Außergewöhnlicher Comic gefällig?

Für alle, denen DESTROY!! – mit Abstand der auf den ersten Blick ungewöhnlichste Comic in meiner Sammlung – noch nicht ausgefallen genug war, für den hat Mark Andrew von Comics Should Be Good das Passende in der Rezensionskiste.

There’s a couple different ways of looking at Elvis Road. It’s a 23 page hardcover, longer than it is wide. Closer in shape to a Garfield cartoon collection than a traditional comic book, although the pages are quite a bit bigger.

It’s also one panel. One panel that takes up 23 pages.

The pages unspindle (or, in my case, spill into my lap) and unfold, so that if you have sufficient space, you can actually read the book as one continuous panel.

In der Rezension gibt es auch Bilder. Der Comic stammt von zwei Schweizern, Helge Reumann und Xavier Robel. Ein bißchen an Hintergrundinformationen über die beiden und ihre Ateliergemeinschaft Elvis Studio findet sich auf der Webseite des eidgenössischen Comic-Festivals Fumetto. Ein paar Beispiele der Arbeit der beiden habe ich auf der Webseite der New Yorker Adam Baumgold Gallerie gefunden (die Seite benutzt im Jahr 2008 immer noch Frames, daher hier ein Direktlink zu den Arbeiten von Elvis Studio). Hier kann man sich auch einen ganz guten Eindruck vom außergewöhnlichen Format von Elvis Road machen (Direktlink).

Wenn das Euer Interesse geweckt hat, trennen Euch nur noch 18 Euro und ein Klick davon dieses Kunstwerk schon bald in Euren Händen zu halten.

Viva España

So, nach einer (auch für mich überraschenden (und überraschend langen)) EM-Pause sind die Gedankenblasen jetzt – endlich – offiziell wieder zurück.

Aus für mich nicht so recht nachvollziehbaren Gründen habe ich ja vor zwei Jahren angefangen, internationale Fußballturniere am Bildschirm zu verfolgen (“live on tape” kann man das auf Persistent Illusions mitverfolgen). Das setzte sich auch mit der EM in diesem Jahr fort. Einige Gedanken dazu:

Wenn man zur arbeitenden Bevölkerung gehört, fällt es sehr viel schwerer, alle Spiele live im Fernsehen zu verfolgen und trotzdem noch alle anderen Dinge zu erledigen, die so anfallen. So erklärt sich die Blogfunkstille. Trotzdem habe ich es auch diesmal geschafft, fast alle Spiele zu sehen.

Diesmal habe ich mich einer Tipprunde angeschlossen, was zu einem interessanten Effekt geführt hat. Mir ist es oft so ergangen, daß ich beim Verfolgen eines Spieles hin- und hergerissen war zwischen meinen Sympathien und meinem getippten Ergebnis. Irgendwie kann man sich in keinem Fall so richtig über ein Ergebnis freuen. Außer Tip und Sympathie fallen zufällig zusammen und da ich einerseits gewinnen wollte (es blieb übrigens beim Wollen) und andererseits oft mit dem Underdog sympathisiere, war das nicht oft der Fall.

Als ich vor dem Beginn der EM auf Rußland als Europameister getippt habe, haben mich alle meine Mittipper ausgelacht. Im Laufe des Turniers verstummte das Lachen dann allerdings. Die Russen hatten sportlich gesehen ein starkes erstes Halbjahr (Eishockey-WM, UEFA-Cup, Aussie-Millions, Grand-Prix), aber das zweite Halbjahr scheint Spanien zu gehören. Erst die EM und nur wenige Wochen später Wimbledon. Das läßt einiges für die olympischen Spiele erwarten – bei denen mich eigentlich nur der Basketball so richtig interessiert. Immerhin haben sich die Deutschen gestern in letzter Sekunde doch noch qualifiziert. Also besteht die Chance, daß man wenigstens einige Partien im Fernsehen gezeigt bekommt. Und Spanien geht immerhin als amtierender Weltmeister nach Peking.

Die EM hat mir deutlich besser gefallen als die WM, weil diesmal fast immer die bessere Mannschaft gewonnen hat. Das heißt es gab wenig Siege der italienischen Art, a la “Wir stellen alles hinten rein und hoffen auf ein Glückstor oder auf’s Elfmeterschießen”. Die Italiener haben das zwar versucht und sind dank niederländischen Mitleids (oder Fairness) auch unverdientermaßen über die Gruppenphase hinaus gekommen, wurden aber da glücklicherweise von den Spaniern gestoppt.

