It’s a Pad!

Das Kreißen in Cupertino hat ein Ende und das iPad ist geboren.

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Ein typisches Apple-Produkt. Schick. Glänzend. Super, wenn man eh nur Apple-Produkte einsetzt, für andere bleibt das Walled-Garden-Problem. Der relativ günstige Preis von 500 Dollar überrascht erst, relativiert sich aber, wenn man sieht, daß dies natürlich nur für das kleinste Modell gilt. 16GB Speicherplatz sind nicht viel heutzutage. Mein Telefon hat z.B. schon 8 ab Werk. Wer mehr wissen und noch viel mehr Fotos von der Präsentation sehen möchte, gehe zu gdgt.com, von wo auch das Bild stammt.

Ade, Dolmetscher – Wieder eine Berufsgruppe wegautomatisiert

Im Sprachennetz lese ich, daß mal wieder jemand den großen Wurf beim automatischen Übersetzen plant.

Die beiden US-amerikanischen Firmen Sakhr Software und Dial Directions haben sich kürzlich zusammengeschlossen und entwickeln gemeinsam ein Programm, das aus Mobiltelefonen universelle Simultanübersetzer für die Hosentasche machen soll.

Die Idee ist, das Programm auf dem Smartphone (iPhone, Android, Blackberry, you-name-it) laufen zu lassen. Es soll dann gesprochene Sätze analysieren, in die Zielsprache übersetzen und anschließend per Sprachausgabe die Übersetzung ausspucken.

Ich gebe ja zu, daß ich mich mit diesem Thema eigentlich nur beschäftige, wenn mal wieder in der c’t ein Artikel dazu steht, aber der letzte Stan, auf dem ich bin, war, daß man Software immer noch eine ganze Weile trainieren muß, bevor sie überhaupt zuverlässig Spracheingabe in die korrekten schriftlichen Sätze überführen kann. Und das letzte mal als ich bei google translate vorbeigeschaut habe, wirkte auch der aktuelle Stand der automatischen Übersetzung noch nicht so perfekt wie in diesem Artikel davon geschwärmt wird.

“Die Entwickler sind überzeugt, dass das Programm letztlich ebenso gut arbeitet wie menschliche Übersetzer” wird dort behauptet. Das glaube ich erst, wenn ich es sehe. Dieses Video, das die Fähigkeiten des Gerätes demonstrieren soll, hat geschickterweise als Zielsprache Arabisch, so daß ich zumindest die Qualität der Übersetzung nicht prüfen kann. Der eine Satz mit Englisch als Zielsprache klingt ganz okay, aber ich bleibe trotzdem erst mal skeptisch.

billige iPhones aus Italien

Der Hype um das neue iPhone 3gs und die EU-marktrechtlich bedenkliche Providerbindung desselben (wofür ist der Neoliberalismus eigentlich gut, wenn er nicht mal so was hinbekommt, was doch offensichtlich genau in seinen Bereich fällt?) führt zu abstrusesten Verhaltensweisen. Auf mysteriösen Wegen (vermutlich Twitter?) bin ich auf diese Seite gestoßen.

Das Problem. Das neue iPhone kostet hierzulande ohne Vertrag offenbar abenteuerliche Preise jenseits der 1000 Euro (keine Ahnung ob das stimmt und zu faul es nachzuprüfen).

Die Lösung: In Italien bekommt man es schon für läppische 600 Euro.

Neues Problem: Die liefern nur innerhalb Italiens.

Neue Lösung: Mit dem gesparten Geld einen Kurztrip nach Italien machen und sich das Teil ins Hotel liefern lassen.

Zitat von der oben verlinkten Seite:

TIPP: Bei Ryanair gab es vor 2 Wochen Flüge für 2 Euro (Endpreis für Hin/Zurück!), derzeit ist es zwar wieder etwas teurer, aber nächste Woche gibt es ja wieder neue Ryanair Angebote. Der Flughafen z.B. in Bologna und Rom liegt sehr nah an der jeweiligen Stadt.

Ich finde das zwar total abstrus, andererseits gefällt dem europhilen Weltenbummler in mir irgendwie der grenzenlose Charme dieser Idee. Wenn ich reich oder verrückt genug wäre, würde mir das auch Spaß machen. Auch gerade weil es so abstrus ist.

Garfield minus Garfield – neue Entwicklungen

Das Internetphänomen Garfield minus Garfield hat ja schon vor einigen Monaten die Runde gemacht. Für diejenigen, die es noch nicht kennen, eine Kurzbeschreibung:

Dan Walsh hat sich die Mühe gemacht, Garfield-Comics zu nehmen und den Hauptakteur komplett aus ihnen zu entfernen. “Das Ergebnis sind sehr surreale Strips, die dem Comic eine starke Wendung ins Düstere verleihen. Die Garfield-Strips ohne Garfield sind auf einmal tief traurige, existentialistische Einblicke ins Leben des depressiven Losers Arbuckle.” (Zitiert von Welt am Draht)
Wie gesagt, das ist alles altbekannt und ich bin im Laufe des letzten Jahres auf mindestens drei verschiedenen Wegen darauf gestoßen. Neu ist allerdings ein Resultat des großen Erfolges. Garfield-Schöpfer Jim Davis hat nämlich nicht wie es üblich ist, Dan Walsh wegen Verletzung von Copyright und Trademark das Dach über dem Kopf weggeklagt, sondern hat die Idee ausdrücklich gelobt. Das Ergebnis ist, daß es die Garfield-minus-Garfield-Strips jetzt auch in Buchform gibt. Gleichzeitig sind die Strips natürlich weiterhin auf der Webseite von Walsh frei online zugänglich.

