One Book, One Twitter

Seit einiger Zeit gibt es schon das Konzept der Big Reads, auch bekannt als One City, One Book, bei dem möglichst viele Menschen einer geographisch begrenzten Menge dazu bewegt werden sollen, dasselbe Buch zu lesen und sich mit ihren Nachbarn, Freunden usw. darüber auszutauschen. So eine Art Lesezirkel in groß. Daß es immer noch größer geht, beweist nun Jeff Howe von Crowdsourcing (@Crowdsourcing bei Twitter). Er hatte die innovative Idee für einen solchen Big Read der nicht mehr lokal begrenzt ist, sondern weltweit stattfindet. Das Medium des Austauschs ist hier natürlich das Internet, im speziellen Twitter.

Wie es im Web 2.0 üblich ist, verbreitete sich die Idee wahnsinning schnell und es gab eine Abstimmung darüber, welches Buch man zuerst lesen soll (alles nachzulesen auf Crowdsourcing). Das erste Posting von Jeff zu diesem Thema stammt vom 18. März. Und gestern war bereits der offizielle Startschuß für das erste “One Book, One Twitter”. [leider kam ich gestern nicht mehr dazu das zu posten] Gedanken über den Lese-Rhythmus finden sich bei Crowdsourcing, wobei diese mehr dazu gedacht sind, die Diskussion über das Buch zu steuern, um Spoiler für die langsameren Leser zu vermeiden. Um über das Projekt auf dem Laufenden zu bleiben, sollte man dem eigens erstellten Twitter-Account 1b1t2010 folgen. Und wie es heutzutage so üblich ist, hat es auch dieses Kind des Internet bereits in die etablierten Medien geschafft: Der britische Guardian hat einen schönen Artikel zu “One Book, One Twitter” veröffentlicht, der das ganze noch mal schön zusammenfaßt. Erfahrungsgemäß sollte das ganze nun auch bald bei der taz aufschlagen.

Soviel zum Konzept. Und welches Buch wird die Twittergemeinde nun in den nächsten acht Wochen lesen? Der Gewinner der Abstimmung ist Neil Gaimans American Gods. Einige erste Gedanken von Neil selbst finden sich auf seinem Blog. Er ist ein bißchen besorgt, weil American Gods nach seiner Erfahrung eine sehr starke Reaktion bei den Lesern auslöst, also ein “love it or hate it”-Buch ist. Ich selbst gehöre zur ersten Kategorie und ich denke, ich werde die Gelegenheit nutzen, um American Gods nach fast acht Jahren noch mal zu lesen. Damals im Sommer 2002 war dieser Roman meine erste Begegnung mit Neil Gaiman und es ist sicher interessant zu sehen, ob ich ihn nach so langer Zeit immer noch so klasse finde wie damals.

Für alle, die bei diesem großen Spaß mitmachen wollen, hier noch der praktische Amazonlink: American Gods kaufen / American Gods auf Deutsch kaufen

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