Stress-timed?

Englisch wird generell zu den stress-timed languages gezählt. Wikipdia schreibt hierzu, daß dies bedeutet, betonte Silben werden in ungefähr gleichen Zeitabständen artikuliert:

English is a stress-timed language; that is, stressed syllables appear at a roughly constant rate, and non-stressed syllables are shortened to accommodate this.

Daß es mit der Definition des Betonungstimings aber nicht ganz so einfach ist, zeigt die Mini-Untersuchung von Mark Liberman, die er in diesem Language-Log-Posting vorstellt. Sein Fazit lautet, daß der Einfluß des Stress-Timing auf den tatsächlichen zeitlichen Abstand zwischen betonten Silben kaum Einfluß hat (wenn überhaupt), da andere Faktoren wie Artikulationsart und -ort der beteiligten Laute und vor allem deren Länge (vgl. langes E wie in Meer vs. kurzes E wie in denn) viel wichtiger sind.
The influence of “stress timing”, in the sense of an effort to spacing stresses equally in time, is normally negligible, indeed perhaps non-existent.

Sehr interessant, wie so oft im Language Log. Ich wünschte, ich hätte die Muße dort regelmäßig mitzulesen.

Nebenbei: Auch das altehrwürdige Language Log hat letzten Monat endgültig vom schwerfälligen Movable Type zum schlanken Open-Source-Darling WordPress gewechselt (wie Scalzi aber auch nur weil der Server unter einer zu großen MT-Datenbank zusammengebrochen ist). Der Trend ist nicht zu verkennen. Und ich schwimme wie immer fleißig mit dem Strom. *g*

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