der WM.
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Wie die meisten von Euch wissen, stand ich dem Phänomen Fußball ja immer sehr skeptisch gegenüber. Als Dortmunder hat man vermutlich auch kaum eine Wahl, außer Fußball entweder zu lieben oder zu hassen. Ich habe mich dann für letzteres entschieden, auch weil mich die schreiende (im wahrsten Sinne des Wortes) Dummheit des durchschnittlichen Fans, den man ja zwangsweise ab und zu auf den Straßen oder in der Bahn trifft, so sehr ankotzt. Und zudem fand ich, als alter Basketballfan, Fußball an sich auch immer relativ langweilig. Oftmals bestehen Spiele nur aus taktischem Geplänkel und gehen dann am Ende 0:0 aus. Und auch wenn die WM ihr Möglichstes getan hat, diesem Ruf gerecht zu werden, hat es mich dann doch irgendwie gepackt und ich habe so gut wie alle Spiele gesehen (soweit das meine Rückbildung zuließ, versteht sich).
Zu den Spielen an sich habe ich ja schon einiges gesagt. Da gibt es jedenfalls noch einiges an Optimierungsbedarf. Irgendwo im Netz haben die Leute die seltsamsten Ideen produziert, um beispielsweise ein Elfmeterschießen in entscheidenden Spielen zu vermeiden. Vielleicht wäre es eine gute Idee irgendwo eine Crazy-League aufzumachen, in der einige der vielversprechendsten Vorschläge mal unter realistischen Bedingungen ausprobiert werden können. Mir gefiel zum Beispiel die Idee, nach Ablauf der Verlängerung alle fünf Minuten einen Spieler jedes Teams vom Platz zu nehmen, solange bis ein Tor erzielt wird. Dann zahlt es sich vielleicht aus, wenn der Torwart auch mit dem Ball umgehen kann wie mein Freund Ricardo.
Aber genug davon, ich wollte eigentlich mehr den Blick von der Straße ins Auge fassen. Denn diese WM war eben nicht irgendwo, sondern sozusagen direkt vor meiner Haustür. Und auch wenn ich, aus verständlichen Gründen, kein Spiel live angesehen habe, hat man das doch die ganze Zeit über gespürt. Und nicht nur wegen der albernen Ansagen am Bahnhof, die einen in der "FIFA-WM-Stadt Dortmund" willkommen hießen.
Mir jedenfalls hat der WM-Monat sehr gut gefallen. Die ganze Stadt hat sich anders angefühlt. Mehr wie eine echte Weltstadt - ein Status, den Dortmund zwar immer anstrebt, aber im Normalfall einfach nicht so richtig erreichen will. Vermutlich weil sie eben doch noch einen Tick zu klein ist. Und das mit der Ruhrstadt scheint sich ja auch irgendwie nicht durchzusetzen. In diesen paar Wochen war das anders. Überall traf man interessante Ausländer auf den Straßen. Besonders natürlich an den Tagen, an denen Spiele hier in Dortmund stattfanden. Und an diesen Tagen war auch immer eine ausgelassene Partystimmung überall in der Stadt. Ich war auch angenehm überrascht davon, wie nett und freundlich und vor allem unnervig diese ganzen Leute waren. Ich hatte ja im Vorfeld eher ein ungutes Gefühl. Nicht weil Tausende von Menschen hierherkommen würden, sondern weil es Tausende von Fußball-Fans seien würden. Und mit denen habe ich ja, wie bereits erwähnt, bisher nicht so besonders gute Erfahrungen gemacht. Aber es hat sich gezeigt, daß diese nervigen, dummen Fans entweder auf die Bundesliga beschränkt sind oder im internationalen Maßstab zumindest eine zu vernachlässigende Minderheit bilden. Ich habe während der ganzen Zeit nur eine Handvoll dieser lauten und deppigen Fans gesehen und das ist wirklich wenig, wenn man bedenkt, daß ich doch an den meisten Tagen irgendwie in der Stadt war oder zumindest (dank Rückbildung) dort vorbeikam.
Ich war jedenfalls angenehm überrascht von der WM - hatte ich doch in den vorangehenden Monaten und Jahren schon die kühnsten Pläne geschmiedet, wo ich diese furchtbaren 30 Tage verbringen könnte, um meine Ruhe vor all dem zu haben - und vielleicht war es auch diese angenehme Atmosphäre allüberall, die mich plötzlich vorübergehend zum Fußballfan mutieren ließ, der sich alle Spiele live anschaute und zu allen strittigen Entscheidungen eine Meinung hatte. Ich habe mich kaum wiedererkannt. Da muß ich mich also ausnahmsweise mal dem Innenminister anschließen und eine uneingeschränkt positive Bilanz ziehen. Es war eine schöne Zeit.
(Momentan lade ich gerade ein paar Fotos von der WM auf flickr hoch. Wenn ich damit fertig bin, setze ich den Link hier rein.)
[EDIT: hier sind die Fotos]
In gut zweieinhalb Stunden tritt die deutsche Mannschaft in Hiroshima gegen den Gastgeber Japan an und es beginnt endlich die wahre WM dieses Jahres. Ich bin zufällig noch wach, weil ich noch ein paar Runden pokern mußte, um am Sonntag auch fit zu sein, und überlege jetzt, ob ich nicht die paar Stunden noch wachbleiben sollte. Aber mal ganz abgesehen davon, daß mich das in einen furchtbaren Rhythmus stürzen würde, werde ich bestimmt sowieso demnächst so müde werden, daß ich die Idee von ganz allein wieder aufgebe. Egal, ab jetzt gibt es jedenfalls jeden Tag Basketball im Fernsehen. Das DSF gibt sich Mühe, seinen angekratzten Ruf wieder herzustellen und zeigt nicht nur alle Spiele der deutschen Mannschaft (die sich, so hört man, in den Vorbereitungsspielen ordentlich blamiert haben soll), sondern auch eine Reihe von Spielen ohne deutsche Beteiligung. Und die Hälfte der Übertragungen bestreitet mein absoluter Lieblingskommentator Mike Körner (jetzt auch mit Wikipedia-Eintrag). Das sind doch schöne Aussichten. Ich freu mich.
Italien ist also Weltmeister und liefert damit wieder einen Beweis für die alte NBA-Weisheit "Defense wins Championships".
Trotzdem war das irgendwie alles verkehrt. Das Elfmeterschießen hatte ich zwar für's Finale bestellt, aber doch nicht mit diesen Mannschaften. Da hat wohl jemand nicht richtig zugehört.
Morgen (und übermorgen) werde ich wohl zur Feier des Tages mal eine Zeitung kaufen, um zu sehen, ob und wie sich Zidane für diese völlig überflüssige Aktion zu rechtfertigen sucht.
Ebenfalls unangenehm aufgefallen ist mir die Kombination der folgenden Fakten.
1) Günter Netzer bejubelt das konsequente Ausbuhen bestimmter Spieler durch die englischen Fans (wie z.B. im Falle Christiano Ronaldo) und wünscht sich das auch für Deutschland.
