It’s good to be king

Unsere freundlichen orangefarbenen Nachbarn im Westen haben heute aus der allseits beliebten Königin einen König gemacht. Netterweise überträgt das Erste insgesamt sechs Stunden live von den Feierlichkeiten und Rolf Seelmann-Eggebert scheint, soweit ich das als Laie beurteilen kann, in Topform zu sein. Die niederländische Satire-Webseite “De Speld” hat zur Feier des Tages ein Liveblog am Start, das sehr unterhaltsam ist. übersetztes Zitat von 11:28:

Finanzminister Dijsselbloem verteidigt das hohe Gehalt [von 850.000 Euro pro Jahr] des Thronfolgers: “Man läuft Gefahr, daß echte Toptalente sonst nicht mehr in die königliche Familie geboren werden wollen.” Ob Willem Alexander für den ganzen Monat April Gehalt erhält ist nicht bekannt.

Das mediale Highlight war im Vorfeld der heutigen Thronbesteigung natürlich das vielgehaßte Koningslied.


Koningslied (offizielles Video) direkt auf Youtube


Koningslied (offizielles Mitsingvideo) direkt auf Youtube

Ich muß sagen, daß ich das Lied (und auch das offizielle Video mit so Supereinstellungen wie einem Mann beim Sägen) ziemlich klasse finde. Wenn die Niederländer schlau genug gewesen wären, das Lied beim bald stattfindenden Eurovision Song Contest in Malmö einzureichen wäre ihnen der Sieg höchstwahrscheinlich sicher gewesen.

Aber die Meinungen in den Niederlanden sind eher unfreundlich. So sprach De Speld von einem musikalischen Anschlag. Nachdem das Lied am vorvorigen Freitag vorgstellt wurde, war der Aufschrei auf Twitter und anderswo wohl so groß, daß der Komponist das Lied zurückziehen wollte. Sein Kommentar las sich extrem beleidigt und läßt sich zusammenfassen als “Wenn Euch das Lied nicht gefällt, dann macht doch selber ein besseres. Ich bin raus.” Aber die offizielle Thronbesteigungskommission, die das Lied in Auftrag gegeben hatte, zeigte sich um einiges shitstormresistener und hielt an dem Lied fest. Die gane Chronologie der entscheidenden Wochenendes kann man zum Beispiel bei HP/De Tijd nachlesen

Die konstruktiveren unter den Kritikern haben auch Alternativen ins Spiel gebracht. Besonders gut gefiel mir “Je bent een koning” der Utrechter Allard en Huib:


Je bent een koning direkt auf Youtube


Je bent een koning (zum Mitsingen) direkt auf Youtube

Aber es gab hauptsächlich beißenden Spott. Zum Beispiel Reaktionen von der ehemaligen Königin, die das Lied zum Anlaß nimmt doch nicht zurückzutreten


“Beatrix reagiert auf das Koningslied” direkt auf Youtube

…Willem Alexander und Maxima, in dem sich der neue König schon sehr staatsmännisch gibt.


“Willem Alexander und Maxima reagieren auf das Koningslied” direkt auf Youtube

Und vor einigen Tagen ist auch eine deutsche Version aufgetaucht. Viele der Youtube-Kommentare preisen es als die bessere Version.


das Königslied auf Deutsch direkt auf Youtube

Am meisten Freude hat mir aber diese Rezension der Snijtafel bereitet:


De snijtafel rezensiert das Koningslied direkt auf Youtube

Der Vollständigkeit halber hier noch ein paar Links zu anderen Parodie-Versionen. Die Analyse des Neerlandicus kann ich übrigens nicht empfehlen. Das wirkte auf mich wie die niederländische Version von Bastian Sick, ein altkluger Rechthaber, der denkt er hätte Ahnung von einer Sprache, nur weil er sie zufällig spricht.

Het koningslied, maar dan gezellig
5 miljoen BN’ers
Koningslied (stille versie)
Zeg maar Willy
Koningslied Shred (wij zogen als een Afrikaan) – ein Mash-Up des offiziellen Videos

Zurück im Pott?

