Die Wege der Spammer sind unergründlich

Ervaar alle spellen voordat u gaat spelen met echt geld

Das ist die Betreffzeile einer Spam-Mail, die mich gerade erreicht hat. Ich möchte zu gern wissen, wie die Spammer es schaffen, ihre Mails immer an meine aktuelle Lebenssituation anzupassen. Ich weiß noch, daß ich kurz nachdem ich einen Spanisch-Kurs an der Uni belegt hatte, plötzlich spanischsprachigen Spam erhielt. Und jetzt dies. Vermutlich hat Google meine Daten verkauft. Sind die nicht zur Zeit an allem schuld?

SPSS-Fail

Gestern kam das Ergebnis meiner letzten Prüfung und es ist nun klar, daß ich in diesem Semester den Statistik-Kurs machen kann. Für Teilnehmer wird “dringend empfohlen” SPSS zu erwerben. Angeblich gibt es kostengünstige Lizenzen für Studenten. Nach einigem Hin- und Hergeklicke landet man auf dem Softwareportal der Fernuni und wird dann bei der Auswahl von “SPSS für Studierende” mit folgendem lapidaren Satz abgespeist:

Derzeit sind leider alle SPSS-Lizenzen der FernUniversität in Hagen bereits vergeben.

Meine Reaktion:
alex@localhost> sudo apt-get install r-base r-recommended

Celebrate Free Software – Hug a Developer

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Eine großartige Idee, auf die ich durch netzpolitik.org aufmerksam gemacht wurde. Hier ein paar Tipps von der Seite der Free Software Foundation Europe:

Behind every Free Software initiative and organisation are real, hard-working people. Show them that you appreciate their work!

  • Send them a message thanking them for their work
  • Buy your favourite project some chocolates
  • Hug a developer (ask permission first!)
  • Buy your favourite developer a drink

Thank you, Richard, for starting it all.

It’s a Pad!

Das Kreißen in Cupertino hat ein Ende und das iPad ist geboren.

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Ein typisches Apple-Produkt. Schick. Glänzend. Super, wenn man eh nur Apple-Produkte einsetzt, für andere bleibt das Walled-Garden-Problem. Der relativ günstige Preis von 500 Dollar überrascht erst, relativiert sich aber, wenn man sieht, daß dies natürlich nur für das kleinste Modell gilt. 16GB Speicherplatz sind nicht viel heutzutage. Mein Telefon hat z.B. schon 8 ab Werk. Wer mehr wissen und noch viel mehr Fotos von der Präsentation sehen möchte, gehe zu gdgt.com, von wo auch das Bild stammt.

Der Unterschied zwischen Programmierern und Nicht-Programmierern

Vor einigen Monaten bin ich im Programmier-Blog Coding Horror über einen Artikel gestolpert, in dem beschrieben wird, woran man einen Programmierer erkennt. Der Artikel beschreibt, daß man Programmierer von Nicht-Programmierern (bzw. Leute, die Programmieren prinzipiell lernen könnten, und Leute, die damit so ihre Schwierigkeiten haben dürften) relativ leicht voneinander unterscheiden kann. Der Artikel bezieht auf diese wissenschaftliche Studie.

In der Studie mußten Anfängern in Programmierkursen einen einfachen Test machen (es ging um Zuweisungen und ob man (schnell) in der Lage ist ein konsistentes geistiges Modell von der Funktionsweise dieser Operation aufzubauen.

Und hier nun der Clou. Derselbe Test wurde den Kursteilnehmern noch mal vorgelegt, nachdem sie drei Wochen lang den Programmierkurs besucht hatten. Und die Ergebnisse waren so gut wie identisch. Das heißt, entweder man versteht direkt wie Zuweisungen funktionieren oder man versteht es nie (bzw. nur nach intensivem Training).

