When It Rains…

Ich weiß auch nicht, wie das kommt. Aber wenn ich erst mal eine gewisse Zeit nicht mehr gebloggt habe, bin ich manchmal einfach raus und ehe ich mich versehe, gab es monatelang nichts Neues in meinen diversen Blogs zu beschauen. Sogar meine beiden treuesten Leser und eifrigsten Kommentatoren haben schon angefangen sich zu beschweren und mir ordentlich Schuldgefühle gemacht (was aber – zugegebenermaßen – auch nicht besonders schwer ist ;-) ) bis ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe. Aber wie gesagt. Obwohl es reichlich Themen gibt, über die ich bloggen könnte und möchte (und vermutlich auch noch werde), fange ich zum Einstieg erst mal wieder mit einigem relativ leicht verdaulichen, zusammenhanglosem Dies und Das an.

Okay, erst mal das, worüber alle reden: Was zum Geier ist eigentlich mit dem Wetter los? Ich habe ja überhaupt nichts gegen den Winter – ganz im Gegenteil ist er eigentlich meine liebste Jahreszeit. Aber im März? Nach Ostern? Echt? Irgendwo habe ich gehört oder gelesen, daß man Winterreifen von Oktober bis Ostern auf sein Auto ziehen sollte. Bei den momentanen Witterungsverhältnissen ist das sicher keine besonders kluge Strategie. Zum Glück habe ich solche Probleme mangels Winterreifen nicht. Naja, andererseits bin ich aber auch froh, daß es den Winter doch noch gibt. Nachdem er letztes Jahr (bis auf einen Tag im Februar) komplett ausgeblieben ist, hatte ich neulich schon verkündet, daß es aufgrund des Klimawandels jetzt (in unseren Breiten) nur noch zwei Jahreszeiten gebe: Sommer und Herbst. Also entweder knallig heiß oder diesig-regnerisch trüb. Eine Erkenntnis, die mich persönlich schon traurig gemacht hat, weil ausgerechnet die beiden Jahreszeiten übergeblieben schienen, die das untere Ende meiner Beliebtheitsliste ausmachen. Deshalb bin ich umso erleichterter, daß ich mich ausnahmsweise doch einmal geirrt habe und zumindest der Winter doch noch nicht verschwunden zu sein scheint. Nur kann man jetzt eben nicht mehr am Kalender ablesen, welche Jahreszeit gerade ist. Aber das macht das ganze doch auch wesentlich spannender.

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Im Rahmen seiner Kommentare zur aktuellen Situation in Tibet gab es beim Spiegelfechter kürzlich dieses schöne Zitat des unverwechselbaren Wiglaf Droste zu lesen:

Wiglaf Droste nannte den Dalai Lama einst den „Papst für Leute, die zu feige sind, wenigstens an was Richtiges zu glauben, wenn sie schon glauben, glauben zu müssen“ – besser kann man es wohl kaum ausdrücken.

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Auf den Britischen Inseln gehen die Uhren ja oft ein wenig anders als hier. So feiert man dort den Welttag des Buches, der hierzulande in Anlehnung an eine alte spanische Tradition am 23. April begangen wird, bereits am 6. März. Allerdings hat man sich die dahinterstehende Idee dafür auch so richtig zu Herzen genommen. Zur Feier des Tages haben eine Reihe von Autoren unentgeltlich einige Bücher geschrieben, die für den symbolischen Preis von einem Pfund über die Ladentheke gehen. Doch es kommt noch besser. Es gibt nämlich so genannte Book Tokens, kleine Gutscheine über genau dieses eine Pfund, die an allen Schulen des Landes verteilt werden. So sollen möglichst viele Schüler angefixt werden und in eine Schar neuer Leser transformiert werden. Eine tolle Idee, die ich mir auch für das Land, in dem ich wohne, wünschen würde. Dem Land der Dichter und Denker stünde so ein klares Bekenntnis zur kulturellen Bildung durchaus gut zu Gesicht. Und die Bücher, die für den Worldbookday geschrieben wurden, sind auch nicht von schlechten Eltern. Unter anderem hat der wunderbare Neil Gaiman eine Geschichte um Odd and the Frost Giants beigetragen, die ich als echter Fan natürlich bereits gelesen habe. Denn das ist das beste an dieser Aktion für uns Kontinentaleuropäer. Auch bei amazon.co.uk kann man diese Bücher zum Preis von einem Pfund erwerben (muß aber leider noch einen Batzen für Porto drauflegen).

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So, zum Abschluß noch etwas Abstruses. Irgendwo habe ich neulich eine Flasche Mineralwasser der Marke Aquintéll gekauft. Aus Langweile las ich das Etikett und dort stand neben dem üblichen Blabla über die Reinheit des Wassers und die Klarheit der Quelle dieser Satz: Aquintéll ermöglicht den lebensnotwendigen täglichen Flüssigkeitsbedarf von ca. 2 Litern zu decken.