Gute Neuigkeiten für mich. Jens hat im Pottblog herausgefunden, daß ich doch noch im Ruhrgebiet wohne.

Aus der Liste der Twitter-Accounts von Museen habe ich mir mal [...] die Museen herausgesucht, die aus dem Ruhrgebiet stammen, als da wären:

* Duisburg: LehmbruckMuseum
* Essen: schaubude (Schaustellermuseum)
* Kleve: museumkurhaus
* Hattingen: MuseumHattingen
* Herne: LWLMuseumArchae (LWL-Museum für Archäologie)

Danke, Jens. Okay, Zeit für eine Party!

Alles Bio oder was?

Good news, everyone! Die EU will ein neues Biosiegel einführen. In der taz findet sich eine herrliche Kritik der zur Wahl stehenden drei Logos. Mein Liebling ist ja definitiv das “Modell Wandteppich”.

Biosiegel: Modell Wandteppich

Und nun das beste: Bis Ende Januar kann jeder mit darüber abstimmen, welches der drei Logos das Rennen macht. Ich habe gerade meine Stimme für den Wandteppich in die Waagschale geworfen. Wenn Ihr also lieber die Vulva oder den Gefallenen Stern gewinnen sehen möchtet, nichts wie hin und mit abstimmen.

Die Ewiggestrigen vom RWI

Ich halte ja nicht besonders viel von all diesen komischen Wirtschaftsinstituten und ihren Prognosen. Gestern wurde ich durch einen Beitrag in der WDR5-Sendung Profit darin bestärkt.

Ich war geradezu schockiert als der Bericht über die Erstellung des Herbstgutachtens für die Bundesregierung mit (sinngemäß) diesem Satz endete:

Nachdem das Gutachten fertig ist, werden eine Reihe Exemplare ausgedruckt und mit dem LKW von Essen nach Berlin transportiert.

In einem Nachsatz hieß es dann noch, daß besonders wichtige Leute (Finanzminister etc.) das Gutachten schon vorab per E-Mail bekommen, das gewöhnliche Fußvolk aber auf die gedruckten Exemplare warten muß.

Der Nachsatz macht es natürlich noch schlimmer. Wie kann man dieses Gutachten ernst nehmen, wenn das Institut nicht einmal die grundlegenden logistischen Gegebenheiten des Jahres 2009 versteht? Da kann man wirklich nur noch mit dem Kopf schütteln.

Spam is Poetry

Gerade erreichte mich eine Spam-Mail mit folgendem Inhalt:

Ein ganzes Schiff voll jungen Lebens

einen Braten dir
Unter dem Fenstergesims bebt der elektrische Draht,
Nahm er das meine?
wie dies Unglu:ck, ja -:
Jung-Harald ist heut fu:nfzehn Jahr,
auf den Felsenschacht,
Vorbei * verja:hrt *
Mein Liebchen, was willst Du mehr?
Vor Nestelknu:pfen scheu sich zu bewahren.
Ihm ruhen noch im Zeitenschosse

Die großen Poeten sind heutzutage offenbar an ganz unvermuteten Stellen aufzufinden.

@kreetrapper on Twitter

Einigen habe ich es schon persönlich erzählt, seit einigen Tagen twittere ich auch. Die Idee dahinter war folgende: Wenn Leute wie Neil oder Wil Twitter so super finden, daß sie es immer wieder erwähnen und tatsächlich exzessiv nutzen, dann muß da doch irgendwas dran sein. Um herauszufinden was das ist, habe ich beschlossen, einfach mal damit anzufangen, weil man so vermutlich am ehesten dahinter kommt.

Meine erste Entdeckug: man kann auch Twitter problemlos dazu verwenden, um Kunst oder besser: Literatur zu erzeugen. Als Beweis führe ich den Twitterstream von Brent Spiner an, der extrem unterhaltsam ist.