2) Christiano Ronaldo wird Manchester verlassen, weil niemand in England ihn mehr leiden kann und er unter diesen Umständen nicht spielen möchte.
Lachhaft fand ich den Vorschlag, die Tatsache, daß kaum noch ordentlich Offensive gespielt wird, dadurch zu beheben, daß die Trainer ihre Mannschaften davon überzeugen mehr nach vorne zu spielen. Wer so daherredet, glaubt vermutlich auch immer noch, daß die deutschen Unternehmen schon irgendwann Arbeitsplätze schaffen werden, wenn man ihnen nur genug Steuern erläßt. Hier wie dort belohnt das bestehende System das aktuelle Verhalten. Und warum sollte sich dann jemand anders verhalten?
Ich bin jedenfalls gespannt, wie lange das Land braucht, um zur Normalität zurückzukehren.
Was muß ich da lesen? Da hat mein neuer Freund Ricardo schon das Endspiel verpaßt und jetzt scheint es so, als wolle man ihm noch nicht einmal das Elfmeterschießen gegen Jens Lehmann gönnen.
Laut Torwarttrainer Andreas Köpke ist die "die Chance groß, dass Oliver [Kahn a.k.a. der Torwart-Titan] spielt. Eine endgültige Entscheidung ist aber noch nicht gefallen."
Fies. Einfach nur fies.
So! Die vielumjubelte deutsche Mannschaft ist dann doch noch davon abgehalten worden, Weltmeister zu werden. Das war knapp. Freuen wir uns also alle für die Italiener, die allerdings nur gewonnen haben, weil sie auf einmal auch einen Angriff in ihr Spiel mit eingebaut haben. Ein fieser, aber auch erfolgreicher Trick. Wenn morgen ebenfalls die Blauen gewinnen, kann mein leise erhofftes Elfmeterschießen immer noch Realität werden. Nur dann eben in Stuttgart. Ich bin allerdings noch immer unsicher, für welche Mannschaft ich morgen sein soll. Wahrscheinlich werde ich das erst aus dem Spielverlauf heraus entscheiden.
Jetzt, da "wir" nur noch maximal Dritter werden können (wer hätte damit vor der WM gerechnet?), bin ich ja schon ein bißchen gespannt, ob und wie schnell die "positiv-patriotische" Stimmung im Lande jetzt wieder kippt. Heute waren ja angeblich Hunderttausende bei mir zu Gast. Den Friedensplatz haben sie angeblich schon um 18 Uhr dicht machen müssen. Leider waren das ja heute alles nur langweilige Deutsche, wie man sie jeden Tag zu sehen bekommt, und nicht mehr so sehr "die Welt". So bin ich auch nicht ganz so unglücklich mit meiner Entscheidung, aus Klimagründen nicht in die Stadt zu gehen. Wahrscheinlich wäre ich nach meinem Freudenschrei in der 118. Minute auch nicht mehr lebend nach Hause gekommen.
Tja, eigentlich würde ich jetzt gern schlafen gehen, aber ich fechte noch einen schonungslosen Kampf mit k3b aus. Momentan sieht es so aus als sollte ich verlieren.
Die Viertelfinalspiele haben mich wieder ein wenig mit der WM versöhnt. Im Unterschied zum Achtelfinale (wir berichteten) und den meisten Vorrundenspielen hatte ich bei keinem der vier Spiele das Gefühl, daß die bessere Mannschaft als Verlierer den Platz verlassen hat. Besonders gefreut habe ich mich über das Ausscheiden Brasiliens gegen die auf einmal überraschend gut spielenden Franzosen (oder wie der Reporter sie am liebsten bezeichnet hätte "die alten Säcke"). Und jetzt wo der Titelverteidiger endlich ausgeschieden ist, sind plötzlich alle derselben Meinung, die ich schon seit Beginn der WM immer predige. Die haben einfach schlecht gespielt. Und das nahezu konstant. Und endlich, endlich sind sie heute auf eine Mannschaft getroffen, die nicht nur besser spielte, sondern auch - im Gegensatz zu Ghana - in der Lage war, ein Tor zu schießen. Und auch wenn der Schiedsrichter sich Mühe gegeben hat, das Spiel noch zu drehen, indem er Ronaldo Schwalbe um Schwalbe fliegen ließ (okay, es waren im Endeffekt nur zwei), hat es diesmal dann doch nicht gereicht. "Gott sei Dank", kann ich da nur sagen. Und nach den Spielen von Deutschland und Portugal freue ich mich jetzt schon auf ein Finale zwischen den beiden Mannschaften, bei dem es dann hoffentlich auch zu einem Elfmeterschießen kommt. Das wär' doch mal was.

Held heute Held gestern
Es wäre doch schön, wenn zur Abwechslung mal die bessere Mannschaft gewänne, seufzte ich gestern auf. Aber auch heute bleibt mir das verwehrt. Langsam habe ich wirklich keinen Bock mehr.
Das gestrige Achtelfinale Niederlande gegen Portugal hat einen neuen WM-Rekord an gelben Karten und/oder Platzverweisen aufgestellt (die Nachrichtenwelt scheint sich da nicht ganz einig zu sein). Und heute muß ich mir von den sogenannten Experten im ZDF anhören, daß das ja wohl viel zu kleinlich gewesen sei und der Schiedsrichter offenbar unbedingt diesen Rekord aufstellen wollte. Ich schaue ja erst seit einigen Wochen Fußball, aber qualifizierter als diese selbsternannten Experten bin ich scheinbar schon jetzt. Denn es ist ja wohl offensichtlich gewesen, daß der Schiedsrichter im gestrigen Spiel eindeutig viel zu wenig Karten verteilt hat. Nur so ist es zu erklären, daß das Spiel derart in eine Gewaltorgie ausufern konnte wie es das tat. Boulahrouz hätte für sein erstes Foul auf jeden Fall rot sehen müssen und der Kopfstoß von Figo gehört gefälligst auch mit einer Karte größerer Wellenlänge [edit] bestraft. Aber da war das Spiel schon längst aus dem Ruder gelaufen. Die FIFA sollte sich hier mal ein wenig mehr an der NBA orientieren. Hier hätten beide Mannschaften zumindest im Nachhinein mit empfindlichen (Geld-)Strafen zu rechnen. Allein schon für diese mehrfach in der Luft liegenden Massenschlägereien. Aber der Fußball gefällt sich anscheinend immer noch mit diesem pöbelnden Unterschichten-Image. Das ist traurig, aber wohl nicht zu ändern.
Ich kann mich eigentlich nur diesem Kommentar in der Financial Times anschließen:
Sicherlich war der russische Schiedsrichter Walentin Iwanow etwas überfordert und zu Beginn der Partie in einigen Situationen zu kleinlich in seinen Entscheidungen. Einen echten Vorwurf wegen der Kartenflut kann man ihm jedoch am wenigsten machen.
[Die FIFA tut allerdings genau dies.]