Es scheint also tatsächlich so etwas wie eine natürliche Begabung für’s Programmieren zu geben, eine Art Coding Aptitude. Und wenn man diese nicht hat, wird es sehr schwer für einen, in der Welt des Programmierens jemals Fuß zu fassen. Das heißt aber leider nicht, daß diese Leute nicht trotzdem versuchen, in der Programmierbranche Karriere zu machen. Angeblich können 199 von 200 Bewerbern für einen Programmierjob nicht einmal simpelste Programmieraufgaben lösen. Wenn Ihr testen wollt, ob Ihr besser seid als die 199, hier ist die Aufgabe, an der sie scheiterten:

Schreibe ein Programm, das die Zahlen von 1 bis 100 ausgibt. Aber wenn eine Zahl durch drei teilbar ist, gib stattdessen “Fizz” aus und wenn sie durch fünf teilbar ist, gib stattdessen “Buzz” aus. Für Zahlen, die durch drei und fünf teilbar sind, gib “FizzBuzz” aus.

Mehr Lösungen als man für möglich halten könnte, finden sich in den Kommentaren zum oben verlinkten Artikel. Meine ad-hoc-Lösung in Perl hat 141 Zeichen. Wie man sieht, ist es also nicht sehr aufwendig. Wenn man häufig programmiert oder damit sogar sein Geld verdient, sollte man so ein Programm in ein paar Minuten zusammengeschrieben haben. Im verlinkten Artikel wird allerdings auch erwähnt, daß die meisten Menschen mit einem Informatik-Abschluß das nicht können. Und einige erfahrene Programmierer deutlich länger als 15 Minuten dafür brauchen. Je nach Gemütszustand kann einen das trösten oder erschrecken. Ich glaube, ich entscheide mich für das letztere.

Für diejenigen, die noch nie programmiert haben, und wissen wollen, ob sie eine reelle Chance haben, es zu lernen: Der in der Studie verwendete Test, läßt sich (als Word-Dokument) auf der oben erwähnten Seite herunterladen (Direktlink zum doc).

Killerspiele – allein das Wort schon

Am gestrigen Mittwoch hat in Köln die games.com begonnen. (Mein Beileid hierzu an Leipzig.) Passend dazu gab es im Morgenecho auf WDR5 ein sehr schön unaufgeregtes und vernünftiges Interview mit Prof. Winfred Kaminski. Der Professor am Institut für Medienforschung und Medienpädagogik der FH Köln hat sich glücklicherweise vom Moderator der Sendung nicht dazu verleiten lassen, in den hysterischen Killerspiel-Chor mit einzustimmen, der einem alle paar Monate wieder aus den Medien entgegenschallt. Das Interview gibt es zum Nachhören auf der Webseite von WDR5.

Schon vor einigen Tagen hat mein Lieblingspädagoge auf seinem Pädblog ebenfalls einen sehr lesenswerten und (wie eigentlich immer dort) gut recherchierten Artikel zum Thema Computerspiele verfaßt. Hier geht es allerdings eher um die pädagogische Bewertung von Computerspielen und nicht um die Killerspieldiskussion selbst. Trotzdem lesenswert.

Ich denke, der allergrößte Teil der Menschen meiner Generation oder jünger hat schon Erfahrungen mit Ego-Shootern oder Multiplayer-Rollenspielen wie WOW (das ja immer wieder gern in diesem Zusammenhang genannt wird – vermutlich weil es das einzige Spiel ist, dessen Namen auch Nichtspieler schon gehört haben) gesammelt. Der oftmals nach Amokläufen herbeigeschriebene Zusammenhang zwischen Spielen wie Counterstrike und dem Erschießen von Mitmenschen läßt sich mit derselben post-hoc-ergo-propter-hoc-Argumentation sicher auch zwischen dem Essen von Brot und dem Erschießen von Mitmenschen sehen. Wenn man nur die richtigen Mittelchen nimmt. Und wie wir seit kurzem wissen geht Amoklauf matürlich auch ohne den Einfluß von Computerspielen ganz gut.

Niemand hat vor Brot zu verbieten, nur weil alle Amokläufer der letzten Jahre nachweislich vor ihren schrecklichen Taten welches gegessen haben. Dieselbe, ich sage mal Unschuldsvermutung, sollte selbstverständlich auch für Computerspiele gelten. Die E-Petition gegen ein Verbot von Action-Computerspielen, die genau dies fordert, hat über 70.000 Mitzeichner gefunden. Jetzt kann man nur hoffen, daß diese Menschen vom Deutschen Bundestag ernster genommen werden als die Zensursula-Gegner, denen man ja bekanntlich das Zensurgesetz direkt vor der Nase beschlossen hat, ohne sie auch nur anzuhören.