Ein Sack voll Links – 14.12.2009

Heute sind die Links mal etwas später als sonst, aber keine Sorge, ich habe sie nicht vergessen.

  • Google scheint sich das mit dem “do no evil” doch noch mal überlegen zu wollen. Christian Stöcker hat sich das neueste Interview von Google-CEO Eric Schmidt angesehen und kommt zu folgenden Schlußfolgerungen:

    Schmidts Satz verrät gleich drei beunruhigende Haltungen: Erstens, so kann man ihn interpretieren, sind Sie selbst schuld, wenn Sie es heute noch wagen, Geheimnisse haben zu wollen. Zweitens weiß Google schon längst verdammt viel über Sie. Und drittens wird der Konzern all die Informationen, die er über Sie hat, nicht gegen Sie verwenden – denn das dürfen nur Regierungsbehörden.

    Mehr zum Thema bei Netzpolitik.org und bei Spiegel online.

    Der Standard hat in seinen Artikel zum gleichen Thema netterweise das entsprechende Youtube-Video eingebunden, weshalb ich das nun auch tun kann:

  • Rechtsanwalt Thomas Schwenke zum Thema Disclaimer: Es ist nicht alles Schwachsinn, aber doch fast – 21 Fakten über Disclaimer
  • Wie Welt am Draht vermeldet ist Yps zurück. Momentan allerdings nur in Form eines Blogs, eines Twitter-Accounts und einer iPhone-Urzeitkrebse-App. Aber immerhin.
  • Vielen wird es sicher ähnlich unangenehm aufgestoßen sein, daß der diesjährige Träger des Friedensnobelpreises in seiner Dankesrede den Krieg verteidigt hat, den er gerade führt. J.M. DeMatteis hat dazu einen sehr schönen Artikel verfaßt.
  • Und wo wir gerade dabei sind. Gabor Steingart schreibt bei Spiegel online, warum er den Friedensnobelpreis statt an Obama lieber an Gerhard Schröder verliehen gesehen hätte.
  • Der erste Dezember ist schon einige Zeit vorbei, aber noch ist dieser Comic von Bryan Lee O’Malley zeitgemäß also verweise ich schnell auf ihn. Remember, Remember, The First Of December
  • It had to happen: Angriff auf Berlusconi. Erwarten Sie in Kürze folgende Nachricht: EU verbietet Fluggästen das Mitführen von Souveniren im Handgepäck.
  • Hier zwei interessante Videos zum Thema “Warum man nie mit der Polizei reden sollte”. Bezieht sich natürlich auf die rechtliche Situation in den USA, ist aber auf jeden Fall sehenswert.

    Zuerst spricht James Duane, Professor an der Regent Law School und ehemaliger Strafverteidiger und im Anschluß erzählt ein erfahrener Polizeiermittler aus seinem Erfahrungsschatz.

    (via A Fistful of Euros)

Ein Sack voll Links – 7.12.2009

Ein Sack voll Links – 29.11.2009

’cause evervbody’s doing it jetzt auch bei den Gedankenblasen: eine (hoffentlich) regelmäßige Linksammlung. Ich bin recht viel im Netz unterwegs und lese dort eine Menge interessanter und wichtiger Dinge, von denen ich denke, daß sie vielleicht für meine Leser ebenfalls von Interesse sind. Ähnlich wie viele andere Blogs richte ich hier jetzt also auch diese Art von News-Aggregator ein. Da ich in der Regel am Wochenende die meiste Zeit zum Surfen und Bloggen habe, kommt der “Sack voll Links” immer zum Wochenbeginn.

Weder das Konzept noch der Name sind schon komplett durchgedacht. Daher bin ich für Anregungen und Kommentare dankbar. Um eins gleich vorwergzunehmen: Ich habe mich entschieden, dies hier und nicht im Linkblog zu machen, da ich dort eher nach dem Motto “Ein Link – ein Post” verfahren möchte.

Sehr alt, aber von mir gerade erst entdeckt: Max Winde schreibt auf Spreeblick einen extrem unterhaltsamen Test des Mediums Fernsehen

Mal wieder eine Abmahnstory. Ein Rechtsanwalt läßt einen Blogbeitrag abmahnen, in dem bestimmte Behauptungen über sein Abmahnverhalten aufgestellt werden. Das ganze ist ein bißchen technisch, aber der Abgemahnte, Rechtsanwalt Thomas Stadler, erklärt es recht anschaulich und verspricht sich mit allen Rechtsmitteln zur Wehr zu setzen. Viel Erfolg.

Ein Interview mit Rob Savelberg, dem kritisch nachfragenden niederländischen Journalisten (Talent Copies berichtete).

Ein guter Artikel beim Spiegelfechter zur möglicherweise anstehenden Absetzung von Nikolaus Brender: Politik vs. Pressefreiheit – Klarmachen zum Showdown.

Und das Follow-Up als es dann tatsächlich soweit kam bei Telepolis.

Thomas Knüwer hat sich mal wieder mit Vertretern des traditionellen Print-Journalismus auseinandergesetzt (bzw. auseinandersetzen müssen). Sein Fazit: Das war kein Spaß – und sollte auch keiner sein

F!XMBR kommentiert die neuesten Umfrageergebnisse der SPD (laut Forsa unter 20 Prozent) mit einer treffenden Glosse: Großer Erfolg – das Projekt 18 in greifbarer Nähe

Vor ein paar Tagen konnten wir den vierzigsten Geburtstag von Unix feiern. Die Futurezone des ORF hat zu diesem Anlaß ein ausführliches Interview mit dem renommierten Unix-Kenner Peter H. Salus geführt.

Was macht eigentlich die Schweinegrippe? Nach dieser Grafik hat sie inzwischen Lepra überholt, was die Anzahl der weltweiten Todesfälle angeht.

David Thorne sammelt lustige bis abstruse E-Mail-Wechsel (die echt sein könnten, es meines Erachtens aber wohl eher nicht sind), zum Beispiel diesen, den er in der Überschrift dergestalt zusammenfaßt: Please design a logo for me. With pie charts. For free. (via Spreeblick)

Lukas von Coffee & TV liest die FAS, damit wir es nicht tun müssen und entdeckt dort die gelungenste Bildunterschrift seit langem.

Auch im Vereinigten Königreich diskutiert man munter über die Regulierung des Internet. Dort begnügt man sich allerdings nicht mit lächerlichen Stoppschildern, sondern peilt die berüchtigte “Three Strikes”-Regelung an. Mehr dazu bei Netzpolitik und bei Boing Boing. Steven Grant verleitet dies in seiner jüngsten Permanent Damage-Kolumne zu Aussagen wie I’m thankful I don’t live in Great Britain now. oder What is overtly fascistic is Britain’s proposed Digital Economy Bill, perhaps the most blatant Internet control measure to be proposed by a major government outside of China.