[...]
Es ist bedauerlich, dass eine der beiden Mannschaften ins Viertelfinale einziehen musste. Es wäre besser gewesen, wenn beide Mannschaften nach dieser Vorstellung das Turnier härten beenden müssen. Als Gast bei Freunden benimmt man sich eigentlich anders.
Zum Thema "zu Gast bei Freunden" gibt es übrigens auch noch einiges zu sagen. Beispielsweise ist das Spiel Ukraine gegen Schweiz schon das zweite am heutigen Tag, bei dem ich mir den Sprechchor "Ohne Holland fahr'n wir nach Berlin" anhören muß. Und warum? So ein unsportliches Verhalten ist schon schlimm genug, wenn die entsprechende Mannschaft auf dem Platz steht. Als bei dem Spiel Deutschland gegen Polen letztere immer wieder erbarmungs- und grundlos ausgepfiffen wurden, zum Beispiel. Aber das kann man zumindest noch damit erklären, daß man die gegnerische Mannschaft damit verunsichern will. Ähnliches findet sich auch in anderen Sportarten, zum Beispiel bei Freiwürfen im Basketball. Schön ist das natürlich trotzdem nicht und ist womöglich mit ein Grund dafür, daß es immer wieder mal zu Ausschreitungen zwischen Fans kommt. Aber ich finde es noch deutlich verwerflicher, wenn hier Teams fertig gemacht werden, die überhaupt nicht zugegen sind. Was soll denn das? Solange solches Verhalten in der Öffentlichkeit akzeptabel ist, befinden wir uns jedenfalls noch meilenweit von einer lebenswerten Welt entfernt.
Zurück zu den ZDF-Experten. Ebenfalls mußte ich mir anhören, daß das Spiel Schweiz gegen Ukraine deutlich langweiliger sei als alle bisherigen Achtelfinalspiele. Und das bereits zur Halbzeit. Hallo? Habt Ihr die anderen Achtelfinale überhaupt gesehen? Bisher waren alle Achtelfinalspiele, bis auf das erste, reine Defensivorgien und eben daher auch sehr unansehnlich. Ich habe das Gefühl, daß dieses Spiel hier deshalb weniger nach oben gelobt wird, weil keine "große Fußballnation" beteiligt ist. Man denke nur an das kollektive Aufatmen, als die Franzosen sich im letzten Moment doch noch für das Achtelfinale qualifiziert haben. Obwohl sie das spielerisch nicht unbedingt verdient hatten. Die Engländer haben in ihrem Achtelfinale ebenfalls ziemlich schlecht gespielt, aber die sind eben die Engländer. Die können gar nicht schlecht spielen. Gleiches gilt für die Italiener, bei denen es bestimmt nicht lange dauert, bis jemand den Sieg gegen Australien "verdient" nennen wird.
Und das liefert dann auch gleich das nächste Stichwort in meinen Auslassungen. Ich laste es dem Fußballregelwerk an, daß es in dieser WM (und vermutlich auch in den meisten internationalen Wettbewerben zuvor) sehr oft... nein sagen wir besser zu oft... also daß es zu oft keinen klaren Sieger gibt. Das Regelwerk - meiner Meinung nach insbesondere die Abseitsregel - führt dazu, daß man wenn man hinten nur genug mauert relativ leicht ein 0:0 mit nach Hause nehmen kann. Als Beweis mögen die die Ergebnisse der letzten vier Achtelfinalspiele dienen (3 mal 1:0, einmal 0:0). Und wenn ein Spiel so knapp ist, dann läuft es letztlich auf ein Glücksspiel hinaus, wer am Ende gewinnt. Da muß man nur einen winzigen Fehler machen und schon hat man verloren. Nehmen wir das Spiel England gegen Ecuador. Die Ecuadorianer waren mindestens genausogut wie die Engländer, meiner Meinung nach sogar etwas besser. Aber das Spiel gewinnen sie trotzdem nicht, weil die Engländer einmal einen guten Freistoß machen. In einem Spiel wie (ja ich weiß, langsam wird der Vergleich langweilig, aber ich kenne eben nichts anderes) Basketball, wo Spiele eben nicht 1:0, sondern 68:52 ausgehen, ist das anders. Da kann man ruhig mal einen kleinen Fehler machen oder ein bißchen Pech haben, ohne daß man sofort als Verlierer vom Platz gehen muß. Noch ein bißchen krasser sah man das beim heutigen Spiel Italien gegen Australien. Mal ganz von der abstrusen roten Karte abgesehen. Die Australier waren jedenfalls über weite Strecken die überlegene Mannschaft (vielleicht weil sie einen Mann mehr auf dem Feld hatten, aber das tut ja nichts zur Sache). Aber gewinnen sie deswegen das Spiel? Nein. Stattdessen überlegt sich der Schiedsrichter in der 95. Minute, daß das mit der roten Karte vielleicht doch zu hart war und schenkt den Italienern einen Elfmeter und damit den Sieg. So was darf doch nicht sein. Im Fußball passiert es aber immer wieder. Und es regt mich mehr und mehr auf, daß sich die FIFA das nicht zu Herzen nimmt und mal ernsthaft über die Regeln des Spiels nachdenkt. Es wäre doch schön, wenn zur Abwechslung mal die bessere Mannschaft gewänne.

Suprising Football Fact: Niemand war überraschter als ich, als vorgestern in der Spielnachberichterstattung ausgerechnet Sarah Kuttner zu sehen war. Eben jene Frau Kuttner, die in ihrer eigenen Sendung die Tage bis zum Ende der WM zählt. Wahrscheinlich streckt hier jemand schon mal die Fühler nach einem neuen Arbeitgeber aus.
Das nebenstehende Bild zeigt einen Teil meines heutigen Mittagessens. Ich kann lustig geformten Kartoffelprodukten einfach nicht widerstehen.
[Doch jetzt zum Eintrag, den ich eigentlich gestern online stellen wollte, der aber dann nicht fertig wurde]
Immer wieder muß ich mich über alle möglichen Dinge ärgern. Am Mittwoch zum Beispiel über folgendes :
1) Meine Anwältin sollte eine Untätigkeitsklage gegen die ARGE anstrengen, weil man meinen Widerspruch dort offensichtlich mal wieder vergessen hat. Die Frist, die ich den Leuten dort gesetzt hatte, um sich wenigstens mal bei ihr oder mir zu melden, ist jetzt auch schon seit zwei Wochen verstrichen. Leider habe ich inzwischen auch ein Problem meine Anwältin zu erreichen. Immer, wenn ich dort anrufe, ist sie nicht mehr im Haus und sie macht auch keine Anstalten von allein tätig zu werden, obwohl klar ist, was anstünde. Langsam beginne ich zu überlegen, einen anderen Anwalt anzuheuern, der eine Untätigkeitsklage gegen meine Anwältin anstrengt. Jetzt ist sie erst mal bis zum 26. in Urlaub und ich habe langsam aber sicher die Schnauze voll.
