Auferstehung – Wie es wirklich war

Ihr alle kennt vermutlich die Propagandaversion mit den drei Tagen, dem Felsen, der Höhle und dem ganzen Zeug. Aber in Wirklichkeit war das alles ganz anders. Die ganze atemberaubende Geschichte kann man bei Comics Should Be Good nachlesen: Brian Cronin (a.k.a. Dread Lord and Master of CSBG) zeigt seinen liebsten Bad-Ass-Jesus-Comic. Hier schon mal der Kontext zu den Seiten aus Glory/Avengelyne II: The Godyssey #1 (allein der Titel schon):

To set up the issue, which was written by Robert Napton and drawn (at least the scenes I’m showing) by Ed Benes, Glory comes from the tradition of the Greek gods. Avengelyne is a hero based on the Christian God. The two heroes had teamed up before, but now they are stuck in the middle of a war between the Greek gods and the Christian God, based on the following, which shows what happens when the Greek gods stop by Jesus’ crucifixion to talk some trash.

Also: Nichts wie rüber zu den Comic-Seiten und seht Jesus, wie ihr ihn noch nie gesehen habt. Ganz im Geiste von The Big Lebowski: “You don’t fuck with the Jesus!”

Boll

Ich bin immer noch dabei, was das Lesen und Schreiben von Blogs angeht, jede Menge nachzuholen, weil ich meine Wochenenden in letzter Zeit meist offline verbracht habe. Und diese Kolumne von John Scalzi über die desaströse Bilanz von Computerspiel-Verfilmungen hat mich daran erinnert, daß ich noch einen kurzen Eintrag zu dem Phänomen Uwe Boll verfassen wollte. Dies ist er.

Mir ist der Name Uwe Boll selbst eigentlich nie aufgefallen – vermutlich weil ich nicht mehr in der Gamer-Szene bin. Erst ein Freund, der sich passenderweise sowohl bei Computerspielen als auch bei Filmen ziemlich gut auskennt, hat mich über den vielleicht schlechtesten Regisseur aller Zeiten aufgeklärt.

Für alle, die sich erst mal ein Bild von dem Mann machen wollen, sei auf diesen Artikel bei Something Awful verwiesen. Er erzählt wie es den Drehbuchautoren von Alone in the Dark mit Uwe Boll ergangen ist.

Mittlerweile gibt es sogar eine Petition, die Boll zum Aufhören bewegen will. Als er in einem Interview auf diese Petition (die damals nur ein paar Tausen Unterzeichner hatte) angesprochen wurde, hat er gesagt, daß ihn die paar kümmerlichen Unterschriften nicht überzeugen würden. Da müßten schon eine Million Stimmen zusammen kommen. Dies hat die Gamestar zum Anlaß genommen, einen Aufruf zu starten. Und kurze Zeit später hatte sich die Zahl der Unterschriften verzehnfacht. Eine Million ist aber nicht zusammengekommen.

Doch die Geschichte geht weiter. Bei der diesjährigen Verleihung der Goldenen Himbeere für die schlechtesten Leistungen im Filmgeschäft ist Uwe Boll nicht nur als schlechtester Regisseur geehrt worden, sondern bekam auch einen besonderen Preis für das schlechteste Lebenswerk. Schon die Nominierung hat ihn zu einem enthusiastischen Kommentar verleitet. Zitat: “…finally I get the award I deserve”

Aber noch besser ist seine Reaktion auf den Gewinn selbst. Er hat sich sogar die Mühe gemacht ein kleines Video zu drehen.

Einer der Fünf Filmfreunde hat das Video als “wohlmöglich Bolls bester Filme” bezeichnet. Und man mag ja über seine Filme denken, wie man will, aber ich finde den Mann selbst jedenfalls ziemlich unterhaltsam. Vielleicht sollte er eine alternative Karriere in Betracht ziehen.

Hmmm… Pi(e) !

Einen fröhlichen Pi-Day allen meinen Lesern.