Und noch etwas zur Technik: Wie es scheint, gibt es die populärsten Twitter-Clients wohl nur für Mac und/oder Windows. Ich werde wahrscheinlich demnächst anfangen, Twitterfox zu nutzen. Momentan bin ich aber noch bei einem simplen Web-Interface, allerdings nicht dem doch sehr spartanischen von Twitter, sondern dem etwas komfortableren Tweetree. Hier werden direkte Antworten baumartig gruppiert und zudem werden Links, die z.B. auf Bilder oder Videos zeigen ebenfalls direkt in den Twitterstream eingebunden.

Ihr könnt meiner Twitterei hier folgen.

Zum Einstieg in die Materie habe ich hier noch ein paar interessante Links zum Thema für Euch.

Die Origin-Story: How Twitter was born

Scalzi über Twitter

Lifehacker-Tips zur sinnvollen Twitternutzung

Auferstehung – Wie es wirklich war

Ihr alle kennt vermutlich die Propagandaversion mit den drei Tagen, dem Felsen, der Höhle und dem ganzen Zeug. Aber in Wirklichkeit war das alles ganz anders. Die ganze atemberaubende Geschichte kann man bei Comics Should Be Good nachlesen: Brian Cronin (a.k.a. Dread Lord and Master of CSBG) zeigt seinen liebsten Bad-Ass-Jesus-Comic. Hier schon mal der Kontext zu den Seiten aus Glory/Avengelyne II: The Godyssey #1 (allein der Titel schon):

To set up the issue, which was written by Robert Napton and drawn (at least the scenes I’m showing) by Ed Benes, Glory comes from the tradition of the Greek gods. Avengelyne is a hero based on the Christian God. The two heroes had teamed up before, but now they are stuck in the middle of a war between the Greek gods and the Christian God, based on the following, which shows what happens when the Greek gods stop by Jesus’ crucifixion to talk some trash.

Also: Nichts wie rüber zu den Comic-Seiten und seht Jesus, wie ihr ihn noch nie gesehen habt. Ganz im Geiste von The Big Lebowski: “You don’t fuck with the Jesus!”

“Kult-Genre”. Nee, is klar.

amazon ist zwar einer meiner liebsten Geschäftspartner, leider versteht man dort aber immer noch nicht den Unterschied zwischen Genre und Medium. Als Beweis mag dieser Ausschnitt aus einer Mail dienen, die ich vor einigen Tagen erhielt:

Sie interessieren sich für das Kult-Genre “Graphic Novels”? Wir haben aktuelle Bestseller für Sie zusammengestellt.

Ich freue mich schon auf den Moment, wenn amazon entdeckt, daß ich mich auch für das – vielleicht nicht ganz so kultige – Genre “Fernsehserien” interessiere.

Eurovision 2008

Letzten Samstag war es wieder so weit: Das Fernseh-Highlight des Jahres – und vielleicht bald der einzige Grund, überhaupt noch einen Fernseher zu haben – der Grand Prix. Ja, ich weiß, es heißt inzwischen Eurovision Song Contest, aber zur großen Verwunderung der Anglizismenjäger vom vds scheint sich diese neue Bezeichnung nicht durchzusetzen. Soll mir nur recht sein. Die Konnotation “große alberne Spaßveranstaltung” klappt bei mir jedenfalls auch besser mit “Grand Prix”, also bleibe ich auch dabei.

In schöner Tradition habe ich den ESC mit meinen Veganer-Freunden angeschaut und wie eigentlich immer hatten wir jede Menge Spaß dabei. Es gab viel zu lachen, man konnte sich über einige der “Darbietungen” wunderbar aufregen, und es war sogar das eine oder andere wirklich ansehnliche Lied (entschuldigt die Synästhesie) mit dabei. Bevor ich zu meinen Lieblingsbeiträgen komme, aber noch einige allgemeine Worte.

