Heute ist internationaler Grobi-Tag

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Da soll noch einer sagen, Gedankenblasen würde sich nicht an jeden Quatsch dranhängen. John Scalzi versucht in seinem Blog unilateral den Grover Appreciation Day auszurufen. Ich schließe mich dem an und versaue ihm damit seine schöne Unilateralität. So.

Und noch mal zur Erinnerung, warum Grobi der vielleicht coolste Muppet überhaupt ist, hier zwei der überraschend wenigen Auftritte, die man bei Youtube auf Deutsch finden kann (Scalzi hat im oben verlinkten Blogartikel zwei weitere auf Englisch):

Herum

und Supergrobi!

Zurück im Pott?

Gute Neuigkeiten für mich. Jens hat im Pottblog herausgefunden, daß ich doch noch im Ruhrgebiet wohne.

Aus der Liste der Twitter-Accounts von Museen habe ich mir mal [...] die Museen herausgesucht, die aus dem Ruhrgebiet stammen, als da wären:

* Duisburg: LehmbruckMuseum
* Essen: schaubude (Schaustellermuseum)
* Kleve: museumkurhaus
* Hattingen: MuseumHattingen
* Herne: LWLMuseumArchae (LWL-Museum für Archäologie)

Danke, Jens. Okay, Zeit für eine Party!

Amazon zeigt, wie man es nicht macht

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Am Freitag waren plötzlich eine ganze Reihe von Büchern aus dem Angebot von amazon.com verschwunden. Hintergrund waren eskalierte Verhandlungen mit einer Verlagsgruppe. Bei Amazon hat man wohl gedacht, wenn man so einen Stunt an einem Freitag versucht, bekommt die Medien-Öffentlichkeit es nicht so gut mit. Und man hielt es weiterhin für eine glänzende Idee, das ganze heimlich, still und leise zu machen und eine gefühlte Ewigkeit lang nicht zu kommentieren. Doch Amazon hat die Rechnung ohne die Blogosphäre gemacht. Allein John Scalzi hat während des letzten Wochenendes sechs Blog-Artikel zum Thema verfaßt. Und er war beileibe nicht der einzige. Als Fazit bleibt, daß Amazon sich hier bei einer unverhältnismäßig großen Zahl (potentieller) Kunden sehr unbeliebt gemacht hat. In Zeiten, in denen Apple mit dem iPad in die Offensive geht, ist das eine besonders schlechte Idee. Hier die Chronologie der Ereignisse bei Scalzi:

  1. Macmillan Books Gone Missing From Amazon
  2. A Quick Note On eBook Pricing and Amazon Hijinx
  3. It’s All About Timing
  4. Dear Amazon:
  5. All The Many Ways Amazon So Very Failed the Weekend
  6. Seriously? Now They’re Just Being Dicks

Lese-Empfehlung: Englisch für Juristen

Der jüngste Beitrag im Sprachlog von Anatol Stefanowitsch dreht sich um Englisch vor Gericht, genauer um Englisch als Amtssprache in deutschen Gerichten, die so abstruse wie vorhersehbare Reaktion des VDS und die Implikationen des Ganzen. Besonders spannend sind diesmal die Kommentatoren, in denen sich einige Experten zu Wort melden und das Problem fundiert diskutieren. Ach, wenn nur alle Blogs solche Kommentatoren hätten.

Peter Watts und die Grenzschützer

Peter Watts, ein bekannter kanadischer Science-Fiction-Autor hatte gerade einem Kumpel in den USA beim Umzug geholfen. Auf dem Heimweg wurde er offenbar von amerikanischen Grenzbeamten (Motto: Wir entscheiden, wer das Land verläßt) schikaniert und als er versucht hat, ein Gespräch mit ihnen anzufangen, wurde er geschlagen, mit Pfeffer-Spray behandelt und in eine Zelle gesteckt. Und weil das noch nicht genug war, wurde schließlich auch noch gegen ihn Anzeige erstattet. Ich bin über John Scalzis Blog darauf aufmerksam geworden, aber auch die üblichen Verdächtigen Boing Boing und Making Light haben sich des Themas angenommen.

Eine gute Zusammenfassung der Ereignisse findet sich bei der kanadischen Zeitung The Star. Oder in Peter Watts’ eigenen Worten in seinem Blog:

Not the Best of Possible Worlds.

