Ein Sack voll Links – 1. 2. 2010

  • Das erste Comic-Großereignis des Jahres, das Festival International de la Bande Dessinée d’Angoulême, ist vorbei. Beim Comics Reporter (oder, wenn man es lieber ganz offiziell und auf Französisch hat, direkt auf der Festival-Webseite) kann man schon mal die Preisträger nachlesen. Längere Nachbetrachtungen werden vermutlich im Laufe der nächsten Woche in den einschlägigen Blogs auftauchen.
  • Schon über sechs Wochen alt, aber ich bin erst jetzt darüber gestolpert. Eine Liste der 15 schlechtesten Comics der Nuller-Jahre. Die Liste ist von Amerikanern geschrieben und hat den Fokus daher ganz klar auf Superhelden-Comics, aber die Einträge haben es im Großen und Ganzen durchaus verdient zu den 15 schlechtesten Comics der Dekade gezählt zu werden. The 15 Worst Comics of the Decade Part 1 and Part 2.
  • Das “Kultur & Freizeit in NRW”-Blog veröffentlicht einige Impressionen [der] Baustelle Phoenix See. Wenn ich bedenke, daß man schon vor Jahren Wohnungen “mit Seeblick” mieten konnte. Aber der Hauptbahnhof sollte ja auch zur WM fertig sein. Vielleicht ist es das nächste Mal, wenn Deutschland die Fußball-WM ausrichtet, so weit.
  • In der Welt gibt es einen angenehm neutralen Artikel über die Koalitionsfähigkeit von Rot-Grün-Rot. Wie Rot-Grün-Rot das Land verändern würde Erfahrungswerte in anderen Bundesländern (z.B. Hessen oder Saarland) haben leider gezeigt, daß über Koalitionen nicht nach dem Übereinstimmen der Programme entschieden wird, sondern nach persönlichen Vorlieben oder ähnlichem.
  • Der Standard hat Freitag-Herausgeber Jakob Augstein interviewt. “Eine Community muss man pflegen wie einen Garten”
  • Es sagt sicherlich einiges über mich aus, daß ich das T-Shirt, das Scalzis Tochter hier trägt, richtig lustig fand. Modeling Only the Finest in Pun-Based Geek Apparel
  • Mark Pilgrim nimmt die Vorstellung des iPads zum Anlaß sich Gedanken um den insbesondere von Apple herbeigeführten Paradigmenwechsel in der Computerentwicklung zu machen. Seiner Kernaussage kann ich mich nur aus vollem Herzen anschließen: I don’t want to live in a world where you have to break into your own computer before you can start tinkering. And I certainly don’t want to live in a world where tinkering with your own computer is illegal. Sehr empfehlenswert um die Applemanie mal in einem ganz anderen Licht zu sehen: Tinkerer’s Sunset
  • In der New York Times klamüsert Dave Itzkoff die komplizierte Geschichte der Verwertungsrecht an Sherlock Holmes auseinander. Arthur Conan Doyles Tod jährt sich in diesem Jahr zum 80. mal. Trotzdem verdienen weiterhin Leute Geld damit, Lizenzen für seine Geschichten und Charaktere zu verkaufen. Wenn das kein Alarmsignal ist, daß das Urheberrecht dringend reformiert gehört, weiß ich es auch nicht. For the Heirs to Holmes, a Tangled Web
  • Neil Gaiman ist einer dieser Weltenbummler, der dank seiner Tätigkeit als Autor viel in der Welt herum kommt. Deshalb fällt ihm noch stärker auf, was mich als Grenzpendler schon im Kleinen furchtbar nervt. Warum gibt es für Reisende nur die Möglichkeit entweder für jedes Land eine eigene SIM-Karte für’s Handy zu kaufen oder horrende Roaming-Gebühren zu zahlen, die jeglicher Beschreibung spotten? Oder in Neils Worten

    I noticed that Maddy managed, without trying, while she was in the UK, to run up a $600 phone bill, using data on her phone. Which mostly came from a day when she was stuck in an airport that was closed, and her cousin browsed the web for a bit on Maddy’s phone to kill time. T-mobile now charges $16 a meg for data when you’re out of the US. To put that in context, according to Vodaphone’s site, “On Mobile Broadband 50MB is approximately 100 Emails & 4 Hours browsing”, and on T-mobile’s rates 100 emails and 4 hours of browsing (running google maps etc) is $800. I asked T-mobile if they didn’t have any plans that would work better if you’re going abroad and, no they don’t.

    Hier der ganze Artikel, in dem er seine Leser aufruft, nach Alternativen Ausschau zu halten. Vielleicht findet ja jemand eine Lösung. Phone card query…

  • Artbroken hat in seiner Reihe von Indie-RPG-Rezensionen schon wieder ein Exemplar gefunden, das ziemlich interessant klingt: Indie RPG and the Temple of Doom – With Great Power
  • Spreeblick weist auf einen Service der Electronic Frontier Foundation hin. Panopticlick liest alle Informationen aus, die der aufrufende Browser freiwillig rausrückt, und sagt dem Nutzer dann, wie eindeutig er sich damit identifizieren läßt. Schlauerweise gibt es auch Tips, was man dagegen tun kann.
  • Unsere Nachbarn im Westen, bei denen ich jeden Tag als Arbeitsmigrant vorbeischaue, haben es auch nicht leicht. Seit kurzem muß sich hier jeder, der öffentliche Verkehrsmittel nutzt, auf Schritt und Tritt verfolgen lassen, da es keine normalen Fahrkarten gibt, sondern nun alles über eine Chipkarte auf die Station genau abgerechnet wird. Der Regierung genügt das wohl noch nicht, weshalb man für die Autofahrer nun ein ähnliches System plant. Meine Güte berichtet: Auto-Holland: Kampf ums Kilometergeld

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