Wie so oft sagt Paul O’Brien es viel besser als ich es könnte, aber ich möchte seinen wichtigsten Punkt hier noch einmal kurz wiederholen. Das Problem, das der Grand Prix momentan hat, sind die vielen neuen Teilnehmerländer. Keine Sorge, ich möchte nicht auf die vielzitierte Ostblockmafia hinaus. Aber seit einiger Zeit ist es so, daß sich die Teilnehmer grob in zwei Gruppen einteilen lassen: diejenigen, die das ganze als reine Spaßveranstaltung sehen und versuchen sich mit möglichst abstrusen Beiträgen zu übertreffen, und diejenigen, die den Wettbewerb als Musikveranstaltung ernst nehmen und ihr bestes geben, um zu gewinnen. Um mal kurz Paul zu zitieren, der über den türkischen Beitrag folgendes sagt:

According to Wikipedia, these guys have been around for twelve years, and they’re very big in Turkey. Heaven only knows what they’re doing in Eurovision, but I approve of any country entering a band they actually like. Perhaps we should try it some time.

Und auch wir haben beim Schauen sofort gesagt “Hey, die haben aus Versehen echte Musiker geschickt.”

Leider fallen viele der neuen Teilnehmer aus Osteuropa in die zweite Kategorie und das hat zwei Folgen: Viele von ihnen schicken belanglosen Pop ins Rennen und viele von ihnen stimmen auch für belanglosen Pop, exemplifiziert durch die Top 3 dieses Jahres. Deutschland wollte eigentlich auch belanglosen Pop schicken, hat aber aus Versehen belanglosen schlechten Pop geschickt und ist deshalb nicht wirklich unverdient auf dem letzten Platz gelandet, gemeinsam mit Polen (deren Beitrag so belanglos war, daß ich ihn schon wieder vergessen habe) und dem Vereinigten Königreich (dessen Beitrag diesmal eigentlich ganz okay war). Den Sieg haben sich die Russen mit einer – wie Stefan Niggemeier so schön formuliert – wahren Materialschlacht erkauft. Die taz zählt es noch einmal auf: Ein Superstar-Sänger, ein Stargeiger mit Stradivari, ein Olympiasieger im Eiskunstlauf und das ganze Lied noch schön vom Starproduzenten Timbaland abmischen lassen. Da konnte nicht mehr viel schieflaufen und so war der Sieg auch entsprechend souverän. Rußland scheint einen Lauf zu haben, nach dem UEFA-Cup und der Eishockey-WM ist dies schon der dritte internationale Erfolg innerhalb weniger Wochen. Wettete ich auf den Ausgang der Fußball-EM, setzte ich mein Geld auf die Russen – ob es nun am Können liegt, am vielzitierten Momentum oder ob Väterchen Putin hinter den Kulissen den einen oder anderen Geldkoffer unbeaufsichtigt gelassen hat, die Russen scheinen zur Zeit nur schwer zu stoppen zu sein.

Wie jedes Jahr hatte der Veranstalter auch dieses Mal vor dem Beginn an alle Teilnehmer ein geheimes Motto ausgegeben, das in die Performance mit eingebaut werden mußte. Mottos vergangener Jahre waren z.B. “Trommeln” oder “Tücher”. Diesmal hat man den Teilnehmern die Wahl gelassen, wie genau sie das doch sehr freie Motto “künstliche Menschen” interpretieren. Letztlich haben sich aber zwei Interpretationen durchgesetzt. Zum einen künstliche Frauen – oftmals konnte man den Menschen unter all dem Silikon gar nicht mehr erkennen. Sieger in dieser Kategorie ist mit Sicherheit die schwedische Sängerin, deren Alien-Gesicht mich bis in meine Alpträume verfolgt hat. Die zweite Interpretation, der Robotertanz, war nicht so beliebt, hat es aber bei den Spaniern immerhin sogar bis in den Text des Liedes (“Tres, el robocop”) geschafft.