Begeht den freudigen Anlaß doch mit einem leckeren Kuchen oder indem Ihr einfach mal die ersten zwanzig Stellen von Pi auswendig lernt. Das schindet sicher enormen Eindruck auf der nächsten Party.

Mir sind solche freudigen Aktivitäten heute leider nicht vergönnt, da ich meine Mannschaft aus mehr oder minder verrotteten untoten Blood-Bowl-Spielern bei ihrem Kampf um die Franz-Sigel-Trophäe 2009 vom Spielfeldrand aus coachen muß. Wenn dieser Eintrag veröffentlicht wird, müßte die erste Runde gerade begonnen haben. Passenderweise wird dieses blutige Gemetzel übrigens präsentiert von Blutiges Gemetzel, der freundlichen Webseite mit dem nicht ganz so freundlichen Namen.

Apropos Blutiges Gemetzel. Wo ich seit langer Zeit mal wieder auf der Startseite war, wird mir wieder einmal bewußt, wie unaktuell vieles, was dort steht, inzwischen ist. Sobald ich meinen Umzug verkraftet und noch einige andere Kleinigkeiten geregelt habe, werde ich mich mal daran machen, die ganze Seite gründlich zu überholen. Vielleicht springt sogar ein neues Design dabei raus – wobei ich mit dem momentanen eigentlich immer noch recht zufrieden bin. Wir werden sehen. Wenn es soweit ist, kündige ich das ganze jedenfalls hier an, meine treuen Leser werden also keine der spannenden Entwicklungen verpassen.

Literal Music Video

Vor Monaten hatte Stefan Niggemeier ein wunderbares Video verlinkt. Ich wollte damals unbedingt darauf hinweisen, habe es dann aber aus irgendeinem Grund vergessen. Jetzt bin ich durch Zufall wieder darauf gestoßen und wollte die Verlinkung nachholen. Leider steht statt des Videos im verlinkten Beitrag von Niggemeier nun nur noch dieser Satz:

This video is no longer available due to a copyright claim by WMG.

Ich finde, das ist ein schönes Beispiel dafür, daß mit der momentanen Copyright-Gesetzgebung so einiges im Argen liegt, wenn es kreativen Output so mir nichts dir nichts aus dem Netz verdrängt. Zum Glück, wie einer der Kommentatoren bei Niggemeier bemerkt, vergißt das Netz aber nichts und so ist das Video an anderer Stelle nach wie vor online und kann somit von mir hier eingebettet werden.

Also: Was wäre, wenn der Text des Liedes die Vorgänge im Musikvideo beschriebe. Dank der Leute von Dustfilms kann man das nun sehen:

Gaiman = cool

Neil postet dieses Superfoto von sich in seinem Blog (er ist der zweite von links):

small_coolneil.jpg

Sein Kommentar:

So normally, when I post photos, I weed out ones in which I don’t look particularly cool. No chance of that here. I am not cool on a level that actually drains cool from the photograph. I was 24, it was 1985, I had a grey leather jacket and a white tee shirt and I look so gawky it’s almost sweet. I think I was trying out my “I shall grow facial hair and look like I write Science Fiction and thus blend in with real writers,” look.

Journalismus – die vergessene Kunst

Stefan Niggemeier präsentiert in seinem Blog gerade “Meilensteine des Journalismus”.

Man kann sich überlegen, ob man es eher amüsant oder erschreckend findet, was heutzutage so alles als “Journalismus” durchgeht. Ich habe mich dann doch für’s Lachen entschieden. Spätestens beim letzten Satz des Beitrags, den Niggemeier als Beinahe-Nachruf von Chefredakteur Hans Hoffmeister auf den verunglückten Ministerpräsidenten Dieter Althaus betitelt:

Unser Land wäre ärmer ohne ihn – und weit schweift der Blick, denkt man an das Undenkbare, an das man an diesem Neujahrsabend plötzlich nicht zu denken wagt.

Einfach wunderbar.