2) Am Bochumer Hauptbahnhof hält man es inzwischen nicht mehr für nötig, Verspätungen auch anzusagen. Wenn ich nicht zufällig zur Anzeigetafel aufgesehen hätte, hätte ich die ganzen 20 Minuten (und möglicherweise auch noch mehr; man kennt das ja) schön warten dürfen und es hätte mir überhaupt nichts gebracht, die Klausur in 10 Minuten zu beenden (fast eine ganze Minute langsamer als der erste). So konnte ich zum Glück noch rechtzeitig zur S-Bahn wechseln, die - Überraschung - pünktlich kam.
3) Am Dortmunder Hauptbahnhof traf ich dann den ersten wirklich hassenswerten Deutschlandfan, der nicht aufhören wollte, auf seiner dämlichen Pfeife zu trillern. Das Schlimmste am Fußball sind definitiv diesen ganzen rücksichtslosen, hirnamputierten Fans, die der Sport anzieht.
Zum Ausgleich habe ich auf dem Weg nach Hause dann zwei dämliche polnische Fans getroffen, die ihre Schlachtrufe in der Straßenbahn ausprobiert haben. Natürlich in voller Lautstärke. Das Schlimmste am Fußball sind definitiv diesen ganzen rücksichtslosen, hirnamputierten Fans, die der Sport anzieht.
Das kleinere Übel wählend, habe ich dann beschlossen, daß es am besten sei, wenn die deutsche Mannschaft möglichst schnell aus dem Turnier ausscheidet. Und 90 Minuten lang sah das auch gar nicht so schlecht aus. Aber da die FIFA ja Nachspielzeit vorschreibt, fiel dann doch noch ein Tor und die folgenden Stunden ließen den Unbeteiligten glauben, daß Deutschland offenbar gerade Weltmeister geworden war. Mir graut schon vor dem, was die Leute hier veranstalten, wenn die deutsche Elf das Achtelfinale übersteht oder gar - *shudder* tatsächlich Weltmeister wird. Und auch vorher ging es hier in Dortmund schon zur Sache. Einige "Fans" wollten sich prügeln und die Polizei tat, was sie am besten kann und kesselte erst mal ordentlich. Wie ich gehört habe, auch gleich in den sympathisch wirkenden und Vertrauen erweckenden Kampfanzügen, die jedem sagen: "Dies ist kein Polizeistaat."
Ich habe ja prinzipiell nichts dagegen, daß man ein Team anfeuert und sich dann freut, wenn es gewinnt (und das war diesmal, das muß ich zugeben, ja sogar verdient). Aber was mich extrem stört ist dieser immer mitschwingende Nationalismus. Erst singt das ganze Stadion lauthals das Deutschlandlied (zwar nur die dritte Strophe und nicht die erste wie noch beim ersten deutschen WM-Titel), dann werden die armen Polen gnadenlos ausgepfiffen und schließlich hört man immer wieder "Steh auf, wenn Du Deutscher bist" von den Rängen schallen. Mir läuft es bei solchen Szenen kalt den Rücken herunter und dem guten Herrn Schopenhauer wäre es vermutlich ähnlich gegangen.
"Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen."
(Arthur Schopenhauer)
Zwei Spiele habe ich bereits durch Auf-der-Rückbildung-sein verpaßt. Dank FootieFox (das in Version 1.0.6 noch einen lästigen Bug hatte. Der soll mit Version 1.0.8 nun angeblich behoben sein) und den Livetickern, die man überall im Netz findet (zum Beispiel auf den Seiten der Öffentlich-Rechtlichen), konnte ich die erste Hälfte noch einigermaßen verfolgen. Als ich die Rückbildung verließ, stand es jeweils 1:0 und als ich dann zu Hause das Ergebnis nachsah, hatte das Spiel sich inzwischen komplett gedreht. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, sieht es im Spiel Spanien -Ukraine ziemlich schlecht für die Mannschaft aus, die das erste Tor schießt.
Die Brasilianer fand ich heute ebenso überschätzt und langweilig wie fast alle Mannschaften, die als Favoriten gelten (England, zum Beispiel). Ich hätte es den Kroaten sehr gegönnt, wenn sie wenigstens den Ausgleich geschossen hätten. Verdient wäre das allemal gewesen. Solange man durch derart lust- und ideenlose Spielweise trotzdem noch gewinnen kann, wird Fußball vermutlich nie meine Lieblingssportart werden. Gut hat mir hingegen die Schweiz gefallen, denen ich auch das bißchen Glück für ein Tor gewünscht hätte. Und nun noch einige schlaglichtartige Erkenntnisse und Gedanken des heutigen TV-Tages:
ITEM: Netzer und Delling sind tatsächlich so unterhaltsam wie es mir schon oft zu Ohren gekommen ist. Die beiden haben den Grimme-Preis völlig zu recht bekommen.
ITEM: Bestes Zitat des heutigen Tages: "Der Allgegenwärtige wird vertreten." (Steffen Simon stellt fest, daß Franz Beckenbauer das Spiel Frankreich - Schweiz als erstes der WM nicht persönlich im Stadion verfolgt)
ITEM: Coca Cola hat seine Bandenwerbung immer an die Farben der spielenden Mannschaften angepaßt. Das ist mir schon früher aufgefallen. Es ist aber so schön, daß ich es hier noch mal erwähnen wollte.
ITEM: Ebenfalls Coca Cola präsentiert die Spiele und spielt als Jingle tatsächlich den Anfang von Scotland the Brave. Durch kurzes Googeln bin ich bei diesem Videoblog gelandet und habe festgestellt, daß dies von seiten der lustigen Limonadenleute glattweg geleugnet (oder zumindest totgeschwiegen) wird. Jemand schreibt als Kommentar:
Also ich hab wegen der Musik bei Coca Cola angefragt und diese Antwort bekommen:
“Der Song aus dem Coca-Cola Werbespot “Linesmen” heißt “Tunes of Glory”
und ist von Mitch Miller (London).
Käuflich ist dieser nicht zu erhalten das er eigens für die Werbung
produziert wurde.
bei weiteren Rückfragen erreichst du uns unter 01805-147777
gib deine Ticket ID an
viele Grüße
dein CokeFridge Team”
Ganz schön dreist, finde ich. Vielleicht will man aber auch die Schotten nicht völlig aus der WM ausschließen. Wie man am Freitag in der taz lesen konnte, ist das nicht der einzige Versuch, dies zu erreichen.
"Wir können auch diesmal Schottland anfeuern: Scotland, Scotland!" Das schottische WM-Team 2006 hat allerdings einen Vornamen und besteht aus nur einem Spieler: Jason Scotland.[...]
"Ich meine Jason Scotland, den Stürmer von Trinidad und Tobago."
Noch eine Nachbemerkung für diejenigen meiner Leser, die die WM so kalt läßt, wie ich es eigentlich auch von mir erwartet hatte. Ich vermute, daß der Anteil, den die WM an diesem Blog hat, relativ bald wieder sinken wird. Also nicht die Hoffnung aufgeben und immer schön weiterlesen.