Seit einiger Zeit hat der Grand Prix so viele Teilnehmer, daß man sich erst einmal in einem von zwei Halbfinals für die große Show qualifizieren muß (außer man ist Gast- oder Geldgeber – diesen fünf bleibt die Qualifikation erspart). Das ist kaum anders machbar – auch mit 25 Teilnehmern dauert der ganze Spaß schon locker drei Stunden – hat aber den Nachteil, daß man entweder nicht alle Lieder zu sehen bekommt (wenn man die Halbfinals ausläßt – so haben wir es gemacht) oder fast alle Lieder doppelt sehen muß (und dann ist das Finale nichts besonderes mehr, weil man fast alles schon kennt). Dies ist ein echtes Dilemma, aus dem ich auch keinen rechten Ausweg weiß, das mich aber in diesem Jahr zum Beispiel um den verrückten irischen Truthahn gebracht hat.

Egal, jetzt zu meinen Favoriten.

Kroatien

Hatten mit Abstand den größten Lacherfolg auf ihrer Seite, weil sie unter anderem mit einem 75-jährigen Rapper antraten: Sein Name “75 Cents”. Auch jetzt könnte ich noch stundenlang über diesen billigen Witz lachen. Aber davon abgesehen war der kroatische Beitrag musikalisch interessant und die Show wirkte rund und individuell und verbreitete – ebenso wie die Musik – ein angenehm mediterranes Flair. Italien ist ja scheinbar zu feige, beim Grand Prix anzutreten, und da haben sich die Kroaten wohl gedacht, jemand muß für sie in die Bresche bringen.

Bosnien & Herzegovina

Zuerst auffällig wegen der abgedrehten Show. Der Sänger springt zu Beginn aus einem Wäschekorb. Seine Partnerin trägt ein Apfelkleid mit (teilweise) echten Äpfeln. Und im Hintergrund wippen strickende Bräute im Takt. Aber je häufiger ich es höre, desto besser gefällt mir auch das Lied an sich. Vermutlich der beste Beitrag dieses Jahr.

Frankreich

Frankreich hat mit Sébastien Tellier einen ernsthaften Musiker geschickt, der dennoch eine ziemlich alberne Show abliefert – im Hintergrund diesmal eine Reihe bärtiger Ladies und der Künstler be”tritt” die Bühne in einem Golfwagen. Ich war nachgerade schockiert, daß Frankreich tatsächlich mit einem englischsprachigen Lied antritt. Und das Lied ist auch nicht übel, aber nicht so richtig Eurovision, weil man es eben auch im Radio hören könnte, ohne daß es groß auffiele.

Spanien

Spanien hat diesmal einen Komiker geschickt – ähnlich wie Deutschland damals mit Stefan Raab. Die Kunstfigur Rodolfo Chikilicuatre trat mit einer Art Macarena-Satire an. Textprobe: Y el Chiki Chiki se baila así / Uno: el brikindans / Dos: el crusaíto / Tres: el Maiquelyason / Cuatro: el Robocop
(Und so tanzt man den Chiki Chiki / Eins: der Breakdance / Zwei: gekreuzte Beine / Drei: der Michael Jackson / Vier: der Robocop)

Aserbaidschan

Die Neulinge aus Asien zeigen gleich mit ihrem Debüt, daß die das Konzept Eurovision verstanden haben. Sie verbinden einen relativ durchschnittlichen Song mit einer abgefahrenen Show voll mit Engeln und Teufeln und dem guten, alten Kostümtrick. Dafür wurden sie völlig zu recht mit einem Platz unter den Top Ten belohnt.

Die Türkei

Wie ich oben schon schrieb sind die Türken wieder einmal mit echten Musikern angetreten, genauer mit der in der Türkei sehr erfolgreichen Rockband Mor ve Ötesi. Entsprechend ist das Lied auch recht gut und rockig, aber eigentlich kein Grand-Prix-Material. Umso mehr hat mich der siebte Platz überrascht, den sie damit eingefahren haben. Wie schon mit Athena im Jahr 2004 zeigen die Türken einmal mehr, daß sie Eurovision nicht verstanden haben, da ihr Beitrag weder besonders abgedreht ist, noch viel mit dem generischen Weichspülpop der meisten anderen Länder gemeinsam hat. Aber dafür zeigt der Beitrag auch, daß man sich vielleicht mal etwas intensiver mit der türkischen Musik-Szene beschäftigen sollte.

Links zum Thema: