Nordstadt + Südpark

Boris Gott ist nicht nur ein guter Musiker, dessen Lieder oft durchdachte Texte haben, und ein schamloser Selbstdarsteller und Lokalpatriot. Er hat außerdem die neuen Medien verstanden. So benutzt er Twitter und seine Homepage um über aktuelle Termine zu informieren. Außerdem hat er einen eigenen Youtube-Channel, auf dem man den Großteil seines musikalischen Schaffens findet. Dort gibt es auch diese Perle, in der Der Winsel das Lied Nordstadt mit Material aus South Park bebildert. Großartig!

Direktlink

Ab heute kann man das neue Album von Boris Gott “Es ist nicht leicht ein Mensch zu sein” käuflich erwerben. Am einfachsten direkt bei Nordmarkt Records.

Happy Holidays

Zwei Drittel der Weihnachtsfeiertage sind vorbei, aber da ein Drittel noch nicht vorbei ist, empfehle ich hier noch schnell den wunderbaren Holiday Music Mix der Musiksendung All Songs Considered. Die Sendung kann als Podcast heruntergeladen werden und ich kann dies nur jedem Musikliebhaber empfehlen. Die Spannbreite der Lieder reicht von klassischer Weihnachtspopmusik bis zu eher lustigen Sachen wie Bob Dylans It Must Be Santa

Oder dem wunderbaren How Do You Spell Channukkahh? von den Leevees (Hey, es heißt Holiday Mucis Mix, nicht Christmas Music Mix).

So, ich gehe jetzt zum traditionellen Jazzmatinee. Schöne Restweihnachten.

Get Higgs – Der große Hadronen-Beschleuniger in Aktion

In diesem Moment sollte nach einer gefühlten Ewigkeit nun endlich der berühmt-berüchtigte Large Hadron Collider im (wenn man die Semantik von “in” entsprechend großzügig auslegt) Genfer CERN in Betrieb gehen. Wenn denn die Technik dort und hier (der Scheduling-Mechanismus von WordPress) mitspielt. Wenn Ihr das hier lesen könnt, wurde dort nun doch kein schwarzes Loch erzeugt, das groß und dauerhaft genug war, um die Erde zu zerstören.

Zum Ausgleich hier ein Video, wie das ganze hätte aussehen können:

Und falls Ihr Euch schon immer gefragt habt, was so Experimentalphysiker eigentlich in ihrer Freizeit machen, hier die Antwort: Sie produzieren alberne Musikvideos.

Der Large Hadron Rap

Les Horibbles Cernettes

Danke an die Ruhrbarone für die Information und an Michael Kolb, der die beiden Musikvideos in seinem Kommentar dort eingebettet hat.

PS zum Titel des Beitrags: Wikipedia behauptet, daß die deutsche Bezeichnung “Großer Hadronen-Speicherring” ist. Das finde ich aber doof. Schließlich ist doch der Punkt der Sache, daß die kleinen Biester mit einer Mordsgeschwindigkeit durch den Ring gejagt werden um zum Schluß aufeinanderzuprallen. Das Wort “Speicherring” hat aber überhaupt nichts von diesem coolen Rollerball-Flair. Daher heißt das Teil bei mir “Beschleuniger”. Das war schließlich für die vorhergehenden Generationen auch immer gut genug.

And everybody goes “Yeah!”

In London kam es vor kurzem eine Twitter-Konferenz (also zum Thema Twitter, nicht mit Twitter als einzigem Kommunikationsmedium) namens 140 character conference. Johnny Haeusler, bekannt aus dem Berliner Gemeinschaftsblog Spreeblick, hat dort einen 5-Minuten-Vortrag über das “Und alle so yeah”-Mem gehalten, das hierzulande kurz vor der Bundestagswahl die Runde gemacht hat. Das Interessante an diesem Mem war, daß es innerhalb von nur wenigen Tagen von der Blogosphäre bis in die wirkliche Welt und über diesem Umweg dann auch in die etablierten Medien schwappte, in diesem Fall in die Tagesthemen.

Nebenbei bemerkt finde ich die Idee dieser Mini-Vorträge ganz gut, glaube ich. Als ich vor zwei Wochen auf der LTC in Poznań war, habe ich gemerkt wie lang sich 15 Minuten (so lang waren die Vorträge dort) manchmal hinziehen können.