-- nur noch 6 Tage Rückbildung --
[Ja, da ist mir einfach kein intelligenter Titel für diesen Eintrag eingefallen. Sue me!]
Heute habe ich mich mal wieder mit meinem Notebook herumgeärgert. Etwas, das mir langsam zur lieben Gewohnheit wird. Einige Fehler sind scheinbar verschwunden, dafür sind neue aufgetaucht. Und manchmal kommen auch die alten wieder zurück. Oder die neuen gehen zeitweise weg. Ich verliere langsam die Lust an Gentoo, trotz all seiner Coolness. Hoffentlich läuft das bald alles so wie es soll. KDE 3.5 gefällt mir schon mal ziemlich gut und ich freue mich schon, darunter arbeiten zu können. Wie heißt es im Gentoo-KDE-Howto so schön?
Je mehr Effekte man einstellt, desto "cooler" wird KDE
Ich habe mir schon mal eine Menge cooler Hintergrundbilder heruntergeladen. Und vor allem freut mich, daß Kopete endlich so läuft, wie es soll. Gestern, als der Netzzugang noch funktionierte, habe ich das mal ausprobiert und endlich funktionieren auch alle Protokolle - zumindest sieht es bisher so aus. Komplett testen konnte ich es nicht, weil leider niemand online war. Vermutlich schauten alle Fußball.
Spiele, wie das gerade zwischen Portugal und Angola sind übrigens der Grund dafür, daß ich Fußball im Prinzip für doch recht langweilig halte. So im Vergleich zum Beispiel mit Basketball. Aber die NBA-Finals werden ja heuer in Deutschland nicht mehr für umsonst übertragen. Und das obwohl diesmal sogar ein Deutscher beteiligt ist (das hilft den Fernsehverantwortlichen ja oft bei der Entscheidung. Bei der EM im letzten Jahr bekam man ja auch fast nur die Spiele mit deutscher Beteiligung zu sehen), und sein Team auch ziemlich gute Chancen hat, die Meisterschaft zu gewinnen. So bleibt dem Basketballfreund nur, auf die "richtige" WM im August zu warten.
Die taz wartet neben diverser Extraseiten sogar mit einem WM-Blog auf. Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob man das Konzept eines Blogs hier richtig verstanden hat. Was die hier machen, schreit meiner Meinung nach eher nach einem Forum.
Und auf der Wikipedia habe ich einen Link auf etwas noch Krasseres gefunden: das WorldcupWiki. Auf den ersten Blick keine üble Seite und schon reichlich mit Content gefüllt.
Gestern war endlich der Tag, auf den Myriaden von Menschen - wenn man es genau nimmt eigentlich so gut wie jeder - monatelang gewartet haben. Und da ich weiß, was mein Publikum von mir erwartet, lasse ich es mir nicht nehmen, auch zu diesem tagesaktuellen Thema (mit der gebotenen Verspätung, die man von mir erwartet) ausschweifend auszuschweifen. Und bevor ich abschweife, beginne ich mal zu schweifen. Energie!
Ich stehe dem allgegenwärtigen Phänomen FIFA™-Fußball™-WM™ 2006™ sehr gespalten gegenüber. Ein wichtiger Contra-Punkt steht schon im letzten Satz. Man kommt einfach nicht dran vorbei. Insbesondere da Dortmund ja eine offizielle FIFA™-Fußball™-WM™-Stadt™ ist - ich nehme an, das bedeutet, daß die gesamte Stadt für die nächsten 30 Tage an die FIFA™ übereignet wird, also samt Legislative, Judikative und Exekutive. Ach ja, und natürlich das Geld. Wenn ich das richtig verstanden habe, bekommt die FIFA™ - die, wie ich gelernt habe, als gemeinnützige Organisation keine Steuern zahlt - jedesmal 10 Euro, wenn jemand WM™, oder Weltmeisterschaft™ oder so etwas ähnliches sagt. Das ist natürlich eine tolle Sache.
Und ich glaube, selbst wenn ich Fußball richtig toll fände, würde es mir inzwischen ganz schön auf den Sack gehen, daß mittlerweile wirklich jeder Depp mit auf den Zug aufspringt. Das fängt damit an, daß ich kürzlich irgendwo ein Gemeindefest unter dem Motto "Anpfiff bei Franziskus" gesehen habe, und hört bei einem Bäcker im Bochumer Hauptbahnhof, der zum Support "unserer" Elf spezielle WM-Produkte (Schiri-Schnitten usw.) an den Tagen an denen die deutsche Nationalelf spielt, mit 11% Rabatt anbietet (Slogan: "Wir lieben unsere Elf"), noch lange nicht auf. Und natürlich kann man in diesen Zeiten alle Produkte besonders gut damit verkaufen, daß ein (Ex-)Fußballer dafür wirbt - egal wie gering das TV-Talent des Betreffenden ist. So sieht man zum Beispiel ("es gibt nur ein'") Rudi Völler in einer Bierwerbung den Beweis dafür antreten, daß die Schauspieler von Soap-Operas immer noch mühelos unterboten werden können, wenn es um steife, unnatürliche Sprechweise geht.
Ein weiterer Negativpunkt, der immer offensichtlicher wurde, je näher die FIFA™-Fußball™-WM™ 2006™ rückte, ist die Tatsache, daß eine Weltmeisterschaft auch immer eine der schlimmsten Eigenschaften der Menschen herauskitzelt: Den Nationalismus. Jetzt, da der Spaß offiziell begonnen hat, sieht man jeden Tag mehr Autos, die Fahnen in ihr Fenster geklemmt haben. Da kann man nur hoffen, daß es schön heiß wird, damit diese Leute sich zwischen kühlem Fahrtwind und dummer Fahnenschwenkerei entscheiden müssen. Und auch sonst sieht man allerorten Fahnen aus den Fenstern und sonstigen Häuseröffnungen wehen. Zum Glück nicht nur deutsche. Sonst würde sich die Welt vermutlich auch nicht sehr willkommen bei ihren Freunden fühlen. Traurig finde ich ja auch, daß alle Leute, die man sich zur WM äußern hört, Sätze sagen wie "natürlich wünsche ich mir, daß Deutschland gewinnt". Was ist denn daran natürlich? Ist es nicht normaler, daß man, wenn überhaupt, für die Mannschaft mitfiebert, die den schönsten Fußball spielt? Was ist denn erstrebens- und vor allem sehenswerter? Ein zusammengestolpertes, glückliches 1:0 von Deutschland gegen Polen oder ein ästhetisch und spielerisch gekonntes Spiel von, zum Beispiel, der Elfenbeinküste? Ich kann sowieso nicht verstehen, warum man automatisch für ein bestimmtes Team sein muß, nur weil man damit zufällig den Wohnort/die Nationalität teilt. Besonders schlimm finde ich ja, was eine Freundin mir erzählt hat. Daß nämlich "die Türken von nebenan" inzwischen auch die Deutschland-Fahne herausgehängt haben. Ob erst im Zuge des doch recht souveränen Sieges der deutschen Elf im Eröffnungsspiel (es ist ja immer leichter, erfolgreiche Mannschaften toll zu finden. Man denke nur an die Bayern) oder zumindest etwas weniger opportunistisch schon im Vorfeld, weiß ich leider nicht. Ich bin jedenfalls trotzdem froh, wenn ich am 10. Juli endlich keine deutschen Flaggen mehr sehen muß.