Die Spanier haben sich nach dem Erreichen des Viertelfinales so gefreut, daß ich ihnen auch den Gesamtsieg gönne. Im Radio hat jemand nach dem Viertelfinale eine Art Presseschau gemacht. In einer spanischen Zeitung fing der Artikel über das Spiel gegen Italien wohl so an “Eigentlich wollte ich meinen Bericht ja folgendermaßen beginnen: So ein Mist!” Da muß man es ihnen doch einfach gönnen.

Ich bin froh, daß ich mich immer noch recht wenig für Sport interessiere, denn in diesem Jahr kommt es wirklich Schlag auf Schlag. Nach dem Ende der EM hätte man schon wieder Wimbledon gucken können. Momentan läuft die Tour de France (witzige Schlagzeile dazu: “Erster Dopingfall bei der Tour de France” (Hervorhebung von mir)) Und in wenigen Wochen kommt die menschenrechtsfreie Olympiade, die nun wohl doch niemand boykottieren will. Das wäre allerdings auch auf der Heuchel-Skala ziemlich weit oben gewesen. Oder will mir irgendwer erzählen, daß die Menschenrechtssituation in China bei der Vergabe der Spiele niemandem bekannt war?

Wie man sieht, bin ich wieder in Plauderlaune und habe zu allem und jedem eine Meinung. Das läßt doch für die kommenden Tage und Wochen in diesem Blog hoffen. Und nebenan, im Linkblog, habe ich ja inzwischen den Captain dabei, der mir hilft meine treuen Leser zu bespaßen.

Welcome to the Backend

Hallo zusammen,

einige von Euch wundern sich womöglich über den Eintrag vor diesem. Also diesen Eintrag hier.

Nun, da Captain Smollett (nur echt mit zwei Doppelkonsonanten), einer meiner treuen Leser, mir immer wieder mal einen lustigen Link für dieses Blog zugemailt hat, habe ich ihn eingeladen, solche Links selbst hierhin zu posten.

Wundert Euch also nicht, wenn jetzt häufiger mal Einträge auftauchen, die nicht von mir sind. Praktischerweise steht ja bei jedem Eintrag dabei, wer ihn verzapft hat (wobei, so wie ich schon wieder ins Schwafeln gerate, sollte es bei diesem Eintrag auch ohne diesen Hinweis klar sein). Und immerhin gibt es so auch insgesamt mehr Einträge. Ohne daß ich selbst mehr schreiben muß. Also gewinnen wir eigentlich alle. Juchuu!

Heißen wir also den Captain auf der anderen Seite des Bloggens herzlich willkommen.

Was macht eigentlich Joss Whedon?

Nun, da ist natürlich Dollhouse. Und Buffy Season 8. Aber dann gibt es da noch ein Projekt, das etwas… nun sagen wir mal…ungwöhnlich ist.

Dr. Horrible’s Sing-Along-Blog.

In einem Interview beschreibt Joss das ganze so:

Well, I can tell you it’s the story of Dr. Horrible, a low-rent super villain trying to make his way in the world, being evil, defeat his nemesis, Captain Hammer, who beats him up on a weekly basis, and work up the courage to talk to the prettiest girl walking around. It basically follows his travails. It’s about 40 minutes, in three acts, and was designed to be just your typical internet, superhero musical.

Hier schon mal der Trailer:


Teaser from Dr. Horrible's Sing-Along Blog on Vimeo.

Und jetzt das beste. Ich habe so lange damit gewartet, das zu bloggen, daß der gute Doktor schon vor der Tür steht. Dr. Horrible wird in drei Teilen auf der gleichnamigen Internetseite veröffentlicht. Und zwar in drei Teilen am 15. Juli (ja, das ist schon morgen!!!), am 17. Juli und am 19. Juli. Doch Eile ist geboten. Denn wie man in Whedons Master-Plan nachlesen kann, werden die Videos bereits am 20. Juli um Mitternacht (vermutlich EST oder so was) wieder vom Netz genommen und dann nur noch gegen Geld zu erwerben. Später wird es wohl auch eine DVD geben.