Bevor ich jetzt das Video des Vortrags einbette, nutze ich die Gelegenheit, noch kurz auf den ultimativen Und-alle-so-yeah-Song von Lukas “Coffee and TV” Heinser zu verlinken. Aber Vorsicht, das ist ein Ohrwurm.

So, und hier nun das Video:

Look, there is music in the air!

Eine Menge Dinge sind in der letzten Woche passiert.

Der Oberbürgermeister von Köln wird (im Umfeld der ganzen Stadtarchiv-Problematik) bei der nächsten Kommunalwahl (wann auch immer die sein wird) nicht mehr antreten. Vielen ist das nicht genug und sie fordern er soll doch bitteschön sofort zurücktreteten. Soweit ich weiß ist er diesem Wunsch bisher nicht gefolgt.

Bahnchef Mehdorn hat seinen Vornamen geändert. Das am häufigsten zu hörende Wort in den Kommentaren von zufällig auf der Straße befragten Passanten: “Endlich”. Das Fernsehlexikon hat die Reaktionen sehr schön in Bilder gefaßt.

Und leider gibt es auch traurige Nachrichten: Andy Hallett, bekannt als grüner Karaokebar-Besitzer aus Angel, ist am Montag an Herzversagen gestorben.

Und das alles nur am Anfang der Woche. Da paßt es doch wie die Faust auf’s Auge, daß ich mir eine Erkältung eingefangen habe und die letzten Tage ziemlich platt in der Ecke lag, anstatt zu bloggen (oder all die anderen Dinge in Angriff zu nehmen, die noch auf meiner Liste stehen).
Es kann also ein bißchen dauern bis zum nächsten Blogeintrag. Um Euch bis dahin zu vertrösten gibt es jetzt aber noch ein paar Musikempfehlungen:

Wil Wheaton empfiehlt uns diese junge Künstlerin:

Zoë Keating ist Cellistin, und durch die Wunder der modernen Technik begleitet sie sich selbst und erschafft so beeindruckende Klangkunstwerke. Oder in Wils Worten:

See that MacBook next to her? She uses that to sample herself several times to build a rhythm, and then she plays over it, like a one-woman string quartet. Or quintet. Or awesometet.

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Tori Amos hat mal wieder eine neue Platte (sagt man das heutzutage überhaupt noch?) gemacht. Die erste Single heißt Welcome to England und das Video sieht so aus:

Ich versuche ja schon seit Jahren mir eine endgültige Meinung zu Tori zu bilden, habe das aber bisher nicht geschafft. Eigentlich möchte ich sie mögen, aber so richtig packen mich die meisten ihrer Sachen einfach nicht. Aber vielleicht habe ich mich auch nur noch nicht richtig reingehört.

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Und schließlich. Die Pet Shop Boys haben ebenfalls ein neues Album auf dem Markt und Lukas von Coffee And TV ist in seiner Listenpanik sehr hingerissen davon. Die Single Pandemonium klingt beim ersten Reinhören schon mal ganz interessant, aber nachdem ich den Eintrag von Lukas gelesen habe, werde ich erst mal die Very aus dem Schrank holen und morgen auf der Fahrt zu Arbeit hören.

So das war’s für heute. Viel Spaß beim Hören.

Youtube auf der Insel ohne Musikvideos

Gerade bei der taz gelesen:

Wegen eines Streits mit der britischen Verwertungsgesellschaft PRS (so was ähnliches wie hierzulande die GEMA) kann man im Vereinigten Königreich seit Montag keine Musikvideos mehr auf Youtube sehen.

Da Youtube für viele mittlerweile der Punkt ist, an dem sie neue Musik entdecken (nachdem sie von Freunden oder Bekannten auf einen bestimmten Künstler hingewiesen wurden), müßte das eigentlich den Interessen der Musikindustrie zuwiderlaufen. Wenn sie das schnell genug merken, werden die Musikvideos vermutlich schnell wieder zurückkehren. Oder es bietet sich die Chance für ein neues Startup, Youtube den Rang abzulaufen. Man darf gespannt bleiben.