Aber die WM hat auch ihre positiven Seiten. Das ist mir spätestens klar geworden, als ich heute Abend ein wenig durch die Innenstadt geschlendert bin. Es ist eben, wie beworben, die Welt zu Gast. Heute also vornehmlich Schweden und Trinis (wie die Bewohner von Trinidad und Tobago sich angeblich bezeichnen). Und da lacht natürlich mein weltoffenes und supranational geprägtes Herz. Und auch den Linguisten in mir, freut das Gewusel neuer und ungewohnter Sprachen auf den Straßen. Und ich muß dafür nicht mal Dortmund verlassen. Die kommen alle zu mir. Das ist natürlich sehr praktisch.
Die ganze Stadt ist praktisch im Ausnahmezustand. So wimmelten zum Beispiel heute Abend um halb neun der Hellweg und eigentlich die gesamte Innenstadt vor Menschen. Das ganze wirkte wie eine riesige Party und als Krönung sind auch die restriktiven Ladenschlußzeiten für die Dauer der WM erheblich gelockert worden. Sogar mein Rewe hier in Körne hat in diesen vier Wochen von 7 bis 22 Uhr geöffnet. An sechs Tagen in der Woche. Und in der Innenstadt haben eine Reihe von Geschäften sogar Sonntags geöffnet. Ich nehme an, daß man gegenüber den internationalen Gästen in diesem Punkt nicht völlig rückschrittlich wirken will. Und mit ein bißchen Glück nimmt man das zum Anstoß um das Ladenschlußgesetz generell mal zu überdenken. Ich würde mich freuen.
Wie gesagt, die ganze Innenstadt feiert eine einzige multikulturelle Party. Das finde ich natürlich toll. Aber leider ist das verbindende Thema Fußball und das heißt, daß es zwischen all den Menschen auch einige (ich habe zum Glück tatsächlich nur vereinzelte Exemplare getroffen) Deppen gibt, die Trillerpfeifen, Rasseln oder ähnliche Lärmwerkzeuge dabei haben und sich auch abseits des Spielfeldes nicht scheuen, diese einzusetzen. Und erfahrungsgemäß kommt es zu fortgeschrittener Stunde dann auch noch zu laut gröhlenden Gruppen von Besoffenen, die womöglich sogar noch aus voller Brust davon singen, welche Mannschaft sie am tollsten finden. Gerade dieser pöbelhafte Aspekt ist es, der mich Fußball immer sehr, sehr skeptisch gegenüber stehen ließ.
Doch, was soll ich sagen? In den letzten Tagen habe ich feststellen müssen, daß wirklich jeder meiner Freunde und Bekannten vom Fußballfieber befallen worden ist. Sogar solche, bei denen ich das nie erwartet hätte. Und da ich ja eh nichts zu tun hatte - mal abgesehen davon, mich über die Soundprobleme meines Notebooks zu ärgern - habe ich mal angefangen, mir die Spiele anzusehen. Und jetzt kann ich nicht mehr aufhören. Ich muß zugeben, daß Fußball doch nicht dermaßen uninteressant und langweilig ist, wie ich es jahrelang immer gedacht habe. Oft ist es das aber doch und es fällt mir noch schwer, mir komplette Spiele anzusehen, ohne nebenher noch was anderes zu machen (z.B. die Soundprobleme meines Notebooks zu beheben zu versuchen). Besonders dann, wenn das Spiel eher zäh und einfallslos wirkt. So wie das der Engländer heute. Aber ich denke doch, daß ich die WM komplett verfolgen werde, soweit mir das zeitlich möglich ist. Ich habe zum Glück im Reformhaus einen Spielplan geschenkt bekommen und mir schon für jedes Spiel überlegt, welcher Mannschaft ich den Sieg mehr gönnen würde.
Früher fand ich das Glockenspielhaus ziemlich cool. Inzwischen läuft es bei mir definitiv unter Lärmbelästigung. Und da es direkt an der Straßenbahnhaltestelle ist, kann man dem Lärm auch nicht ausweichen. Blöd das.
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Was mich so richtig ankotzt ist ja auch die Werbung auf der Straßenbahn. Zumindest die, die sich über die Fenster erstreckt und einem den Spaß an einem Fensterplatz verleidet. Ich finde, daß man für derart minderwertige Plätze eigentlich einen Fahrpreisrabbat bekommen müßte.
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Was ich hingegen ziemlich gut finde - gegen den aktuellen Trend und gegen das Prinzip des von mir sehr geschätzten Linux/Unix - ist das Konzept des Handys als eierlegende Wollmilchsau, also im wesentlichen mit den Funktionen Telefon, Fotoapparat und MP3-Player. Es ist doch eigentlich sehr praktisch, nur noch ein Gerät mit sich herumtragen zu müssen, das alle diese Funktionen auf einmal erfüllt. Problematisch wird es nur, wenn es mal Probleme gibt, da man dann keine der Funktionen mehr nutzen kann. Aber mit einer ordentlichen Ausfallsicherheit ausgestattet wäre das schon eine gute Idee.
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Gerade fiel mir aus irgendeinem Grund der Text von "Help" ein und ich überlege nun hier in aller Öffentlichkeit ob und vor allem inwieweit man die Unterscheidung zwischen "somebody" und "anybody" auf die deutschen Begriffe "jemand" und "irgendjemand" abbilden kann, und ob das dann mit den anderen Indefinitpronomen ähnlich geht. Wir alle wissen ja "Bei Frage und Verneinung tritt 'any' in Erscheinung." Und eben diese beiden Bereiche wirken doch mit "irgendjemand" natürlicher als nur mit "jemand", finde ich.
"I need somebody."
"Ich brauche jemanden."
"Is there anybody out there?"
"Ist irgendjemand da draußen?"
"I don't need just anybody."
"Ich brauche nicht irgendjemanden. [sondern einen Klempner]"
Was denken denn meine Leser so dazu? Es wäre doch schön, wenn die langen Diskussionen auf dieser Seite nicht nur über Politik geführt würden, sondern auch mal über Linguistik.
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Die Fantastischen Vier veröffentlich jetzt schon das 4. Live-/Best-Of-Album. Von den letzten sechs Alben waren nur zwei normale Studioalben mit komplett neuen Titeln. Ich finde das doch irgendwie besorgniserregend, auch wenn Viel von extrem hoher Qualität war. Wenn es also nicht an fehlender künstlerischer Inspiration liegt, dann liegt der Verdacht nahe, daß hier die treue Fangemeinde mal wieder um den einen oder anderen Euro erleichtert werden soll. Wenn man dann auch noch daran denkt, daß sich die Vier seit neuestem auch an die Werbung verkauft haben, muß zumindest ich doch noch mal ernsthaft über das Ausmaß meines Fantums nachdenken.
