Boll

Ich bin immer noch dabei, was das Lesen und Schreiben von Blogs angeht, jede Menge nachzuholen, weil ich meine Wochenenden in letzter Zeit meist offline verbracht habe. Und diese Kolumne von John Scalzi über die desaströse Bilanz von Computerspiel-Verfilmungen hat mich daran erinnert, daß ich noch einen kurzen Eintrag zu dem Phänomen Uwe Boll verfassen wollte. Dies ist er.

Mir ist der Name Uwe Boll selbst eigentlich nie aufgefallen – vermutlich weil ich nicht mehr in der Gamer-Szene bin. Erst ein Freund, der sich passenderweise sowohl bei Computerspielen als auch bei Filmen ziemlich gut auskennt, hat mich über den vielleicht schlechtesten Regisseur aller Zeiten aufgeklärt.

Für alle, die sich erst mal ein Bild von dem Mann machen wollen, sei auf diesen Artikel bei Something Awful verwiesen. Er erzählt wie es den Drehbuchautoren von Alone in the Dark mit Uwe Boll ergangen ist.

Mittlerweile gibt es sogar eine Petition, die Boll zum Aufhören bewegen will. Als er in einem Interview auf diese Petition (die damals nur ein paar Tausen Unterzeichner hatte) angesprochen wurde, hat er gesagt, daß ihn die paar kümmerlichen Unterschriften nicht überzeugen würden. Da müßten schon eine Million Stimmen zusammen kommen. Dies hat die Gamestar zum Anlaß genommen, einen Aufruf zu starten. Und kurze Zeit später hatte sich die Zahl der Unterschriften verzehnfacht. Eine Million ist aber nicht zusammengekommen.

Doch die Geschichte geht weiter. Bei der diesjährigen Verleihung der Goldenen Himbeere für die schlechtesten Leistungen im Filmgeschäft ist Uwe Boll nicht nur als schlechtester Regisseur geehrt worden, sondern bekam auch einen besonderen Preis für das schlechteste Lebenswerk. Schon die Nominierung hat ihn zu einem enthusiastischen Kommentar verleitet. Zitat: “…finally I get the award I deserve”

Aber noch besser ist seine Reaktion auf den Gewinn selbst. Er hat sich sogar die Mühe gemacht ein kleines Video zu drehen.

Einer der Fünf Filmfreunde hat das Video als “wohlmöglich Bolls bester Filme” bezeichnet. Und man mag ja über seine Filme denken, wie man will, aber ich finde den Mann selbst jedenfalls ziemlich unterhaltsam. Vielleicht sollte er eine alternative Karriere in Betracht ziehen.

2 thoughts on “Boll

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