Music and Coffee and TV

Lukas von Coffee & TV ist, glaube ich, momentan mein Lieblingsblogger. Neben politischen und gesellschaftlichen Anmerkungen und Beobachtungen nimmt die sogenannte Popkultur in seinem Blog einen großen Raum ein. Und von dieser Popkultur insbesondere die Musik. So hat er sich – mir nichts dir nichts – zu einem meiner größten musikalischen Einflüsse entwickelt, auch wenn sein Geschmack mir etwas zu sehr auf der Sarah-Kuttner-Indie-Schiene liegt. Aber trotzdem höre ich oft in seine Anspieltipps hinein und oft entdeckte ich dabei auch ganz nette musikalische Schmankerl. So auch in seinem gestrigen Beitrag über das Mini-Festival Rock im Saal. In diesem verlinkt Lukas die Mypsace-Seiten (*schauder*) von Enno Bunger, den Kilians und Gisbert zu Knyphausen. Die beiden ersteren finde ich ganz nett, aber beim ersten kurzen Reinhören fand ich letzteren mit Abstand am interessantesten. Vielleicht liegt das daran, daß ich im Gegensatz zu Lukas den Begriff Liedermacher nicht für verbrannt halte. Aber ich höre ja auch freiwillig Reinhard Mey und Wolf Maahn.

TV-Tip: Grundeinkommen in der Wirtschaftskrise

Die Petition für ein bedingungsloses Grundeinkommen, von der ich kürzlich berichtet habe, hat tatsächlich trotz nerviger Serverprobleme und schlampiger Software (näheres dazu im Perl-Blog) weit über 50.000 Unterzeichner gefunden. Dies bedeutet, daß der Bundestag sich damit befassen muß und es bedeutet offenbar auch, daß die Medien dem Thema zumindest ein wenig Aufmerksamkeit widmen. Dazu aus aktuellem Anlaß der Hinweis auf die morgige Maischberger-Sendung. Dort wird zum Thema Panik um den Job: Muss der Staat uns alle retten? diskutiert werden. Und unter den Gästen ist auch Susanne Wiest, die Urheberin der Petition. Da auch noch Günter Wallraff dort sein wird, scheint somit ein angemessenes Gegengewicht zu Ex-Superminister und Ex-SPD-In-den-Rücken-Faller Clement und CDU “Wirtschaftsexperte” Norbert Röttgen gesichert zu sein.

Hier die Sendedaten:

Dienstag, 10. März 2009, 23.00 Uhr im Ersten.

Und später wird die Sendung aller Voraussicht nach auch komplett in der Mediathek des Ersten verfügbar sein.

Die WAZ auf dem Weg ins Abseits

Ich habe ja, nicht zuletzt dank der häufigen Plädoyers von Captain Smollett, inzwischen eingesehen, wie wichtige lokale Tageszeitungen für die kommunale, und insbesondere vielleicht für die kommunalpolitische Berichterstattung sind. So habe ich in letzter Zeit, wenn ich mal die Zeit für eine Tageszeitung gefunden, häufiger mal auch zur WAZ gegriffen und nicht zu einer überregionalen Zeitung wie z.B. der taz. Und gerade jetzt, wo ich meine Heimat Richtung Niederrhein verlassen habe, nutze ich gern die Möglichkeit daß man sowohl beim Westen als auch bei den Ruhr-Nachrichten spezielle lokale RSS-Feeds abonnieren kann.

Umso bedenklicher stimmen mich die radikalen Einsparungsmaßnahmen, welche die WAZ-Gruppe gerade in den Lokalredaktionen vorzunehmen gedenkt. Jens vom Pottblog berichtet schon seit einiger Zeit aufopferungsvoll und sehr detailliert über die WAZ-Krise. In seinem neusten Beitrag meldet sich einer der betroffenen Lokalredakteure selbst zu Wort. Der Titel des Beitrags sagt eigentlich schon alles (aber ich empfehle, ihn trotzdem zu lesen):

WAZ-Betriebsversammlung: Was für eine Scheiße! 

Moving Time

Okay, der Umzug ist ziemlich optimal über die Bühne gegangen und nachdem ich meine Hardware upgegraded habe, kann ich nun auch aus meiner neuen Wohnung ins Internet. Ich bin also wieder ganz normal zu erreichen. Meine neue Fernsprechnummer und Snail-Mail-Adresse habe ich ja schon vor einiger Zeit per Mail unter die Leute gebracht und ab jetzt bin ich auch über die online-Kanäle wieder unter normalen Bedingungen zu erreichen (abgesehen von der dokom-Adresse logischerweise). Momentan habe ich noch einige Kisten auszupacken und auch sonst einiges an Neuer-Wohnung-Kram zu erledigen. Das Bloggen wird also wieder anlaufen, aber etwas langsam und gemächlich.

Move Ya, Move Move Ya

Am morgigen Dienstag findet nun endlich mein lang geplanter Umzug statt. Dann muß ich es nur noch schaffen, in meiner neuen Wohnung das Internet zu bändigen, was hoffentlich nicht so schwierig wird, wie es sich auf den ersten Blick darstellte. Ich melde mich dann hier, wenn das geschafft ist und ich wieder regelmäßig im Netz unterwegs bin. Dann wird auch dieses Blog aus seinem wochenlangen Dornröschenschlaf erwachen.

“Goldrausch in Klickytown”

Und wieder mal etwas aus dem sehr lesenswerten Comic-Blog Comics Should Be Good.

Diesmal postet Greg Burgas einen länglichen Beitrag über einen 30 Jahre alten Playmobil-Comic. Ich war ja als Kind eher in der Lego-Fraktion. Hätte ich aber damals so einen Comic in Händen halten können, wäre das vielleicht anders gewesen.

playmobil-cover.jpg

Mehr bei Comics Should Be Good…

Kauftip: Spirou – Porträt eines Helden als junger Tor

Vor einigen Jahren hat man begonnen neben der regulären Spirou&Fantasio-Serie unregelmäßig sogenannte One-Shots um den beliebten belgischen Pagen zu veröffentlichen.
Hier kann die Creme der frankobelgischen Comic-Welt losgelöst von den Zwängen der Hauptserie ihre eigene Interpretation von Spirou gestalten. In Deutschland werden diese Bände in der Reihe Spirou & Fantasio Spezial – angenehmerweise meist recht zeitnah – veröffentlicht. Der jüngste dieser Bände versetzt den sonst gänzlich apolitischen Spirou in die politisch höchst brisante Zeit seiner tatsächlichen Entstehung: Das Belgien des Jahres 1939. Warum das so unglaublich lesenswert ist, kann Stefan Pannor allerdings sehr viel besser erklären als ich (immerhinverdient er mit so etwas seinen Lebensunterhalt) und daher verweise ich alle Interessierten auf seine Rezension des Bandes bei Spiegel Online.