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Wir feiern 20 Jahre Calvin & Hobbes - oder, wenn wir pessimistisch sind - den zehnten Jahrestag des Endes dieses Strips. Dieser Washington-Post-Artikel erklärt, warum das einerseits schade ist, andererseits aber wohl kaum anders möglich war. Jetzt gibt es jedenfalls endlich eine gut gemachte Gesamtausgabe, etwas, das ich schon jahrelang suche (das beste, was ich fand waren die drei fetten Bände The Essential Calvin and Hobbes
, The Authoritative Calvin and Hobbes
und The Indispensable Calvin and Hobbes
). Sie kostet 150 Dollar, ein fairer Preis für 10 Jahre voll guter bis brillianter Comic Strips. Wenn ich jetzt nur das Geld dafür hätte.
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Der Deppenapostroph scheint nicht mehr in zu sein. Stattdessen sieht man immer häufiger - fast möchte ich schon sagen, "wohin man schaut" - das Deppenleerzeichen. Jüngstes prominentes Beispiel ist der Signal Iduna Park - eine Umbenennung, die auch mir, dem Fußball am Arsch vorbeigeht, die Tränen in die Augen treibt.
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Auf Eurosport wird jetzt scheinbar regelmäßig Wrestling übertragen (ganz genau kann man das nicht sagen, weil weder Videotext noch Webseite des Senders besonders großzügig mit Informationen umgehen). Zwar handelt es sich nicht um die allseits bekannte und beliebte WWE (ehemals F), aber immerhin um das next-best-thing: TNA. Ich habe es am letzten Wochenende geschaut und war ganz angetan. Die Kämpfe sind unterhaltsam und die beiden Moderatoren, Christian und Harry, wenn ich es richtig verstanden habe, sind ziemlich witzig. Es fehlt einem zwar ein wenig Carsten "Das war die beste Großveranstaltung, die ich je gesehen habe" Schäfer, aber der hat ja mit den Jahren sowieso ein wenig nachgelassen. Mein Tip: Schaut mal rein! Die nächste Sendung ist, wenn ich mich recht erinnere, am kommenden Freitag.
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Jetzt ist es wohl endgültig so weit. Die NBA ist im deutschen Free-TV nicht mehr zu sehen. Im letzten Jahr sah es ja auch erst so aus, bevor das DSF sich nach den ersten paar Saisonwochen doch noch erbarmt hat, also gebe ich die Hoffnung noch nicht ganz auf Trotzdem finde ich es ziemlich blöd - und irgendwie leitkulturmäßig - daß im Fußball jedes auch noch so viertklassige Fünftligaspiel übertragen wird, aber man in Deutschland nicht so populäre Sportarten kaum noch geboten bekommt. Und wieder ein Kerbe mehr in dem Brett mit Gründen für's Auswandern.
Griechenland ist wieder einmal Europameister geworden. Diesmal im Basketball. Überraschend für alle ist aber, daß die deutsche Nationalmannschaft tatsächlich die Silbermedaille gewinnen konnte. Das ist wohl hauptsächlich der beeindruckenden Verteidigung zu verdanken, die die Mannschaft das ganze Turnier über gezeigt hat. Als die Finalpaarung Deutschland - Griechenland feststand, kamen sicherlich bei vielen deutschen Fans Erinnerungen an die desaströsen Vorbereitungsspiele auf. Und Griechenland hat sich auch heute einmal mehr als Angstgegner der deutschen Mannschaft bewiesen und das Spiel und somit auch die EM überlegen gewonnen. Abgesehen von diesem Finale war eigentlich bei allen Begegnungen für Spannung gesorgt. Besonders die Halbfinale haben sich jeweils nur in den letzten Sekunden entschieden. Mich hat diese EM jedenfalls an den Bildschirm gefesselt (wenn auch nicht immer live) und ich habe es nicht bereut, dafür all die Veranstaltungen des Wochenendes zu verpassen. Immerhin fanden praktisch zeitgleich das Kaiserstraßenfest, die Museumsnacht und das Nordstadtfestival statt.
Mein Kompliment geht auch an das DSF, das hier sogar eine Handvoll Partien ohne deutsche Beteiligung gezeigt hat. Das nervige "Roller-Gewinnspiel" (schließlich haben wir es mit dem DSF zu tun) war noch einigermaßen zu ertragen, wenn man bedenkt, womit dieser Sender einen sonst so zumüllt.
Ich bin also guter Dinge, was die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr in Japan angeht, für die sich die ersten sechs Teams dieser EM bereits qualifiziert haben. Neben Deutschland kann man sich also auch schon auf Griechenland, Frankreich (Bronze), Spanien (4.), Litauen (5.) und Slowenien (6.) freuen. Hätte man mich vor der EM gefragt, hätte ich nie im Leben auf diese Platzierung getippt. Aber das hätten auch die meisten Experten nicht. Alles in allem also eine schöne Woche, gut daß man so ein Ereignis endlich auch mal übertragen bekommt.
Nach einem ziemlich bitteren Testspiel gegen Griechenland und einem doch recht desaströsen Auftreten beim Akropolis-Turnier (ganze 9 Punkte im ersten Viertel - die Griechen machten in der gleichen Zeit über 30) hat die deutsche Basketballnationalmannschaft am Sonntag gegen Bosnien-Herzegowina doch eine recht überzeugende Leistung hingelegt. Das hat mit Sicherheit auch damit zu tun, daß zumindest einige der zahlreichen Verletzten endlich wieder fit waren, nicht zuletzt der etatmäßige Center Patrick Femerling. Inzwischen ist leider klar, daß, Ademola Okulaja noch zu angeschlagen für den EM-Kader ist. ob. Spielmacher Mithat Demirel ist hingegen nach langem Zittern nun doch dabei.
Das Schöne ist, daß Deutschland für diese Europameisterschaft in Serbien & Montenegro qualifiziert ist, und wir daher eine Reihe von Spielen live zu sehen bekommen. Nicht so schön ist es allerdings, daß die Spiele im Deutschen SpielMit Fernsehen (DSF) übertragen werden und man sich also vermutlich während der Übertragungen mit einer unangenehm hohen Zahl von nervigen Gewinnspielen und ähnlichem Schnick-Schnack herumschlagen müssen wird. Ein Blick auf die Terminliste von Schönen Dunk zeigt außerdem auf, daß man als Fan eigentlich am besten noch ein paar andere Sender empfangen können sollte und daß das DSF zumindest momentan noch ankündigt eine Reihe von Viertelfinalen, beide Halbfinale und das Finale zu zeigen. Ich kann mir allerdings gut vorstellen, daß man sich das bei einem frühen Ausscheiden Deutschlands noch mal überlegt.
