“doing just fine governing Texas”?

Die EU hat Texas, wo man dieser Tage die 400. Hinrichtung in gut 30 Jahren “feiert”, darauf hingewiesen, daß eine zivilisierte Gesellschaft eigentlich über so etwas Barbarisches wie die Todesstrafe hinaus sein sollte.

Die portugisiesche EU-Präsidentschaft hat den texanischen Gouverneur ersucht, möge Ray Conner , dessen Mord an einem Angestellten in einem Lebensmittelgeschäft offenbar zu den “schrecklichsten Taten” gehört, für die die Todesstrafe reserviert ist, begnadigen. Der Gouverneur hat diese Bitte mit dem Verweis auf die stolze Geschichte der USA abgelehnt.

“Two hundred and thirty years ago, our forefathers fought a war to throw off the yoke of a European monarch and gain the freedom of self-determination,” he pointed out, adding “While we respect our friends in Europe, Texans are doing just fine governing Texas.”

Quelle: EU-Observer

Land of my high endeavour

Offenbar haben eine nicht unerhebliche Zahl von Schotten es immer noch nicht aufgegeben, nach Unabhängigkeit von der verhaßten englischen Krone zu streben, wie dieser Artikel im EU Observer zeigt (der Artikel wird vermutlich bald hinter der Bezahl-Barriere verschwinden). Dort heißt es unter anderem:

SNP leader Alex Salmond tabled a paper in Edinburgh on what he called a “new chapter in Scottish politics.”

He called for a “national conversation” towards a referendum that would offer either the political status quo, more powers for Scottish parliament or complete independence.

Meiner Meinung nach ist das der völlig falsche Weg. Und wenn dem Erfolg beschieden ist, wird das, so heißt es auch in dem EU-Observer-Artikel, höchstwahrscheinlich den separatistischen Bewegungen in Katalonien, im Baskenland und wer weiß wo noch alles, weiteren Auftrieb geben.

Abgesehen von dem Riesenaufwand, den so eine Unabhängigkeit nach sich zöge (Schottland müßte vermutlich um erneuten Beitritt zur EU verhandeln – und das kann dauern – und höchstwahrscheinlich auch – wie alle neuen Mitglieder – den Euro einführen (das fände ich natürlich schön)) , liefe dies auch dem momentanen post-nationalistischen Trend in Europa entgegen. Dieser Trend ist zwar in den letzten Jahren etwas ins Wanken geraten, was sich im Erstarken nationalistischer oder regionalistischer Parteien wie z.B. der belgischen Vlaams Belang oder der französischen Front National und ähnlicher ausdrückt. Aber allein die immer noch globalisierend Amok laufende Marktwirtschaft wird dem weitestgehend entgegen wirken – und so zumindest eine gute Auswirkung haben.

Tatsache ist, daß die EU mehr und mehr Kompetenzen an sich zieht, und durch die Freizügigkeit für Personen, Waren und Dienstleistungen wird es immer unwichtiger und unerheblicher, in welchem staatlichen Gebilde innerhalb der EU-Grenzen man sich gerade befindet. Da Schottland schon ein Regionalparlament hat, das viele regionale Politikfelder (mit)bestimmt und viele der überregionalen Angelegenheiten mehr und mehr in die Zuständigkeit der EU fallen, wird der Anteil der schottischen Politik, der von London aus gemacht wird, sowieso in den nächsten Jahren noch weiter schrumpfen und eine schottische Unabhängigkeit so noch unnötiger als sie ohnehin schon ist. In vielen Belangen ist Schottland ja außerdem eh schon mehr ein Land als eine Region. Immerhin dürfen sie eine eigene Mannschaft zu Fußballweltmeisterschaften schicken. Bayern darf das nicht.

Edinburgh ehrt Rowling

J.K. Rowling ist jetzt schon die reichste Frau der Welt. Nun wird sie auch noch von ihrer Heimatstadt Edinburgh geehrt.

city councillors are discussing a more formal way to honour the bestselling, Edinburgh based writer, possibly by naming a street after her (an unusual event for a living person) and perhaps establishing a young writer’s competition in her name (which would be far more appropriate, I feel, especially since Rowling herself benefited from an award from the Scottish Arts Council which allowed her to complete writing that first book).

look who’s got a new edition

Dungeons & Dragons. Ab Mai nächsten Jahres gibt es mal wieder eine neue Version. Die Versionen folgen jetzt deutlich schneller aufeinander. Die Second Edition (a.k.a. AD&D) war damals immerhin über 10 Jahre lang aktuell.

Hier ist der Trailer für D&D, fourth edition. Das GenCon-Panel ist ebenfalls bei YouTube online und zwar hier, hier, hier und hier.

The richest people who never lived

Das Forbes-Magazin hat (mal wieder) eine Liste der fünzehn reichsten fiktionalen Personen erstellt.

Da es Dagobert Duck nur auf Platz drei schafft, wittere ich allerdings Betrug. Sehr schön ist aber Platz neun:

#9 Prince Abakaliki of Nigeria

Net Worth: $2.8 billion
Source: Telecommunications
Age: 37
Marital Status: Single
Hometown: Lagos, Nigeria
Education: Yaba College of Technology, B.S.

The first son of the late KING SANI ABAKALIKI, the former head of state of Nigeria; presently under protective custody as a political refugee. Despite his confinement and rumored physical and psychological torture, PRINCE ABAKALIKI does have a broadband Internet connection and keeps busy sending out countless e-mails to complete strangers who he hopes will cooperate with him in a mutual transaction. Specifically, PRINCE ABAKALIKI wants to get his hands on his share of his father’s estate ($50.000.000 US DOLLARS) which has been deposited in a fund with an unnamed foreign security company. Once a trustworthy stranger has opened communications with PRINCE ABAKLIKI, he will send a LETTER OF AUTHORITY to them, so that they may clear the fund and invest the money for him. For their services, the lucky stranger will receive 30% of the $50.000.000 US DOLLARS. New member.

Leben in der Matrix

Wil Wheaton verlinkt einen interessanten Artikel aus der New York Times (für die nervige Anmeldung gibt es BugMeNot.com), in dem ein Oxforder Philosoph über die Natur des Seins nachdenkt. Einerseits Wahnsinn, andererseits schon irgendwie logisch nachvollziehbar.

Until I talked to Nick Bostrom, a philosopher at Oxford University, it never occurred to me that our universe might be somebody else’s hobby. I hadn’t imagined that the omniscient, omnipotent creator of the heavens and earth could be an advanced version of a guy who spends his weekends building model railroads or overseeing video-game worlds like the Sims.
But now it seems quite possible. In fact, if you accept a pretty reasonable assumption of Dr. Bostrom’s, it is almost a mathematical certainty that we are living in someone else’s computer simulation.

This simulation would be similar to the one in “The Matrix,” in which most humans don’t realize that their lives and their world are just illusions created in their brains while their bodies are suspended in vats of liquid. But in Dr. Bostrom’s notion of reality, you wouldn’t even have a body made of flesh. Your brain would exist only as a network of computer circuits.