Fleisch aus der Retorte

Dieser Artikel über In-Vitro-Fleisch ist sehr interessant. Offenbar ist die Wissenschaft so weit, daß im Reagenzglas erzeugtes Fleisch bereits in fünf bis zehn Jahren in unseren Supermärkten stehen könnte. Ich hätte nicht gedacht, daß die Forschung in dieser Richtung tatsächlich schon so weit fortgeschritten ist. Derart im Labor erzeugtes Fleisch wäre natürlich deutlich umweltfreundlicher und stellt den Konsumenten auch ethisch vor weniger Probleme. Trotzdem habe ich irgendwie ein komisches Gefühl bei der Sache. Mich würde daher sehr interessieren, wie meine Leser (so ich denn  nach dieser langen Durststrecke noch welche habe) darüber denken, die ja oft sehr ausdifferenzierte Meinungen haben – insbesondere wenn es um Dinge wie Fleischkonsum oder genetische Forschung geht.

Different Questions

The Pain hat inzwischen eine ziemlich schlechte Trefferquote was die tatsächliche Witzigkeit dieses Webcomics angeht, aber die Gedanken des Autoren sind immer wieder mal des Lesens wert. So z.B. vor einigen Wochen als dieser interessante Gedanke dort geäußert wurde:

Anytime I hear about another one of us gone berserk, shooting up his office or drowning her kids in the bathtub, the question I always ask is not, like every other tongue-clucking pundit in the country, how could this happen? but why doesn’t this happen every day?

Leben in der Matrix

Wil Wheaton verlinkt einen interessanten Artikel aus der New York Times (für die nervige Anmeldung gibt es BugMeNot.com), in dem ein Oxforder Philosoph über die Natur des Seins nachdenkt. Einerseits Wahnsinn, andererseits schon irgendwie logisch nachvollziehbar.

Until I talked to Nick Bostrom, a philosopher at Oxford University, it never occurred to me that our universe might be somebody else’s hobby. I hadn’t imagined that the omniscient, omnipotent creator of the heavens and earth could be an advanced version of a guy who spends his weekends building model railroads or overseeing video-game worlds like the Sims.
But now it seems quite possible. In fact, if you accept a pretty reasonable assumption of Dr. Bostrom’s, it is almost a mathematical certainty that we are living in someone else’s computer simulation.

This simulation would be similar to the one in “The Matrix,” in which most humans don’t realize that their lives and their world are just illusions created in their brains while their bodies are suspended in vats of liquid. But in Dr. Bostrom’s notion of reality, you wouldn’t even have a body made of flesh. Your brain would exist only as a network of computer circuits.