Die Basketball-EM 2005 läuft jedenfalls vom 16. bis zum 25. September. Diese Übertragungen hat das DSF angekündigt:
Vorrunde
Freitag, 16. Sept., 17.45 Uhr
Deutschland - Italien LIVE
Samstag, 17. Sept., 17.45 Uhr
Italien - Russland LIVE
Samstag, 17. Sept., 20.45 Uhr
Deutschland - Ukraine LIVE
Sonntag, 18. Sept., 20.45 Uhr
Deutschland - Russland LIVE
Dienstag, 20. Sept., 17.45 Uhr
Cross Elimination Game LIVE
(Partie noch offen)
Finalrunde
Donnerst., 22. Sept., 17.15 Uhr
Viertelfinale LIVE (Partie noch offen)
Freitag, 23. Sept., 17.45 Uhr
Viertelfinale LIVE (Partie noch offen)
Samstag, 24. Sept., 17.45 Uhr
Halbfinale LIVE (Partie noch offen)
Samstag, 24. Sept., 20.45 Uhr
Halbfinale LIVE (Partie noch offen)
Sonntag, 25. Sept., 20.45 Uhr
Finale LIVE (Partie noch offen)
Und zwar wieder beinahe, ohne daß ich es mitbekommen hätte. Zum Glück habe ich in meinem Vater einen generellen Sport-Fan, der mir die Ankündigungen im DSF fast rechtzeitig übermittelt hat. Einige Testspiele der Deutschen Nationalmannschaft Starring Dirk Nowitzki sind schon gelaufen, eines gegen Griechenland läuft gerade jetzt. Leider kann ich es nicht live zuende schauen (warum steht in meinem nächsten Posting), werde es aber aufnehmen (warum das keine Selbstverständlichkeit ist, steht in meinem übernachsten Posting). Ich wünschte ich fände endlich eine gute, übersichtliche Basketballseite im Netz, bei der man eventuell sogar einen Newsletter abonnieren kann, der über alle aktuellen Entwicklungen und TV-Termine auf dem laufenden hält. Das beste, was ich bisher fand, ist die Seite mit dem wundervollen Namen Schönen Dunk, auf der es auch eine Übersicht über die kommenden TV-Termine gibt. Ich kann auch nicht sagen, warum ich mit dieser Seite nicht völlig zufrieden bin. Vielleicht legt sich das ja noch. Jedenfalls beginnt am 16. September die Basketball-Europameisterschaft und zum Glück ist Deutschland dafür qualifiziert. Ich sage das übrigens nicht aus Patriotismus, sondern weil das deppige DSF sonst vermutlich kein einziges Spiel übertragen würde. So bekommt man zumindest die Spiele der Deutschen frei haus geliefert.
Heute kehrt nach quälend langen zwei Wochen endlich Sarah Kuttner wieder mit einer neuen Ausgabe ihrer Show zurück.
Auch Die NBA nimmt heute ihren Betrieb wieder auf und man kann sich auch dieses Mal wieder darauf einstellen, sich regelmäßig über die mangelhafte Berichterstattung des DSF aufregen zu müssen. Allerdings bleiben ja hoffentlich nach wie vor die erstklassigen Kommentare von Mike Körner ebenfalls Teil der Sendungen, so daß es so schlimm dann doch nicht werden wird.
Doch das ist noch nicht alles. Die meisten Mitleser wird es überraschen, aber auch Blutiges Gemetzel ist endlich wieder mit einigem neuen Content da. Und das nächste Update (hoffentlich mit neuem, schicken Design) ist bereits in Planung. Wo soll das noch hinführen?
Die neueste Rückkehr-Nachricht brachte vor wenigen Tagen die Süddeutsche Zeitung:
Weiße Weihnachten: Harald Schmidt kommt wieder
Ja, ist denn schon Weihnachten? Am 23. Dezember, in weniger als acht Wochen und genau ein Jahr nach dem TV-Abschied von Sat 1, wird Harald Schmidt nach SZ-Informationen ins deutsche Fernsehen zuückkehren - in die ARD
Im kommenden Jahr soll der Komiker und Schauspieler regelmäßig mittwochs und donnerstags im Ersten zu sehen sein. Sein Einsatz ist für 23 Uhr terminiert
In other news: Ich habe den neuesten Film von François Ozon 5 x 2 gesehen und war tief enttäuscht. Die Kameraführung war zwar wieder einmal sehr sehenswert, aber nahezu jeder einzelne Charakter war extrem unsympathisch, was es mir immer schwer macht, den Film als Ganzes zu mögen, und besonders die erste Hälfte erinnerte mich mit ihren überflüssigen in-your-face Sex-Szenen stark daran, warum ich Elementarteilchen von Michel Houellebecq nicht mochte.
Und schließlich: Language Hat bringt uns heute den Language Guesser. a little web service for identifying language. If you paste in some text (the more the better), it will tell you what language it's in.
Wir haben einen Gewinner!
Argentinien geht verdient mit der Goldmedaille nach Hause. Und dank Eurosport - die sich nicht durch Gebühren finanzieren und es sich daher leisten können, sich an ihr angekündigtes Programm zu halten - konnte ich das Spiel in Gänze genießen.
Wieder mal nicht zu sehen war, wie die USA sich im "kleinen Finale" die Bronzemedaille gegen Litauen gesichert haben.
Beim olympischen Basketball jagt mittlerweile eine Überraschung die nächste. Erst haben die nur mäßig aufspielenden USA die ungeschlagenen Spanier rausgeworfen und auf einen undankbaren 7. Platz verwiesen. Und daß obwohl sie ja IMHO sehr viele B-Stars mitgebracht haben, wohingegen die ganz großen Namen bis auf Iverson und Duncan lieber in den Ferien geblieben sind. Doch gerade als man dachte, jetzt steuern sie souverän auf die Goldmedaille zu, müssen auch sie das Feld räumen. Und zwar gegen Argentiniern. Gleichzeitig verliert mein Favorit Litauen gegen Italien. Und das auch noch überraschend deutlich. Daraus ergibt sich jetzt ein sehr unerwartetes Finale "Italien gegen Argentinien". Und wie so oft werden die Öffentlich-Rechtlichen Fernsehanstalten auch diesmal besseres mit ihrer Sendezeit anzufangen zu wissen, als dieses Spiel zu zeigen. Schließlich gab es ja auch bei den Halbfinalspielen gewichtige Gründe, die dagegen sprachen sich an das angekündigte Programm zu halten. Zum Beispiel die Damen-Hockey-Mannschaft auf einer Couch mit JBK. Glücklicherweise konnten die Verantwortlichen allzu Übereifrige davon abhalten, das Programm auf der ZDF-Webseite zu aktualisieren. Schließlich will man ja keine Zuschauer verschrecken.
Mal wieder ein trauriges Beispiel dafür, warum die Rundfunkgebühren endlich abgeschafft werden sollten. Im Interesse der Allgemeinheit senden ARD und ZDF schon länger nicht mehr.