@kreetrapper on Twitter

Einigen habe ich es schon persönlich erzählt, seit einigen Tagen twittere ich auch. Die Idee dahinter war folgende: Wenn Leute wie Neil oder Wil Twitter so super finden, daß sie es immer wieder erwähnen und tatsächlich exzessiv nutzen, dann muß da doch irgendwas dran sein. Um herauszufinden was das ist, habe ich beschlossen, einfach mal damit anzufangen, weil man so vermutlich am ehesten dahinter kommt.

Meine erste Entdeckug: man kann auch Twitter problemlos dazu verwenden, um Kunst oder besser: Literatur zu erzeugen. Als Beweis führe ich den Twitterstream von Brent Spiner an, der extrem unterhaltsam ist.

Und noch etwas zur Technik: Wie es scheint, gibt es die populärsten Twitter-Clients wohl nur für Mac und/oder Windows. Ich werde wahrscheinlich demnächst anfangen, Twitterfox zu nutzen. Momentan bin ich aber noch bei einem simplen Web-Interface, allerdings nicht dem doch sehr spartanischen von Twitter, sondern dem etwas komfortableren Tweetree. Hier werden direkte Antworten baumartig gruppiert und zudem werden Links, die z.B. auf Bilder oder Videos zeigen ebenfalls direkt in den Twitterstream eingebunden.

Ihr könnt meiner Twitterei hier folgen.

Zum Einstieg in die Materie habe ich hier noch ein paar interessante Links zum Thema für Euch.

Die Origin-Story: How Twitter was born

Scalzi über Twitter

Lifehacker-Tips zur sinnvollen Twitternutzung

3 vor 10 – Wissenschaft für die Frühstückspause

Im Rahmen der Aktion Ein ♥ für Blogs bin ich auf das nette kleine Blog 3 vor 10 gestoßen. Worum es dabei geht, steht sehr konzis auf der About-Seite, von der ich deshalb einfach direkt zitiere:

Auf “3vor10″ werden genau die Artikel und Studien gesammelt, die von der Scienceblogs-Redaktion aus der fast unüberschaubaren Wissenschaftsnachrichten-Flut gefischt werden. Von Montag bis Freitag findet man hier jeweils drei handverlesene Empfehlungen und Hinweise auf lesenswerte Artikel.

Da hier wirklich das ganze wissenschaftliche Spektrum abgedeckt wird, ist natürlich nicht jeder Artikel für jeden gleichermaßen interessant, aber es ist eben doch oftmals Interessantes dabei, so daß es sich durchaus lohnt, jeden Tag während des Morgenkaffees dort vorbeizuschauen. Ich habe es mir schnell angewöhnt.

Für mehr Transparenz in den Banken

Thomas Jorberg, Vorstandssprecher der GLS-Bank, die auch meine Geldgeschäfte verwaltet, im Tagesschau-Interview. Teaser:

tagesschau.de: Hat die GLS-Bank auch “Giftpapiere” in den Büchern?  

Thomas Jorberg: Nein. Wir finanzieren nur reale Unternehmen mit sozialen und ökologischem Hintergrund. Deshalb haben wir keine Investments in abstrakten, “toxischen” Papieren gemacht und deshalb dort auch keinen Cent verloren.

Ein ♥ für Blogs

Auf Wegen, die zu verworren sind, um sie hier nachvollziehen zu wollen, bin ich auf diese vom Stylespion initiierte Aktion aufmerksam geworden. Er sieht folgendes Problem:

Seien wir doch mal ehrlich, die deutschsprachige Bloglandschaft steckt seit einiger Zeit in einer Depression. Im besten Falle wird zwar beobachtet, was die Nachbarn so machen, aber ein wirkliches miteinander findet meist nur in Ausnahmefällen statt. Die gute alte Blogroll ist aus den meisten Layouts verschwunden oder leidet an Altersschwäche. Wir kochen vor allem unser eigenes Süppchen.

Und als Lösung präsentiert er diesen sehr schönen Vorschlag:

Am kommenden Dienstag, den 21.04, veröffentlichen alle, die darauf Lust haben, einen Beitrag mit dem Titel “Ein ♥ für Blogs” in dem sie ihre lesenswerten deutschsprachige Blogs vorstellen

Ich finde diese Idee gut, wollte sowieso dringend mal wieder bloggen und habe gerade noch rechtzeitig davon erfahren.

Ich habe also gerade alle Feeds im Akregator durchforstet um nach passenden Blogs zu suchen. Was ist mir aufgefallen? Ich lese immer noch deutlich mehr englischsprachige Blogs als deutschsprachige. Aber letztere haben im Vergleich zur Situation vor, sagen wir mal drei Jahren, ordentlich aufgeholt. Also habe ich genug Futter für diesen Beitrag. Mal schauen, wieviele Blogs ich vorstelle, bevor ich die Lust verliere.

Das Bremer Sprachblog

Dieses Blog ist zum Jahr der Geisteswissenschaften 2007 gestartet und war ganz zu Anfang mal ein Gruppenblog zum Thema Linguistik. Inzwischen sind aber fast alle bloggenden Sprachwissenschaftler ausgestiegen und nur Anatol Stefanowitsch bloggt fleißig weiter.

Auch wenn er sich für meinen Geschmack etwas zu sehr auf die von ihm so bezeichneten “Sprachnörgler” eingeschossen hat, ist dieses Blog nach wie vor meine Startseite und eines der wenigen, in denen ich tatsächlich ab und zu mal kommentiere. Außerdem bin ich dort in der Blogroll. ;-)

Wer etwas mehr über Professor Stefanowitsch wissen möchte, kann seinen Auftritt bei der Radiosendung Kulturköpfe (Link zur mit Javascript überladenen Webseite) als Podcast (Link zum RSS-Feed, der meinen Firefox fast zum Absturz gebracht hat) downloaden (Direktlink zum MP3). Ich bin selbst noch nicht dazu gekommen, es zu hören.

Das FAZ-Comic-Blog

Die FAZ ist vor einigen Monaten mit Macht auf den Blog-Zug aufgesprungen. Ich verfolge neben diesem auch das Fernsehblog, das auch oft ziemlich lesenswert ist. In diesem Comic-Blog jedenfalls, bloggt einer der großen Comic-Experten Deutschlands höchstpersönlich, Andreas Platthaus. Und es ist eine wahre Freude, seine fachkundigen Beobachtungen und Anekdoten zu lesen. Der letzte Eintrag handelte zum Beispiel davon wie er in Paris gefälschte Carl-Barks-Originale entdeckt hat.

Indiskretion Ehrensache

Das Blog des Handelsblatt-Journalisten Thomas Knüwer kenne ich selbst erst seit kurzem, aber ich möchte die wohldurchdachten Artikel dort nicht mehr missen. Knüwer merkt man den Journalisten an, da man kaum die in vielen Blogs häufig anzutreffenden Kurzartikel findet (so wie hier leider viel zu oft), sondern in der Regel ist ein Artikel Knüwers ordentlich recherchiert, lesbar geschrieben und mit Fakten und Quellen (Links) versehen. So sieht Onlinejournalismus aus, wenn man es richtig macht. Gerade gestern z.B. hat er dort einen wie ich finde hervorragenden Artikel über das Zensursula-Problem veröffentlicht.

So, das sollte erst mal genügen, denke ich. Die meisten anderen deutschsprachigen Blogs, die ich so lese, verlinke ich sowieso häufiger, sei es nun der Spiegelfechter, Niggemeier oder die Ruhrgebietsfraktion von Pottblog und Coffee & TV.

Und welche Blogs lest Ihr so?

Die Welt, in der wir leben

Zwei Nachrichtenmeldungen, die mich heute erreicht haben:

Filesharing ist ein Verbrechen.  Strafe: 1 Jahr Gefängnis und knapp 3 Mio Euro.

Folter ist kein Verbrechen. Strafe: Nix.

Was soll man dazu noch sagen?

Okay, eins jedenfalls: Bisher war ich mit der Arbeit Obamas relativ zufrieden (habe ihm aber auch nicht so intensiv zugeschaut), aber hier hat er zum ersten mal in aller Öffentlichkeit einen dicken Patzer gemacht. Ich werde in Zukunft mal etwas genauer hinschauen.