Jim Davis hat hier einmal mehr seinen herausragenden Geschäftssinn bewiesen (der ihm auch immer gern mal vorgeworfen wird) . Außerdem hat er im Gegensatz zu den allermeisten anderen Rechteinhabern gezeigt, daß es auch einen anderen, besseren Weg für Kreative gibt, mit den neuen Remix-Möglichkeiten des Internet umzugehen. So gewinnen alle und Jim Davis ist in meiner Achtung noch einmal ein ganzes Stückchen gestiegen. Vorbildlich.

(via Welt am Draht)

Das Ergebnis des Dr-Horrible-Experiments

Vor einigen Wochen habe ich Euch von Joss Whedons neuestem Geniestreich, Dr. Horrible, erzählt.
Ich hoffe, Ihr habt das knapp 45 Minuten lange Internet-Superhelden-Musical alle gesehen, denn es ist tatsächlich sehr gut bis hervorragend. Wie von Whedon gewohnt ist es sehr witzig und erzählt trotzdem eine interessante Geschichte mit einem derart typischen Ende, daß eigentlich alle, die Angel und Buffy gesehen haben, damit rechnen müssen.

Entgegen der ursprünglichen Ankündigung kann man das Video wohl weiterhin (oder besser: wieder) kostenlos auf der offiziellen Website ansehen. Trotzdem gibt es natürlich guten Grund sich jetzt schon auf die DVD zu freuen, die laut einem Interview “auf jeden Fall vor November” herauskommen soll.

Dr. Horrible scheint genau das zu sein, auf das die Welt gewartet hat. Immerhin ist es einer der ersten wirklich ernstzunehmenden Versuche, professionelle TV/Film-Produktionen an den großen Studios vorbei zu produzieren (wie von mir prophezeiht, war es nur eine Frage der Zeit).  Dementsprechend spricht zum Beispiel die taz von einem “zukunftsweisenden Geschäftsmodell”. Und auch andere renommierte Zeitungen wie die New York Times oder der Observer berichten groß über Joss Whedons Experiment. (Eine große Anzahl von weiterführenden Links bietet das Community-Blog Whedonesque.)

Bis jetzt, so kann man dem oben verlinkten Interview entnehmen, hat Dr. Horrible seine Produktionskosten (eine kleine sechsstellige Summe) noch nicht wieder eingespielt. Aber das Erscheinen der DVD sollte das meiner Meinung nach sicher stellen. Es wird sicherlich interessant, zu sehen, welche Reaktionen dieses – eindeutig als gelungen einzustufende – Experiment hervorrufen wird – sowohl im Internet als auch bei den etablierten Studios.

Wir leben in aufregenden Zeiten.

To boldly go…

Die Chance für alle, die sich ihre Berufswünsche aus der Kindheit bewahrt haben: Die ESA sucht “die nächste Generation europäischer Astronauten”.

Auf dieser Seite kann man nachlesen, welche Stellen dort noch zu besetzen sind und sich für den Job-Newsletter anmelden. Und hier geht es direkt zu den Stellenanzeigen.

Viel Erfolg und winkt mir aus dem Orbit zu, wenn Ihr es schafft.

Fleisch aus der Retorte

Dieser Artikel über In-Vitro-Fleisch ist sehr interessant. Offenbar ist die Wissenschaft so weit, daß im Reagenzglas erzeugtes Fleisch bereits in fünf bis zehn Jahren in unseren Supermärkten stehen könnte. Ich hätte nicht gedacht, daß die Forschung in dieser Richtung tatsächlich schon so weit fortgeschritten ist. Derart im Labor erzeugtes Fleisch wäre natürlich deutlich umweltfreundlicher und stellt den Konsumenten auch ethisch vor weniger Probleme. Trotzdem habe ich irgendwie ein komisches Gefühl bei der Sache. Mich würde daher sehr interessieren, wie meine Leser (so ich denn  nach dieser langen Durststrecke noch welche habe) darüber denken, die ja oft sehr ausdifferenzierte Meinungen haben – insbesondere wenn es um Dinge wie Fleischkonsum oder genetische Forschung geht.

Mein eigener Film – mit Blackjack und Nutten

From the new morons at Fox:

Futurama – Bender’s Big Score

Hier kann man den Trailer noch sehen  (mit spanischen Untertiteln). Bei Youtube wurde er zwischenzeitlich gelöscht. Die DVD erscheint in den USA am 27.11. also in knapp vier Wochen. Ohne längeres Suchen konnte ich noch nichts über eine deutsche (oder wenigstens RC2) Version herausfinden. Aber das dürfte nur eine Frage der Zeit sein.