sekundengenau

Irgendwie habe ich zufällig (in den Nachrichten, im Videotext, ich weiß es nicht genau – ich bin auch nicht mehr so gut informiert wie früher) mitbekommen, daß es zum Ende des Jahres 2008 noch mal eine Schaltsekunde geben sollte. Ich finde, so toll war 2008 nun auch nicht, aber ich wollte die zusätzliche Sekunde trotzdem bewußt genießen und sie nicht einfach so vorbeiziehen lassen. Aber als es dann soweit war, konnte ich gestern Abend nicht ohne weiteres herausbekommen, wann die zusätzliche Sekunde nun eigentlich genau eingefügt wird. Das kommt davon, wenn man das Internet gerade nicht zur Hand hat.

Der Bad Astronomer erklärt jedenfalls in diesem Beitrag sehr schön wie das mit der Schaltsekunde eigentlich genau funktioniert und warum wir zusätzlich zu den Schaltjahren auch noch Extrasekunden brauchen. Schaut doch einfach mal vorbei und bei der Gelegenheit könnt Ihr Euch ja auch gleich über das frisch begonnene Internationale Jahr der Astronomie informieren. Viel Spaß!

Toast!

Nach einem Tip von Blogleserin Virgola habe ich mir vor einigen Monaten neue Lautsprecher für meinen Computer zugelegt, die sehr stark an Darth Vader erinnern:

creature_ii.jpg

Um die Einrichtung komplett zu machen, fehlt mir jetzt eigentlich nur noch dieser Toaster.

(Nebenbei bemerkt: Ich muß irgendwie immer an Alf denken, wenn ich das Wort “Toast” höre. Vermutlich eine Spätfolge meines Aufwachsens in den 80er Jahren und der Tatsache geschuldet, daß ich damals genau eine Alf-Hörspielkassette besaß – nämlich diese.)

Mail-Goggles, xkcd style

Seit einigen Wochen hat Google-Mail (in der Weboberfläche) ein Feature, daß einen davor bewahren soll, E-Mails im Vollrausch zu schreiben, die man womöglich später bereut. Das Feature namens Mail Goggles stellt einige einfache Matheaufgaben vor das Abschicken der Mail. Schafft man es nicht, die Aufgaben in einer bestimmten Zeit zu lösen, wird die Mail nicht abgeschickt.

Die Schwierigkeit der Matheaufgaben kann man einstellen, um sie den eigenen Fähigkeiten anzupassen. Und prompt findet sich bei xkcd dieses Bild:

xkcdmailgoggles.jpg

“A Günther trend”

Wer eine Reminiszenz an durch “Dancefloor” verhagelte Jugendjahre wünscht und kurzfristig darüber hinweg sehen kann, dass Frauen dabei weitestgehend als Sexualobjekte dargestellt werden, kommt bei Günther auf seine Kosten.

Das meint Günther über sich selbst:

Günther has always been in the entertainment industry and now he feels it is time to change the attitude of the world to do something better. Günther wants to change the worlds look at the sexual way of thinking, so he have started a new trend to sexualise it more in the world. “A Günther trend”.

Und weiter:

The four main things in Günthers life are Champagne, Glamour, Sex and Respect!

Auf verschieden frei zugänglichen Portalen können Günthers Videoerzeugnisse rezipiert werden, die Titel wie Teeny Weeny String Bikini oder Tutti Frutti Summerlove tragen.

Das Ergebnis des Dr-Horrible-Experiments

Vor einigen Wochen habe ich Euch von Joss Whedons neuestem Geniestreich, Dr. Horrible, erzählt.
Ich hoffe, Ihr habt das knapp 45 Minuten lange Internet-Superhelden-Musical alle gesehen, denn es ist tatsächlich sehr gut bis hervorragend. Wie von Whedon gewohnt ist es sehr witzig und erzählt trotzdem eine interessante Geschichte mit einem derart typischen Ende, daß eigentlich alle, die Angel und Buffy gesehen haben, damit rechnen müssen.

Entgegen der ursprünglichen Ankündigung kann man das Video wohl weiterhin (oder besser: wieder) kostenlos auf der offiziellen Website ansehen. Trotzdem gibt es natürlich guten Grund sich jetzt schon auf die DVD zu freuen, die laut einem Interview “auf jeden Fall vor November” herauskommen soll.

Dr. Horrible scheint genau das zu sein, auf das die Welt gewartet hat. Immerhin ist es einer der ersten wirklich ernstzunehmenden Versuche, professionelle TV/Film-Produktionen an den großen Studios vorbei zu produzieren (wie von mir prophezeiht, war es nur eine Frage der Zeit).  Dementsprechend spricht zum Beispiel die taz von einem “zukunftsweisenden Geschäftsmodell”. Und auch andere renommierte Zeitungen wie die New York Times oder der Observer berichten groß über Joss Whedons Experiment. (Eine große Anzahl von weiterführenden Links bietet das Community-Blog Whedonesque.)

Bis jetzt, so kann man dem oben verlinkten Interview entnehmen, hat Dr. Horrible seine Produktionskosten (eine kleine sechsstellige Summe) noch nicht wieder eingespielt. Aber das Erscheinen der DVD sollte das meiner Meinung nach sicher stellen. Es wird sicherlich interessant, zu sehen, welche Reaktionen dieses – eindeutig als gelungen einzustufende – Experiment hervorrufen wird – sowohl im Internet als auch bei den etablierten Studios.

Wir leben in aufregenden Zeiten.

Was macht eigentlich Joss Whedon?

Nun, da ist natürlich Dollhouse. Und Buffy Season 8. Aber dann gibt es da noch ein Projekt, das etwas… nun sagen wir mal…ungwöhnlich ist.

Dr. Horrible’s Sing-Along-Blog.

In einem Interview beschreibt Joss das ganze so:

Well, I can tell you it’s the story of Dr. Horrible, a low-rent super villain trying to make his way in the world, being evil, defeat his nemesis, Captain Hammer, who beats him up on a weekly basis, and work up the courage to talk to the prettiest girl walking around. It basically follows his travails. It’s about 40 minutes, in three acts, and was designed to be just your typical internet, superhero musical.

Hier schon mal der Trailer:


Teaser from Dr. Horrible's Sing-Along Blog on Vimeo.

Und jetzt das beste. Ich habe so lange damit gewartet, das zu bloggen, daß der gute Doktor schon vor der Tür steht. Dr. Horrible wird in drei Teilen auf der gleichnamigen Internetseite veröffentlicht. Und zwar in drei Teilen am 15. Juli (ja, das ist schon morgen!!!), am 17. Juli und am 19. Juli. Doch Eile ist geboten. Denn wie man in Whedons Master-Plan nachlesen kann, werden die Videos bereits am 20. Juli um Mitternacht (vermutlich EST oder so was) wieder vom Netz genommen und dann nur noch gegen Geld zu erwerben. Später wird es wohl auch eine DVD geben.

To boldly go…

Die Chance für alle, die sich ihre Berufswünsche aus der Kindheit bewahrt haben: Die ESA sucht “die nächste Generation europäischer Astronauten”.

Auf dieser Seite kann man nachlesen, welche Stellen dort noch zu besetzen sind und sich für den Job-Newsletter anmelden. Und hier geht es direkt zu den Stellenanzeigen.

Viel Erfolg und winkt mir aus dem Orbit zu, wenn Ihr es schafft.