Lese-Empfehlung: Stuckrad-Barre über Merkel

Synchronizität. Gerade vor einigen Tagen begegnete mir Benjamin von Stuckrad-Barre zum ersten Mal seit Jahren wieder. Und da ist er schon wieder. Lukas empfiehlt diese Reportage des ehemaligen Pop-Literaten, der sich – von mir völlig unbemerkt – zu einem interessanten Journalisten entwickelt hat. Besonders hat es mir, der ich im Wahlkreis des CDU-Generalsekretärs wohne, dieser Abschnitt angetan:

Aber denken wir doch mal an Adenauer, denken wir überhaupt mal an die seligen Gründungsjahre der Republik – wir schließen die Augen und sehen natürlich alles in Schwarz-Weiß: grandiose Parlamentsdebatten, leidenschaftliches und gewitztes Beschimpfen des politischen Gegners; wie geschnitzt die Physiognomien, sogenannte Charakterköpfe, rechts wie links; rasiermesserscharf argumentierend die hochintelligenten Generalsekretäre.

Doch öffnen wir die Augen, sehen wir: Ronald Pofalla. Und denken sofort auch an Hubertus Heil und Dirk Niebel. Wir werden aber trotzdem wählen gehen. Angela Merkel steht jetzt auf einer Bühne vor dem Koblenzer Bahnhof, neben ihr in einem Ständer steht eine Klarinette, jederzeit einsatzbereit für das die Kanzlerin umrahmende Zerstreuungsprogramm. Und Ronald Pofalla steht auch da, der Klarinette nicht eben unähnlich.

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