If you buy into the Many Worlds Intepretation of quantum physics, there must be a parallel universe in which I crossed the US/Canada border without incident last Tuesday. [...] In that other timeline I was not punched in the face, pepper-sprayed, shit-kicked, handcuffed, thrown wet and half-naked into a holding cell for three fucking hours, thrown into an even colder jail cell overnight, arraigned, and charged with assaulting a federal officer, all without access to legal representation

Squidgate. Update.
Happiness is a Warm Parka. And Friends I Didn’t Know I Had.

Rechtsstaat eben.

Die neuen Hornissen in Berlin

Der Spiegelfechter hat einen sehr lesenswerten Artikel über die Richtung, die wir mit der schwarz-gelben Regierung einschlagen werden.

Und wie zum Beweis, schreibt der Massenmedienphilosoph (Erklärung des Erstgliedes: Er philosophiert nicht über Massenmedien, sondern in ihnen) Peter Sloterdijk nun Texte, in denen er zur Abschaffung des Sozialstaates aufruft. Die Berliner Zeitung hat eine gute Zusammenfassung des sich anschließenden Diskurses veröffentlicht, die auch ohne abgeschlossenens Grundstudium der Philosophie verständlich ist. Für die ganz harten, gibt es bei den Nachdenkseiten Links auf die Originaltexte.

Zum Abschluß noch etwas Erheiterndes: So kann man das neue Kabinett auch sehen.

Woche der politischen Partizipation

Diese Woche ist eine Menge los im Netz, in Deutschland und auf der Welt.

Die iranischen Wahlen sorgen weiter für Wirbel in Teheran und in den Twitterströmen der globalen Netzgemeinde. (Lesetipp: Spiegelfechter, Twitter-Tag: #iranelecction)

Schüler und Studenten gehen eine Woche lang für die Verwirklichung der großartig versprochenen Bildungsrepublik auf die Straße. (Lesetipp: dieser taz-Artikel, Twitter-Tag: #bildungsstreik)

Die große Koalition schert sich nicht um das Grundgesetz, die Gewaltenteilung oder die erfolgreichste E-Petition aller Zeiten und winkt mit großer Mehrheit das #zensursula-Sperrgesetz durch. (Lesetipp: Netzpolitik, Twitter-Tag: #zensursula)

Am liebsten würde ich zu all diesen Themen meinen Senf abgeben. Wollen wir hoffen, daß es nicht nur beim Wunsch bleibt. Bis jetzt sieht das Wochenende noch relativ frei aus. Anti-Zensur-Demos scheint es hier kurz vorm Bretterzaun leider auch nicht zu geben.

Edit:  Ich sehe gerad, daß ich “Tipp” geschrieben habe und nicht “Tip”. Damit ist das Rechtschreibchaos, das hier als Reform verkauft wurde, nun endgültig auch in meinem Gehirn angekommen. Ich bitte an dieser Stelle also schon mal pauschal um Entschuldigung, wenn meine Texte nun wohl weder der alten, noch der neuen Rechtschreibung gänzlich folgen werden. Ich sehe mich als Reformopfer. ;-)

3 vor 10 – Wissenschaft für die Frühstückspause

Im Rahmen der Aktion Ein ♥ für Blogs bin ich auf das nette kleine Blog 3 vor 10 gestoßen. Worum es dabei geht, steht sehr konzis auf der About-Seite, von der ich deshalb einfach direkt zitiere:

Auf “3vor10″ werden genau die Artikel und Studien gesammelt, die von der Scienceblogs-Redaktion aus der fast unüberschaubaren Wissenschaftsnachrichten-Flut gefischt werden. Von Montag bis Freitag findet man hier jeweils drei handverlesene Empfehlungen und Hinweise auf lesenswerte Artikel.

Da hier wirklich das ganze wissenschaftliche Spektrum abgedeckt wird, ist natürlich nicht jeder Artikel für jeden gleichermaßen interessant, aber es ist eben doch oftmals Interessantes dabei, so daß es sich durchaus lohnt, jeden Tag während des Morgenkaffees dort vorbeizuschauen. Ich habe es mir schnell angewöhnt.