Auferstehung – Wie es wirklich war

Ihr alle kennt vermutlich die Propagandaversion mit den drei Tagen, dem Felsen, der Höhle und dem ganzen Zeug. Aber in Wirklichkeit war das alles ganz anders. Die ganze atemberaubende Geschichte kann man bei Comics Should Be Good nachlesen: Brian Cronin (a.k.a. Dread Lord and Master of CSBG) zeigt seinen liebsten Bad-Ass-Jesus-Comic. Hier schon mal der Kontext zu den Seiten aus Glory/Avengelyne II: The Godyssey #1 (allein der Titel schon):

To set up the issue, which was written by Robert Napton and drawn (at least the scenes I’m showing) by Ed Benes, Glory comes from the tradition of the Greek gods. Avengelyne is a hero based on the Christian God. The two heroes had teamed up before, but now they are stuck in the middle of a war between the Greek gods and the Christian God, based on the following, which shows what happens when the Greek gods stop by Jesus’ crucifixion to talk some trash.

Also: Nichts wie rüber zu den Comic-Seiten und seht Jesus, wie ihr ihn noch nie gesehen habt. Ganz im Geiste von The Big Lebowski: “You don’t fuck with the Jesus!”

Look, there is music in the air!

Eine Menge Dinge sind in der letzten Woche passiert.

Der Oberbürgermeister von Köln wird (im Umfeld der ganzen Stadtarchiv-Problematik) bei der nächsten Kommunalwahl (wann auch immer die sein wird) nicht mehr antreten. Vielen ist das nicht genug und sie fordern er soll doch bitteschön sofort zurücktreteten. Soweit ich weiß ist er diesem Wunsch bisher nicht gefolgt.

Bahnchef Mehdorn hat seinen Vornamen geändert. Das am häufigsten zu hörende Wort in den Kommentaren von zufällig auf der Straße befragten Passanten: “Endlich”. Das Fernsehlexikon hat die Reaktionen sehr schön in Bilder gefaßt.

Und leider gibt es auch traurige Nachrichten: Andy Hallett, bekannt als grüner Karaokebar-Besitzer aus Angel, ist am Montag an Herzversagen gestorben.

Und das alles nur am Anfang der Woche. Da paßt es doch wie die Faust auf’s Auge, daß ich mir eine Erkältung eingefangen habe und die letzten Tage ziemlich platt in der Ecke lag, anstatt zu bloggen (oder all die anderen Dinge in Angriff zu nehmen, die noch auf meiner Liste stehen).
Es kann also ein bißchen dauern bis zum nächsten Blogeintrag. Um Euch bis dahin zu vertrösten gibt es jetzt aber noch ein paar Musikempfehlungen:

Wil Wheaton empfiehlt uns diese junge Künstlerin:

Zoë Keating ist Cellistin, und durch die Wunder der modernen Technik begleitet sie sich selbst und erschafft so beeindruckende Klangkunstwerke. Oder in Wils Worten:

See that MacBook next to her? She uses that to sample herself several times to build a rhythm, and then she plays over it, like a one-woman string quartet. Or quintet. Or awesometet.

——-

Tori Amos hat mal wieder eine neue Platte (sagt man das heutzutage überhaupt noch?) gemacht. Die erste Single heißt Welcome to England und das Video sieht so aus:

Ich versuche ja schon seit Jahren mir eine endgültige Meinung zu Tori zu bilden, habe das aber bisher nicht geschafft. Eigentlich möchte ich sie mögen, aber so richtig packen mich die meisten ihrer Sachen einfach nicht. Aber vielleicht habe ich mich auch nur noch nicht richtig reingehört.

——-

Und schließlich. Die Pet Shop Boys haben ebenfalls ein neues Album auf dem Markt und Lukas von Coffee And TV ist in seiner Listenpanik sehr hingerissen davon. Die Single Pandemonium klingt beim ersten Reinhören schon mal ganz interessant, aber nachdem ich den Eintrag von Lukas gelesen habe, werde ich erst mal die Very aus dem Schrank holen und morgen auf der Fahrt zu Arbeit hören.

So das war’s für heute. Viel Spaß beim Hören.

Boll

Ich bin immer noch dabei, was das Lesen und Schreiben von Blogs angeht, jede Menge nachzuholen, weil ich meine Wochenenden in letzter Zeit meist offline verbracht habe. Und diese Kolumne von John Scalzi über die desaströse Bilanz von Computerspiel-Verfilmungen hat mich daran erinnert, daß ich noch einen kurzen Eintrag zu dem Phänomen Uwe Boll verfassen wollte. Dies ist er.

Mir ist der Name Uwe Boll selbst eigentlich nie aufgefallen – vermutlich weil ich nicht mehr in der Gamer-Szene bin. Erst ein Freund, der sich passenderweise sowohl bei Computerspielen als auch bei Filmen ziemlich gut auskennt, hat mich über den vielleicht schlechtesten Regisseur aller Zeiten aufgeklärt.

Für alle, die sich erst mal ein Bild von dem Mann machen wollen, sei auf diesen Artikel bei Something Awful verwiesen. Er erzählt wie es den Drehbuchautoren von Alone in the Dark mit Uwe Boll ergangen ist.

Mittlerweile gibt es sogar eine Petition, die Boll zum Aufhören bewegen will. Als er in einem Interview auf diese Petition (die damals nur ein paar Tausen Unterzeichner hatte) angesprochen wurde, hat er gesagt, daß ihn die paar kümmerlichen Unterschriften nicht überzeugen würden. Da müßten schon eine Million Stimmen zusammen kommen. Dies hat die Gamestar zum Anlaß genommen, einen Aufruf zu starten. Und kurze Zeit später hatte sich die Zahl der Unterschriften verzehnfacht. Eine Million ist aber nicht zusammengekommen.

Doch die Geschichte geht weiter. Bei der diesjährigen Verleihung der Goldenen Himbeere für die schlechtesten Leistungen im Filmgeschäft ist Uwe Boll nicht nur als schlechtester Regisseur geehrt worden, sondern bekam auch einen besonderen Preis für das schlechteste Lebenswerk. Schon die Nominierung hat ihn zu einem enthusiastischen Kommentar verleitet. Zitat: “…finally I get the award I deserve”

Aber noch besser ist seine Reaktion auf den Gewinn selbst. Er hat sich sogar die Mühe gemacht ein kleines Video zu drehen.

Einer der Fünf Filmfreunde hat das Video als “wohlmöglich Bolls bester Filme” bezeichnet. Und man mag ja über seine Filme denken, wie man will, aber ich finde den Mann selbst jedenfalls ziemlich unterhaltsam. Vielleicht sollte er eine alternative Karriere in Betracht ziehen.